Halo Quelle: PC Games Hardware Ein Blick auf die Munitionsanzeige verrät: nur noch 20 Schuss, das reicht kaum für mehr als einen Gegner und bis zum Treffpunkt mit dem Team ist es noch ein ganzes Stück. Das blaugrün beleuchtete Tunnelgeflecht wirkt beklemmend, hinter jeder der zahllosen Ecken könnte ein Alien lauern. Die orchestrale Hintergrundmusik wird lauter und intensiver, der Puls steigt und hinter einer Tür sind bedrohlich schwere Schritte zu hören. Schauplatz: Halo, eine Art ringförmiger Todesstern, dessen Oberfläche überwiegend aus palmenbewachsenen Küstengebieten besteht und sogar verschiedene Wetterbedingungen (Schnee, Regen) aufweist. In der Rolle eines genmanipulierten Elite-Soldaten (der so genannte Master Chief) besteht Ihre Aufgabe darin, diese Superwaffe vor dem Zugriff durch die Alien-Allianz Covenant zu schützen.

Schwacher Auftakt

Die Außenlevels zählen zu den optisch besseren Parts. Die Außenlevels zählen zu den optisch besseren Parts. Die Story entwickelt sich im Lauf des Spiels ungemein dramatisch und enthält etliche überraschende Wendungen. Auch die Erzählmethode gefällt: Statt sich von endlosen Zwischensequenzen berieseln zu lassen, wird der Handlungsverlauf hauptsächlich durch Funkdialoge während des Einsatzes vermittelt. Der Einstieg ins Spiel ist jedoch alles andere als überwältigend, die Flucht vom Mutterschiff gestaltet sich - wie fast alle Innenlevels - sowohl spielerisch als auch optisch als langweilig: Grau gehaltene, enge Räume wiederholen sich ständig, zudem muss der Master Chief sich lediglich von der Brücke bis zur Rettungskapsel durchschlagen. Ab der zweiten Mission geht es dann aber richtig los. Nun kommt es nicht mehr nur darauf an, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Stattdessen sollen Sie sich mithilfe einer Gruppe von Marines zunächst ins Einsatzgebiet vorkämpfen, dort die Aufgaben erfüllen und danach wieder flüchten. Vor allem auf dem Rückweg lauern oft getarnte oder besonders starke Gegner - so entsteht eine glaubwürdige und spannende Einsatzatmosphäre. Häufig verlassen Sie dabei die Oberfläche von Halo und betreten Stützpunkte und Tunnelsysteme im Inneren des riesigen Konstrukts. Der Einsatz von jeepähnlichen Warthogs, Scorpion-Panzern und Kampfflugzeugen lockert das shootertypische Spielgefühl auf. An die Steuerung muss man sich zwar zunächst gewöhnen, weil der Wagen automatisch in Blickrichtung dreht, aber sobald Sie sich darauf eingestellt haben, sind die Vehikel-Sequenzen sehr kurzweilig. Mehr als ein nettes Beiwerk stellen sie allerdings nicht dar, die wesentlichen Einsatzziele verbergen sich nämlich meist in engen Schluchten oder Gebäuden, so dass man sie ausschließlich zu Fuß erreicht. Zur packenden Atmosphäre trägt insbesondere die hervorragende Soundkulisse bei: Die musikalische Untermalung reicht von spannungsfördernd bis aufpeitschend, fällt aber nie störend auf, sondern bleibt dezent. Außerdem sehr gut gelöst: Ihre Teamkameraden nutzen das interne Funksystem ausgiebig, je nach Situation hören Sie ängstliche, hämische oder witzige Kommentare über den Äther. Dank guter 3D-Unterstützung fällt es auch leicht, Schritte oder Grunzgeräusche der Aliens exakt zu orten. Gespeichert wird ausschließlich an Savepoints, die großzügig im Level verteilt sind, eine Quicksave-Funktion wäre also überflüssig.

Mehr als Kanonenfutter

Der Raketenwerfer haut auch starke Gegner um. Der Raketenwerfer haut auch starke Gegner um. Die Gegner bestehen in erster Linie aus Fußvolk, nur selten werden sie durch Flugzeuge oder Geschütztürme verstärkt. Vom leichten Krieger über den wendigen Allrounder bis zum schwer gepanzerten Soldaten ist alles vertreten. Allerdings tauchen zu selten wirklich neue Angreifer auf, die meiste Zeit setzt man sich mit gerade mal vier verschiedenen Alien-Typen auseinander. Deren Stärke liegt vor allen Dingen im guten Teamspiel. Dezimieren die Marines eine Gruppe leichter Kämpfer, flüchten die verbleibenden Covenants, stärkere Wachen zu warnen. Einen durchweg positiven Eindruck hinterlässt zudem die gut eingebundene Physik: Bei Explosionen wirbeln Gegner oder Fahrzeuge hoch durch die Luft und reißen andere mit sich, Kugeln prallen von Schutzschilden ab und werden zu gefährlichen Querschlägern. Um die eingehende Frage zu beantworten: Halo ist weder Überspiel noch Mittelmaß, sondern "nur" gut. Der gesamte Spielverlauf bewegt sich auf hohem Niveau, aber es fehlt an echten Highlights und Neuerungen.

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Wertung zu Halo: Kampf um die Zukunft (PC)

Wertung:

8.0 /10

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Wiggle-Master NPC
        hmmm.... ich hab jetzt Halo zum 12 mal auf legendär durchgespielt, ich weiß nicht woran das lieg aber ich finde dieses spiel einfach klasse ich finde zwar das es nun ja, besser sein könnte aber was will man mehr es ist ja schon richtig alt und nun ja..
      • Von Wiggle-Master NPC
        hmmm.... ich hab jetzt Halo zum 12 mal auf legendär durchgespielt, ich weiß nicht woran das lieg aber ich finde dieses spiel einfach klasse ich finde zwar das es nun ja, besser sein könnte aber was will man mehr es ist ja schon richtig alt und nun ja..
      • Von mcmorn Mitglied
        Zu Beginn fand ich das Spiel spassig. Vor allem die Fahrzeuge retten es gerade so über die Runden. Aber auch Warthog und Panzer werden nach 2 Stunden super öde.

        Die Innenlevel sind unter aller Kanone. Es ist doch ein Schlag ins Gesicht jedes ernsthaften Programmierers und Leveldesigners teilweise 20 mal die gleichen Wandelemente, ja ganze Abschnitte zusammen zu basteln. Sowas darf nicht sein.

        Da ist sogar Unreal 2 um Klassen besser und Spiele wie Call of Duty die zwar nur 10 Stunden Spielzeit bieten, dafuer aber super viel Spass machen sind alle mal besser.

        Halo ist eine 69% für mich vor allem wenn man bedenkt wie der Kunde 2 Jahre hingehalten wurde und dann so einen Schmarn serviert kriegt. Sowas sollte abgestraft werden.
      • Von mcmorn Mitglied
        Zu Beginn fand ich das Spiel spassig. Vor allem die Fahrzeuge retten es gerade so über die Runden. Aber auch Warthog und Panzer werden nach 2 Stunden super öde.

        Die Innenlevel sind unter aller Kanone. Es ist doch ein Schlag ins Gesicht jedes ernsthaften Programmierers und Leveldesigners teilweise 20 mal die gleichen Wandelemente, ja ganze Abschnitte zusammen zu basteln. Sowas darf nicht sein.

        Da ist sogar Unreal 2 um Klassen besser und Spiele wie Call of Duty die zwar nur 10 Stunden Spielzeit bieten, dafuer aber super viel Spass machen sind alle mal besser.

        Halo ist eine 69% für mich vor allem wenn man bedenkt wie der Kunde 2 Jahre hingehalten wurde und dann so einen Schmarn serviert kriegt. Sowas sollte abgestraft werden.
      • Von mcmorn Mitglied
        Zu Beginn fand ich das Spiel spassig. Vor allem die Fahrzeuge retten es gerade so über die Runden. Aber auch Warthog und Panzer werden nach 2 Stunden super öde.

        Die Innenlevel sind unter aller Kanone. Es ist doch ein Schlag ins Gesicht jedes ernsthaften Programmierers und Leveldesigners teilweise 20 mal die gleichen Wandelemente, ja ganze Abschnitte zusammen zu basteln. Sowas darf nicht sein.

        Da ist sogar Unreal 2 um Klassen besser und Spiele wie Call of Duty die zwar nur 10 Stunden Spielzeit bieten, dafuer aber super viel Spass machen sind alle mal besser.

        Halo ist eine 69% für mich vor allem wenn man bedenkt wie der Kunde 2 Jahre hingehalten wurde und dann so einen Schmarn serviert kriegt. Sowas sollte abgestraft werden.
      • Von HKDLordReaper Gelegenheitsspieler/in
        Zitat
        am 23.11.03 um 16:54 schrieb schrammelvatti:
        also ich finds auch zu hoch bewertet.selbst der redakteur sagt das es nur durchschnitt ist.warum dann 84%????
        Nein, der Redakteur sagt, dass es weder Durchschnitt noch Überspiel ist sondern irgendwo dazwischen.
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