Die Antlantikschlacht ist geschlagen, jetzt beginnt der Kampf im Pazifik. Aber nicht unter japanischer, sondern amerikanischer Flagge!
Majestätisch ziehen Dutzende von Schiffen am Periskop vorbei. Jetzt heißts Nerven zeigen und die richtigen Befehle geben: "Rohre 1 bis 4 bewässern, Mündungsklappen öffnen. Doppelschuss auf den Dicken in der Mitte". Die Aale steuern unbemerkt auf die Kampfgruppe der kaiserlichen Marine zu, zwei finden ihr Ziel. Bereits nach wenigen Sekunden neigt sich, der getroffene Kreuzer gefährlich zur Seite. Dann erschüttert eine Explosion mit unglaublicher Wucht das Schiff! In einem riesigen Feuerball fliegt das Oberdeck auseinander, die Trümmer versinken im Meer. Wahnsinn!
Grafisches Meisterwerk Ganz ehrlich, wir waren bislang etwas skeptisch. Viele der vorab veröffentlichten Screenshots von Silent Hunter 4 wirkten zu schön, um wahr zu sein. Aber: Das Spiel sieht wirklich so fantastisch aus! Wellen, Himmel und Lichteffekte erscheinen fast fotorealistisch. Versinkt ein torpediertes Schiff in den Fluten, stürzen Aufbauten ins Wasser, züngeln Flammen über das Deck und vom Schiffskörper steigen Millionen Luftblasen auf, während das Wrack in der Tiefe verschwindet. Die brillante Optik hat jedoch ihren Preis. Eine Grafikkarte auf Geforce-7800-Niveau, eine Dual-Core-CPU und 2 GB RAM sollten Sie mindestens Ihr Eigen nennen, um Wolves of the Pacific in voller Pracht und ruckelfrei zu genießen.
Silent Hunter hat mit dem vierten Teil nicht nur technisch zugelegt. Die Entwickler nahmen sich die Spielerkritik offenbar zu Herzen und schufen eine - im Vergleich zu den Vorgängern - abwechslungsreichere Kampagne. So laufen Sie nicht nur zu regulären Feindfahrten aus, Sie holen auch Agenten aus dem Feindesland oder führen Aufklärungsmissionen durch. Als Höhepunkte greifen Sie in groß angelegte Seeschlachten zwischen Überwassereinheiten ein. Allerdings sind nicht alle Aufträge spannend.
Aufklärungsmissionen bleiben hauptsächlich durch fast halbstündige Fahrten durch den Pazifik im Gedächtnis - und das trotz rund 8.000-facher Spielgeschwindigkeit! Auch das Mannschafts-Management haben sich die Entwickler zur Brust genommen. Mussten Sie in Silent Hunter 3 ermüdete Crewmitglieder noch einzeln gegen frische Kameraden auswechseln, bietet Teil 4 einen Drei-Schichten-Plan, durch den Sie kaum noch selbst eingreifen müssen. Das hat aber auch kleine Nachteile.
Da Sie sich selten in die Belange der Mannschaft einmischen, wird der Job des U-Boot-Kommandanten sehr abstrakt. Die Menüleiste folgt ebenfalls diesem Trend. Statt auf kleine Bilder Ihrer Offiziere zu klicken, wählen Sie nun Symbole wie ein Steuerrad oder einen Zirkel an, um zu Kampfstationen zu gelangen oder Befehle zu geben. Zudem haben die Entwickler einige Stationen wie den TBT (Torpedo Bearing Transmitter) hinzugefügt, aber leider auch einen sinnvollen Menüpunkt des Vorgängers gestrichen. So gibt der Navigator keine Informationen mehr über den Brennstoffverbrauch des Bootes - schlecht.
Im Hafen nix los? Außerdem ist nicht alles so geworden, wie die Entwickler es versprochen haben. Die Häfen beispielsweise sind kaum lebendiger als zuvor. Bis auf ein paar LKWs, Kähne und Kräne, die sich hier und da bewegen, ist kaum ein Lebenszeichen zu erkennen. Selbst Pearl Harbor wirkt - kurz nach dem Angriff der Japaner - wie ausgestorben. Sogar das in Silent Hunter 3 lieb gewonnene Begrüßungskomitee am Kai hat man ersatzlos gestrichen! In Feindhäfen sieht es nicht besser aus. Wir tauchten am helligten Tage in einem japanischen Hafen auf, und da sich kein Kriegsschiff in unmittelbarer Nähe befand, passierte ... nichts.
Mit Silent Hunter 4 bekommen Sie die bislang beste U-Boot-Simulation für den PC.
Optisch ist Silent Hunter 4 die beste U-Boot-Simulation, die ich je spielen durfte. Suche ich im Mondlicht nach japanischen Konvois oder nehme ich an einer der grandiosen Überwasserschlachten teil, kann ich mich vor Begeisterung kaum auf dem Stuhl halten! Die Atmosphäre ist ähnlich dicht wie beim Vorgänger obwohl das Spiel den pazifischen Kriegsschauplatz behandelt, der bei U-Boot-Fans eher unbeliebt ist. Die Kampagne ist jedoch nicht so abwechslungsreich und spannend, wie ich es mir erhofft hatte. Aber warum sind die Häfen trotz anders lautender Versprechen der Entwickler dermaßen unbelebt? Auch die KI ist noch nicht clever genug. Das ungeahndete Auftauchen im japanischen Hafen killt die Stimmung schneller als ein rosafarbener Tarnanstrich plus Plüschverkleidung am Periskop. Dennoch: Haben Sie den passenden Rechner und sehen über diese kleinen Schwächen hinweg, bekommen Sie mit Wolves of the Pacific die wohl beste U-Boot-Simulation, die je für den PC erschienen ist.
als neuling sieht das spiel für mich gut aus ,aber sonst finde ich das spiel sozusagen echt nicht gut!weil die fahrzeiten dauern echt zu lange.dann die gegner sind auch echt das letzte!das mit den manschaften managment ist voll unübersichtlich und find ich Sinnlos!Grafik allein macht es eben doch nicht...da fehlt noch mehr innovationen...naja