Optik hui, Spiel pfui - Diese Grafikbomben haben uns enttäuscht
Jeder Gamer hat diese Erfahrung schon einmal gemacht: Da wird ein neuer Titel mit fantastisch aussehenden Screenshots und Trailern beworben, doch am Ende entpuppt sich das vermeintliche Highlight als üble Spielspaßgurke. Grafik ist eben nicht alles. Diesem Credo folgend werfen wir einen Blick auf die größten Enttäuschungen des vergangenen Jahrzehnts.
Es kommt nicht immer auf das Aussehen oder die Verpackung an. Schließlich zählen am Ende doch die inneren Werte. Hört sich doch stark nach einer beschönigenden Ausflucht eines Redakteurs an, der soeben einen Korb von einer hübschen Blondine erhalten hat. Nun, dem ist überhaupt nicht so. Wir beziehen uns nämlich auf unser allerliebstes Hobby. Wer hatte sich nicht schon einmal von fantastischen Screenshots und Videos zu einem vielversprechenden Titel in die Irre leiten lassen und musste dann aber letztendlich feststellen, dass das Spiel außer Schauwerten wenig zu bieten hatte? Eben.
Über den Stellenwert von Grafik wird in Spielerkreisen seit Jahren heftigst gestritten. Viele kommen zu der Ansicht, dass die Fokussierung auf den technologischen Aspekt häufig zu schlechteren Games führt, weil die Entwickler dafür Abstriche beim Spieldesign machen. Dabei sollte doch eigentlich Handlung und Spielkonzept im Vordergrund stehen. Rückenwind erhalten sie dabei von niemand geringerem als John Carmack. Der Altmeister ist schon seit zwei Jahrzehnten erfolgreich im Geschäft und glaubt daher bestens zu wissens, was sich Spieler wünschen. "Für gute Grafik gebt niemand 50 Euro aus", erzählte er uns in einem Interview vor rund zwei Jahren. Das ganze Paket muss stimmen. "Gameplay, Design, Entertainment."
Carmack hat gut reden, werkelt er doch gerade fieberhaft an der Fertigstellung der Grafikbombe Rage, der zahlreiche Previews allerdings auch spielerische Qualität attestieren. Wohingegen Arcania: Gothic 4, Far Cry 2 und andere den Beweis schuldig geblieben sind. Das Rollenspiel des mittlerweile von der Insolvenz betroffenen Publishers JoWood konnte in puncto Optik mühelos an anderen Genrevertretern vorbeiziehen, doch beim Gameplay und der Story gingen die Meinungen auseinander. Far Cry 2 bot zwar eine hübschen und offene Spielwelt, hat sich jedoch bei so manchem Spieler mit langweiligen Missionen, extremen Backtracking und respawnenden Feindverbänden selbst torpediert. Darf man so einem Spiel dann trotzdem eine gute Wertung geben? Ja - denn die Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich. Und was den einen Spieler stört, gefällt dem anderen.
Weitere Titel, die uns trotz opulenter Grafik enttäuschten, finden Sie in der Bildergalerie unterhalb dieser Zeilen. Um die nagelneue Version unserer Galerie aufzurufen, mit der Sie schnell durch die Großansicht der Screenshots klicken können, gehen Sie bitte auf Seite 2 des Artikels.

Sowas von öde das Gameplay. :-D
Soso :B Immer diese Versionsversionen.
+1 inhaltsleere, widersprüchliche Klickstrecken auf PCGames.
Jede Redaktion bewertet ein Spiel mit dem Wissen der Vergangenheit und dem Kenntnissstand zum Testzeitpunkt. Ohne Kristallkugel oder Zeitmaschine weiß keine Redaktion, ob sich ein paar Monate oder Jahre später der Blickwinkel verändert oder bestimmte Aspekte anders gewichtet werden. Ob es nun sinnvoll ist, alljährlich rückblickend die Wertungen anzupassen, ist wieder eine andere Diskussion.
In jedem Fall kann man sagen, dass sich andere Aspekte ausser Grafik und Sound so gut wie gar nicht weiterentwickeln. Z.B. Ultima 7 aus dem Jahre 1992 (Oh Mann, das ist ja schon fast nicht mehr wahr... ) - damals noch in 2D VGA 320*200 Px 256 Farben, Sprachausgabe im Intro^^ - hatte schon ein beeindruckendes NPC - Tagesablaufsystem. Komplett Open-World, viele NPCs, große Spielwelt! Auch damals gab es zahlreiche Bugs, sei's drum. Aber von der Spielmechanik hat sich seitdem, also seit nun fast 20 Jahren (!!!!!!) nicht allzuviel getan.
+1 inhaltsleere, widersprüchliche Klickstrecken auf PCGames.
Jede Redaktion bewertet ein Spiel mit dem Wissen der Vergangenheit und dem Kenntnissstand zum Testzeitpunkt. Ohne Kristallkugel oder Zeitmaschine weiß keine Redaktion, ob sich ein paar Monate oder Jahre später der Blickwinkel verändert oder bestimmte Aspekte anders gewichtet werden. Ob es nun sinnvoll ist, alljährlich rückblickend die Wertungen anzupassen, ist wieder eine andere Diskussion.