SSD: Super Schnelle Datenspeicher - Tipps und Kaufberatung zu SSDs
SSDs werden immer beliebter, auch durch steigende Preise bei herkömmlichen Festplatten. In unserem Special findet ihr Tipps und Kaufberatung zu den schnellen Datenträgern, die auch in einem Spiele-PC Vorteile bringen.
In unserem PC Games-Preisvergleich sind SSDs auf Platz 6 der beliebtesten Artikel, bei Hardware-Komponenten liegen sie gleich nach Grafikkarten sogar auf Platz 2. In unserer Kaufberatung wollen wir euch daher hilfreiche Tipps zum Kauf und Umgang mit SSDs geben und einige Modelle zum Kauf empfehlen. SSD - das steht für Solid State Disc. Für den Nutzer ist eine SSD im Grunde das gleiche wie eine Festplatte, nur deutlich schneller. Technisch gesehen steckt nämlich keinerlei Mechanik in einer SSD, sondern sie ist technisch eher mit einem USB-Stick zu vergleichen: Speicherchips ersetzen die magnetischen Scheiben, die sich in einer Standardfestplatte typischerweise mit 7200
Quelle: Intel
Eine SSD ohne Gehäuse
Umdrehungen pro Minute drehen. Somit entfallen bei einer SSD natürlich auch die Schreib- und Leseköpfe, die eine Festplatte hat.
Zu den Vorteilen einer SSD gehören daher der Strombedarf und die Lautstärke: sie sind nämlich lautlos. Aber zwei weitere Vorteile sind für den Käufer viel entscheidender. Der erste Vorteil ist die Datenübertragungsrate, also Lesen, Schreiben und Kopieren von Daten. Dies geht bei SSDs deutlich schneller als bei Festplatten. Der weitaus größere Vorteil ist jedoch die schnelle Reaktionszeit der SSD in Verbindung mit der hohen Datenrate, denn dies sorgt dafür, dass das Öffnen von Programmen und andere alltägliche Aktionen wie zum Beispiel das Öffnen eines Ordners oder des Startmenüs blitzschnell werden. Auch Windows wird schneller booten, der normale Alltag am PC wird also deutlich komfortabler.
Eine SSD sorgt allerdings nicht dafür, dass ein Programm bestimmte Dinge schneller berechnet oder man ein Spiel mit mehr Bildern pro Sekunde genießen kann, zudem hat sie auch zwei größere Nachteile. Der erste ist die Tatsache, dass die
Quelle: PC Games Hardware
extremememory XLR8
Speicherchips eine begrenzte Zahl an Schreibvorgängen besitzen. Je intensiver man eine SSD nutzt, desto früher wird sie also unbrauchbar. Der zweite und offensichtlichere Nachteil: sie sind für das, was sie an Speicherplatz bieten, sehr teuer. Allerdings werden SSDs gerade in diesen Wochen attraktiver. Denn da durch die Flutkatastrophe in Thailand auch die Festplattenproduktion stark beeinträchtigt wurde, sind die Preise für Festplatten enorm gestiegen. Die Produktion kommt zwar langsam wieder in Gang, aber durch den hohen Nachholbedarf und das Weihnachtsgeschäft wird in den nächsten Wochen das Preisniveau für den Privatanwender vermutlich noch nicht merkbar sinken. Vor allem bei der Zusammenstellung eines neuen PCs ist es daher eine durchaus ernsthafte Überlegung, sich eine SSD anzuschaffen, da man zur Zeit für eine SSD mit 80 Gigabyte ähnlich viel wie für eine 500 Gigabyte-Festplatte auf den Tisch legen muss. Doch wie viel Speicherplatz sollte eine SSD haben? Mehr dazu auf der nächsten Seite.
In diesem Artikel
- Seite 1 Kaufberatung SSDs: Einleitung und Technik
- Seite 2 Kaufberatung SSDs: empfohlene Größen und Konfiguration für Windows
- Seite 3 Kaufberatung SSDs: Konfiguration für Windows Teil 2, Einbau und Firmware
- Seite 4 Kaufberatung SSDs: Geschwindigkeit von SSDs und Kaufempfehlungen
- Seite 5 Bildergalerie
Wobei es doch deutliche Unterschiede bei reinen Schreib-/Lesevorgängen gab in dem Test, ganz zu schweigen vom Entpacken.
Für den normalen User zählen allerdings der Bootvorgang und die Programmstarts am ehesten, stimmt schon.
Mein Revodrive (nicht die 3er Version, hab ja nicht im Lotto gewonnen) erreicht laut Benchmark aber durchaus die Werte die auch auf der Verpackung stehen. Völlig aus der Luft gegriffen sind die also nicht.
Du darfst aber so oder so nicht die Maximalwerte mit den Werten verwecheln, die in der Praxis auch im Durchschnitt wirklich erreicht werden. Das steht ja auch im Artikel, dass die Schreib/Lesewerte der Hersteller eben meistens NICHT wirklich so viel aussagen. Vermutlich stehen die deswegen eben auch nicht drin. zB die Crucial m4 hat keine besonders guten Schreibwerte, was die technischen Angaben angeht, ist aber in der Praxis im Schnitt mit einer guten SSD mit 550MB/s gleichwertig. Wichtig sind die Werte, die eine SSD auch beim "zufälligen" schreiben/lesen von kleinen Dateien hat - dafür müsste man aber dann alle SSDs, die für einen Kauftipp auch nur ansatzweise in Frage kommen, erstmal beschaffen und dann mit entsprechenden Tools testen.
Ich denke aber, dass die SSDs alle auch bestimmte Midnestwerte erfüllen, also dass Modelle, die selbst laut Hersteller nur 100MB/s erreichen, gar nicht erst drinstehen. ;)
Das "tolle" an einer SSD sind ja auch nicht die Lese/Schreibwerte, sondern dass eben grad Kleinigkeit sehr schnell geladen werden, zB Browser öffnet sich dann wirklich SOFORT usw. - es ist halt ein Komfortartikel
SSD's sind für Leute die keine Zeit haben, ich möchte nicht mit denen tauschen :-D
Ich hab mir auch eine Crucial m4 geholt, ist eine SATA 6G und kam mit neuer Firmware wirklich sehr gut bei weg. Ich hab die Benchmarks zu Hause mal nachvollzogen und kam mit der ungenutzten Crucial deutlich über die Ergebnisse die z.B. CB.de veröffentlicht hat.
Allerdings hab ich meine Bilder, Videos und zu entpackene Dateien auf einer Samsung Festplatte, dauert irgendwelche GB Images auf der SSD zu entpacken ist mir dann doch etwas suspekt. :ugly:
Die Samsung Spinpoint erreicht im Mittel gute ~130MB/Sekunde ... das ist für mich und meine Anwendungszwecke absolut in Ordnung, und sind wir ehrlich: ob man jetzt die paar Sekunden benötigt, die eine SSD ggf. schneller ist? ;-)
Wobei es doch deutliche Unterschiede bei reinen Schreib-/Lesevorgängen gab in dem Test, ganz zu schweigen vom Entpacken.
Für den normalen User zählen allerdings der Bootvorgang und die Programmstarts am ehesten, stimmt schon.
Mein Revodrive (nicht die 3er Version, hab ja nicht im Lotto gewonnen) erreicht laut Benchmark aber durchaus die Werte die auch auf der Verpackung stehen. Völlig aus der Luft gegriffen sind die also nicht.
Schau dir hier die Benchmarks, sprich Startdauer, div. Programme bei div. SSDs an:
Test: OCZ Revodrive 3 X2 (Seite 6) - ComputerBase
Da ist nichts mit doppelter Geschwindigkeit. Das ist übrigens das was ich oben meinte, theoretische max. Werte bedeuten nicht auch praxisrelavante Werte.
Übrigens hatte die c't in den letzten Ausgaben ein SSD Special, die kamen zum gleiche Fazit: eine SSD SATA 6G lohnt sich kaum im vgl. zu einer 'normalen' SSD mit SATA II. %-)