"Blockbuster-Produktion auf Welt-Niveau", heißt es vollmundig in einer Ubisoft-Pressemeldung zu
Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs. Mögen die dort propagierten "High-Tech-Siedler aus Düsseldorf" noch jedem eingehen, der erstmals auf ein Stadtidyll des Spiels blickt und den Orchesterklängen und der gekonnten Sprachausgabe lauscht, verpufft der Begriff Blockbuster nach wenigen Spielstunden als rosa Wolke der PR-Fantasie. Von einem Blockbuster erwarten wir Spaß und Spannung auf Referenzniveau und da kann
Aufstieg eines Königreichs nicht mithalten.
Es überrascht, aber
Die Siedler 6 rauscht meilenweit an der Gruppe der versierten Aufbau-Strategen vorbei, die alte Siedler-Episoden und die Anno-Reihe rauf und runter spielen und begeistert an Warenkreisläufen und der perfekten Siedlung tüfteln. Der Hauptgrund dafür: Wirtschaft, Militärteil, Diplomatie und Quests sind unglaublich vereinfacht. Sie kommen praktisch auf Anhieb damit zurecht, zumal das Interface übersichtlich und die Bedienung komfortabel ausfallen, was positiv ist. Doch es fehlen die Herausforderung und Möglichkeiten, den Titel wirklich zu meistern.
Der große Pluspunkt von
Aufstieg eines Königreichs gegenüber Anno 1701 ist scheinbar die umfangreiche Kampagne mit 16 Missionen samt Erzbösewicht, vollbusiger Handlangerin, gerenderten Zwischensequenzen und Quests. Schade, dass die Kampagne selbst nach der Hälfte der Missionen noch dermaßen einfach ausfällt, dass Sie sich im Tutorial wähnen. Bewundert man bei den ersten Szenarien noch verzückt die Welt mit ihren munteren Bächen und Tierchen und schaut man den vielfältigen Aktivitäten der Bewohner zu, fällt dieser Bonus nach der Eingewöhnung weg. Dann fehlt an Herausforderungen und daraus resultierenden Erfolgsmomenten.