Torchlight im Test: Auch als deutsche Retail-Version ein Pflichtprogramm für Diablo-Fans
Passend zur morgigen Veröffentlichung der Retail-Version von Torchlight, zeigt PC Games Ihnen, ob Diablo-Fans unüberlegt zugreifen dürfen. Bislang gab es das Hack'n'Slay lediglich als Download.
Quelle: PC Games
Die Kämpfe in Torchlight strotzen nur so vor Effekten. Dank des simplen Spielprinzips und der guten Benutzerführung wird es trotzdem auch bei vielen Gegnern nicht unübersichtlich.
Ende des letzten Jahres testeten wir die Steam-Version des Action-Rollenspiels Torchlight vom jungen Entwicklerstudio Runic Games. Jetzt hat Jowood eine deutsche Box-Version des mittlerweile preisgekrönten Titels in den Laden gestellt. Grund genug, uns Torchlight noch einmal anzusehen. Das Spiel selbst hat sich nicht verändert. Immer noch wählen Sie zunächst einen von drei Charakteren – genretypisch eine sexy Bogenschützin, einen magisch begabten Alchemisten und oder einen dicken Krieger. Nach der Auswahl landen Sie im namensgebenden Fantasy-Örtchen Torchlight. Die Stadt zieht Abenteurer an, weil in den Minen darunter äußerst wertvolle Glutsteine abgebaut werden. Blöd nur: Das Erz korrumpiert Lebewesen in seiner Umgebung. Also steigen Sie in die comicartig gestalteten, abwechslungsreichen Stollen hinab, um herauszufinden, was es mit dieser Quelle des Bösen auf sich hat. Eine epische Geschichte oder tolle Quests erwarten Sie dabei nicht.
Beim Spielprinzip hingegen merkt man, dass viele der Runic-Mitarbeiter zuvor für Blizzard an der Diablo-Serie gearbeitet haben. Im Sekundentakt klicken Sie Monster tot, wenden Zauber an und sammeln magische Gegenstände ein. Die Gegnertypen unterscheiden sich dabei stark voneinander. Von der Riesenspinne bis zum Wichtel mit Speer ist alles vertreten. Zwischendrin wirft Ihnen das Spiel mit dicken Bossgegnern härtere Nüsse entgegen. Kurz: Torchlight ist die Essenz eines Action-Rollenspiels. Verdichtet und verbessert für möglichst schnellen, unkomplizierten Spielspaß.
Quelle: PC Games
Jowood hat bei der deutschen Übersetzung passable Arbeit geleistet. Nur einige magische Gegenstände haben ihren ursprünglichen Namen behalten. Auch die deutschen Sprechertexte überzeugen.
Die Entwickler haben dem Spieler zum Beispiel einen Begleiter spendiert. Wahlweise ein Hund oder eine Wildkatze steht Ihnen bei Ihren Abenteuern zur Seite. Praktisch dabei: Unnützen Krempel bürden Sie dem Tier auf, das nach einem Knopfdruck flugs gen Stadt wetzt, alles verscherbelt und Ihnen den Erlös bringt. Außerdem kann Ihr pelziger Freund Zauber lernen, kämpfen und steigt, wie Sie selbst, im Level auf.
Bei Ihrem eigenen Stufenanstieg dürfen Sie übrigens vier Grundwerte steigern und in drei Kategorien neue Skills lernen. Das ist zwar nicht viel, dafür fühlt sich aber keine Fähigkeit nutzlos an. Die deutsche Version von Torchlight ist im Allgemeinen passabel übersetzt, nur einige magische Gegenstände haben ihren Originalnamen behalten. Für die deutschen Stimmen hat Jowood Größen wie Sandra Schwittau verpflichtet, die allesamt einen guten Job machen. Nur der Alchemist klingt unpassend.
