Nvidia Pascal in den Startlöchern - Release, Preise und Einschätzung. Außerdem: ein Blick auf AMDs Pro Duo

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Nvidia Pascal in den Startlöchern - Release, Preise und Einschätzung. Außerdem: ein Blick auf AMDs Pro Duo
Quelle: Nvidia

Wir fassen zusammen, welche Infos zur Nvidia GTX 1070 und GTX 1080 bisher bekannt sind und klären, was man von Nvidias neuen Boliden erwarten kann. Außerdem werfen wir auch einen kurzen Blick auf AMDs 1500-Euro-Monsterkarte Pro Duo.

Pascal in den Startlöchern

In den letzten Tagen kamen immer mehr Informationen zu Nvidias lange erwarteten neuen Grafikkarten der Pascal-Familie heraus. Der wichtigste Punkt: die vorerst als Top-Modell agierende Nvidia GTX 1080 soll ab Ende Mai in den Regalen stehen, die schwächere Nvidia GTX 1070 ab Anfang Juni. Wir fassen zu beiden Grafikkarten alle wichtigen Infos zusammen und schauen uns auch an, ob schon jetzt eine Leistungsvorhersage machbar ist.

Außerdem haben wir auch einige Informationen zu AMDs bereits erhältlicher Enthusiastenkarte für 1500 Euro, der AMD Pro Duo, in einem Extra-Kasten auf der zweiten Seite für euch vorbereitet, auf der wir auch auf Technik und die Leistung der beiden Pascal-Modelle eingehen werden. Zuerst kümmern wir uns aber um Release, Preis und Editionen der GTX 1070 und 1080.

Releasedaten

Da viele schon lange auf die neuen Pascal-Grafikkarten warten, beginnen wir mit den Infos zu den Releaseterminen. Die Nvidia GTX 1080 soll ab dem 27. Mai ausgeliefert werden, auf die Nvidia GTX 1070 muss zwei Wochen länger gewartet werden, der 10.Juni steht als anvisierter Termin fest. Allerdings werden zunächst nur die Referenzmodelle als so genannten Founders Editionen ausgeliefert werden, die direkt von Nvidia kommen und von den Partnerherstellern (AVGA, Asus, MSI und so weiter), lediglich umgelabelt und mit eigenen Verpackungen vertrieben werden. Mehr zu diesen Editionen erfahrt ihr später.

Die Referenzdesigns werden letztenendes durch die Partnerhersteller - hier EVGA - im Handel vertrieben Quelle: EVGA Die Referenzdesigns werden letztenendes durch die Partnerhersteller - hier EVGA - im Handel vertrieben Die Modelle der Partnerhersteller mit deren eigenen Custom-Kühlern werden erst einige Wochen später in den Handel kommen. Dies hat vor allem damit zu tun, dass die Chipproduktion im größeren Stil erst in den nächsten Wochen in Schwung kommen wird und die Partnerhersteller erst dann beliefert werden, um eigene Modelle auf den Markt zu bringen.

Preise

Bei den Preisen gibt es eine eher unschöne Überraschung: eigentlich sollen die beiden Modelle für empfohlene 599 Dollar beziehungsweise 379 Dollar zu haben sein. Doch für ersten Versionen, nämlich die zuvor schon genannten Founders Editionen, werden 699 Dollar beziehungsweise 449 Dollar verlangt werden. Das heißt: in den ersten Wochen sind 70 bis 100 Dollar mehr zu berappen, wenn man eine der neuen Pascal-Grafikkarten sein Eigen nennen will. Über die Euro-Preise ist übrigens noch nichts bekannt, aber es wurde erwartet, dass die Dollarpreise plus Steuer in etwa Eins zu Eins übernommen werden - dies hätte bedeutet dass die Founders Edition der GTX 1080 über 800 Euro, die Founders Edition der GTX 1070 über 500 Euro kosten würden.

Es sind aber inzwischen Indizien aufgetaucht, die auf geringere Preise hindeuten. Wie unsere Kollegen der PCGamesHardware berichteten, könnten die Founders Editionen für 415 und 699 Euro zu haben sein. Es ist aber auch denkbar, dass es sich bei den Werten um die Preise handelt, die für die erst später erscheinenden Partnermodelle verlangt werden.

Founders Edition

Für Aufsehen sorgt die Tatsache, dass die beiden neuen Grafikkarten zunächst nur als so genannte Founders Edition zu haben sein wird. Da Nvidia beim Verkünden dieser News gleichzeitig von einer sehr guten Übertaktbarkeit sprach, wurde zunächst vermutet, dass die Founders Editionen mit selektierten Grafikchips ausgestattet sein werden, die besonders gut übertaktbar sind.

Nvidia GTX 1080 im Referenzdesign Quelle: Nvidia Nvidia GTX 1080 im Referenzdesign Inzwischen scheint aber klar zu sein, dass sich die Aussage zur Übertaktbarkeit allgemein auf die beiden neuen Pascal-Grafikkarten bezog und wohl unüberlegt auf missverständliche Art und Weise zusammen mit den Details zur Founders Edition getroffen wurde. Bei den Founders Editionen handelt es sich also - so der aktuelle Stand - um ganz normale Nvidia GTX 1070 und GTX 1080-Grafikkarten im modernen Nvidia-Referenzdesign. Zwar hebt Nvidia dabei auch die Optik und die verwendeten Materialien hervor, doch der einzige echte Vorteil der Founders Edition könnte offenbar lediglich die frühere Verfügbarkeit sein. Durch den angekündigten Aufpreis richten sich diese Modelle also wohl an User, die wegen einer früheren Verfügbarkeit bereit sind, mehr zu bezahlen oder für die der Preis ohnehin eine eher sekundäre Rolle spielt. Für alle Nutzer, die einen großen Wert auf Preis-Leistung legen und den Kauf eines neuen PCs oder eine Aufrüstung bereits um einige Wochen verschoben hatten, da sie den Release neuer Pascal-Grafikkarten abwarten wollten, dürfte dies eine sehr bittere Pille sein. Denn sie müssen nun entweder noch länger warten, bis die Custommodelle verfügbar sind, oder doch zu einem anderen aktuellen Modell von Nvidia oder AMD greifen oder aber den höheren Preis der Founders Edition in Kauf nehmen.

Custom-Modelle

Die Partnerhersteller wie Asus, MSI, Palit, Gainward und weitere werden also, wie wir nun wissen, erst einige Wochen später ihre Modelle mit selbst entwickelten Kühlern, die sogenannten Custom-Modelle auf den Markt bringen können. Früher waren solche Custommodelle meist spürbar teurer als die Referenzmodelle.

Beispiel für ein Customdesign: MSI GTX 980 Ti Lightning Quelle: PC Games Hardware Beispiel für ein Customdesign: MSI GTX 980 Ti Lightning Denn die Customkühlung wird von dem jeweiligen Hersteller aufwendig entwickelt und ist in aller Regel durchdachter und effizienter als die Referenzkühlung - ein leiserer Betrieb selbst bei Übertaktung ist also möglich. Doch seit einiger Zeit sind selbst stark übertaktete Custom-Modelle kaum teurer oder sogar günstiger als die Referenzmodelle, was auch damit zu tun hat, dass die Nachfrage nach leisen Custom-Modellen so groß ist, dass die Hersteller auch große Stückzahlen an den Mann bringen können und sich die Entwicklungskosten sehr stark relativieren. Zudem haben fast alle Hersteller inzwischen auch ein oder mehrere Kühlungsprinzipien erfolgreich etabliert, so dass für neue Grafikkarten nur noch leichte Anpassungen nötig sind, die keine hohen Kosten verursachen. Durch den Aufpreis, den Nvidia nun für die Founders Edition mit dem Referenzdesign verlangt, wird es also zu einer Situation kommen, in der ein Custom-Modell sogar deutlich günstiger als das Refenzdesign sein wird - zumindest wenn Nvidia die Preise des Referenzdesigns nicht nach einigen Wochen, wenn die Custom-Modelle anstehen, deutlich senkt.

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  1. Seite 1 Nvidia Pascal GTX 1070 und 1080: Releaseinformationen
  2. Seite 2 Nvidia Pascal GTX 1070 und 1080: Technik und Leistung
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Elektrostuhl Mitglied
        Nach ein paar Tagen und noch mehr Gedankenspielen, bin ich persönlich zu dem Entschluss gekommen, auf die GTX 1080Ti zu warten. Bei mir war es die GTX 1080 die mich fast schwach gemacht hat. Da sie bei 800 Euro in der Founders Edition liegen wird, spare ich mir jetzt den Kauf und lege dann im nächsten Jahr lieber etwas mehr drauf, anstatt mich dann zu ärgern vor einem Jahr die GTX 1080 gekauft zu haben. Vor allem, wenn die GTX 1080Ti nochmal ein sattes Leistungsplus vorweisen kann. Was natürlich auch noch abzuwarten ist. Kauf einer neuen Graka also vorerst ad acta gelegt.
      • Von Elektrostuhl Mitglied
        Nach ein paar Tagen und noch mehr Gedankenspielen, bin ich persönlich zu dem Entschluss gekommen, auf die GTX 1080Ti zu warten. Bei mir war es die GTX 1080 die mich fast schwach gemacht hat. Da sie bei 800 Euro in der Founders Edition liegen wird, spare ich mir jetzt den Kauf und lege dann im nächsten Jahr lieber etwas mehr drauf, anstatt mich dann zu ärgern vor einem Jahr die GTX 1080 gekauft zu haben. Vor allem, wenn die GTX 1080Ti nochmal ein sattes Leistungsplus vorweisen kann. Was natürlich auch noch abzuwarten ist. Kauf einer neuen Graka also vorerst ad acta gelegt.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Es ging mir mehr um die Haltbarkeit und geringere Temperaturen. Wenns allerdings so geringe Unterschiede sind habt ihr natürlich auch Recht.
        So oder: 100€ mehr? SO viel besser kann das Design niemals sein - ein solcher Aufpreis wäre vlt für eine integrierte Wasserkühlung gerade noch o.k., WENN es GAR keine halbwegs Customkühlungen geben würde. Aber heutzutage, wo eine Customkühlung leise ist, kühl hält UND maximal vlt 10% teurer als das billigste verfügbare Modell ist, da sind 100€, selbst 50€ schon heftig. Und wegen der Haltbarkeit: mit 2 Jahren Minimum planen ja alle Hersteller, d.h. egal was für eine Karte man nimmt: sofern sie die ersten 2 Jahre läuft, ist die Chance hoch, dass sie auch 4-5 Jahre hält. Aber selbst wenn dann die "Founders Edition" zB 6 statt 4 Jahren hält, dann ist das an sich völlig egal, weil DIE Leute, die so eine Karte kaufen, ganz sicher nicht auch noch nach 5-6 Jahren mit der Leistung zufrieden sind ;) die holen sich doch eh nach maximal 3 Jahren eine neue Karte. Was nutzt es dann, dass die Karte vlt selbst 8 Jahre bei täglichem Gaming problemlos durchhält.
      • Von MichaelG Mitglied
        Es ging mir mehr um die Haltbarkeit und geringere Temperaturen. Wenns allerdings so geringe Unterschiede sind habt ihr natürlich auch Recht.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass nvidia plötzlich eine Kühlung als Referenz präsentiert, die so gut ist, dass man deutlich weiter als mit den extra für OC und leisen Betrieb entwickelten Kühlungen der Partnerhersteller, die ja eben dann bis zu 100€ günstiger sein sollen.
        Ja, eben deswegen (und weil ich die Karte jetzt eh noch nicht brauche) werde ich auch warten, bis die Auswahl ein wenig größer ist.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Neawoulf
        Kommt halt drauf an, um wieviel besser. Wenn ich die Karte aufgrund der bessern Kühlung problemlos soweit übertakten könnte, dass die 100 Euro gerechtfertigt sind, dann würde ich die vielleicht auch auf den Tisch legen.
        Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass nvidia plötzlich eine Kühlung als Referenz präsentiert, die so gut ist, dass man deutlich weiter als mit den extra für OC und leisen Betrieb entwickelten Kühlungen der Partnerhersteller, die ja eben dann bis zu 100€ günstiger sein sollen. Viel wahrscheinlicher ist, dass Nvidia einfach nur den Reibach machen will mit den Kunden, die unbedingt so schnell wie möglich eine der neuen Karten haben wollen. Selbst wenn doch zB bessere Spannungswandler eingesetzt werden SOLLTEN: das interessiert die normalen Käufer doch nicht, was haben die davon? Das wäre was nur für "Freaks", die wiederum dann eben auch den hohen Aufpreis "gerne" zahlen.
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