Von der Steinzeit in die Raumfahrtära.
Der umfangreiche Diplomatie-Modus sorgt für harte Runden am Verhandlungstisch.
Selten hat es um die Übersetzung eines Spiels mehr Wirbel gegeben, als im Fall von Civilization 3. Eine Gruppe von engagierten Fans - die Lokalisierungs-Katastrophen der beiden ersten Teile noch im Hinterkopf - bewaffnete sich mit der US-Version und machte sich daran, das wortgewaltige Runden-Strategiespiel eigenhändig ins Deutsche zu übertragen. Infogrames stoppte das Projekt ein paar Monate später mit dem Verweis auf die Copyright-Rechte und zog sich damit den Unmut der Community zu. Mittlerweile haben sich die Wogen wieder geglättet und wenn man sich das Ergebnis der offiziellen Übersetzer anschaut, fühlt man sich an Shakespeares "Viel Lärm um nichts" erinnert: An der deutschen Version von Civilization 3 gibt es wenig zu meckern. Ob nun in den Stadtbildschirmen, im Diplomatie-Modus oder in der eingebauten Lexikon- und Hilfe-Funktion - alles passt, die aus Civilization 2 bekannten Stilblüten wie "Wir empfehlen bauen Streitwagen" werden Sie nicht mehr antreffen. Was dann aber doch erstaunt, ist die Tatsache, dass der eigentlich schon für die Originalversion angekündigte Multiplayer-Modus weit und breit nicht aufzuspüren ist. Szenarien fehlen übrigens auch und der eingebaute Editor kann zwar eine Menge, scheitert beim Erstellen individueller Missionen aber daran, dass Sie nicht festlegen dürfen, welche Zivilisation sich an welchem Punkt der Karte befindet. Demnach entspricht die deutsche Version von Civilization 3 - die prima übersetzten 180.000 Wörter mal ausgenommen - haargenau der US-Fassung. Dem Spielspaß tut es natürlich keinen Abbruch, ob Sie nun mit Spearmen oder Lanzenträgern gegen Konkurrenz-Zivilisationen vorgehen. In Sachen Langzeitmotivation und Komplexität ist auch gegen das deutsche Civilization 3 kein Spiele-Kraut gewachsen. Der Weg von der Steinzeit in das moderne Raumfahrt-Zeitalter entfaltet ein Suchtpotenzial wie eh und je und behauptet souverän die Spitzenposition im Sub-Genre der Runden-Strategiespiele. Schade, dass das volle Potenzial in Form von Mehrspieler-Modus und Szenarien erst mit der offiziellen Erweiterung ausgeschöpft wird.

Durch diese Ansicht bleibt das Spiel trotz seiner Komplexität zu jeder Zeit übersichtlich...
Runde Beenden......
Anscheinend weißt du um die Bedeutung des Wortes Proportion nicht sonderlich scheid, sonst würdest du dies dem Spiel nicht vorwerfen.
Es gibt wohl kein Strategiespiel, in dem die Proportionen der einzelnen Objekte auch nur annähernd der Realität entsprechen! Wie auch?!?
Das würde das Spiel wohl unbrauchbar machen, da es sicherlich nicht sonderlich spaßig ist. Entweder die Einheiten viel zu klein, die Spielwelt ungreifbar groß oder auf die Größe deines Hirns beschränkt.
Nun ne Frage: Wie hätten die Programmierer denn das deiner Meinung nach handhaben sollen?
Sicherlich, das Spiel ist kritikwürdig, jedoch trifft das auf alle Spiele und besonders deinen Kommentar. D.h., wenn du mit Hilfe dieses Kommentars auf deine Intelligenz hinweisen wolltest... Junge, der Schuß ging nach hinten los!
Naja, es kann nur besser werden...
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