Online-Sucht: Interview mit einer Betroffenen

6
Special Sebastian Weber Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Online-Sucht: Interview mit einer Betroffenen PC Games: Wie bist du dazu gekommen, online zu spielen, und was hast du gespielt?

Nathalie: Ich spiele World of Warcraft (WoW) und gekommen bin ich dazu durch eine gute Freundin von mir, die das auch spielt. Mir wurde dann mal ein Probe Account in die Hand gedrückt und ich habe es ausprobiert. Ich war recht schnell begeistert von dem Spiel, weil es sehr individuell ist. Jeder kann seinen eigenen Charakter fast vollkommen frei gestalten.

PC Games: Hast du gemerkt, dass sich das Spiel nach und nach immer mehr in seinen Bann zieht oder war es für dich nur ein normales Hobby?

Nathalie: Am Anfang war es für mich nur ein Hobby, wirklich schlimm wurde es erst als ich meine Arbeite verlor und dann auch noch meinen Freund.

Da niemand mehr da war, um den ich mich hätte kümmern müssen, hatte ich damals sehr viel Zeit und diese nutzte ich zum Spielen. Klar war mir bewusst, dass ich schon recht viel spielte, aber ich kannte genug im Game, die das selbe taten wie ich, also machte ich mir weiter keine Gedanken darüber.

PC Games: Wie sah ein normaler Tag für dich aus?

Nathalie: Ein normaler Tag fing damit an, dass ich aufstand und den Rechner angemacht habe. In der Zeit hab ich mir meistens einen Kaffe gemacht oder eine geraucht. Sobald der PC hochgefahren war, setzte ich mich davor und spielte.

Einkaufen empfand ich als lästig und störend, so kam es auch häufiger mal vor, dass ich an manchen Tagen kaum etwas gegessen hatte. Nur wenn mir die Zigaretten ausgingen, ging ich einkaufen und auch das teilweise erst viel später.

Ich zockte dann meistens bis spät in die Nacht, bis mir die Augen zufielen.
Teilweise ging ich auch gar nicht ins Bett, sondern legte mich auf die Couch weil die einfach dichter am Rechner stand.

PC Games: Wie hat das Spiel dein Leben verändert? Wie haben Freunde und Familie reagiert?

Nathalie: Verändert ist gut...
Mein Leben drehte sich nur noch um WoW. Meine Freunde vernachlässigte ich sehr. Habe mich teilweise Wochen nicht bei denen gemeldet.
Meine Familie hat mich zu der Zeit auch kaum gesehen. Natürlich riefen sie immer wieder an, aber teilweise bin ich einfach nicht rangegangen oder habe gesagt ich hätte keine Zeit.

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

6
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kr0n Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        achso un da ich 300 warge töten muss, mache ich das natürlich an 1 tag und nicht in 5 tagen oder so??
        und du willst den entwicklern unterstellen , dass sie das spiel so konstruiert haben, dass man davon leicht süchtig wird? das find ich irgendwie hart...(von dir)
      • Von Kr0n Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        achso un da ich 300 warge töten muss, mache ich das natürlich an 1 tag und nicht in 5 tagen oder so??
        und du willst den entwicklern unterstellen , dass sie das spiel so konstruiert haben, dass man davon leicht süchtig wird? das find ich irgendwie hart...(von dir)
      • Von onkelotto Gelegenheitsspieler/in
        AW:

        huhu,
        habe grad`eben "der Herr der Ringe Online"
        von meiner Festplatte gelöscht.
        Nahezu 4 Monate habe ich sehr viel(zuviel)
        Zeit mit diesem Spiel verbracht.
        Glücklicherweise ziehe ich noch rechtzeitig die
        Notbremse. Mag sein das Spieler nur wenige
        Std. täglich online sind. Meine Erfahrungen auf dem
        Server Vanyar sprechen eine deutlich andere
        Sprache.Die meisten Spieler dort (mich eingeschlossen) sind aufgrund des Spielprinzips -und der spielmechanik
        abhängig.Immer bessere Rüssi -und Waffen.
        Töte hier 300 Trolle -und haue da 200 Warge.
        Ich unterstelle hier dem Entwickler Turbine
        ganz klar ,die niederen Instinkte der Spieler
        anzusprechen.Wer das Spiel zockt und nicht
        erkennt wie an "Geist -und Seele" manipuliert
        wird ,hat schon verloren.
        Wie schon oben geschrieben; ich habe es
        heute deinstalliert.
        Schade das es keine Zahlen gibt wieviel
        Spieler ihre reale Gegenwart -und Zukunft
        verbauen.
        Denkt einmal drüber nach.
        In diesem Sinne
      • Von Neawoulf Mitglied
        AW:

        Zitat von Wakka am 25.10.2007 18:21
        Jo ähnlich ist es bei mir auch. Spiele mal 2-3 Monate WoW und mache dann wieder ein halbes Jahr Pause weil das Spiel einfach langweilig wird(Raids sucken. Kann mir niemand erzählen das es toll ist zu festgelegten Terminen gezwungen zu sein in langweiligen Inis stundenlang rumzuhängen).
        Wer von WoW abhängig wird flüchtet sich vor der Realtität und ist zu schwach davon loszukommen.
        Mfg, waKKa
        Raids waren auch nie mein Ding, dauert mir einfach zu lange und außerdem weiß man nie, was im Reallife dazwischenkommt, so dass ich mich nie für sowas verabredet habe. Einige der kleinen Instanzen hab ich zwar durchgespielt, aber war da auch eher selten drin, weil mir selbst das oft zu lange gedauert hat. Am liebsten hab ich Questreihen gespielt. Wenn es keine Außenwelt Quests mehr gab und die Instanzen zu groß wurden, hab ich das Spiel ne Weile unterbrochen.
      • Von Natschlaus Hobby-Spieler/in
        AW:

        Zitat von Neawoulf am 25.10.2007 17:48
        Ich verstehe es immer noch nicht ... ich habe auch World of Warcraft gespielt und nehme gerade meine zweite Auszeit bis zum nächsten Addon, weil mir das Spiel einfach zu langweilig wird und sich alles wiederholt. Ich hab so gut wie nie länger als 2 oder 3 Stunden am Stück gespielt, eher deutlich weniger.
        Ich denke, wenn so eine Sucht daraus entsteht, hat das auch andere Ursachen, da kann man definitiv nicht die (alleinige) Schuld auf das Spiel oder das Spielprinzip schieben.
        Jo ähnlich ist es bei mir auch. Spiele mal 2-3 Monate WoW und mache dann wieder ein halbes Jahr Pause weil das Spiel einfach langweilig wird(Raids sucken. Kann mir niemand erzählen das es toll ist zu festgelegten Terminen gezwungen zu sein in langweiligen Inis stundenlang rumzuhängen).
        Wer von WoW abhängig wird flüchtet sich vor der Realtität und ist zu schwach davon loszukommen.
        Mfg, waKKa
      • Von Neawoulf Mitglied
        Ich verstehe es immer noch nicht ... ich habe auch World of Warcraft gespielt und nehme gerade meine zweite Auszeit bis zum nächsten Addon, weil mir das Spiel einfach zu langweilig wird und sich alles wiederholt. Ich hab so gut wie nie länger als 2 oder 3 Stunden am Stück gespielt, eher deutlich weniger.
        Ich denke, wenn so eine Sucht daraus entsteht, hat das auch andere Ursachen, da kann man definitiv nicht die (alleinige) Schuld auf das Spiel oder das Spielprinzip schieben.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk