Dragon Age: Inquisition - Eindringling im Test - Ein würdiges Ende für die Inquisition
Dragon Age: Inquisition - Eindringling im Test. Wir haben uns das letzte Abenteuer des Inquisitors ausführlich angeschaut und durchgespielt. Kann Bioware offene Fragen klären? Bekommen wir einen besseren Abschluss für unsere Begleiter? Diese und weitere Fragen klären wir in diesem Test!
Knapp zehn Monate nach der Veröffentlichung von Dragon Age: Inquisition bringen die Entwickler von Bioware dieses Kapitel der Welt von Thedas zum Abschluss. Der Story-DLC mit dem Titel Eindringling dient als Epilog zum Rollenspiel, den ihr erst nach der Beendigung des Hauptspiels starten könnt. In diesem letzten Kapitel gilt es viele offene Fragen zu klären, die Fans seit dem Abspann des Hauptspiels quälen: Was passiert mit den Begleitern nach dem Sieg über Corypheus? Welche Ziele verfolgt Solas? Wie geht es mit der Inquisition weiter?
Der Epilog spielt im Jahr 9:44 im Zeitalter des Drachen, zwei Jahre nachdem die Bresche geschlossen und Corypheus besiegt wurde. Die Inquisition stellt noch immer eine ernstzunehmende Macht dar. Das Kaiserreich von Orlais würde diese Macht am liebsten unter seine Kontrolle bringen, während Ferelden für eine vollständige Auflösung der Organisation eintritt. Um diesen wachsenden Spannungen entgegenzuwirken, ruft die Göttliche Victoria alle beteiligten Partien zu einem erhabenen Rat in den Winterpalast von Halamshiral zusammen.
Auf dieser Seite
- 1 Dragon Age: Inquisition - Ihr seid hier, alle sind hier
- 2 Dragon Age: Inquisition - Kann nicht einmal alles friedlich bleiben?
- 3 Dragon Age: Inquisition - Testvideo
- 4 Dragon Age: Inquisition - Die Macht des Ankers
- 5 Dragon Age: Inquisition - Ein würdiger Abschluss
- 6 Dragon Age: Inquisition - Meinung
Dragon Age: Inquisition - Ihr seid hier, alle sind hier
Diese Gelegenheit lassen sich auch eure Begleiter nicht entgehen. Zwar verfolgten die meisten in der vergangenen zwei Jahren eigene Ziele, doch wenn ihr euch im Hauptspiel um ihre Freundschaft bemüht habt, kehren sie für dieses Ereignis noch einmal in eure Abenteuergruppe zurück. Die einzige Ausnahme stellt dabei aus offensichtlichen Gründen natürlich Solas dar. Im Garten des Winterpalastes könnt ihr mit den Anwesenden persönliche Gespräche führen, die jeweils auch die Persönlichkeit jedes einzelnen Charakters wunderbar einfangen.
Quelle: PC Games
Auch ein Inquisitor braucht mal eine Pause.
Egal ob wir mit Sera Streiche spielen oder uns mit Vivienne eine entspannte Behandlung im kaiserlichen Spa gönnen, der Fanservice stand bei Trespasser (so der viel bessere, englische Titel des DLCs) an erster Stelle und trifft in Sachen Atmosphäre den Nagel perfekt auf den Kopf. Hier spielen die Jungs und Mädels von Bioware klar ihre Stärken aus: großartige Charaktere und ihre Geschichten schreiben. Wer im Hauptspiel eine Romanze einging, der bekommt mit seinem oder seiner Auserwählten eine eigene, spezielle Szene spendiert.
Der Garten des Winterpalastes ist aber mehr als nur der Schauplatz des freudigen Wiedersehens mit euren Freunden. Die hübsch gestaltete Anlage verfügt zudem über alles, was ihr braucht, um euren Inquisitor und seine Gruppe auf die noch bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten. In der Gießerei findet ihr alle erdenklichen Handwerkstische und ein nahe gelegener Händler verkauft Rohstoffe in rauen Mengen, so dass der Herstellung neuer Top-Ausrüstung im Grunde nichts im Wege steht. Auch die beiden kurz vor dem DLC per Patch eingeführten Features der Garderobe und des Goldenen Nug stehen euch hier zur Verfügung.
Dragon Age: Inquisition - Kann nicht einmal alles friedlich bleiben?
Quelle: PC Games
Elfische Spiegel, Blut, Qunari - keine gute Mischung.
Nach dem lockeren und fröhlichen Einstieg wird jedoch schnell klar, dass die Inquisition ein weiteres Mal gebraucht wird. Noch während der schwierigen Verhandlungen über die Zukunft der Inquisition werden euer Held und seine Freunde in ein neues Abenteuer gezogen. Allem Anschein nachgeben die Qunari ihre Zurückhaltung auf und bereiten eine Invasion der südlichen Reiche von Thedas vor. Dazu nutzen sie auch die alten magischen Elfenportale der Eluvians. Eure Aufgabe ist es nun die Ziele der Qunari zu ergründen und die Gefahr abzuwenden. Viel weiter möchten wir an dieser Stelle nicht auf die Story eingehen.
Nur so viel: Ihr bekommt tatsächlich die Gelegenheit Solas einige der euch auf der Seele brennenden Fragen zu stellen. Die Geschichte des DLCs zieht geschickt einen Schlussstrich unter die Handlung von Dragon Age: Inquisition und bereitet die Story-Grundlage für einen möglichen Nachfolger. Nach Beendigung der rund siebenstündigen Handlung von Eindringling steht eigentlich fest, wo Dragon 4 spielen wird und gegen wen man diesmal antritt. Mit dieser Offenheit von Bioware hatten wir eigentlich nicht gerechnet. Dennoch werden keineswegs alle Handlungsstränge aufgelöst: So findet zum Beispiel das Schicksal der Grauen Wächter so gut wie keine Erwähnung, obwohl der Fund der Griffon-Eier, wie im Roman Last Flight zu lesen ist, nun auch bereits zwei Jahr zurückliegt.
Dragon Age: Inquisition - Testvideo
Dragon Age: Inquisition - Die Macht des Ankers
Quelle: PC Games
Der Anker auf der Hand des Inquisitors beginnt verrückt zu spielen.
In den Kämpfen des DLC tretet ihr vor allem gegen Qunari und vereinzelte Dämonen und Geistern an. Die gehörnten Krieger aus dem Norden führen mit dem Speerwerfer auch einen neuen Gegnertyp ein, der sich spielerisch jedoch kaum von einem Bogenschütze unterscheidet. Wie bereits in Der Abstieg passen sich die Gegner eurem Level an. So hatten wir es als Level 27 Held ausschließlich mit Feinden auf derselben Stufe zu tun. Kombiniert mit einer höheren Dichte an Elite- und Boss-Gegnern, stellt der eine oder andere Kampf so durchaus eine Herausforderung dar. Das Spiel empfiehlt übrigens den DLC nicht vor Stufe 20 anzugehen.
Damit in Hinblick auf die Kämpfe nicht alles beim Alten bleibt, bekommt euer Inquisitor im DLC eine neue Fähigkeit spendiert. Diese ist direkt mit der Story verbunden und verändert sich im Laufe der Geschichte. Sie ermöglicht es euch das Mal auf der Hand des Inquisitors zu überladen und dadurch verschiedene Effekte zu erzielen, die wir nicht näher beschreiben, um Spoiler zu vermeiden. Ist der Skill zunächst nur nützlich, um an bestimmte Schätze zu gelangen, erweist er sich im weiteren Spielverlauf auch in Kämpfen als echte Hilfe.
Dragon Age: Inquisition - Ein würdiger Abschluss
Quelle: PC Games
Solas, wir haben da ein paar Fragen.
Auch wenn einige Spieler von technischen Problemen und Abstürzen berichten, die speziell im Zusammenhang mit den DLC-Inhalten auftreten, konnten wir dies weder bei der PC- noch bei der PS4-Version beobachten. Dafür müssen wir den Entwicklern ein wenig handwerkliche Schludrigkeit unterstellen. Diese macht sich vor allem bei Cutscenes bemerkbar, die gerne mal abrupt und ohne den gewohnt weichen Übergang der Musik enden. Aber das ist im Grunde nur eine Kleinigkeit, über die man auch hinwegsehen kann.
Mit rund sieben bis acht Stunden Spielzeit ist der DLC zwar nicht unbedingt lang und bewegt sich irgendwo zwischen der Abstieg und Hakkons Fänge. Dafür passiert in dieser Zeit außerordentlich viel. Der stärkere Fokus auf die Handlung ist den Entwicklern hier wesentlich besser gelungen, als das noch bei Der Abstieg der Fall war. Der Aufbau ist wieder streng linear, aber mehr Erkundungsfreiheit hätte an dieser Stelle aufgrund der Dringlichkeit der Ereignisse auch störend gewirkt. Am Ende werden wichtige Weichen für die Zukunft der Dragon-Age-Welt gestellt, die der Spieler zusätzlich mit seinen Entscheidungen beeinflusst. Ein ausführlicher Abspann gibt Einblicke, wie es mit einzelnen Charakteren weiter geht. Hier stört jedoch ein wenig, dass die eingeblendeten Sätze etwas zu schnell ablaufen.
Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass Dragon Age: Inquisition mit Eindringling ein würdiges Ende bekommen hat. Wir wissen was mit unserem Held, seiner Organisation und seinen Freunden passiert ist und weiter passieren wird. Es war eine gute Gelegenheit Abschied zu nehmen und sich seelisch und moralisch auf das nächste große Abenteuer vorzubereiten. Wir empfehlen euch übrigens die Credits vollständig durchlaufen zu lassen, Cassandra hat in dieser Zeit noch einiges interessantes zu erzählen.
Dragon Age: Inquisition - Meinung
Meinung
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DA O war ein geniales Spiel ..... für Rollenspiel-Fans ...... für Action-Fans eher weniger (zu kompliziert, zu langwierig, zu viel Taktik, Augen zu und rein in's Gewühl lief meist nicht).
Die Konsequenz sah man in DA2 und es setzt sich leider in DA I fort. Attributpunkte verteilt der Rechner; welcher Begleiter wann was tut entscheide nicht ich, sondern die KI; trots Versprechen sehr Konsolenlastige Bedienung + Interface; halbherzig umgesetzter Taktikmodus, eingebauter Multiplayer usw.
Das Entscheidungen vielleicht unterschiedliche Videosequenzen, jedoch kaum tiefgreifende Konsequenzen für den Spielverlauf nach sich ziehen, passt genau in diesen Trend.
Solange dadurch die Verkaufszahlen steigen, wird sich das auch nicht ändern.
Als echter Rollenspiel-Fan bedaure ich diese Entwicklung sehr. Die Hauptstory von DA I ist zwar (trots dieser Mängel) immer noch gut und spannend, die Video-Zwischensequenzen meist hervorragend.
Doch der Focus wurde für mich zu sehr auf tolle Grafik, Farbenpracht, viel "Kabuuum" in den Kämpfen und laaaange Spielzeit (egal wie langweilig) gelegt. Eine ganze Reihe wichtiger Rollenspielelemente
blieben dadurch zu sehr auf der Strecke.
Kurz gesagt: "....simply is better for many buyer ..." !!!
Dennoch, das fehlte mir in DA: I., echte Gefahr für deine Freudne und dein "Imperium".
Ich meinte sowas wie ne epische Endschlacht, wo man all das, was man das Spiel über aufgebaut hat, auch tatsächlich einsetzen muss (auf die Gefahr hin, dass man es verliert, wenn man es nicht richtig gemacht hat). So, wie es der Suicide Run bei ME 2 schon ganz gut gemacht hat- Setze deine Assets ein.
Diese Chance hatten sie meines Erachtens in ME 3 (war wohl zu schwer, es da mit allen Variablen zu implementieren- aber es kam ja nicht mal Ansatzweise) und später in DA:I verpasst.
Ganau das Beispiel das du bringst passt ja an dieser Stelle. Es wäre wunderschön gewesen, wenn die in der Endschlacht je nach Entscheidung Magier oder Templer in den Kampf hättest schicken können (hier muss ich wieder sagen, Origins hatte das ja schon).
Das kann man jetzt ins unendliche weiterführen: Welche Verbündeten hast du, wie gut hast du Skyhold wieder uafgebaut, welchen Beziehungsstatus hast du zu deinen Freunden. All das war, wie du schon sagtest, spieltechnisch gesehen nur Makulatur (auch wenn es, was ich wie gesagt nie geschafft habe, auch hier möglich war, Gefährten zu verjagen).
Wenn sie diese Ansätze, die ja jedes mal da sind, aber nie so 100%ig ausgeführt werden, endlich mal umsetzen, dann wäre das nächste Spiel schlicht unaufhaltsam. Ich frage mich, was sie davon abhält.
Was ich bei Inquisition meinte, war die Möglichkeit, dass dir ein Gefährte draufgeht, wenn du ihn nicht vorher "abgehärtet" hast. ist zwar "billige Biowaremasche" (Origins, Mass Effect 2 :D), aber ich will das weiterhin in Spielen haben :-D
Dass einer wirklich abhaut habe ich übrigens auch nie hingekriegt. Das markanteste Moment war daher für mich der Iron Bull im DLC. So muss das ein!
konfliktpotenzial hatte da:i genug, nur wurde es nicht genutzt. wenn man bedenkt, dass es in der party die unterschiedlichsten ansichten gibt, fragt man sich, wie die inquisition denn da zusaammenhalten kann, v.a. bei charakteren, die nicht am beratungstisch sitzen. mmn sollte einem das bündnis mit magiern ohne deutliche überzeugungsarbeit bei sera diesen begleiter kosten, ähnlich geht's bei den wertvorstellungen bei vivienne. der eiserne bulle ist wie varric ein sehr umgänglicher typ, cassandra geht es v.a. um die sache und sie zeigt sich auch kompromissbereit. bei den anderen gibt es aber durchaus wertvorstellungen, die null mit dem handeln meines inquisitors übereinstimmen.
das wurde auch so angekündigt, dass man auch scheitern kann, nur frage ich mich, wie man das im fertigen spiel anstellen sollte. meine vermutung ist einfach, dass ea den prozess etwas zurückhaltet, da man angst hat, fortschritte wie diese könnten die spieler vergraulen. die brillianz findet man in da:i nur in den ansätzen, wie dem taktik-tisch. was bringt das aber, wenn es eigentlich scheißegal ist, wie ich an diesem entscheide? da sind wir wieder bei den konsequenzen: nicht mal die hauptentscheidung, ob ich mich für magier oder templer entscheide, hat einfluss auf das spielgeschehen, es ist auch egal, wenn ich einen staatsstreich in orlais mache.
ganz ehrlich wäre -so gerne ich die öffnung der spielwelt auch habe- mir ein 40 stunden-spiel, wo man gewisse große areale nur mit gewissen entscheidungen betreten kann viel lieber gewesen als ein spiel, das so groß wie inquisition ist, aber man jegliche konsequenz der entscheidungen vermisst und man mit etwas pragmatismus alle bei laune halten kann.
wie gehabt: dai ist ein sehr gutes, riesiges rpg, das aber mit etwas mut zu dem ursprünglichem vorhaben wirklich grandios und wegweisend hätte sein können.
Was ich bei Inquisition meinte, war die Möglichkeit, dass dir ein Gefährte draufgeht, wenn du ihn nicht vorher "abgehärtet" hast. ist zwar "billige Biowaremasche" (Origins, Mass Effect 2 :D), aber ich will das weiterhin in Spielen haben :-D
Dass einer wirklich abhaut habe ich übrigens auch nie hingekriegt. Das markanteste Moment war daher für mich der Iron Bull im DLC. So muss das ein!
Mal sehen, ob es mit dieser neuen Prüfung eher passiert, wo alle negativen Auswirkungen doppelt gezählt werden.