Splinter Cell 3: Chaos Theory
Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl lassen sich problemlos verschlossene Türen aufsperren, doch nichts macht mehr Spaß als die Lausbubenmethode: über Zäune.
In der Wirklichkeit verkündet Nordkorea, Atomwaffen zu besitzen, in Splinter Cell: Chaos Theory schießt es gleich drauflos: Ein amerikanischer Flugzeugträger geht, von Raketen getroffen, in Flammen auf. Während sich der Westen zum Gegenschlag rüstet, glaubt die NSA (National Security Agency, zum Spaß auch No Such Agency genannt) an eine Verschwörung mit dem Ziel, Nordkorea die Schuld für den Ausbruch des Dritten Weltkriegs in die Schuhe zu schieben.
Also bekommt Superspion Sam Fisher von NSA-Einsatzleiter Lambert eine neue Aufgabe: Bitte verhindern, dass der Dritte Weltkrieg ausbricht, danke. "Sonst noch Wünsche?", will Sam wissen. Er fragt das, wie es ein sympathischer Held nach Hollywood-Gesetz fragen muss: mit rauer Stimme und zynischem Unterton. Dieser Humor, trocken wie die Sahara, zieht sich durchs gesamte Spiel und drückt der teils märchenhaften Story einen parodistischen Stempel auf. Zwischensequenzen erzählen die Geschichte im "Breaking News"-Stil des Nachrichtensenders CNN, was wiederum Glaubwürdigkeit schafft. Damit halten sich Realismus und Fantasie die Waage.
Schöner schleichen
Jede zweite Figur, die Fisher von hinten in den Schwitzkasten nimmt, lässt sich verhören. So gelangen Sie an wertvolle Hinweise, etwa Zugangscodes.
Wieder führen die elf Missionen rund um den Globus. Sam besucht ein Schiff im Meer um Panama, er dringt in einen New Yorker Wolkenkratzer ein, reist nach Japan und räumt in einer koreanischen Militärbasis auf. Wo er auch operiert, stets ist Chaos Theory viel Schleich- und Taktik-Spiel, aber nur ganz wenig Shooter. Das Spielprinzip ist Heimlichkeit, ganz wie in den Vorgängern.
Spielerische Neuerungen finden sich überwiegend im Bereich der Erbsenzählerei, optische Verbesserungen dagegen sind zahlreich. Es ist jetzt nicht so, dass Splinter Cell 1 und 2 schlecht aussehen: Die Licht- und Schatteneffekte gehören zu den schönsten im Genre. Aber den Texturen und den Spielermodellen nimmt man schwerlich ab, dass sie im 20. und 21. Jahrhundert entstanden sind. Hier verbessert Chaos Theory. Der Einsatz der fortschrittlichen Shader-Version 3.0 schafft eine verblüffende Tiefenillusion; auf Wänden existieren unzählige Helligkeitsabstufungen, Mulden und Ritzen sind darauf zu erkennen und feuchte Materialien glänzen realistisch. Zu schade, dass Sie die meiste Zeit im Dunkeln tappen und die hübsche Umgebung durch den schwarz-weißen Nachtsichtfilter betrachten.
Bislang funktioniert das Shader Model 3.0 ausschließich auf Geforce6-Grafikkarten, die Ati-Technologie packt nur Version 1.1. Es wird Ihnen vielleicht ein Trost sein, dass Chaos Theory auch mit geringen Detaileinstellungen wie ein geschliffener Edelstein funkelt. Hinzu kommt, dass Shader 3.0 die Framerate deutlich verschlechtert, was zwar wegen des gemächlichen Spieltempos keinem GAU entspricht, aber bei riskanten Turnereien oder Schießereien die Steuerung erschwert.
Dunkel ins Licht
So weit sollten Sie es nie kommen lassen: Wenn Gegner zurückschießen, ist Fisher in Lebensgefahr.
In Doom 3 kämpfen Sie gegen Zombies, in Half-Life 2 gegen Combine-Soldaten. Hier sind Glühbirnen, die ihr grelles Licht in Räume werfen, Ihre schlimmsten Feinde. Weil Sam als Einzelperson hinter feindlichen Linien einer Übermacht gegenübersteht, darf niemand seine Anwesenheit bemerken. Oberstes Gebot lautet daher: Alles ausknipsen, was hell macht. Gleich danach kommt: Psst!

Hört auf zu nörgeln!
Das Spiel ist einfach umwerfend!
Es ist noch geiler als Teil 1 und 2. Die Grafik ist auch mit das Beste was mir bisher auf den Bildschirm gekommen ist!! :-X
Lediglich hätten die Entwickler nicht so vollmundig von Bewegungsfreiheit sprechen sollen, was angesichts der paar Alkternativrouten (Kriechtunnel) Entäuschung hervorruft.
Aber wie gesagt, grafisch als auch spielerisch ein der geilsten Spiele überhaupt!!!!
Ich hoffe jetzt bereits, dass es einen vierten Teil geben wird!
Viel Spass beim zocken...................... :-D
armundhaesslich
Nationalgardist:
"Wer sind sie? - Moment mal ist das hier vielleicht so ne Art Übung?"
Sam:
"Verdammt, Jungs er weiß, das es ne Übung ist. Wer hat denn da jetzt schon wieder seinen Mund nicht halten können?!"
Über die im Test angesprochenen Minuspunkte kann ich hinwegsehen - in Splinter Cell war es schon immer dunkler als es (realistischerweise) hätte sein sollen. Ich vermute aber mal dass das anders gar nicht funktioniert. Auch die Tatsache dass es nicht viel anders ist als die Vorgänger (stimmt schon zum Teil) stört mich nicht, es ist eben nunmal der Stealthkönig und es ist denke ich mal extrem schwer ein an sich schon grossartiges Spiel noch um Welten zu verbessern. DIe (etwas) grössere Freiheit ist da schon mal ein Ansatz, allerdings noch ausbaufähig.
Nun zum Negativen: der Coop könnte so genial sein, ist aber bisher unter aller Sau dank der völlig verhunzten Umsetzung. Mit nem Kumpel, der auf ner 6 MB DSL Verbindung hostet gibt es bei uns massive Lags und Disconnects an zufälligen Stellen (ich habe allerdings den Eindruck dass die Discs. meist dann auftreten wenn das Game die Synchronisation eines Triggers zwischen Client und Host nicht geregelt bekommt). Nun habe ich die offiziellen Foren gecheckt um zu sehen ob es Abhilfe gibt - laut eines Threads dort schon, allerdings können zumindest mein Coop Partner und ich diese Hilfe auch in die runde Ablage stecken. Dort wird gesagt man sollte, da der Coop so eine Art P2P Verbindung ist, bei der beide Rechner irgendwie als Host dienen, zur Vermeidung von Synch Problemen identische Ingame Settings benutzen.
Jau, gesagt getan, gleiches Ergebnis, es laggt wie Sau. Ich habe (laut Fraps) auch die GENAU gleichen FPS ob ich nun mit alles maxed oder alles auf Minimum spiele, so um die 10 FPS. Und oh ja laut des Spiels habe ich zu meinem Kumpel nen miserablen Ping (je weniger Punkte desto schlechter) ... was soll das denn? In Swat 4 ist mein Ping zu ihm um die 25-30.
Hier muss UbiSoft DRINGENDST nachsitzen, ansonsten hätten sie den Coop auch gleich weglassen können. Dieser Netcode ist jedenfalls ein schlechter Witz.