Wilke zum Wochenende: Eine Reise in den Weltraum ...
Was macht eigentlich Richard Garriott?
Quelle: wikipedia.org
Richard Garriott kurz vor seinem Ausflug in den Weltraum.
Als ich mich das letzte Mal intensiv mit der Person des Richard Garriott befasste, recherchierte ich für den PC Games-Artikel "Richard Garriott: Lord British und die Reise in den Weltraum". Der kurze Abriss über das Leben des Ultima-Erfinders endete an der wohl interessantesten Stelle, ein Diktat der Zeit, nicht des Willens: Garriott's Reise in den Weltraum. Sein wohl größtes Abenteuer stand dem Astronauten-Sohn zum damaligen Zeitpunkt noch bevor, geplant für Oktober 2008.
Trotz immensem Interesse an der Zukunft seines Plans, habe ich Garriot's Weltraum-Odyssey glatt verschlafen. Es wird Zeit, das nachzuholen. Kürzlich verbrachte ich vergleichsweise viele Minuten an einem Ort, den Al Bundy einst "seinen einzigen Ort der Ruhe" taufte, in der Hand die vergangene Ausgabe des SPIEGELs. Nun neige ich dazu, selbst die abstrusesten Artikel in besagtem Heft zu lesen, meistens aus der Kategorie "Eine Meldung und ihre Geschichte." Diesmal behandelte der Text die ungewöhnliche Hochzeit eines US-amerikanischen Pärchens, Noah Fullmors und Erin Finnegans. Die beiden heirateten in der Schwerelosigkeit, zwischen 7.000 und 5.000 Meter über dem Boden.
Richard Garriott kennt sich aus mit Schwerelosigkeit. Am 12. Oktober 2008 startete er seine Reise in den Weltraum mit dem russischen Spaceshuttle Soyuz TMA-12. Er verbrachte, auf die Minute genau, 11 Tage, 20 Stunden und 35 Minuten im All. Eine Dokumentation über seine Erlebnisse findet sich auf der Website www.richardinspace.com. Richard Garriott geht damit in die Geschichte ein, zwei Mal sogar: Zum einen als sechster Weltraum-Tourist, zum anderen als erster All-Besucher aus zweiter Generation. Sein Vater, Owen Garriott, bereiste ebenfalls den Orbit.
Was hat er gemacht, im All? Experimente, weitestgehend physikalischer Natur, Studentenfragen beantwortet, mit der Erde kommuniziert, Fotos gemacht, Audiokommentare aufgezeichnet, Astronauten-Fraas gefuttert und natürlich: die ISS besucht. Dann reiste er zurück, sein Lebenstraum hat sich erfüllt. Auf der Erde kramte er einen Zettel aus seiner Hosentasche, einen Stift aus der anderen - bildlich gesprochen - und machte einen dicken Strich durch "In den Weltraum reisen", was gleich unter "In Ruanda Gorillas besuchen", "Meteoriten in der Antarktis suchen" und "Eine Kanufahrt im Amazonas machen" steht. Richard Garriott hat viel erlebt. Sogar eine Hochzeit in der Schwerelosigkeit.
Im Juni 2009 steht Garriott vor zwei verlobten Menschen: Noah Fullmor und Erin Finnegan, in 5.000 Meter Höhe, kopfüber. Die beiden haben ihn eingeladen, als Trauzeugen ihrer ungewöhnlichen Hochzeit, Noah und Erin sind begeisterte Fantasy-Vernarrte. Wer eignet sich da besser als Trauzeuge? Er ist einer von wenigen Beiwohnern, die Hochzeit in der Schwerelosigkeit kostet jeden Teilnehmer 5.200 US-Dollar. Rund 30 Mal weniger als ein Fug in den Weltall über 11 Tage, 20 Stunden und 35 Minuten.
Ich habe einen neuen Lebenstraum.
In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

Haha, lustige Geschichte. Ich hab das damals in der Tagesschau gesehen, als sie berichtet haben, dass Garriot nu mit ins All fliegt.
... Natuerlich war icht ueberrascht denn das wusste ich ja schon aus der PCGames. :)
Ok mein Fehler!!!
Steht ja nur dort dass sie in Schwerelosigkeit geheiratet ham und nich im Weltall!
Wär aber nich passiert wenn sich da jemand mehr Mühe um die Ausarbeitung des Textes gegeben hät
tolle Sache dass sie die Geschichte nochmal aufgreifen. Jedoch glaub ich einen Fehler entdeckt zu haben. Sind die Astronauten tatsächlich nur 5.000 bis 7.000 METER über dem Erdboden geflogen?
Würden die dann nich ständig mit Bergen kolidieren oder Verhindern die Sonnensegel einen Aufprall^^
MfG ein extrem genau nehmender Leser^^
:D Herrlicher Kommentar. Hat mich sehr zum lachen gebracht!
das glaub ich jetzt irgendwie nicht - oder hab ich was falsch verstanden?
tolle Sache dass sie die Geschichte nochmal aufgreifen. Jedoch glaub ich einen Fehler entdeckt zu haben. Sind die Astronauten tatsächlich nur 5.000 bis 7.000 METER über dem Erdboden geflogen?
Würden die dann nich ständig mit Bergen kolidieren oder Verhindern die Sonnensegel einen Aufprall^^
MfG ein extrem genau nehmender Leser^^
edit: kleine korrektur:
Rund 30 Mal weniger als ein Fug in den Weltall über 11 Tage, 20 Stunden und 35 Minuten.
ich denke, es sollte "Flug ins Weltall" heissen.