Temple of Elemental Evil
Vor langer, langer Zeit erschien ein Greyhawk-Modul namens Temple of Elemental Evil (ToEE), entwickelt von dem Dungeons & Dragons-Erfinder Gary Gygax. Jetzt, 17 Jahre später, hat die Pen&Paper-Episode den Sprung ins Computerspiel geschafft. Grundgerüst bildet die Version 3.5 der D&D-Regeln - Veteranen wissen, was das bedeutet; dem Rest wollen wir Einzelheiten, die auf dem Papier kaum spannender sind als ein schlecht übersetztes Videorekorder-Handbuch, ersparen. Alles, was man wissen muss: ToEE spielt sich ähnlich wie Baldur's Gate 2 und Pool of Radiance 2, ist rundenbasiert und im Detail saumäßig kompliziert. Schon das Menü der Charaktergenerierung deutet nicht gerade feinfühlig an: Sie haben es hier mit einem Rollenspiel zu tun - und zwar mit einem richtigen. Die Werte Ihrer Figuren werden wie in der P&P-Vorlage ausgewürfelt. Wenn Ihr Kämpfer einen mickrigen Stärkewert von 13 (Maximum: 18) bekommt, dann können Sie das entweder grummelnd akzeptieren oder erneut würfeln. Dabei entstehen keine Nachteile, außer dass ein Zähler die Anzahl Ihrer Versuche dokumentiert - was peinlich werden könnte, wenn ein Freund bemerkt, dass Ihre Charaktere erst nach 2.312 Anläufen entstanden sind. Mit fünf Figuren dürfen Sie anschließend loslegen.
Gut und böse
Interessanter Aspekt an ToEE: Anfang und Ende des Spiels sind von Ihrer Gesinnung abhängig. Bevor Sie anfangen, legen Sie die Grundzüge Ihrer Party fest: gut, neutral oder böse in jeweils drei Abstufungen. Als rechtschaffene Truppe werden Sie von Ihrem Befehlshaber zu Beginn ins Dorf Hommlet geschickt, um Gutes zu tun. Bösewichte starten vor einer Kirche, die gerade in Flammen aufgeht. Nach Hommlet reisen Sie als Fiesling nur, um dem dort ansässigen Geistlichen mit einem diabolischen Grinsen mitzuteilen, wem die Zerstörungstaten zu verdanken sind. Der Rest des Spiels verläuft in weitgehend festen Bahnen. In Hommlet lösen Sie typische Quests: Sie machen einen Saboteur ausfindig, verkuppeln eine Witwe, gewinnen das Vertrauen eines Kindes und mehr. Sämtliche Aufgaben sind optional: Man kann, muss aber nicht. Als Belohnung winken Erfahrungspunkte, die Ihren Charakteren den Weg bis zum Level-Maximum 10 ebnen. Es lohnt sich also, die Städte bis zum letzten Winkel zu erforschen; nicht zuletzt deshalb, weil sich dabei fähige Figuren Ihrer Party anschließen. Trunkenbold Elmo, der in der örtlichen Kneipe herumtorkelt, kämpft beispielsweise genauso gut, wie er lallt - und ist im Gefecht eine große Hilfe. Insgesamt darf Ihr Heldentrupp aus acht Personen bestehen. In den Städten gelangen Sie, sofern Sie dem roten Faden folgen, an wichtige Informationen über den Standort weiterer Reiseziele. Die werden anschließend auf Ihrer 2D-Karte eingezeichnet; ein Klick darauf bewirkt, dass Ihre Party dorthin marschiert. Nach einigen Stunden Spielzeit machen Sie den Tempel des elementaren Bösen ausfindig, einen gigantischen Dungeon mit etlichen Stockwerken. Bis zum Ende des Spiels werden Sie darin gegen allerhand Monster antreten und erstaunlich wenig Story erleben - so wie im Original-Greyhawk-Modul von 1985.
Die größte Freude: Kampf
Sie haben sich bestimmt auch schon mal am Kopf gekratzt, wenn es zu folgender Situation gekommen ist: Ihr Zauberer fuchtelt mit den Armen, sämtliche Gegner fallen in einen tiefen Schlummer - und trotzdem machen Ihre Schwertschwinger nur ein paar mickrige Schadenspunkte pro Schlag. Nicht so in ToEE; hier geht dank genauester Einhaltung der D&D-Regeln alles mit rechten Dingen zu. Feinde, die - aus welchem Grund auch immer - gelähmt am Boden liegen, lassen sich mittels Spezialattacke ("Coup de Grace") sofort endgültig ausschalten. Die Kämpfe laufen, wie erwähnt, rundenbasiert ab, sind glaubwürdig und teilweise gerade deshalb anspruchsvoll - gleichzeitig sind diese der größte Pluspunkt von ToEE. Aus kreisförmig gestalteten, komplexen Fenstern mit zig Untermenüs wählen Sie eine Vielzahl an Angriffsarten und Zaubersprüchen aus, die eine große Anzahl verschiedener Taktiken ermöglichen. Diebe schleichen sich von hinten an Gegner heran und landen kritische Treffer; Kämpfer sind aufgrund dicker Rüstung langsam und träge, dürfen aber mittels besonderer Kraftattacken mächtige Schläge landen; Zauberer beschwören Monster, die an Ihrer Seite kämpfen, oder spezialisieren sich auf Heil-, Angriffs- oder andere Magieformen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass man damit ein ganzes Buch füllen könnte. Einsteiger freuen sich daher über die praktische Online-Hilfe.

Drogen?
Kollegen, was geht denn bei euch ab???
Durch das Spiel hab ich nun Krämpfe in den Lachmuskeln bekommen und jetzt auch noch euer Testbericht. Was für ne geile Samstagabendunterhaltung, man was hab ich gelacht!!!!!!
Dieses Spiel ist die reinste Comedyshow der Superlative. Jeden zu empfehlen der mal wieder ordentlich Lachen will. Wir können ImortalHH nur zustimmen, aber lustig war es trotzdem.
Wieviel Dope müssen denn die Programmierer geschmissen haben um auf so abgefahrenen Ideen wie das dumme rumlaufen mit den Roben zu kommen´???
Mit am besten fanden wir das Kampfhuhn. Wir wußten vorher nicht das Hühner Oger piecken können.
Unser Ende war auch interessant, nachdem wir im Tempel übelst viele seiner Kollegen umgenockt haben, nimmt er uns erstmal in seine Leibwache auf und wir können die Welt beherrschen. Alles klar!!!!
Wenn das nicht mal ein Ende ist.
: :ugly:
Mal ehrlich ... dieses Spiel ist ja wohl von VORNE BIS HINTEN verbuggt! So eine Sauerei hab ich ja selten mal erlebt! *fluch*
Ich habe einen astreinen Rechner der mir nie Zicken macht und 1024 MB Arbeitsspeicher ... und dennoch stürzt die Kiste ab, wenn ich nur mal durch das bescheuerte Popeldorf scrolle! Wegfinddung? Rechnet rum als würde ich komplexe Renderprogramme laufen lassen ... ts ... und dann bleibt auch immer mindestens die Hälfte der Gruppe blöd stehen. Ich kanns echt nicht glauben!
Gegner? Kaum zu besiegen ... oder gar nicht... selbst in den ersten Quests. Sehr spassig.
Also dieses Spiel kann ich wahrlich NIEMANDEM empfehlen ... sorry! Die Wertung ist ein echter Witz!
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