Angekündigt auf PC, dann exklusiv für Konsole - Warum PC-Spieler benachteiligt werden
Schriftsteller Alan Wake würde sein schaurig schönes Abenteuer sicher auf beiden Plattformen veröffentlicht sehen. Tatsächlich erschien das gleichnamige Action-Adventure aber nur für die Xbox 360. Die womöglich endgültige Absage für die PC-Fassung kam im Februar dieses Jahres.
Das Lächeln aus den Gesichtern vieler PC-Spieler ist gewichen, als die schlechte Nachricht die Runde machte: Nach langjähriger Verspätung erblickt Alan Wake endlich das Licht der Welt - allerdings exklusiv für die Xbox 360. Microsoft hatte wenige Monate zuvor das Aus für die PC-Umsetzung verkündet und damit im Vorfeld aufgekommene Gerüchte offiziell bestätigt. Die Begründung für diese Entscheidung zeichnet ein klares Bild von der Einstellung Microsofts gegenüber der Zukunft der Gaming-Plattform PC. Demnach habe man festgestellt, dass die Xbox 360 geeigneter wäre, die Spielerfahrung von Alan Wake zu vermitteln. Eine freche Ausrede, sind sich die Betroffenen einig. Zwar scheint eine spätere Portierung nicht ausgeschlossen - der vorerst Xbox-exklusive Ego-Shooter Halo erschien nämlich später auch für den PC. Dennoch entsteht der Eindruck, dass die PC-Community als Spielball des Konsolenkriegs zwischen Sony und Microsoft herhalten muss.
Die Geschichte von Alan Wake ist symptomatisch für die Krise im PC-Markt. Längst hat sich bei den Core-Games das Marktgefüge zugunsten PS3, Xbox 360 und Wii verschoben. Der PC wurde als Lead-Plattform abgelöst und macht nur noch einen Bruchteil der Umsätze vieler Publisher aus. Als Reaktion darauf erscheinen viele Spiele entweder gar nicht oder erst mit einiger Verspätung. Letzteres wird als gut verkauft: Über die längere Wartezeit sollen schärfere Texturen, angepasste Steuerung und andere Boni vertrösten. Tatsächlich versuchen die Publisher den Schaden von Produktpiraterie weitgehend in Grenzen zu halten. Ein simultaner Release der PC-Version mit den Konsolenablegern würde, so die Befürchtung, zu enormen Absatzverlusten führen.
Ein ähnliches Gedankenspiel findet womöglich gerade in den Köpfen von Rockstar und Take Two statt. Ihr außerordentlich gutes Westernepos Red Dead Redemption erschien gerade am Freitag für die PS3 und Xbox 360. Eine spätere Portierung für den PC ist möglich, auch wenn die Entwickler bislang zu keiner Stellungnahme bereit waren. Bei GTA 4 verfolgte man schließlich eine ähnliche Veröffentlichungspolitik. Während hier die Gerüchteküche brodelt, herrscht im Fall von Dead Space 2 seit einigen Tagen endlich Klarheit. Electronic Arts verkündete offiziell, dass der Survial-Horror-Titel auch auf dem PC sein Unwesen treiben würde. Und das, obwohl die Verkaufszahlen beim Vorgänger zu wünschen übrig ließen. Vielleicht gibt es ja doch noch ein Fünkchen Hoffnung für Freunde des PCs.
Weitere Titel, die es nicht oder nur mit Verspätung auf den PC geschafft haben, finden Sie in unserer Galerie unterhalb dieses Artikels. Zugrunde lag die Beobachtung des internationalen Spielemarkts.
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Für das Jahr 2009 sehen die Zahlen für Deutschland folgendermaßen aus:
Gesamt:
Absatz: 57,7 Mio. Spiele. Die Veränderung im Vergleich zu 08 beträgt 0 %.
Umsatz: 1,563 Mrd. Euro. Im Vergleich zu 08 ein Rückgang um 2 %.
PC:
Absatz: 23,6 Mio Spiele. Im Vergleich zu 08 ein Rückgang um 8 %.
Umsatz: 413 Mio €. Im Vergleich zu 08 ein Rückgang um 10 %.
Konsolen: (hier sind alle Modelle gemeint)
Absatz: 23 Mio Spiele. Im Vergleich zu 08 ein Zuwachs um 21 %
Umsatz: 857 Mio. €. Im Vergleich zu 08 ein Zuwachs um 15 %
Ingesamt hat sich der Umsatz im Bereich der PC-Spiele von 06-09 um rund 14 % verringert. Im Konsolenbereich ist er hingegen um rund 24 % gestiegen.
Es sind einige Argumente gefallen, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann. So wurde z. B. die Konfigurationsvielfalt bei den PCs angeführt, welche dazu führen, daß die Entwickler lieber für die Konsolen programmieren. Diese Vielfalt hatten wir aber auch vor 15 Jahren schon. Soweit ich weiß, haben sich die Entwickler damals nicht daran gestört.
Auch wurden die Raubkopierer erwähnt. Es ist sicherlich richtig, daß ein Spiel für den PC einfacher cracken kann, als für eine Konsole. Aber Kopierschutzmaßnahme sind schon immer ausgehebelt worden. Und das gilt nicht nur für Computerspiele. Wenn die also der alleinige Grund wären, dann dürfte z. B. auch Musik nur noch per Internetstream angeboten werden, und zwar in der Form, daß man den Titel nicht abspeichern kann.
Es wurde auch angeführt, daß Spielehersteller private Unternehmen seien, die einen Gewinn erwirtschaften müssen. Das ist absolut richtig. Das ist ja die Aufgabe eines Privatunternehmens. Und diesen Gewinn muß es natürlich auch steigern. Und die Entwicklungskosten für Spiele liegen heute häufig im zweistelligen Millionenbereich.
Ich denke nicht, daß es nur eine Ursache gibt. Wie so oft, ist es ein Gemenge aus mehreren Gründen. Es sicherlich einfacher für eine Konsole zu programmieren, da hier alles gleich ist. Dazu kommt sicherlich auch, daß ein Konsolenspiel generell eine kürzere Spielzeit hat. Das reduziert den Aufwand zusätzlich. Auch die Strategien von Microsoft und Sony mit ihren Konsolen möglichst viel Geld verdienen zu wollen spielt eine Rolle. Sicherlich tragen auch Raubkopierer einen Teil dazu bei. Und es gibt sicherlich noch einen weiteren Grund. Beim Heraussuchen der Zahlen, die ich oben wiedergegeben habe, habe ich festgestellt, daß die Mehrheit der Konsolenspieler jünger ist als 25. Und Spiele verbindet man in erster Linie mit Teenies. Es ist durchaus anzunehmen, daß sich EA oder Ubisoft oder Activision oder oder oder nur schwer vorstellen können, daß ein Spiel auch von einem 40jährigen gespielt wird. Und die Teenies wollen natürlich auch immer mit der Mode gehen. Und sie sind von der Werbung leichter beeinflußbar.
Ich selbst bin jetzt 30 Jahre alt. Eine Konsole kommt für mich aus 2 Gründen nicht in Frage:
1. Ich bin zu geizig den höheren Preis für das Spiel zu bezahlen.
2. Auf den Konsolen dominieren Sportspiele und Ego-Shooter. Und das sind nicht meine Genres.
Bei den Untergangspropheten hier, die den Tod des PC orakeln fielen mir einige schöne Zitate ein, wie dieses hier z. B.
"Wer braucht eigentlich diese Silberscheibe?"
Jan Timmer, Phillips-Vorstand, zur Compact Disc, 1982
oder wie das hier:
"640K sollten genug für jeden sein."
Bill Gates, 1981
oder das hier:
"Email is a totally unsaleable product."
Ian Sharp, Sharp Associates, 1979
und natürlich legendär:
"Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf
Computer gibt."
Thomas Watson, CEO von IBM, 1943
Alle diese Männer haben sich geirrt. Es wird den PC auch in 10 Jahren noch als Spieleplattform geben, schon allein deshalb, weil er mehr Möglichkeiten bietet als eine Konsole. Die Frage ist nur, welche Form der PC haben wird.
Hey cool, kann ich mir deine Kristallkugel mal ausleihen? Wüsste gerne die Lottozahlen von nächster Woche....
Ich spiele nach wie vor ziemlich alles auf maximalen Details, selbst wenns bei einem Spiel mal nicht mehr mit maximalen Details reicht, siehts immernoch um längen besser als an der Konsole aus. Da gibts halt einfach nix dran zu rütteln. Das wird bei der nächsten Konsolengeneration dann wieder so sein, dass sie vll ein halbes Jahr besser als der PC aussieht, aber dann wars das auch schon wieder mit dem Vorteil.
Wer darüber hinaus anmerkt, dass er lieber auf der Couch auf dem großen TV zockt, sei doch mal ans Herz gelegt (sofern er keinen Plasma hat^^) mal seinen PC an den Fernseher anzuschließen^^ das geht immerhin i.d.R. auch. Macht halt nur fast keiner^^
Die Steuerung an der Konsole kann einfach nicht an Maus und Tastatur herankommen. Zumindest nicht für Spiele in der dritten Person. Allein die Trägheit der Sticks verhindert das doch. Du hast nicht annähernd das Feingefühl wie mit der Maus, die du mit der kompletten Hand führst und nicht blos mit dem Daumen.
Bei anderen Spielen schaut das wieder anders aus, Street Fighter spielt man besser mit dem Gamepad oder dem Joystick. Aber was hindert mich daran mir das 360Pad fürn PC zu holen?
Ich würd einfach sagen, dass beide Systeme ihre Vorzüge haben, die aber in Zukunft immer mehr gegeneinander verschwimmen.
Zum Thema Spielspaß: mein lieber Mann.....da müsen sich die meisten Entwickler für den PC aber mal ganz schnell was neues einfallen lassen.....Leveldesign ist mittlerweile für viele ein Fremdwort.
Stelle mir gerade vor, wie sich ein 20 - köpfiges Expertenteam in einem vielleicht neuen Tomb Raider Teil um die Animation des Zopfes von Lady Croft kümmert, während gleichzeitig im Keller bei Wasser und Brot ein einsamer Leveldesigner hockt, mal überspitzt gesagt.
Ein weiterer Punkt, der auch was mit Spielspaß zu tun hat.....BUGS. Es sei an Gothic oder Oblivion erinnert (und die Liste ließe sich beliebig weiterführen).....Spiele, die zum Vollpreis rauskamen, aber so nicht spielbar waren, nichtmal ansatzweise, eine Frechheit sonders gleichen. Wenn ich mir ein Auto kaufe hat der Hersteller auch nicht den Motor vergessen einzubauen. Auf Konsolen können sich die Hersteller sowas nicht leisten, das Spiel muss zwingend fertig sein....so wie es sich gehört, ohne lästiges Setup, ohne Abstürze (ohne Online-Zwang-Kopierschütze, usw.)
Die Spielzeit: Ich weiß nicht genau warum, aber ein Spiel, was nach 10 stunden vorbei ist und kaum wiederspielreizend ist......da erübrigt sich wohl jeder Kommentar. Im vergleich dazu, wie gesagt nur ein Beispiel: Zelda-Twilight Princess oder die Metroid Prime Trilogy, 3 Spiele auf einer DVD, jedes davon mit locker knapp 40 Stunden Spielzeit, ein Meisterwerk an Leveldesign und Wiederspielbarkeit und kostet nicht mehr als 49 €, und ist so auch erst seit Ende letzten Jahres rausgekommen. Das Preis-Leitungsverhälnis ist ganz eindeutig besser bei vielen Konsolenspielen.
Ich würde auch gerne mehr am PC spielen, doch im Moment kommen die besseren Spiele für die Konsolen auf den Markt und treiben die Käufer somit auch dahin, sich eine Konsole anzuschaffen, denn die reine Anschaffung ist ja nun nicht mehr die Hürde.
Mein Fazit.....wenn der PC mal irgendwann vom derzeitigen Hardware Wahn wegkommt, bzw. die Spiele da wegkommen, die Leute wieder übersichtilicher schauen können, und ein neu zuglegter Rechner auch mal wieder länger als 3 monate halbwegs "up to date" ist, werden sich auch wieder mehr Menschen damit beschäftigen, zur Zeit bieten jedoch Konsolen dem Konsumenten wesentlich mehr Planungssicherheit.
Realistische Optik ist nebensächlich bei einem Spiel.....nicht unwichtig, aber nebensächlich, wenn es denn Spaß macht. Millionen Menschen spielen Skat...ein Kartenspiel, hat sich optisch seit es das gibt in keinster Weise verändert, aber es macht Spaß, deshalb wirds gespielt.
MfG
General Lee