Physik-Engines: Die Realismus-Evolution aus zehn Jahren Spiele-Entwicklung - inklusive Videos

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Kullerende Fässer, herumwirbelnder Staub und zerstörbare Umgebungen: Physikeffekte wie diese tragen zu einer glaubwürdigen Atmosphäre bei und sorgen nicht zuletzt für mehr Spielspaß. Mit zunehmendem technologischem Fortschritt hat sich der Realismusgrad erhöht. Welche Titel haben uns in der Vergangenheit durch realitätsnahe Physikdarstellung beeindruckt? Wir haben die größten Highlights aus über zehn Jahren Spielegeschichte zusammengetragen.

In den vergangenen Jahren wurde die grafische Darstellung in Computer- und Videospielen zunehmend realistischer. Lebensechte Figuren, authentische Schattenwürfe von Objekten und nicht zuletzt die Physikeffekte tragen zur besseren Immersion bei. Alte Hasen erinnern sich noch an Zeiten, wo sich Kisten und Fässer in der Spielumgebung partout nicht bewegen ließen und virtuelle Pixelgegner mit einer simplen Animationen das Zeitliche segneten. Dieser Umstand gehört glücklicherweise der Vergangenheit hat. Die schwedischen Entwickler DICE haben mit ihrem aktuellen Ego-Shooter Battlefield 3 die Messlatte für Physikdarstellung in Games höher gelegt. Charaktere bewegen sich hier täuschend echt durch das virtuelle Terrain und Häuserfassaden brechen bei Beschuss ein. Doch welche Pioniere auf dem Gebiet der Physikeffekte gab es vor Battlefield 3? Wir haben recherchiert und zeigen euch im Folgenden die Meilensteine aus über zehn Jahre Spiele-Entwicklung.

Wir beginnen im Jahr 1998 mit dem überaus ambitionierten, aber nur mäßig erfolgreichem Dino-Shooter Trespasser. Das Spiel erhielt insbesondere für die Physikeffekte, die seinerzeit schlichtweg bahnbrechend waren, viel Lob und Anerkennung. Einen nachhaltigen Eindruck bei uns Gamern hat der hierzulande indizierte Shooter Red Faction hinterlassen. Und zwar nicht wegen der Gewaltdarstellung, sondern aufgrund der sogenannten Geomod-Engine, die das Spiel befeuert. Durch die damals fantastische Technologie war es möglich mit schwerem Geschütz die meisten Wände einfach einzureißen. Vorbei waren die Zeiten, in denen sich eure Feinde sicher hinter Mauerwerk verstecken konnten. 2004 erschien mit Half-Life 2 dann das nächste Meisterwerk von Valve. Physik war hier mehr als nur eine grafische Spielerei. Mithilfe der ikonischen Gravity Gun, die Objekte an sich heranziehen und wegschleudern konnte, mussten viele kleinere Puzzles gelöst werden.

Aus technischer Sicht einzigartig, ist Ubisofts 2008 veröffentlichter Afrika-Trip Far Cry 2. Die eigens für das Spiel entworfene Dunia Engine ermöglichte eine realitätsnahe Simulation von Wind und Wetter. So breiten sich gelegte Brände bei günstigen Windverhältnissen rasend schnell aus, die Flammen machen dabei natürlich nicht vor der Spielumgebung halt. Gräser, Sträucher und Bäume fangen Feuer - zurück bleiben nur die verkohlten Überreste. Weitere Titel mit denkwürdigen Physikeffekten findet mitsamt eines passenden Videos unterhalb dieser Zeilen. Klickt euch einfach durch unsere Übersicht und lasst uns dann eure Favoriten wissen. Kennt ihr weitere Beispiele? Dann nutzt die Kommentarfunktion!

1998 - Trespasser

Womöglich lag es an ja der starken Konkurrenz (Unreal, Half-Life). Jedenfalls hatte Trespasser nicht den Erfolg, den der ambitionierten Ego-Shooter eigentlich verdienen würde. Die Physikdarstellung war seinerzeit einfach bahnbrechend. Sämtliche Objekte in der Spielumgebung reagierten auf Interaktion mit dem Spieler. Protagonistin Anne konnte so beispielsweise eine Kiste heben und diese einen Abhang herunterwerfen. Das Fall des kullernden Behälters wird dabei physikalisch korrekt berechnet.

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  1. Seite 1 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 1998: Trespasser
  2. Seite 2 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 2001 - 2004: Red Faction & Half-Life 2
  3. Seite 3 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 2005 - 2006: F.E.A.R & FlatOut 2
  4. Seite 4 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 2007: Crysis & World in Conflict
  5. Seite 5 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 2008: GTA 4 & Far Cry 2
  6. Seite 6 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 2009-2010: Batman: Arkham Asylum & Mafia 2
  7. Seite 7 Physik-Darstellung im Laufe der Zeit - 2011: Battlefield 3
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Maria Beyer-Fistrich Mitglied
        1998 - Trespasser

        "Womöglich lag es an ja der starken Konkurrenz ..".

        Ne, eher an der absolut grottigen Steuerung und der miesen Performance ;)

        Grüße
      • Von Maria Beyer-Fistrich Mitglied
        1998 - Trespasser

        "Womöglich lag es an ja der starken Konkurrenz ..".

        Ne, eher an der absolut grottigen Steuerung und der miesen Performance ;)

        Grüße
      • Von hifumi Mitglied
        Zitat von toxin
        Trespasser habe ich 1998-1999 sehr krank gesuchtet. Es war einfach was ganz neues. Ich meine man konnte seine Brüste sehen wenn man nach unten geschaut hat. Das alleine war es schon wert das Spiel zu spielen. Obwohl ich es als extrem schwer empfand damals. War halt noch etwas buggy mit den ganzen Physicsberechnungen. Aber egal. Damals war auch Jurassic Park noch angesagt und somit waren Dinos eh der Hype schlecht hin.

        Hype schlechthin ist vielleicht etwas übertrieben, aber Trespasser war schon witzig. Gegen Ende gab es eine Stelle wo an einem Berghang ein Balken oder so auf einer Spitze lag (etwas schwer zu beschreiben) und man konnte dem Schwung geben, dass er sich dreht, indem man ihn anschießt. Wenn man dann mit der Uzi drauf geballert hat, hat es sich irgendwann rasend schnell gedreht.

        Mit der Demo dieses Spiels habe ich schon einige Zeit verbracht und ständig irgendwelche Wippen gebaut, Kisten gestapelt und so weiter. Allein das Rumspielen mit der Physik war faszinierend.
        Und man konnte auch den Arm weit genug biegen, dass man sich selbst erschießen konnte.
      • Von Z3R0B4NG Spiele-Novize/Novizin
        Bei Mafia 2 hat man es mit PhysX aber leicht übertrieben gehabt, da wurden die Klamotten von allen NPCs berechnet, sogar beim vorbeifahren, ich hatte, wie viele andere auch dann per .ini tweak und ähnlichem einige PhysX Effekte abschalten müssen um von lahmen 30 auf spielbare 45-60 FPS zu kommen.

        Würde ich jetzt also nicht gerade als glänzendes Beispiel auflisten.
      • Von DarkVoice1984 Gelegenheitsspieler/in
        ein dank an die ganzen Entwickler dieser genialen Effekte. Mein Liebling bleiben sie Half Life 2 Physiks. Das Spiel habe ich damals geliebt. Ein Highlight für mich war auch die Cry Engine 1.
      • Von toxin Gelegenheitsspieler/in
        Trespasser habe ich 1998-1999 sehr krank gesuchtet. Es war einfach was ganz neues. Ich meine man konnte seine Brüste sehen wenn man nach unten geschaut hat. Das alleine war es schon wert das Spiel zu spielen. Obwohl ich es als extrem schwer empfand damals. War halt noch etwas buggy mit den ganzen Physicsberechnungen. Aber egal. Damals war auch Jurassic Park noch angesagt und somit waren Dinos eh der Hype schlecht hin.
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