Die Motoren heulen, die Geschwindigkeit rauscht, der Tunnel blickt.
Die hochglanzpolierten Wagen wirken wie eine Mischung aus F1-Boliden und GT-Prototypen.
Die Formel 1 ist längst zum sportlich wertlosen Schaulauf verkommen, die neue LeMans-Serie feiert hingegen überraschende Erfolge. Kein Wunder, dass sich Ex-Formel-1-Weltmeister Jaques Villeneuve, der ohnehin gerade eine fahrerische Auszeit zu nehmen scheint, einer neuen Serie wünscht: die Geschwindigkeiten der Formel 1, die aufregend geformten Wagen der LeMans-Serie und das Regelwerk eines Seifenkistenrennens.
Eine solche Serie präsentiert Speed Challenge: Jaques Villeneuve's Racing Vision. Die sehr futuristischen Coupes fahren auf insgesamt zwölf, in 23 Einzelserien gruppierte Strecken. Regeln gibt es dabei keine: Man darf nach Herzenslust drängeln, blockieren und Schikanen über das Kiesbett abkürzen. Auch auf Boxenstopps wird verzichtet, denn zum einen wird nicht getankt und zum anderen verschleißen die Reifen nicht. Sollte man dennoch mit der Reifenwahl oder der Spoilereinstellung nicht zufrieden sein, lässt sich dies während der Fahrt ändern.
Während der Rennen auf den sehr abwechslungsreichen Pisten erweist sich Speed Challenge als waschechter Funracer: In erster Linie ist das Spiel einfach nur schnell. Tempo 400 wird trotz der aseptischen Grafik hautnah vermittelt, wofür vor allem der kreischende Motorensound und die geschwindigkeitsabhängige Steuerung sorgen. Abgesehen davon ist vom Fahrmodell nur wenig zu erkennen - und das, obwohl es zahlreiche Möglichkeiten gibt, das Fahrzeug-Setup zu verändern.

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