Arcania: Gothic 4-Test: Viel versprochen, nur wenig gehalten - Kein echtes Gothic mehr?

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In den wenigsten Fällen reagieren die Widersacher in Arcania auch nur ansatzweise schlau. Selbst ein Kampf gegen mehrere Monster stellt so gut wie nie eine Schwierigkeit dar.
Quelle: Cynamite

Arcania: Gothic 4 soll die beliebte Rollenspiel-Serie gebührend fortsetzen. Im Test zeigt sich allerdings, dass Spellbound das Ziel verfehlt. Im Vorfeld versprach man viel. Heute zeigt sich, dass nur wenig gehalten wurde.

Nach drei Jahren ist es endlich soweit: Gothic-Fans bekommen neues Futter. Allerdings wird sich bei eben diesen schnell Ernüchterung einstellen, denn Arcania: Gothic 4 (jetzt kaufen 69,95 € / 15,99 € ) verspricht mehr, als es am Ende hält. Es fehlen einfach zu viele Dinge, welche die Gothic-Reihe früher ausmachten, damit der Name gerechtfertigt wäre. Abgesehen davon hat das Rollenspiel jedoch auch mit anderen Problemen zu kämpfen. Wer jedoch einfach nur ein solides Rollenspiel sucht, um die kalten Herbstabende zu füllen, der darf sich Jowoods Abenteuer ruhig etwas näher anschauen.

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PRO

Wenige Bugs
Gerade wer den Vorgänger Gothic 3 gespielt hat, war bezüglich der Bug-Freiheit von Arcania sicherlich skeptisch, denn Jowood bewies in der Vergangenheit hierbei eher ein schlechtes Händchen. Entwickler Spellbound liefert jedoch ein erfreulich fehlerfreies Spiel ab. Während unserer Testzeit traten zwar noch einige Bugs auf, doch schwerwiegende Probleme, wie Abstürze, defekte Spielstände, unlösbare Quests oder ähnliches, erlebten wir nicht. Arcania hat eher optische Macken, wie fehlende Texturen oder, dass die Haarfrisuren der Charaktere doppelt dargestellt werden. Einzig nervig im Spielverlauf sind die unsichtbaren Barrieren, die Ihren Helden davon abhalten sollen, bestimmte Bereiche in der Spielwelt zu erreichen. Geraten Sie in eine solche, schwebt Ihr Schützling teilweise sekundenlang in der Luft, bis er wieder in einem erlaubten Areal landet - was auch manchmal in den Tod führen kann.

Ob Gorn, Milten oder Diego, in Arcania treffen Sie auf einige Typen, die auch in den früheren Teilen der Gothic-Reihe eine entscheidende Rolle spielten. Der wichtige Faktor des Wiedererkennungswerts wird also erfüllt, jedoch rückt manche bekannte Figur etwas in den Hintergrund. Quelle: Jowood / Spellbound Ob Gorn, Milten oder Diego, in Arcania treffen Sie auf einige Typen, die auch in den früheren Teilen der Gothic-Reihe eine entscheidende Rolle spielten. Der wichtige Faktor des Wiedererkennungswerts wird also erfüllt, jedoch rückt manche bekannte Figur etwas in den Hintergrund. Vertonung
Bis auf wenige Ausnahmen überzeugt die Sprachausgabe von Arcania. Die Dialoge sind oftmals so rau und unverschämt, wie man es von der Reihe gewohnt ist, und die Sprecher treffen meist den richtigen Ton. Was allerdings etwas nervt: Die Charaktere wiederholen sich oft, zum Beispiel greift der Held immer wieder die Aussage seines Gegenüber auf, was die Dialoge hier und da ein wenig eintönig macht. Die Synchronisation manches Nebencharakters überzeugt freilich auch nicht auf ganzer Linie, doch zumindest die Hauptcharaktere können sich durch die Bank hören lassen. Bei den Hauptrollen erkennen Sie sicher einige bekannte beziehungsweise Gothic-gewohnte Stimmen: Gerrit Schmidt-Foß zum Beispiel, der den Helden von Arcania spricht, vertont sonst unter anderem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Grafik
Entwickler Spellbound setzt die Spielwelt grafisch teilweise sehr beeindruckend in Szene. Die Texturen wirken hübsch und plastisch, etwa die der Mauern. Die Licht- und Schatteneffekte verwandeln die Szenerien in stimmige Bilder und die meisten Charaktermodelle sind glaubhaft und detailliert gestaltet. So kann Arcania auf jeden Fall mit der aktuellen Konkurrenz mithalten, vorausgesetzt Sie haben die passende Hardware. Denn die ansehnliche Grafik treibt die Hardware-Anforderungen in die Höhe, sodass Arcania selbst auf starken Rechnern hier und da ruckelt.

Hilfe-Funktionen
Auf Minimap, Questmarker, Schadensanzeigen und solche Dinge verzichtete Gothic bisher, bot vielmehr ein komplexes Rollenspiel, in das man sich hineinfuchsen musste. Spellbound versucht nun, Arcania deutlich einsteigerfreundlicher zu gestalten, aber gleichzeitig die hartgesottenen Gothic-Fans ebenso glücklich zu machen - ein mühsamer Spagat. Auf Wunsch erleichtert Ihnen Arcania das Leben: Minimap und Quest­markierungen helfen bei der Orientierung. Gegner-, Schadens- und Lebensanzeigen erleichtern die Kämpfe ungemein. Wer sich in der Alchemie versuchen möchte, darf sich bei der Suche nach wichtigen Pflanzen helfen lassen: Pflanzen, die im Weg stehen, verschwinden einfach, sodass Zutaten leichter zu finden sind . All diese Hilfen geben die Entwickler jedoch nicht vor, sondern bieten sie optional an. Wer sein altbekanntes, störrisches Gothic haben möchte, schaltet all diese Punkte einfach aus. Hier hat Spellbound eindeutig die richtige Entscheidung getroffen.

Wiedererkennungswert
Obwohl Spellbound auf einen neuen namenlosen Helden setzt, bietet Arcania einiges an Wiedererkennungswert, da etliche bekannte Charaktere wieder mit von der Partie sind. Ob Diego, Milten, Gorn oder der alte namenlose Held, die Kerle sind auf den ersten Blick wiederzuerkennen, auch wenn mancher eine ungewohnte Rolle spielt. Auch zwielichtige Charaktere aus den Vorgängern sind dabei, deren Bedeutung für die Story erst spät klar wird. Ebenfalls gut gelungen ist der raue Ton in der Spielwelt. Viele Typen nehmen kein Blatt vor den Mund, es wird getrunken und geraucht. Zwar trifft Spellbound den Ton nicht immer perfekt, überzeugend ist die raue Spielwelt aber allemal. Diese Faktoren ist für Arcania aber auch sehr wichtig, da etliche Charakteristika, die ein Gothic sonst ausmachen, verloren gegangen sind.

Hier kommt Taktik auf: Gegner mit einem Schild muss Ihr Held umrunden. Quelle: JoWood Hier kommt Taktik auf: Gegner mit einem Schild muss Ihr Held umrunden. Gute Karte und Minimap
Die Karte in Arcania ist sicherlich nicht perfekt, bietet aber einige praktische Funktionen. Ausrufezeichen zeigen Ihnen, wo sich quest­relevante Personen aufhalten. Wenn Sie in Ihrem Questlog einen Job markieren, leuchtet das zugehörige Ausrufezeichen rot auf, sodass Sie den Weg dorthin leichter finden. Daneben dürfen Sie sich einen eigenen Wegpunkt setzen, der dann als blaues X auf der Karte zu sehen ist. Jedoch ermöglicht es Ihnen Arcania, nur einen einzigen Wegpunkt zu setzen. Die Minimap zeigt Ihnen wichtige Questziele als kleine weiße Kreise an, dazu kommen all die Symbole, die auch auf der große Karte zu sehen sind. So sollte jeder Rollenspieler, ob Einsteiger oder Profi, sich ohne Probleme in der Spielwelt zu Recht finden.

Den Test der Xbox 360-Version von Arcania: Gothic 4 lesen Sie auf videogameszone.de.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Arcania: Gothic 4-Test: Die positiven Aspekte
  2. Seite 2 Arcania: Gothic 4-Test: Die negativen Aspekte und die Wertung
    • Kommentare (206)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Xehanort NPC
        So ich hab das Spiel mir letzte woche gekauft und da war es für 10 euro im Laden und dachte.. endgeil^^ nur 10 euro für ein GOTHIC spiel. ich hab dann irgendwie vermutet, das die Spiellänge kurz ist und leider stimmt das: ZU kurz,
        Gut das manche mit dem neuen Helden nichts anfangen können ist Geschmackssache, so schlecht find ich ihn nicht, schön ist es wenn er immer wütend wird^^...
        Jetzt zur Story: Also die Story ansich find ich ziemlich gut, leider ist sie nur schlecht umgesetzt und ich fand es ein bisschen enttäuschend nur einen kleinen Film am Ende zu sehen, keine Auflösung oder sonstwas, wird vl im Add- On dabei sein als anfang. Wie viele schon sagten die Neben Q sind öde, und ja ihr habt völlig Recht, meistens muss man nur in irgend eine Höhle rein und wirklich schwierig sind sie ja nicht und ja die Freiheit fehlt halt da muss ich leider zustimmen, es ist wirklich wie in Levels aufgeteilt.
        Zum Schwierigkeitsgrad: Also ich spiele wie immer sehr gerne einen Magier und in dem Spiel hab ich mich wie Gott gefühlt(zur info hab auf schwer gespielt und dan auf Gothic), man war einfach nicht zu killen, einfach kurz nen Blitzzauber auf das Monster und schon rührt es sich kein stück mehr. Der einzig starke Boss find ich war Erhag xD wegen seiner Waffe, stehste kurz zu nah ist das schon dein sicherer Tod.. und der letzte Endgegner? sie hätten Xesha wenigstens größer machen können, paar attacken dazu und dann wäre es auch schön gewesen aber ein Inferno auf die ganzen Skellete und tot, gut golems halten etwas mehr aus.
        Zu den Skills: ja ernüschternd wenig, als Magier mehr als enttäuscht, unter dem Pfade Beliar hab ich mir Totenmagie( mein persönlicher Favourit) aber nur Blitze mh.. Ich spiel es noch 2 mal durch um Jäger und Krieger zu probieren, vielleicht wirds da etwas schwieriger
        Wie man es ja gewohnt ist, beim Klauen eine auf dem Deckel zu kriegen, speichere ich immer vorsichtshalber ab^^ tja dem Held scheint in Arcania alles zu gehören und keinem störts. zwar nette waffen rüstungen und accesoire bei aber da brauchste kein Händler mehr.
        Keine Ahnung ob das schon jemand gesagt hat.. ich meine es gibt ja in jedem Gothic Teil viele unnütze Gegenstände die unter Sonstiges gepackt werden.. ich würde da meine ganzen Tränke hinfeuern... als magier brauch man wirklich nur Mana und wer etwas risikofreudiger ist halt noch Heiltränke.. aber diese ganzen tränke für 30sek das erhöht und blubb und haste nicht gesehen. Ich hab davon nicht einen einzigen benutzt^^ so aus Spaß hab ich mal alle sinnvollen gegen Kesha eingesetzt.
        Aber damit nicht nur negatives hier steht: Ist die Grafik nicht herrlich? :D außer das mein PC manchmal den geist aufgibt obwohl er schon ziemlich gut ist, weil die anforderung verdammt hoch ist. Finde es noch recht gut das es mehr Waffen mit Elementarschaden gibt meine Favourit ist die Drachenaxt. Ja und so die Kampfbewegungen mit dem Schwert und so sind schön anzusehen. Das mit dem Zielen mit Bogen muss jeder sehen wie es ihm gefällt, bei Gothic 3 war es sehr realistisch, hat auch spaß gemacht aber dafür müsste ich mich an Rehen üben^^ in Arcania ist es wieder etwas leichter gemacht.
        So das war meine Einschätzung.(wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten)
        Was soll man dazu sagen? Arcania aber kein Gothic in meiner sicht. und für 10 euro ist jetzt der preis noch ok. Eine Kaufempfehlung ist es nicht aber man will ja sehen wie die Story weiter geht :)
        oh doch etwas viel text sry^^
      • Von Xehanort NPC
        So ich hab das Spiel mir letzte woche gekauft und da war es für 10 euro im Laden und dachte.. endgeil^^ nur 10 euro für ein GOTHIC spiel. ich hab dann irgendwie vermutet, das die Spiellänge kurz ist und leider stimmt das: ZU kurz,
        Gut das manche mit dem neuen Helden nichts anfangen können ist Geschmackssache, so schlecht find ich ihn nicht, schön ist es wenn er immer wütend wird^^...
        Jetzt zur Story: Also die Story ansich find ich ziemlich gut, leider ist sie nur schlecht umgesetzt und ich fand es ein bisschen enttäuschend nur einen kleinen Film am Ende zu sehen, keine Auflösung oder sonstwas, wird vl im Add- On dabei sein als anfang. Wie viele schon sagten die Neben Q sind öde, und ja ihr habt völlig Recht, meistens muss man nur in irgend eine Höhle rein und wirklich schwierig sind sie ja nicht und ja die Freiheit fehlt halt da muss ich leider zustimmen, es ist wirklich wie in Levels aufgeteilt.
        Zum Schwierigkeitsgrad: Also ich spiele wie immer sehr gerne einen Magier und in dem Spiel hab ich mich wie Gott gefühlt(zur info hab auf schwer gespielt und dan auf Gothic), man war einfach nicht zu killen, einfach kurz nen Blitzzauber auf das Monster und schon rührt es sich kein stück mehr. Der einzig starke Boss find ich war Erhag xD wegen seiner Waffe, stehste kurz zu nah ist das schon dein sicherer Tod.. und der letzte Endgegner? sie hätten Xesha wenigstens größer machen können, paar attacken dazu und dann wäre es auch schön gewesen aber ein Inferno auf die ganzen Skellete und tot, gut golems halten etwas mehr aus.
        Zu den Skills: ja ernüschternd wenig, als Magier mehr als enttäuscht, unter dem Pfade Beliar hab ich mir Totenmagie( mein persönlicher Favourit) aber nur Blitze mh.. Ich spiel es noch 2 mal durch um Jäger und Krieger zu probieren, vielleicht wirds da etwas schwieriger
        Wie man es ja gewohnt ist, beim Klauen eine auf dem Deckel zu kriegen, speichere ich immer vorsichtshalber ab^^ tja dem Held scheint in Arcania alles zu gehören und keinem störts. zwar nette waffen rüstungen und accesoire bei aber da brauchste kein Händler mehr.
        Keine Ahnung ob das schon jemand gesagt hat.. ich meine es gibt ja in jedem Gothic Teil viele unnütze Gegenstände die unter Sonstiges gepackt werden.. ich würde da meine ganzen Tränke hinfeuern... als magier brauch man wirklich nur Mana und wer etwas risikofreudiger ist halt noch Heiltränke.. aber diese ganzen tränke für 30sek das erhöht und blubb und haste nicht gesehen. Ich hab davon nicht einen einzigen benutzt^^ so aus Spaß hab ich mal alle sinnvollen gegen Kesha eingesetzt.
        Aber damit nicht nur negatives hier steht: Ist die Grafik nicht herrlich? :D außer das mein PC manchmal den geist aufgibt obwohl er schon ziemlich gut ist, weil die anforderung verdammt hoch ist. Finde es noch recht gut das es mehr Waffen mit Elementarschaden gibt meine Favourit ist die Drachenaxt. Ja und so die Kampfbewegungen mit dem Schwert und so sind schön anzusehen. Das mit dem Zielen mit Bogen muss jeder sehen wie es ihm gefällt, bei Gothic 3 war es sehr realistisch, hat auch spaß gemacht aber dafür müsste ich mich an Rehen üben^^ in Arcania ist es wieder etwas leichter gemacht.
        So das war meine Einschätzung.(wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten)
        Was soll man dazu sagen? Arcania aber kein Gothic in meiner sicht. und für 10 euro ist jetzt der preis noch ok. Eine Kaufempfehlung ist es nicht aber man will ja sehen wie die Story weiter geht :)
        oh doch etwas viel text sry^^
      • Von Priest301 Anwärter/in
        Ich habe mir ArcaniA vor langer Zeit gekauft, es dann lange liegen lassen und heute nach 2 Tagen (nein, nicht durchgehend) durchgespielt. Der Grund war, dass das Spiel keinen Reiz hatte, keine Herausforderung auf "Schwer" war.

        Und als Spieler, der sogar Gothic 3 viel anrechnen konnte kann ich ebenfalls nur sagen: enttäuschend.

        Atmosphäre ist überhaupt nicht aufgekommen. Entweder lag es an den Charakteren, die sich so schnell wiederholen, dass man glauben muss es handele sich um 12 NPC´s die einem während der Story immer hinterherschleichen, sich schnell irgendwo hinstellen und so tun als kennen sie einen nicht. Oder an der Soundkulisse, die total fehlerhaft ist. In Tooshoo tobte ein Sturm. Ich dachte erst, es handelt sich um einen Bug, der die Bäume im Spiel wie Gummi hin- und herwackeln lässt. Erst eine Suche bei Google gab den Hinweis, der Sound würde fehlen. Ein anderes Beispiel war der Strand nach den schwarzen Schluchten, wo ich Möwen gehört habe, aber alles was ich sah war ein blauer Himmel ohne einen einzigen Punkt. Wo bitte sind dann die Möwen? Nur eingebildet?

        Das sind vielleicht kleine Sachen, die mit einem Patch behoben werden könnten, es aber selbst nach dem neuesten nicht wurden. Sind diese Fehler immer noch unbekannt? Unwahrscheinlich. Die Nebenquests haben mich überhaupt nicht gelockt. Ich bin immer nur der Hauptquest gefolgt, habe Gegner so schnell verprügelt, dass sie mich nicht mal angreifen konnten und habs nach insgesamt 12 Stunden hinter mich
        gebracht. Ja, ich sage hinter mich gebracht, denn die Welt hat mich nicht animiert, weiter zu forschen obwohl gute Ideen dabei waren (Tooshoo, die Stadt die in und um einen riesigen Baum gebaut wurde, Das Kloster der Innos-Beliar-Mönche, welches von weitem
        auf einer Klippe zu sehen ist, wo darunter ein Drachenskelett liegt) Der Endkampf war genauso kompliziert wie mein erster Kampf auf der Tutorial-Insel. Und ausgewertet wird das Ende auch nicht, nur ein kurzer Film ist zu sehen.

        Ja, die Grafik mag gut sein, man kann es sich auch einstellen, was man haben möchte ( Questmarkierungen; Aktionen, die keinen Sinn machen, wie einen Spieß drehen oder im Kessel rumrühren) aber es sind auch die Stellen, die "kleinen Dinge" welche das Spiel total unattraktiv machen. Ja, die Vergleichsmöglichkeit fehlt mir auch. Hier wurde es sich zu einfach gemacht. Aber da soll keiner sagen " Mit Questmarkierungen ist es euch zu einfach, ohne Vergleichsfunktion zu unangenehm." Das sind Dinge, die man heute bei der Weiterentwicklung der Spiele berücksichtigen muss.

        Ja, bei G1 und G2 brachte das Schleifen vielleicht nichts. Aber in G3 brachte es was, und DAS war eine Weiterentwicklung in der Gothic-Reihe, die gut war.

        Das Teleportationssystem ist auch undurchdacht. Wenn ich nach Stewark zurück will muss ich trotzdem immer ein riesiges Ende laufen. Warum wurde sich das nicht von den Vorgängern abgeguckt, die Lizenz ist doch da. Einfach Rune wählen, aktivieren, da bin ich. Das ist einer der Punkte, die mich dazu gebracht haben, nicht nochmal zurück zu laufen um NQ´s zu absolvieren, sondern immer nur nach vorne um das Ende zu sehen.

        Wenn man das als Gothic 4 bewerben will um es so an den Kunden zu bringen wird man in die Irre geführt. Das einzige was die Reihe gemeinsam hat sind einige Charaktere und Monsternamen. Es fehlen viele Details, die das Gothic-Feeling ausmachen, das ich bei diesem Spiel erwartet habe.

        Fazit: Als Gothic-Spieler der ersten Stunde, dem es weniger um eine gute Grafik als um eine gute Inszenierung mit bombastischem Orchester-Sound, rauen Charakteren und langwierigem Crafting und Charakterentwicklung geht, wurde ich von diesem Casual-Gothic enttäuscht.

        Ich hoffe, dass sich die Entwickler in Zukunft zu Herzen nehmen, was diesem Gothic gefehlt hat, dass sie merken, was den Kern von Gothic ausmacht und daraus einen guten Nachfolger machen oder zumindest ein gutes Add-On (welches ja in Arbeit ist, Fall of Settarif). Voraussetzung ist natürlich, dass die Entwickler über all diese Dinge informiert wurden. Und schlechter als Götterdämmerung wird es sicher nicht, denn das war sicherlich das größte Debakel (dabei sollte man die Interviews mit den Entwicklern von G3:GD beachten, die straffe Zeitbindung und Unerfahrenheit mit der Reihe begründen).
      • Von MusicMan1992 Mitglied
        Für mich ist die Gothic-Reihe nach dem 3. Teil ohne AddOn beendet worden. Freue mich nun noch auf das Community Story Project, das wird der goldene Abschluss.
      • Von chm04509 NPC
        Gothic 4 habe ich gerade erst an diesem Wochenende angefangen zu spielen. Ich muss sagen, optisch sieht es sehr gut aus. Auch das Inventar gefällt mir und die Art und Weise Gegenstände zu verbessern (z.B. Fleichbraten). Aber was mir auf jeden Fall nicht gefällt, gegenüber den vorigen Gothic-Teilen, ist, dass mich die Spielewelt quasi einzwängt. Ich vermisse die große, frei begehbare Welt. Laufend stoße ich auf Mauern, Zäune, Personen die mir das weitergehen unmöglich machen. Auch die Quests sind mir zu linear aufgebaut, erst wenn man eine Aufgabe gelöst hat, kann man in der Regel die nächste beginnen und gelangt in vorher gesperrte Areale.. Für mich hat deswegen dieses Spiel nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Gothic zu tun. Hier wurde ein Spielprinzip sozusagen massivst weichgespült. Ob dafür die Begründung genügt, es Einsteigern einfacher zu machen... ich weiß nicht.
        Eins weiß ich auf jeden Fall. Liebhaber des "alten" Gothic und dazu zähle ich mich, werden stark enttäuscht sein. Das wage ich jetzt schon zu sagen, auch wenn ich erst am Anfang des Spieles stehe. Dieser Teil ist "nur" ein 0815 Rollenspiel, bei dem man an der Hand genommen wird und durch einen Welt geleitet wird, in die ich nicht mehr so tief einsinken kann, wie früher. Mir persönlich fehlt dazu einfach diese unbegrenztheit der Spielewelt und die Möglichkeit Quests anzunehmen und zu lösen so wie ich es will. Dem steht mir bei diesem Teil diese erzwungene Linearität, wie ich es einmal bezeichnen möchte, im Wege.
        Alles in Allem, kein schlechtes Spiel, aber auch kein Gothic mehr.

        Rainer Michel
      • Von rapidnoise Mitglied
        Hilfe! Ich kann dieses Rumgemaule und vor dem Release "hypen" und nach dem Release "zerfleischen" sowohl von PC Games, als auch von vielen Mitgliedern nicht mehr hören!

        Arcania ist ein fast fehlerfreies Spiel, was eine Menge Spaß macht und obendrein noch sehr gut inszeniert ist. Das blöde Geheule von den Meisten hier dass das "Gothic-Feeling" fehlt, was auch immer das ist und zudem wohl für jeden individuell ist, zeigt doch nur dass manche Leute Angst vor Entwicklung haben, die auch nur einen Millimeter von ihren gewohnten Vorstellungen abweichen.

        Zudem schließe ich mich meinem Vorredner an, dass PC Games manchmal sehr seltsame Kriterien hat, nachdem es Spiele bewertet. Es lässt einen der Eindruck nicht los, dass hier Opportunisten am Werk sind. Bei 2 Wolds 2 ist der Questmarker super aber in Arcania nicht....

        Und anbei: Auch ich bin mit Gothic (1-4) aufgewachsen. 3 war wirklich eine Katastrophe wegen vieler Programmfehler, aber sogar ich konnte mich auf auf alle Teile einlassen und auch auf Arcania, indem ich einfach mal alte Strukturen loslasse...

        Das einzige was meiner Meinung nach wirklich unverschämt an Arcania ist, sind die Performance-Anforderungen VOR DEM PATCH!
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