Dröge Kartenspielsammlung mit WDR-Schulfernsehen-Charme.
Skat macht bei Bier und Schummerlicht immer noch den meisten Spaß - da denken die Gegner wenigstens mit.
"Sechs brandneue Kartenspiele!", verspricht die Verpackung von Gut Gemischt 2. Fragt sich nur, für wen. Caesar? Oetzi? Einen Ureinwohner der Fidschi-Inseln? Der durchschnittliche Mitteleuropäer kloppt normalerweise schon seit ein paar Jahren Skat, kennt Mogeln aus der Grundschule, Rommé vom Kaffeekranz der Tanten, hat Solitaire bei Windows vorinstalliert und Mau-Mau schon mit der Oma gespielt. Und dass sich hinter 17+4 keine einundzwanzig Leute involvierende Sexualpraktik verbirgt, ist eigentlich auch kein Geheimnis. Von den sechs Spielen macht dann auch nur Skat anfänglich Laune - wer beschummelt schon gerne seinen Computer oder spielt Blackjack gegen sich selbst? Die Skat-Fassung würde als Trainingsmöglichkeit für den Stammtisch auch beinahe den Kauf des kompletten Bundles rechtfertigen - wenn sich die eigentlich solide KI nicht ein paar derbe Patzer erlauben würde. So verheizen die virtuellen Gegner mit Vorliebe hohe Trümpfe, bevor ihnen einfällt, dass ein Bube die Sache auch punktesparender hinbekommen hätte. Und dass es bei einem Null-Spiel darum geht, keinen Stich zu machen, hat ihnen augenscheinlich auch keiner gesagt. Aber wer weiß? Vielleicht kannten die Skat ja noch nicht ist. Ist schließlich brandneu ...

Kartenspiele am PC. Naja. Da warte ich lieber auf die PC-Version von "Papierflieger basteln".
;)
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