Zu spät, zu schlecht, zu überflüssig - Abrechnung mit Hype-Spielen
Verschiebungen sind immer ärgerlich. Da wartet man als Fan seit Monaten und Jahren auf sein persönliches Highlight und erfährt aus heiterem Himmel, dass sich der Release des Spiels noch weiter verzögert. Die Wartezeit wäre an sich noch zu verschmerzen, wenn es am Ende der Produktqualität zugute kommt. Dass das nicht immer der Fall ist, zeigen allerhand Beispiele. So geriet das Rollenspiel Arcania: Gothic 4 jüngst in die Kritik, weil es die (vielleicht zu?) hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllte. Vor zwei Jahren hieß es noch, dass sich der Publisher Jowood vertraglich dazu verpflichtet habe, die "Entwicklungs- und Programmierarbeiten [...] für die PC-Version bis spätestens zum 2.1.2010" abzuschließen. Daraus wurde erfahrungsgemäß nichts. Arcania: Gothic 4 erschien erst im Oktober dieses Jahres.
Und das war noch ein vergleichsweise harmloses Beispiel. Entwickler Remedy ließ uns eine halbe Dekade auf das Action-Adventure Alan Wake warten. Als der psychologische Thriller endlich im Mai 2010 in den Läden stand, machte sich Enttäuschung breit. Über die Jahre hat sich eine enorme Erwartungshaltung gebildet, die der Titel wohl niemals hätte erfüllen können. Remedy räumte später Fehler ein. Alan Wake sei vermutlich doch etwas zu früh angekündigt worden. Geplant war es als Open-World-Spiel, letztendlich musste das Konzept aber über Bord geworfen werden, weil es nicht richtig funktionierte. "Im Nachhinein würden manche von uns einige Dinge anders machen", erklärte der Managing Director Matias Myllyrinne.
Doch bei aller Kritik: Alan Wake entpuppte sich zumindest nicht als totaler Reinfall. Das kann man von Alone in the Dark und Daikatana nicht gerade behaupten. Beide mit Spannung erwarteten Games wurden unzählige Male verschoben, um Daikatana baute sich sogar ein extremer Hype auf. Am Ende folgte Ernüchterung. Alone in the Dark nervte durch eine katastrophale Steuerung, Daikatana durch viele Bugs und antiquierte Technik. Viel Entwicklungszeit macht eben noch lange kein gutes Spiel aus. Weitere Titel, die oft verschoben wurden und am Ende die Fans enttäuschten, hält unsere bebilderte Galerie für Sie bereit. Sollte etwas fehlen, bitten wir Sie um einen Kommentar.
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Splinter Cell hat eine herausragende Grafik, spielt sich flüssig, ist spannend und bietet endlich auch einen Schwierigkeitsgrad, bei dem man nicht einschläft ( ... was bei den…
Bei Alan Wake bestand die Enttäuschung in erster Linie darin, dass der…
Bei Alan Wake bestand die Enttäuschung in erster Linie darin, dass der "Direct X10-Superdupertitel" gar nicht für den PC kam. Die größte Frechheit im PC-Bereich aller Zeiten.
In der Liste fehlt noch Gran Turismo 5 (sind ja einige Konsolentitel dabei).