3D in Spielen - Aufbruch in ein neues Grafikzeitalter

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Schon seit Jahren ist die Rede davon, dass 3D im Anmarsch sei. Nun steht die neue Technik tatsächlich vor ihrem Durchbruch. Wir haben uns für Sie schlau gemacht und das Film-und Gaming-Erlebnis der Zukunft genauer unter die Lupe genommen.

Seit der Film Avatar im vergangenen Jahr die Kinosäle erobert hat, halten 3D-Filme, auf Blu-ray gepresst, bald Einzug in den deutschen Wohnzimmern und Zockerstuben. Denn auch der Spielemarkt soll durch den Aufstieg in die dritte Dimension revolutioniert werden. Bereits seit Ende letzten Jahres stehen PC und TV-Hersteller bereit, um den Film- und Spielemarkt mit einer Armada von 3D-Geräten zu erobern. Ganz vorne dabei: die Firma Sony, die angekündigt hat, noch in diesem Jahr mit einem 3D-Update für die Playstation 3 in die Offensive zu gehen. Mit der Firmware 3.20 soll der User 3D-Spiele lebensechter und realistischer den je erleben - kostenlos. Wer ob dieser Aussicht beglückt seine PS3 ans Herz drückt, sollte aber beizeiten für ein sattes Sparschwein sorgen. Denn Voraussetzung für den Ausflug in die dritte Dimension ist natürlich ein 3D-Fernseher oder -Monitor. Genug Auswahl an 3D-kompatiblen Geräten wird es aber sicher geben.

Auf der CES 2010 wurden die ersten 3D-Geräte von den Herstellern einem begeistertem Publikum vorgeführt. Hier können Zuschauer einen ersten Blick auf Wipeout 3D erhaschen. Quelle: playstation.com Auf der CES 2010 wurden die ersten 3D-Geräte von den Herstellern einem begeistertem Publikum vorgeführt. Hier können Zuschauer einen ersten Blick auf Wipeout 3D erhaschen. Sony, Panasonic, Mitsubishi und Co. arbeiten schon seit Monaten auf Hochtouren um die neueste Entertainment-Idee unters Volk zu bringen. Die meisten Hersteller setzen dabei auf die Active-Shutter-Technologie, bei der Film- und Spielgenuss an das Tragen einer 3D-Shutter-Brille gekoppelt sind. Mit den rot-grünen Leichtkarton-Brillen vergangener Tage haben die nichts mehr gemein. Eingebettet in den Brillenfassungen sind Gläser aus Flüssigkristallanzeigen, die durch ein Infrarotsignal gesteuert zwischen transparent und undurchlässig umschalten und im Wechsel das rechte und das linke Auge mit Bildern bedienen. Synchron dazu sendet der Monitor abwechselnd linke und rechte Teilbilder. Mit einer Bildfrequenz von 120 bis 160 Hz und sehr kurzen Pixelhaltezeiten ergibt sich auf diese Weise eine Bildrate von 60 bis augenschonenden 80 Hz pro Auge. Anschließend werden die Bilder vom Gehirn zu einer plastischen Darstellung zusammengesetzt - und voila: das stereoskopische Sehen möglich gemacht. Weniger beliebt, da qualitativ schlechter, sind Polarisationsbrillen. Im Polarisationsverfahren werden die beiden Teilbilder mittels polarisiertem Licht ausgestrahlt. Die Gläser der zugehörigen Brille lassen wiederum nur das passend polarisierte Licht durch, sodass jedes Auge mit seinem entsprechenden Halbbild versorgt wird. Der größte Nachteil dieses Verfahrens, das unter anderem in den IMAX-Kinos Anwendung findet, ist die verfahrensbedingte Halbierung der vertikalen Bildauflösung, die ein entsprechend schlechteres Bild verursacht. 3D-Displays, die gänzlich ohne Brille auskommen, sind zwar ebenfalls in Planung, werden jedoch von dem großen Manko mangelnder Bewegungsfreiheit für den Betrachter begleitet. Ein scharfes räumliches Bild kann nämlich nur genießen, wer aus einer Stereozone, dem sogenannten Sweet Spot, auf den Bildschirm guckt. 3D-Fans, die nicht wie festgenagelt vor der heimischen Konsole oder dem PC sitzen wollen, werden daher wohl vorläufig noch zur Brille greifen müssen. Diese sind mit einem Preis von über 100 Euro pro Stück allerdings so kostenintensiv, dass man sich gesellige Videoabende in Zukunft sicher zwei Mal überlegt. Kleiner Trost: Die Brillen sind komfortabel und auch über einer normalen Korrekturbrille problemlos tragbar.

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Auf dem Sony Bravia KDL-52LX900 durften wir unsere ersten 3D-Erfahrungen machen. Quelle: Sony Auf dem Sony Bravia KDL-52LX900 durften wir unsere ersten 3D-Erfahrungen machen. Verfügbar ist das 3D-Heimkinoerlebnis bereits jetzt. Die ersten HD-Fernseher, die echtes 3D-Gefühl auf die Mattscheibe bringen, sind bereits im Handel erhältlich. Vorreiter auf dem Gebiet waren Panasonic und Samsung. Letzterer bietet beispielsweise ein 3D-Gerät mit einer Diagonalen von 40 Zoll für 1.399 Euro bei Amazon an. Sony plant die Markteinführung seiner 3D-Fernseher etwas später. Ab Juni 2010 sollen 3D-TVs in den Größen von 40 und 46 Zoll in den Geschäften erhältlich sein. Kostenpunkt: 2.400 bzw. 4.800 Euro. Mit im Gepäck werden auch gleich zwei Shutter-Brillen sein. Ab Mitte Juli plant Sony außerdem den Verkauf von 3D-Fernsehern in den Größen 52- und 60-Zoll. Philips seinerseits ließ verlauten, dass ab Sommer dieses Jahres neue Modelle der Oberklasse-Serien 9000 und 8000 Full HD 3D Ready verfügbar sein werden. Besonders ehrgeizige Ziele verfolgen Toshiba und Samsung, die beide LCD-Fernseher angekündigt haben, deren schnelle 3D-Prozessoren aus normalen Filmen und Fernsehsendungen 3D-Bilder zaubern können. Das Gerät von Toshiba trägt den Namen Cell TV, Samsung setzt auf TV-Geräte der 7000-, 8000- und 9000-Reihe. Auf der CES 2010 funktionierten die Geräte jedoch noch nicht ganz fehlerfrei, denn stellenweise rückten Vordergrunddetails in den Hintergrund und umgekehrt.

Die Shutterbrille (hier von Nvida) wird bald unverzichtbar in den meisten deutschen Zockerzimmern sein. Quelle: Nvidia Die Shutterbrille (hier von Nvida) wird bald unverzichtbar in den meisten deutschen Zockerzimmern sein. Natürlich haben auch PC-Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt und planen eine Umstellung auf 3D. Die verläuft aber deutlich ruhiger als in der TV-Branche. Alles was der Nutzer für den Sprung in die schöne neue 3D-Welt benötigt, ist eine 3D-Vision-Grafikkarte von Nvidia, einen 3D-fähigen Monitor (mindestens 120 Hz), einen PC unter Vista oder Windows 7 und eine Shutter-Brille. Die größte Auswahl haben Käufer derzeit bei 3D-Monitoren. Die 3D-Vision-Technologie von Nvidia, die einen 3D-Effekt mit fast jedem Spiel ermöglichen soll, wird derzeit von den Herstellern Acer, Asus und LG genutzt. Der Monitor von Acer ist bereits auf dem Markt, LG und Asus planen, dem Konkurrenten in wenigen Monaten zu folgen. Die Preise für einen 23-Zoll-Bildschirm werden sich zwischen 350 und 400 Euro bewegen. Das ist deutlich billiger als ein Monitor, der das Polarisationsverfahren nutzt. Für die muss der Spieler gut 500 bis 1.500 Euro für einen 22 bis 42 Zoll investieren. Erhältlich ist diese Darstellungstechnologie mit den Hyundai-Modellen W220S und W240S. Für einen Bildschirm von Tridelity kann auf eine Brille gänzlich verzichtet werden, dafür kostet der Bildschirm mit einer Diagonalen von 27 Zoll rund 3.000 Euro. Ein 3D-Effekt mit Rot-grün-Brille ist im übrigem mit jeder GeForce-Grafikkarte möglich.

Auch Gothic konnten wir schon in der dritten Dimension bewundern. Quelle: forum.worldofplayers.de Auch Gothic konnten wir schon in der dritten Dimension bewundern. Doch auf welche Spiele in 3D dürfen wir uns in absehbarer Zeit wirklich freuen? Vorreiter auf dem Gebiet der 3D-Spiele war Ubisoft mit Avatar. Dieses konnte jedoch, den schönen 3D-Effekten zum Trotz, aufgrund seiner flachen Story nur für verhaltene Begeisterung sorgen. Freundlicher wurde hingegen der 3D-Support von Battlefield: Bad Company 2 aufgenommen. "Genial" und "unglaublich" lauten die Kommentare derer, die bereits die neue Technologie genießen durften. Allzu groß ist der Sprung in die dritte Dimension für die Spiele-Entwickler nicht. Der Blick in die Tiefe ist für die meisten Spiele jetzt schon machbar. Einzig die Bewegungen der Objekte auf den User zu müssen technisch neu umgesetzt werden. Das funktioniert vor allem bei solchen Games, die auf Tiefenwirkung und Raumerfahrung setzten. So werden vor allem Ego-Shooter sowie Renn- und Sportspiele von der neuen Technik profitieren. Problematisch wird allerdings die Menüführung in 3D-Games. Sollten Punktanzeigen und Menüs wie gehabt im Bildvordergrund positioniert sein, werden die Augen des Spielers beim 3D-Gaming ständig neu fokussieren müssen.

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Konsolenliebhaber werden dieses Jahr aber auf jeden Fall versorgt sein. Laut einer Schätzung der Insight-Media-Analysten dürfen wir 2010 ungefähr 15 bis 25 für 3D optimierte Videospiele erwarten. Gerüchten zufolge soll Capcom beispielsweise über 3D-Versionen erfolgreicher Marken wie Street Fighter, Resident Evil, Devil May Cry, Mega Man, Monster Hunter oder Dino Crisis nachdenken. Welche davon zukünftig in 3D-Optik auf den Konsolen landen, ist jedoch noch ungewiss. Sony bewirbt das PS3-Update außerdem mit Demos von Super Stardust und Gran Turismo 5. Auch Guerilla Games bleibt nicht untätig und arbeitet derzeit an einem 3D-Patch für Killzone 2. Kreativ ist auch das, bislang nur in Japan erhältliche, Nintendo DSi-Spiel Rittai Kakushi e Attakored, das beim Kippen des Nintendo DSi beeindruckende 3D-Effekte erzeugt - übrigens ganz ohne Brille. [embhtml=25327]

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von dagopert NPC
        AW:

        ich besitze nun seit fast einem halben jahr die nvidia 3d vision brille und würde sie nicht wieder hergeben. Die Unterstützung der Spiele ist bei den meisten echt top. An den Problemem mit den Menüs, als auch Fadenkreuzen, Minimaps und Schatten/Spiegelungen und Reflektionen arbeitet Nvidia fleißig und die Ergebnisse sind beeindruckend.

        Ich habe bereits ältere als auch neuere Spiele getestet und die Tiefe ist bei jedem Titel wahrnehmbar.

        Battlefield: Bad Company 2 zählt auch zu einem meiner Favoriten, funktioniert wirklich sehr gut, bis auf das, dass die Waffen bei zu hohem 3D grad doppelt angezeigt werden, und somit das Fadenkreuz auch nicht verwendbar ist und online nicht empfohlen wird das Nvidia Fadenkreuz zu verwenden da es Probleme mit Punkbuster geben könnte,

        AIch bereue meine Investition auf keinen Fall und geniese so oft wie es geht PC-Spiele in 3D.

        greetz
        dagopert
      • Von dagopert NPC
        AW:

        ich besitze nun seit fast einem halben jahr die nvidia 3d vision brille und würde sie nicht wieder hergeben. Die Unterstützung der Spiele ist bei den meisten echt top. An den Problemem mit den Menüs, als auch Fadenkreuzen, Minimaps und Schatten/Spiegelungen und Reflektionen arbeitet Nvidia fleißig und die Ergebnisse sind beeindruckend.

        Ich habe bereits ältere als auch neuere Spiele getestet und die Tiefe ist bei jedem Titel wahrnehmbar.

        Battlefield: Bad Company 2 zählt auch zu einem meiner Favoriten, funktioniert wirklich sehr gut, bis auf das, dass die Waffen bei zu hohem 3D grad doppelt angezeigt werden, und somit das Fadenkreuz auch nicht verwendbar ist und online nicht empfohlen wird das Nvidia Fadenkreuz zu verwenden da es Probleme mit Punkbuster geben könnte,

        AIch bereue meine Investition auf keinen Fall und geniese so oft wie es geht PC-Spiele in 3D.

        greetz
        dagopert
      • Von NGamers Mitglied
        AW:

        Schaut euch doch Avatar mal in nem anständigen Kino an, und nicht in Kino 6 vom Cineplex nebenan.
        Ich hab den Film im Imax in Berlin am Potsdamer Platz gesehen (wirbt mit der größten Kinoleinwand Deutschlands) und war recht beeindruckt vom ganzen drumherum. Kopfschmerzen hatte ich KEINE (obwohl ich Kontaktlinsenträger bin).
        Der einzige Nachteil meiner Meinung nach ist, daß das Bild stark Blickwinkelabhängig ist.
      • Von MasterOhh Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        Ich habe schon vor 15 Jahren das Spiel Descent in 3D gezockt. Damals war die Shutterbrille allerdings fast Schuhkarton groß und nach spätestens 15 Minuten hatte man extreme Kopfschmerzen und Schwindelgefühle....

        Ich habe den Film Avatar in 3D geguckt und war nicht wirklich begeistert von der Technik. Es sah mehr so aus als ob da 4-5 2D Lagen übereinander gestapelt wurden. Wenn das am PC genauso wirkt, dann ist 3D erstmal nicht von Interesse für mich.
      • Von Bonkic Mitglied
        AW:

        Zitat von JohnCarpenter
        Die BluRay scheint sich auch langsam etabliert zu haben.
        wo siehst du da die parallelen?
        blu ray bzw ein ähnlich volumniöses format war "nötig" (absichtlich in ""), weil auf kleinere medien keine hochauflösenden inhalte gepasst haben.

        Zitat
        Und wie die BluRay wird sich, gehyped durch die Kinos, vielleicht ein nennenswerter Marktanteil für 3D etablieren.
        mag ja sein, aber -und da bin ich wie gesagt sogar sicher- nicht solange man dazu noch zusatzhardware auf der nase tragen muss.
        so lange das der fall ist, wird das ein fall für die nerd-fraktion bleiben.

        im kino kann das durchaus anders aussehen, allerdings bin ich selbst da noch nicht sicher, ob es sich nicht -wieder mal- um eine kurze hypeerscheinung handelt.

        Zitat
        Gerade im PC-Game Forum sollte dafür ein gewisses Verständnis bestehen,schließlich findet Casual-Gaming auf den Konsolen statt, wer technisch mehr will (und für die Hardware auch gerne öfters was investiert), zockt auf dem PC.

        den satz kapier ich für sich genommen nicht und auch nicht im hiesigen zusammenhang. :-D
      • Von Schalkmund Nerd
        AW:

        Zitat von Bonkic
        so lange man zusatzhardware für 3d-optik, sprich brille, braucht wird das unter garantie (ja, da lege ich sogar meine hand für ins feuer) nix für den massen(heim-)markt. und zwar egal ob interaktiv (spiele) oder rein passiv (tv).

        Diese Multi-Monitor Geschichten sind ja auch zu extravagant, zum einen ist es recht teuer sich 3 gute Monitore hinzustellen zum anderen braucht man für sowas auch viel Platz. Ausserdem schaut es auch nicht besonder gut aus wenn die 3 Bilder durch dicke schwarze Rahmen getrennt sind.

        Ich denke mal die 3D Technik kann sich durchaus auch daheim durchsetzen, denn Interesse an 3D-Unterhaltung scheint ja zu bestehen, Avatar ist schließlich nicht umsonst der "erfolgreichste Film aller Zeiten". TV-Hersteller werden dieses Jahr die ersten 3D-Geräte auf den Markt bringen und auch [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] spendiert der PS3 ein 3D Update und mehr und mehr Spieleentwickler unterstützen 3D-Features. Auch die Fussball WM wird 3D .... leider nur nicht in Deutschland. So gut wie heute standen die Chancen noch nie das sich die 3D Technik auch im heimischen Wohnzimmer verbreitet, bloß momentan ist sie für viele Menschen noch ein wenig zu teuer.

        Ich glaube dabei eine Brille tragen zu müssen stört die wenigsten, ich bezweifel mal das man den gleichen Effekt auch ohne Brille in der Qualität erzielen kann. Klar es gibt immer Technikmuffel die grundsätzlich mit solchen Sachen nix anfangen können, aber ich denke mal die meisten werden eher von den Preisen abgeschreckt.
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