Armed Assault

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Test Robert Horn Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Der Krieg tobt wieder: Fünf Jahre nach Operation Flashpoint kommt der inoffizielle Nachfolger mit toller Optik, riesiger Spielwelt und jeder Menge Taktik.

Wir staunen: Dutzende von Soldaten stehen bereit, um mit uns die Stadt zu stürmen. Wir staunen: Dutzende von Soldaten stehen bereit, um mit uns die Stadt zu stürmen. Krieg auf dem PC gibt es zuhauf. Egal ob Zweiter Weltkrieg (Call of Duty) oder Gegenwartskonflikt (Battlefield 2) - die Spielepalette deckt alle Facetten der bewaffneten Auseinandersetzung ab. Unter all den Titeln sticht einer besonders hervor. Nicht etwa weil er grafisch Maßstäbe setzt oder durch blutrünstige Szenen auffällt. Realismus ist es, der Spielern auch nach fünf Jahren die Maushand vor Ehrfurcht zittern lässt. Die Rede ist von Operation Flashpoint.

Selten hat ein Titel den Realismus eines internationalen Konflikts so lebensecht auf den Bildschirm gebrannt wie das Spiel aus dem Jahr 2001. Jetzt schicken die Flashpoint-Entwickler den inoffiziellen Nachfolger in den Kampf: Armed Assault bietet taktische Schlachten, eine riesige Spielwelt und knallharte Einsätze. Leider haben die Jungs von Bohemia Interactive einige strategische Fehler in ihrem Schlachtplan: Bugs und KI-Aussetzer vermasseln den schnellen Sieg an der Action-Front. Warum Armed Assault trotzdem Spaß macht, lesen Sie in diesem Test.

Realistisch fiktiv

Auf dem Weg zum Einsatzort treffen wir auf Vorboten der Schlacht: Zerstörtes Kriegsgerät des Gegners. Auf dem Weg zum Einsatzort treffen wir auf Vorboten der Schlacht: Zerstörtes Kriegsgerät des Gegners. Der Konflikt kommt wie aus dem Nichts. Die friedliche Monarchie Süd-Sahrani wird über Nacht von der kommunistischen Republik Nord-Sahrani überfallen. Auch die Schar US-Soldaten, die natürlich rein zufällig im Süden stationiert sind, werden von der Invasion überrascht. Kein Wunder, dass Sie und Ihre amerikanischen Kameraden sich in der ersten Mission auf der Flucht befinden. Erst im Verlauf der Kampagne sammeln sich die US-Einheiten und holen zusammen mit den königlichen Truppen zum Gegenschlag aus, der Sie im Verlauf der Solo-Kampagne weit ins gegnerische Gebiet führt.

Kleiner Mann

In Armed Assault kommandieren Sie keine Armeen oder ballern mit einem Dutzend Waffen im Gepäck die Gegner im Alleingang nieder. Ihre Rolle ist die eines einfachen Soldaten, dem kleinsten Rad im Getriebe. Die Aufträge sind vielfältig und spannend, kaum eine Mission gleicht der nächsten.

In den 26 Einzelspieler-Einsätzen durchleben Sie alle Höhen und Tiefen eines modernen Krieges. Mal schleichen Sie sich im Schutz der Dunkelheit an ein feindliches Lager heran, um Panzer zu sprengen. Dann attackieren Sie zusammen mit einem Dutzend Kollegen eine besetzte Kleinstadt. Hin und wieder erfüllen Sie auch normale Soldatenarbeit wie Patrouille laufen. Klingt langweilig, ist aber hoch spannend und macht den Reiz des Spiels aus. Zu keiner Zeit fühlen Sie sich als übermächtiger Held; immer wieder wird Ihnen gezeigt, wie klein und verwundbar Sie sind. Wer Rambo spielt, segnet schneller das Zeitliche, als man "Ich glaub, da ist irgendwas" sagen kann.

Neben Vorsicht müssen Sie aber auch jede Menge Geduld mitbringen. Viele Einsatzorte sind meist mehrere virtuelle Kilometer entfernt, selbst der Transport mit Fahrzeugen dauert eine Weile, da das Spiel in Echtzeit abläuft. Bei Feindkontakt ist natürlich höchste Vorsicht geboten: Oft pirschen Sie sich minutenlang durchs Dickicht auf der Suche nach dem Gegner oder verharren regungslos, während ein paar Meter weiter feindliche Panzerkolonnen vorbeiziehen. Gerade diese Momente sorgen für Spannung und wohlige Adrenalinschübe.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Volcom Hobby-Spieler/in
        die ki soll durch überarbeitet werden und per patch geliefert werden,hab ich mir sagen lassen :o
      • Von Volcom Hobby-Spieler/in
        die ki soll durch überarbeitet werden und per patch geliefert werden,hab ich mir sagen lassen :o
      • Von Mothman Mitglied
        Zitat von SoSchautsAus am 02.12.2006 10:18
        Gibts wenigstens den Zeitraffer noch?
        Ja, den gibt es noch...aber die KI-Mängel leider auch
      • Von SoSchautsAus Spiele-Kenner/in
        Verdammt. Dieser Testbericht lässt meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. So genial OFP auch war - es gab schon einiges zu kritisieren. Zum Beispiel die KI in Kombination mit Fahrzeugen. Die ultimative Spassbremse war das, in einem Fahrzeug zu sitzen das von einem KI Kollegen gesteuert wird, der anscheinend mehr als Einen über den Durst gehoben hat. Hinzu kamen Powerslides über Asphalt und das in einem Kettenfahrzeug oder schwere Panzer die über hügelige Landschaft hoppeln wie professionelle BMX Fahrer. Spassbremse Nr. 2 waren definitiv die Commander Missionen mit viel zu verschachtelten Befehls- und Funkmenüs. Da wurde das Zocken zur Arbeit. Und so wie sich das anhört hat sich in dieser Hinsicht nichts gebessert. Weitere Kritikpunkte waren für mich die schlechte Lokalisierung (z.B. im Steuerungsmenü, oder der Funkspruch "clear", der mit "räumen" übersetzt wird, ect.), das klobige Interface (die Untertitel des Funks verdecken links die Missionsziele und rechts das Menü) und das mit nur einem Speicherplatz doch arg mikrige und unflexible Speichersystem. Auch die Zwischensequenzen waren teilweise eine kleine Tortur. Drei Minuten lange Kameraschwenks über lebloses Terrain braucht kein Mensch. Weniger gestört hat mich die Steuerung und auch die Grafik war bei diesem Game immer zweitrangig. Gibts wenigstens den Zeitraffer noch?
        Bei OFP konnte man sowas ja noch als Anfängerfehler oder Kinderkrankheiten verzeihen. Aber beim Nachfolger hätte ich mir da schon mehr erwartet. Kacke. Ein Blindkauf kam sowieso nicht in Frage aber das trübt meine Vorfreude doch gewaltig.
        Ich will endlich diese verf#%*te Demo zocken.

        SoSchautsAus
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