Kopierschutz-Report: DRM in Musik und Spielen - Update: Der neue Kopierschutz von Ubisoft
iTunes hat es vorgemacht: Nach 6 Jahren Online-Music-Store kündigte das Unternehmen an, seine Musik ohne DRM zur Verfügung zu stellen. Erlangt die Spielindustrie bald die selbe Einsicht?
Update vom 29. Januar 2010
Um an das Ende des unten stehenden Artikels anzuknüpfen: Was die Zukunft bringt, lässt sich langsam aber sich prognostizieren. Der Trend geht hin zu Internet-Zwang, Account-Gebundenheit und Spielen ohne CD/DVD. Diesen Eindruck hinterlässt zumindest das neue Kopierschutz-System des französischen Unternehmens Ubisoft. Und so sieht sie aus, die Zukunft von Ubisoft: Der neue Kopierschutz bindet Ihr Spiel (Silent Hunter 5 und Die Siedler 7 sind bereits als erste Spiele bestätigt) an Ihren Ubisoft-Account (ähnlich Steam). Sie können das Spiel so oft und an so vielen Rechnern installieren, wie Sie möchten, eine DVD beziehungsweise CD ist zum Spielen nicht nötig. Der Haken: Sie müssen ständig über eine aktive Internetverbindung verfügen! Fällt das Internet aus, pausiert das Spiel und versucht, die Verbindung wiederherzustellen. Funktioniert das nicht, gucken Sie weiterhin auf den regungslosen Bildschirm. Beenden Sie das Spiel, können Sie es zu einem späteren Zeitpunkt an genau derselben Stelle oder am letzten Speicherpunkt fortsetzen (hängt vom jeweiligen Produkt ab). Der Vorteil: Ihre Speicherstände werden sowohl lokal auf dem PC als auch auf den Servern von Ubisoft gespeichert. Egal an welchem Rechner Sie spielen, zu Hause am Arbeits-PC oder unterwegs mit dem Laptop, Sie haben stets Zugriff auf Ihren aktuellen Spielfortschritt (Internet vorausgesetzt).
Ubisoft setzt die geringste DSL-Geschwindigkeit voraus, damit die Synchronisation mit dem Internet reibungslos funktioniert. Außerdem verspricht das Unternehmen, keinerlei Monitoring-Tools oder andere Software auf dem PC zu installieren. Ein besonders interessanter Punkt im kürzlich veröffentlichten Kopierschutz-FAQ: Auf die Frage, ob sich Spiele weiter verkaufen lassen, lautet die Antwort: „Zum jetzigen Zeitpunkt nicht“. Offen bleibt die Frage, ob sich die Franzosen in naher Zukunft dafür ein entsprechendes System überlegen. Der Ubisoft-Account sei definitiv nicht verkaufbar. Immerhin: Sollten wider Erwarten Server abgeschaltet werden, will Ubisoft einen Patch für die betroffenen Spiele veröffentlichen. Desweiteren garantiert der Publisher einen 24/7 Support.
Wer mehr zum Thema Kopierschutz erfahren möchte, dem sei der unten stehende Original-Artikel ans Herz gelegt. Auf Seite 3 finden Sie weitere interessante Links.
Original-Artikel
Phil Schiller ist der moderne Marketing-Mensch, schick und leger zugleich. Ein kleiner Mann, Anfang 50, Schiller versteckt seinen Wohlstand unter einem blauen Hemd. Dazu trägt er eine schlichte Jeans und schicke Schuhe, die Jeans blau, die Schuhe schwarz. Nicht ganz so locker wie sein Chef, Steve Jobs, der bei solchen Veranstaltungen stets T-Shirt und Turnschuhe präsentiert. Steve Jobs darf das, weil es seine Veranstaltung ist: die Macworld.
Quelle: itunes.de
Apples Music-Store iTunes: Sechs Jahre bis zur DRM-Freiheit.
Aber 2009 ist Steve Jobs verhindert, er bekommt eine neue Leber. Deshalb muss Phil Schiller die Keynote halten, über iPhones, ipods und iTunes referieren. Obgleich er das sehr nüchtern macht, hat er doch im Januar 2009 eine große Sache zu verkünden. Es geht um den iTunes Store, Schiller spult das übliche Programm ab: Über 10 Millionen Songs seien bereits verfügbar, 75 Millionen Kunden zahlten dort täglich mit Kreditkarte und überhaupt, iTunes steckt die Konkurrenz in die Tasche. Das Publikum verzichtet weitestgehend auf Applaus. Dann drückt Schiller auf seine Fernbedienung, im Hintergrund erscheint ein neues Bild, es zeigt das iTunes-Plus-Logo. Schiller macht eine Pause.
"Ab sofort", sagt er ein paar Sekunden später, "sind alle Songs im iTunes-Store DRM-frei". Das Publikum jubelt, Schiller grinst. Es fällt ihm sichtlich schwer, seinen Mantel der Nüchternheit weiter aufrecht zu erhalten. Was er da gerade gesagt hat über DRM-freie Musik, es steht Pate für das Umdenken der gesamten Industrie. Ein gezwungenes Umdenken, wohlgemerkt, mit einer langen Geschichte und einer schweren Geburt. Möglicherweise aber auch ein Umdenken, das eine andere Industrie gerade zu begreifen versucht: Die der PC-Spiele.
So funktioniert DRM
DRM ist das Kürzel für Digitale Rechteverwaltung, Digital Rights Management im Englischen. Wikipedia sagt, "DRM bezeichnet Verfahren, mit denen die Nutzung (und Verbreitung) digitaler Medien kontrolliert werden soll", Kritiker sehen das genauso. Sie übersetzen DRM jedoch mit Digital Restrictions Management, zu Deutsch: das Einschränken der Rechte, die ein Verbraucher an den Dingen besitzt, die er legal erworben hat. Und da liegt der Knackpunkt: Wer Musik, Spiele, Software und Co. erwirbt, der kauft nicht das Produkt, sondern die Lizenz, die ihm erlaubt, das Produkt zu benutzen. Nun herrschen jedoch Missverständnisse darüber, wie denn das Wort "Benutzen" zu interpretieren sei. Wenn der Anbieter von "Benutzen" spricht, meint er: Musik zum Hören, Spiele zum Spielen. Spricht jedoch der Anwender von "Benutzen", dann meint er: Musik zum Hören, zum Mitnehmen, zum Ausleihen und zum Kopieren; dasselbe gilt für Spiele. Ein Interessenkonflikt.
Um die eigenen Interessen zu wahren, bedient sich der Anbieter seiner DRM-Software. Die schnappt sich den digitalen Inhalt und macht ihn unlesbar, mit Hilfe einer Verschlüsselung. Will der Benutzer diesen Inhalt abspielen, fordert die DRM-Software einen entsprechenden Schlüssel an, um den digitalen Inhalt wieder lesbar zu machen. Der Schlüssel kommt von dem, der den digitalen Inhalt zur Verfügung stellt. Und er kommt nur dann, wenn der Benutzer auch rechtmäßiger "Besitzer" des digitalen Inhaltes ist (um das zu überprüfen, existiert eine Bindung der Inhalte an Benutzerkonten oder -geräte). Ein Wirrwarr, den diese Abbildung zu erklären versucht:
Quelle: PC Games ( Wikipedia)
Schema: So funktioniert DRM (vereinfachte Darstellung, Original nach Rosenblatt, Trippe und Mooney unter wikipedia.org).
Ein Beispiel aus dem Spieler-Alltag: DRM-gebrandmarkte PC-Spiele müssen nach dem Installieren online aktiviert werden. Bei diesem Schritt findet die Bindung von Produkt an Benutzer statt, von digitalem Inhalt an Spieler. Im Zuge des ersten Spielstarts werden die Rechte überprüft (gehört das jeweilige Spiel zum Benutzerkonto, wie viele Installationen wurden bereits durchgeführt, etc.), die Lizenz erstellt und der bis dato verschlüsselte Inhalt entschlüsselt. Der Spieler kann spielen.

Auf wiedersehen Ubisoft war eine schöne Zeit.
- benötigt Online aktivierung (SolidShield DRM)
- kein crack vorhanden
-> laut Ubisoft nich so dolle verkauft
(Raubkopierer? fehlanzeige)
Man hatte zwar den Schutz bis vor kurzem noch im Griff, aber die Verkäufe nicht. Laut ubi liegt die schuld wohl einfach daran, dass sich lizenzspiele von filmen einfach schlecht verkaufen
=> Folge, ubi will keine spiele nach filmen mehr machen, sondern eigenes Portfolio weiter ausfüllen
Ubisoft - Assassins Creed2
so toll verkauft für Konsolen, obwohl es mind. 1woche vorher schon im netz gab.
ubisoft erklärt dass sich asscreed2 sehr gut verkauft hat etc.etc.
irgendwas von 'Raubkopierern' gelesen oder so? ne, natürlich nich.
und um gute verkaufszahlen auf dem PC zu forcieren, soll nun dasselbe Launchingsystem wie bei
siedler7 benutzt werden?
erinnert sich aber noch jemand als Ubisoft StarForce hatte? - Kundenunfreundlich etc.
und dann bei HawX etc. plötzlich auch kein Kopierschutz mehr? - Gute Entscheidung imo
wurde ja auch schön von Ubi angepriesen, damals....nur habn sich die spiele einfach nicht gut verkauft.
nur wieso onlinezwang jetzt plötzlich? Weil da einer mal wieder den Hals nich voll genug bekommen kann.
Assassins Creed2 wird sich aufm PC auch gut verkaufen denk ich.
Aber es hätte zusammen mit den Konsolen rauskommen sollen nicht monate später.
das sich Spiele schlecht verkaufen liegt einfach an den Leuten die schlechte Entscheidungen fällen
angefangen vom Spiel das an den pot. Käufern vorbeiprogrammiert wird bis hin zum
kaum vorhandenen Marketing das den End-Verbraucher erreicht, der ja das Geld hat.
Electronic Arts....ja da gibts viele Beispiele
Spore, meist 'raubkopierte' spiel 2008 oder so...
war ja mit DRM
nur leider machts nach ner zeit keine Lust mehr...es motiviert einfach nicht mehr.
aber thema war ja nur 'raubkopierer' bei dem spiel
Sims3
- kein DRM, nur Serial für Online Content
- 2wochen vor ReleaseDatum im Internet
=> und trotzdem mega erfolg für EA
An Werbung hat man ja auch viel im TV etc. gesehen (Trailer,etc.etc.)
Aber gesagt wird nix mehr von Raubkopierern oder ähnlichem.
Gute Spiele verkaufen sich gut.....nächstes Beispiel
Activision
Modern Warfare 2
- Steam DRM
- 60euro (Preiserhöhung von AB wenn ihr noch wisst)
- auch bereits gecracked, sogar online play möglich (auch auf offiziellen servern lulz)
=> mega mega Erfolg für Activision , >1 Mrd $ Umsatz
wird verglichen mit Avatar (Film) am Einspiel ergebnis etc.etc.
immer noch top10 bei steam charts etc. der Rubel rollt
Es ist auch ein interessantes game und man hört nur "gutes" von Freunden.
von Raubkopierern hört man nur in den Patches die IW raushaut
nehmen wir nun mal die Konsolen,
die ps3 ist die einzige atm auf der man (retail) keine Backups laufen lassen kann,
Piraterie = 0%
und anhand der Ubistatistiken sehen wir dass sich deren Verkäufe auf der ps3 auch nur im ~10% stelligen Bereich bewegen.....
und wenn sich noch jemand erinnern kann gab es von irgendwoher auch gemotze gegen Sony, weil
die konsole zu teuer wäre und man deswegen die spiele nicht so gut absetzen könnte.
Manche Publisher hatten ja damit gedroht, dass wenn die Konsole nicht bald günstiger wäre man sich von der
PS3 Platform entfernen müsste.
auf der xbox siehts anders aus....modchips/softmods erlauben spielen/kopieren/DLCs etc. auf der konsole
spiele erscheinen 1+ woche vorher.......drm fehlanzeige...ich hatte mal was gehört dass StarForce für die xbox kommen sollte...war wohl nur ein Gag. Von Raubkopierern auf der Konsole wird nur bei Ban-wellen was berichtet oder früheren Gameleaks (2wochen+)
sonst wird nur erzählt wie gut die Verkäufe sind
Interessenskonflikte pur, die Publisher würden am liebsten haben, dass jeder das spiel 3-4mal kaufen
damit man sie weiterhin für dumme Entscheidungen belohnt.
Und irgendwann kommt ein noch größerer Affe, der wieder auf härtere Maßnahmen drängt.
ich denke es wird wieder ne kurze zeit kommen wo
spiele kein drm sondern nur cdchecks haben....und das wird dann wieder ganz groß an die Glocke gehangen, als wenn es ein neu-entdecktes Mittel ist.
Meine Theorie ist, dass die Industrie auf DRM wegen der schlechten Verkaufszahlen setzt.
(jaja klar doch nun kommt der springende Punkt)
Im Management sitzen Leute die nicht zu den Gamern gehören... keiner von uns...
Die sehen Zahlen.... schlechte Zahlen... trotz der Popularität des Spieles... Folglich sind Raubkopierer schuld...
DRM wird verschärft, sowie die Kopierschutzmechanismen...
Denn anscheinend wissen diese Leute nicht dass all diese Mechanismen oft schon umgangen wurden, bevor das Spiel im Laden stand.
Wie soll man also mit scheinbar rationalen Methoden (nicht kaufen) deren irationale und weltfremde Entscheidungen beeinflussen?
Ich kaufe gerne gute Spiele... DRM hin oder her... denn wenn es mal probleme gibt... tja muss n Crack her.
Und es interessiert mich nicht ob legal oder nicht... mein Spiel...MEINE Entscheidung...
Und um online zu spielen muss man Spiele nunmal kaufen... will ich etwas offline spielen warte ich auf ne Budget Version.
oder kaufe es gar nicht (Anno z.B.... das Addon warte ich mal ab)
Ich glaube wirklich dass diese Restriktionen erst ein Ende nehmen wenn die Verkaufszahlen wieder stimmen...
denn von den ganzen Boykotten und der allgemeinen Meinung bekommen die oben nur einen Bruchteil mit.
Denn zur Zeit sind die "gearscht", die es kaufen und aus irgendwelchen Gründen kein oder nur instabiles langsames [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] haben... aber dann auf Cracks verzichten... warum auch immer...
Mein Spiel... MEINE Entscheidung...
Und ganz Dumm sind die Raubkopierer... Coden ist ne verdammt harte Arbeit... und hätten die Firmen mehr Geld wären auch die Spiele besser...
Ja manchmal liegts aber einfach nur am fehlenden Kleingeld... das muss man dann mit dem Gewissen vereinbaren...
Man sollte aber nie die verflucht harte Arbeit dahinter vergessen... sie doch würdigen... bezahlen...