Missglückter Versuch, Monkey Island das Wasser zu reichen
Bruder im Geiste: Gilbert und Guybrush aus Monkey Island verbindet die Tollpatschigkeit. Bei Charme und Witz spielt Gilbert aber zwei Klassen tiefer.
Die Story ist Banane: Mit einem Pilz vertrieb vor langer Zeit ein Junge einen bösen Magier aus der Stadt Phungoria. Seither steht der Riesenchampignon auf dem Marktplatz und die Bürger verneigen sich vor ihm - bis das Leckerli gestohlen wird. Opa Goodmate obliegt gerade die Wachpflicht, also muss er die Verantwortung tragen. Dass ihn der König aber gleich zum Tode verurteilt, motiviert Enkel Gilbert - so sonnig wie naiv von Gemüt - sich zum Retter aufzuschwingen. Bald maskiert sich Gilbert dazu als die Majestät, indem er sich eine Papierkrone und eine Gumminase aufsetzt. Gilbert malträtiert Hähne mit Böllern, um an Federn für Eigenbau-Flügel zu gelangen. Gilbert verwickelt den Sheriff in eine Popcorn-Schießerei, indem er Maiskolben ins Feuer wirft. Und all diese Szenen sowie die dazugehörigen Rätsel sind auf merkwürdige Weise nachvollziehbar - das ist die Stärke dieses Adventures. Der Versuch, den überraschenden Humor der Vorzeigeserie Monkey Island zu imitieren, schlägt allerdings zu oft in Lächerlichkeit um; die Zeichentrickanimationen wirken abgehackt und einige Sprecher lernen noch, wie ihr Job funktioniert.

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