Online-Sucht: Interview mit einer Betroffenen
PC Games: Wie bist du dazu gekommen, online zu spielen, und was hast du gespielt?
Nathalie: Ich spiele World of Warcraft (WoW) und gekommen bin ich dazu durch eine gute Freundin von mir, die das auch spielt. Mir wurde dann mal ein Probe Account in die Hand gedrückt und ich habe es ausprobiert. Ich war recht schnell begeistert von dem Spiel, weil es sehr individuell ist. Jeder kann seinen eigenen Charakter fast vollkommen frei gestalten.
PC Games: Hast du gemerkt, dass sich das Spiel nach und nach immer mehr in seinen Bann zieht oder war es für dich nur ein normales Hobby?
Nathalie: Am Anfang war es für mich nur ein Hobby, wirklich schlimm wurde es erst als ich meine Arbeite verlor und dann auch noch meinen Freund.
Da niemand mehr da war, um den ich mich hätte kümmern müssen, hatte ich damals sehr viel Zeit und diese nutzte ich zum Spielen. Klar war mir bewusst, dass ich schon recht viel spielte, aber ich kannte genug im Game, die das selbe taten wie ich, also machte ich mir weiter keine Gedanken darüber.
PC Games: Wie sah ein normaler Tag für dich aus?
Nathalie: Ein normaler Tag fing damit an, dass ich aufstand und den Rechner angemacht habe. In der Zeit hab ich mir meistens einen Kaffe gemacht oder eine geraucht. Sobald der PC hochgefahren war, setzte ich mich davor und spielte.
Einkaufen empfand ich als lästig und störend, so kam es auch häufiger mal vor, dass ich an manchen Tagen kaum etwas gegessen hatte. Nur wenn mir die Zigaretten ausgingen, ging ich einkaufen und auch das teilweise erst viel später.
Ich zockte dann meistens bis spät in die Nacht, bis mir die Augen zufielen.
Teilweise ging ich auch gar nicht ins Bett, sondern legte mich auf die Couch weil die einfach dichter am Rechner stand.
PC Games: Wie hat das Spiel dein Leben verändert? Wie haben Freunde und Familie reagiert?
Nathalie: Verändert ist gut...
Mein Leben drehte sich nur noch um WoW. Meine Freunde vernachlässigte ich sehr. Habe mich teilweise Wochen nicht bei denen gemeldet.
Meine Familie hat mich zu der Zeit auch kaum gesehen. Natürlich riefen sie immer wieder an, aber teilweise bin ich einfach nicht rangegangen oder habe gesagt ich hätte keine Zeit.

achso un da ich 300 warge töten muss, mache ich das natürlich an 1 tag und nicht in 5 tagen oder so??
und du willst den entwicklern unterstellen , dass sie das spiel so konstruiert haben, dass man davon leicht süchtig wird? das find ich irgendwie hart...(von dir)
huhu,
habe grad`eben "der Herr der Ringe Online"
von meiner Festplatte gelöscht.
Nahezu 4 Monate habe ich sehr viel(zuviel)
Zeit mit diesem Spiel verbracht.
Glücklicherweise ziehe ich noch rechtzeitig die
Notbremse. Mag sein das Spieler nur wenige
Std. täglich online sind. Meine Erfahrungen auf dem
Server Vanyar sprechen eine deutlich andere
Sprache.Die meisten Spieler dort (mich eingeschlossen) sind aufgrund des Spielprinzips -und der spielmechanik
abhängig.Immer bessere Rüssi -und Waffen.
Töte hier 300 Trolle -und haue da 200 Warge.
Ich unterstelle hier dem Entwickler Turbine
ganz klar ,die niederen Instinkte der Spieler
anzusprechen.Wer das Spiel zockt und nicht
erkennt wie an "Geist -und Seele" manipuliert
wird ,hat schon verloren.
Wie schon oben geschrieben; ich habe es
heute deinstalliert.
Schade das es keine Zahlen gibt wieviel
Spieler ihre reale Gegenwart -und Zukunft
verbauen.
Denkt einmal drüber nach.
In diesem Sinne
Wer von WoW abhängig wird flüchtet sich vor der Realtität und ist zu schwach davon loszukommen.
Mfg, waKKa
Ich denke, wenn so eine Sucht daraus entsteht, hat das auch andere Ursachen, da kann man definitiv nicht die (alleinige) Schuld auf das Spiel oder das Spielprinzip schieben.
Wer von WoW abhängig wird flüchtet sich vor der Realtität und ist zu schwach davon loszukommen.
Mfg, waKKa
Ich denke, wenn so eine Sucht daraus entsteht, hat das auch andere Ursachen, da kann man definitiv nicht die (alleinige) Schuld auf das Spiel oder das Spielprinzip schieben.