Mass Effect: Andromeda - ​Macken der Vorgänger, die wir nicht wieder sehen wollen

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Special Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mass Effect: Andromeda - ​Macken der Vorgänger, die wir nicht wieder sehen wollen
Quelle: Bioware

Mass Effect: Andromeda rückt immer näher und wird hoffentlich ein würdiger Nachfolger. Allerdings hatten die Vorgänger auch einige Macken, die wir garantiert nicht wieder sehen wollen. In diesem Special haben wir einige dieser Designsünden vergangener Tage zusammengefasst.

Wenn es nach den derzeitigen Plänen der Entwickler von Bioware geht, erscheint Mass Effect: Andromeda im ersten Quartal 2017, also in maximal neun Monaten. Dennoch halten sich die Macher mit weitreichenden Informationen weiter stark zurück. Auf der E3 2016 gab es nur verstreut einzelne Details aufzuschnappen, die wir bereits in einem Special aller bekannter Fakten zusammengetragen haben. So wissen wir bereits, dass der vierte Teil der Reihe ein Neuanfang darstellen soll, der die Fesseln der Shepard-Trilogie abstreift.

Gerade spielerisch will man sich aber wieder stark an den Vorgängern orientieren. Der Mako kehrt in einer modernen Version zurück. Denn wie schon im ersten Teil, soll die Erkundung von fremden Planeten im Mittelpunkt stehen. Eine Besinnung auf die Tugenden der ersten drei Teile dürfte auch bei den meisten Fans sehr gut ankommen. Allerdings waren auch die Vorgänger nicht perfekt. Es gibt da ein paar Dinge, die wir unter keinen Umständen wieder sehen wollen. Welche Elemente das sind, haben wir uns in diesem Special einmal angeschaut.

Der Flummi-Mako

Der Mako kehrt zurück. Diese Info, die bereits während der E3 2015 bestätigt wurde, sorgte bei vielen Fans für Begeisterung. Das im Trailer Wie ein Flummi. Da wird dem Fahrer schnell schlecht. Quelle: PC Games Wie ein Flummi. Da wird dem Fahrer schnell schlecht. gezeigte Fahrzeug sieht zwar nicht mehr aus, wie der gewohnte Mako, vermittelt aber bereits ein gutes Gefühl. Denn eines ist für viele Fans klar. Der Mako war der deutlich bessere Panzer im Vergleich zum Hammerhead aus Mass Effect 2. Allerdings hatte der Mako auch ein gewaltiges Manko - die Fahrphysik, die eher an einen Gummiball, als an ein tonnenschwere Kriegsgerät erinnerte.

Wenn wir eines mit dem neuen Mako nicht mehr sehen wollen, dann ist es ein wild umher hüpfendes Fahrzeug. Die meist stark zerklüfteten Planeten des ersten Mass Effect waren dann auch nicht sonderlich hilfreich, um diesen Verhalten unter Kontrolle zu halten. Ungewollte Stunts und Frustmomente bei der Suche nach dem richtigen Weg durchs Gelände waren im Grunde an der Tagesordnung. Auch wenn der Mako so einige Fans hat, die Fahrphysik darf diesmal gerne besser ausfallen.

Leblose Planeten

Vermutlich hätte uns das eigenwillige Fahrverhalten des Mako gar nicht so sehr gestört, wenn wir auf den Touren mit dem Panzer interessante Große, aber völlig leblose Planeten im ersten Mass Effect. Quelle: PC Games Große, aber völlig leblose Planeten im ersten Mass Effect. Welten erkundet hätten. Doch davon waren die Planeten im ersten Mass Effect weit entfernt. Das der Mond der Erde eine öde, graue Staublandschaft ist, versteht sich von selbst. Aber auch auf den zahlreichen anderen Himmelskörpern war nicht viel mehr los. Die meisten Planeten waren triste und leblose Felsbrocken ohne jedes Highlight.

Eine handvoll Sammelgegenstände sowie meist ein Missionsziel waren scheinbar wahllos auf der Oberfläche verteilt. Dazu mangelte es den Planeten auch an jeglicher Flora und Fauna, mal abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen, die aber über leichten Grasbewuchs und Weltraum-Affen nicht hinaus gingen. Die unterschiedlichen Biome der Welten wurden lediglich durch andersfarbige Bodentexturen dargestellt. Nun soll Andromeda auch wieder auf die Erkundung von Planeten setzen, die hoffentlich deutlich lebhafter ausfallen.

Rohstoffe scannen

Im zweiten Mass Effect haben die Entwickler die weiträumigen Erkundungen abgeschafft. Trotzdem sollten sich die Spieler ausgiebig mit den Wirksamer als eine Schlaftablette: das Planeten-Scannen in Mass Effect 2. Quelle: PC Games Wirksamer als eine Schlaftablette: das Planeten-Scannen in Mass Effect 2. Himmelskörpern befassen. Dazu führten die Macher das Scannen nach Rohstoffen ein. Diese Materialien waren wichtig, um für Shepard, seine Gefährten und die Normandy wichtige Upgrades kaufen zu können. Wer also mit den besten Voraussetzungen in die finale Schlacht gehen wollte, musste sich zwangsweise mit dem Scannen der Planeten beschäftigen.

Nur gab es leider kaum etwas langweiligeres als stundenlang mit einem Cursor über runde Objekte zu fahren und bei entsprechendem Ausschlag des Scanners eine Sonde zu starten. Zwar wurde das System schnell per Patch etwas vereinfacht, aber eine nervige und unnötige Spielzeitstreckung blieb es allemal. Wir gehen zwar davon aus, dass die Neuankömmlinge in der Andromeda-Galaxie auch diverse Rohstoffe benötigen werden, aber auf das lästige Scannen können wir gerne verzichten.

Bedeutungslose Nebenmissionen

Die Mass Effect-Reihe wird zu Recht vor allem für ihre packende Geschichte und die hervorragenden Charaktere gelobt. Auch viele Belanglose Nebenquests braucht kein Mensch oder Volus. Quelle: PC Games Belanglose Nebenquests braucht kein Mensch oder Volus. Nebenmissionen erzählen spannende kleine Storys. Allerdings hat Bioware hier auch jede Menge lieblosen und bedeutungslosen Kleinkram eingebaut. In Mass Effect 3 gab es zum Beispiel immer mal wieder Nebenaufträge, die der Spieler durch Gespräche im Hintergrund aufgeschnappt hat. Im Grunde eine sehr interessante Idee.

Leider entpuppten sich diese Missionen meist als derart belanglos, dass auch niemandem aufgefallen wäre, wenn sie nicht da gewesen wären. So sollen wir einem Volus bei der Bergung eines Artefakts helfen. Doch statt mit dem dicken Händler auf Abenteuer zu gehen, steuern wir die Normandy nur auf der Sternenkarte zum Zielort, scannen den Planeten und kehren zum Auftraggeber zurück. Für Andromeda sollten die Entwickler bitte einen sinnvolleren Weg finden, um die Spielwelt mit Leben zu füllen.

Multiplayer mit Auswirkung auf die Kampagne

Im Mass Effect 3 führte Bioware erstmals einen Mehrspieler-Modus ein. Dieser sollten den Spielern auch Abseits der Story die Möglichkeit geben Galaktische Breitschaft aus dem Multiplayer mit Auswirkungen für die Kampagne. Quelle: PC Games Galaktische Breitschaft aus dem Multiplayer mit Auswirkungen für die Kampagne. in ihrem geliebten Universum Zeit zu verbringen. Allerdings kamen die Macher auf die eigenartige Idee diese beiden recht unterschiedlichen Spielbereiche eng mit einander zu verknüpfen. Mit erfolgreichen Partien im Multiplayer steigerte man die sogenannte galaktische Bereitschaft. Diese wirkte sich wiederum direkt auf die Kriegsbemühungen in der Kampagne aus.

In der ursprünglich veröffentlichten Version des Spiels war es nicht möglich das beste Ende zu erreichen, wenn man den Mehrspieler-Part komplett ignoriert hat. Auch hier haben die Entwickler zwar schnell per Patch nachgebessert, aber für viele Spieler war da der Schaden bereits angerichtet. Für zusätzliche Kritik sorgte, dass es im Multiplayer einen Shop mit Mikrotransaktionen gab, die somit zumindest indirekt auch einen Einfluss auf den Einzelspieler-Modus hatten. Einen Mehrspieler-Part soll es auch in Andromeda wieder geben, aber bitte ohne diese dämliche Verknüpfung zur Kampagne.

Der Day 1-DLC

Für viel Kontroverse schon vor dem Release sorgten die Day 1-DLCs, die es sowohl bei Mass Effect 2 als auch bei Mass Effect 3 gab. Spieler erhoben den nicht gänzlich unbegründeten Vorwurf, dass hier absichtlich Inhalte aus dem Spiel zurückgehalten wurden, um sie noch gesondert zu Der Protheaner-DLC von Mass Effect 3 stand bereits zum Release des Spiels zum Kauf bereit. Quelle: PC Games Der Protheaner-DLC von Mass Effect 3 stand bereits zum Release des Spiels zum Kauf bereit. verkaufen. Besonders bei Mass Effect 3 sah sich Bioware heftiger Kritik ausgesetzt. Während die Normandy-Absturzstelle und Kopfgeldjäger Zaeed des zweiten Teils kostenlos hinzugefügt wurden, mussten Spieler für From Ashes zusätzlich löhnen.

Das Story-technisch nicht gerade unwichtige Kapitel rund um den letzten lebenden Protheaner Javik war entweder in der Digital Deluxe sowie Collector's Edition von Mass Effect 3 enthalten oder musste zusätzlich für rund zehn Euro erworben werden. Der zusätzliche Begleiter und seine Mission fügten sich nahtlos in die Kampagne ein, was die bereits genannten Vorwürfe nur verstärkte. Auch die Tatsache, dass einige Daten des DLC bereits auf der Disc des Hauptspiels enthalten waren, sorgte nicht gerade für Beruhigung bei den Fans. Zum Wohle aller sollte Bioware bei Andromeda auf solch eine Praxis verzichten.

Das uralte Böse

In den Bioware-Spielen der letzten Zeit ging es meistens voll aufs Ganze. Die Helden von Mass Effect und Dragon Age bekamen es meist mit übermächtigen, alles vernichtenden Gegnern zu tun, die dazu noch aus uralten Zeiten stammen. Da sind die Reaper in der Mass Effect-Trilogie, Der Kampf gegen das uralte Böse. Ein vertrautes Muster bei Bioware. Quelle: PC Games Der Kampf gegen das uralte Böse. Ein vertrautes Muster bei Bioware. die nach eigenen Aussagen bereits seit unvorstellbar langer Zeit alle 50.000 Jahre wieder kommen, um alles organische Leben in der Milchstraße zu vernichten. In Dragon Age: Origins bekam es der Spieler mit einem Erzdämon, einem verdorbenen uralten Gott, und seiner Verderbnis zu tun, die die Welt von Thedas schon mehrmals an den Rand der Vernichtung getrieben haben.

Auch im neusten Teil Dragon Age: Inquisition steht der Held einem mächtigen Wesen gegenüber, das vor ewigen Zeiten die goldene Stadt des Erbauers betreten haben soll. Und auch das möglicherweise vierte Dragon Age wird mit Fen'Harel, einem alten Gott der unsterblichen Elfen, wieder einen Gegenspieler aus dem gleichen Muster zu bieten haben. So gesehen wäre es schon irgendwie ermüdend, wenn wir auch in Andromeda wieder einen mächtigen, uralten Bösen gegenüber stehen. Es muss nicht immer der alles vernichtende Gegenspieler sein, um einen Helden zu schaffen und dessen Geschichte zu erzählen.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von G-Kar
        Ok, Mass Effect niemals in Deutsch für mich bitte. Die übersetzung ist ja mal so schlecht. Würgeschlund mag ja gut übersetzt sein, aber das passt einfach nicht.
        Hab zuerst alle Teile in Deutsch gespielt.
        Die Synchro fand ich gut.
        Mal abgesehen davon, dass MaleShep eine andere Stimme bekam über die Serie (urgs)

        Aber ans Original kommts natürlich schon nicht ran. Da waren ja auch ein paar klasse Schauspieler als Sprecher am Werk
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von G-Kar
        Ok, Mass Effect niemals in Deutsch für mich bitte. Die übersetzung ist ja mal so schlecht. Würgeschlund mag ja gut übersetzt sein, aber das passt einfach nicht.
        Hab zuerst alle Teile in Deutsch gespielt.
        Die Synchro fand ich gut.
        Mal abgesehen davon, dass MaleShep eine andere Stimme bekam über die Serie (urgs)

        Aber ans Original kommts natürlich schon nicht ran. Da waren ja auch ein paar klasse Schauspieler als Sprecher am Werk
      • Von G-Kar Hobby-Spieler/in
        Ok, Mass Effect niemals in Deutsch für mich bitte. Die übersetzung ist ja mal so schlecht. Würgeschlund mag ja gut übersetzt sein, aber das passt einfach nicht.
      • Von JohnCarpenter Spiele-Kenner/in
        Nenne mir ein x-beliebiges Spiel und du erhälst von vielen Leuten recht z.T. widersprüchliche Kritikpunkte...
        Solche Diskussionen machen eigentlich nur in einer offenen Entwicklung mit early-access und direktem Feedback an entsprechend geneigte Entwickler Sinn.
      • Von Gast1743844202 Mitglied
        Bin eigentlich in allen Punkten mit Matthias d´accord, nur den Makko seh ich etwas kritischer, ja ich bin da gebrandmarkt, weil der Nervfaktor so dermaßen hoch war das es mir das nicht so schnell rausbrennt. :P

        Was ich mir wünschen würde das man mehr interaktive Möglichkeiten hat mit den Dingen die man auf den Planeten findet. In den Mass Effect Titeln konnte man verschollene Schiffe finden, verschiedene Personen oder gar Elite Einheiten rekrutieren. Toll wäre gewesen wenn man im dritten Teil z.B. so eine Art Strategie Teil optional implementiert hätte. Hey ich hab Kroganer Elite Unit gefunden, die positionier ich auf einer Strategie Karte an der Front, in die man sich interaktiv einklinken und mitspielen kann. Oder das man auch die gefundenen Schiffe irgendwie restaurieren kann um sie in die Flotte einzugliedern, die man dann auch wirklich wieder fliegen sieht. Da steckt soviel Potential drin, aber momentan sind das einfach nur unwichtige Datenblätter.
      • Von Rdrk710 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Glantir
        Bis auf den letzten Punkt kann ich zustimmen ^^, aber ne andere Frage, weiß einer wie ich das Shadow Broker DLC bekommen kann mit einer Steam Version von ME2? Wenn ich bei Steam unter DLC gucke ist da nichts....
        Laut dieser Diskussion Where to buy ME2 DLCs, and will it work on Steam? :: Mass Effect 2 Allgemeine Diskussionen kaufst du die DLCs in der Steam- Version direkt bei Bioware und musst auch nicht Origin dabei laufen lassen.

        Also versuch's mal hier: Choose Language | BioWare Social Network und klick dich durch bis zum downloadable content.
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