Act of Aggression Beta-Check - Die Strategie-Hoffnung im C&C-Pelz angespielt
Act of Aggression im Beta-Check: In mehreren Stunden mit Echtzeit-Strategiespiel von den R.U.S.E-Machern Eugene Systems reifte die Erkenntnis, einen guten Ersatz für das eingestellte Command & Conquer: Generals 2 gefunden zu haben. Drei verschiedene Fraktionen, spaßiger Basenbau, coole Superwaffen in zeitgemäßer Optik. All das garantiert ohne Free2Play-Murks. Wie sich Act of Aggression in der Beta spielt, verraten wir euch in der Vorschau inklusive Video.
Auf der gamescom 2015 konnten wir einen flüchtigen Blick auf Act of Aggression werfen. Basierend auf einer kurzen Präsentation entstand eine Vorschau, die dem Echtzeit-Strategiespiel - das wissen wir nun nach dem Anspielen der Beta - nicht gerecht wurde. Denn Act of Aggression macht überraschend viel Spaß, weil Basisbau und Ressourcen-Management flott und einfach von der Hand gehen und die Gefechte aufgrund unterschiedlicher Fraktionen reichlich Tiefgang versprechen.
Anders als beim eingestellten Command & Conquer: Generals 2 verzichten die Entwickler von Act of Aggression auf Free2Play-Murks aller Art. Zumindest Online-Strategen könnte Act of Aggression daher tatsächlich über das Aus des Vorbilds hinwegtrösten. Die Solo-Kampagne ist in der Beta leider nicht spielbar. Unsere Einschätzung bezieht sich demnach auf absolvierte Partien gegen die KI und menschliche Spieler. Einen allgemeinen Überblick über die Features in Act of Aggression liefert der verlinkte Sammelartikel.
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Act of Aggression: Am Anfang steht die Basis
Quelle: PC Games
Upgrades warten: Die ersten Produktionsgebäude sind fertig, jetzt gilt es Einheiten auszuheben und Technologien zu erforschen.
Wie in jedem klassischen Echtzeit-Strategiespiel gilt es auch in Act of Aggression zunächst seinen Hauptstützpunkt auszubauen. Mit einer Scout-Einheit zu Spielbeginn suchen wir zunächst die Umgebung in der Nähe nach Rohstoffquellen ab. Aluminium und Öl gibt's immer am Startpunkt, die Ressource "Seltene Erden" liegt weiter, ist allerdings für den Bau erster Produktionsgebäude und Einheiten nicht erforderlich. Haben wir erstmal Raffinerien an den Quellen errichtet, kann der Abbau mittels Sammlern beginnen.
Um die Transportwege zu verkürzen, müssen Depots in der Nähe entstehen, die gleichzeitig auch das Pendant zu den Silos in der C&C-Reihe sind und die maximale Rohstoffkapazität für Aluminium und Seltene Erde erhöhen. Hier kam es beim Spielen der Act of Aggression Beta allerdings häufiger zu ungewollten Versorgungsengpässen, da sich die Gesamtmenge auf beide Rohstoffe in Kombination bezieht. Häuft man also mehr Seltene Erde an als Aluminium, steht man irgendwann vor dem Problem, zu wenig Vorräte zu haben, um aluminiumintensive Einheiten oder Upgrades zu erwerben. Wer nicht in die Situation kommen möchte, muss effizientes Makromanagement betreiben und beispielsweise mehr Depots errichten.
Quelle: PC Games
Bombenstimmung - aber nicht für uns: Der B2 heizt uns mächtig ein. Fast alle unsere Truppen wurden beim Angriff vernichtet.
Eine zusätzliche Einnahmequelle stellen Banken dar, die wir erst mit Soldaten besetzen müssen, bevor regelmäßig Geld auf das Konto fließt. Anders als Raffinerien, können Depots übrigens grundsätzlich nicht überall auf der Karte platziert werden. Spielt ihr Act of Aggression auf Seite der US Army und dem Kartell, müsst ihr entsprechende Technologien freischalten und erforschen. Mit der Chimera-Fraktion müsst ihr euch damit nicht herumärgern, allerdings sind deren Depots auch kostspieliger. Zusätzlich zu Aluminium, Öl und Seltener Erde benötigt ihr zum Bau bestimmter Produktionsgebäude auch noch Elektrizität. Ohne entsprechende Stromgeneratoren müssen wir uns hauptsächlich auf Infanterie verlassen.
Als praktisch erwies sich die optionale Drohnenperspektive, zu der wir per Hotkey oder Mausrad wechseln. Hier werden Rohstoffquellen und einnehmbare Gebäude farblich hervorgehoben, während Objekte wie etwa Bäume in dieser Ansicht nur schemenhaft zu sehen sind. Ein Wunderwerkzeug ist die Drohnenperspektive trotzdem nicht: Ohne vorheriges Scouten seht ihr nichts. Gute Spieler sollten die Aufbauphase also nutzen, um die gesamte Karte auszukundschaften.
Act of Aggression: Von Panzerschlachten und dummen Sammlern
Quelle: PC Games
Tank Rush: Unserem Panzerbataillon hat der Gegner wenig entgegenzusetzen. Gegen Helis und Jets helfen die mitgeführten Flakwagen.
Stehen erstmal alle wichtigen Produktionsgebäude und ist die Armee hochgezogen, geht es in Act of Aggression schließlich ums Eingemachte. Für eine schlagkräftige Truppe empfiehlt es sich verschiedene Einheitentypen miteinander zu kombinieren. Panzer mögen zwar effektiv gegen die meisten Fahrzeuge und Gebäude sein, versagen aber im Gefecht gegen Helikopter und Infanterie. Scouten ist in diesem Zusammenhang essenziell, um zeitnah reagieren und gegebenenfalls kontern zu können. In einem Match gegen die KI taten wir genau das nicht und sahen uns überraschend mit getarnten Panzern konfrontiert, die wir nicht bekämpfen konnten.
Nicht minder wichtig sind Upgrades. Die US Army kann beispielsweise MG-Nester an beliebiger Kartenposition platzieren, wenn ihr zuvor die entsprechende Technologie erforscht habt. Damit verschafften wir uns einen entscheidenden Vorteil, denn mit den MG-Stellungen waren wir in der Lage, Rohstoffquellen fernab des Hauptstützpunkts zu sichern. Kleinere Probleme gibt's mit der Wegfindung. Beim Spielen kam es unregelmäßig vor, dass Sammler den Weg zur zugewiesenen Raffinerie nicht fanden (siehe Video-Vorschau) und stattdessen irgendwo steckenblieben. Wer das nicht rechtzeitig bemerkt, steht im schlimmsten Fall plötzlich ohne Kohle dar.
Act of Aggression: Superwaffen? Superwaffen!
Quelle: PC Games
Boom! Die Atomrakete mag zwar nur wenige Fahrzeuge zerstört haben, dafür entschädigt jedoch der explosive Blick.
Wer auf den Spuren von Command & Conquer wandelt, darf nicht auf Superwaffen verzichten. Auch in Act of Aggression können wir (mehrere) Atomraketen abfeuern und Ionenschläge anfordern, sofern wir die erforderliche Technologiestufe erreicht haben. Anders als beim Vorbild sind die Superwaffen jedoch nicht übermächtig, sondern vernichten maximal ein einzelnes Gebäude und kleinere Truppenansammlungen. Außerdem lassen sich Atomraketen und Konsorten mit speziellen Abwehreinrichtungen noch vor Detonation unschädlich machen. Schnelles Hochrüsten auf Superwaffen lohnt sich also kaum, zumal ihr dafür erst einmal den stark auf der Map begrenzten Rohstoff Seltene Erde beschaffen müsst.
Act of Aggression: Technisch zeitgemäß
In der gamescom-Vorschau zu Act of Aggression beklagten wir die biedere Präsentation. Auch mit diesem Eindruck lagen wir größenteils falsch. In maximaler Detailstufe sieht das Echtzeit-Strategiespiel zwar noch lange nicht umwerfend, aber doch ansehnlich aus. Texturen und Spielobjekte können sich sehen lassen. Zoomt man sehr nah an das Schlachtfeld heran, erkennt man sogar einzelne Grashalme und Blätter auf Bäumen. Klasse inszeniert sind Explosionen. Wenn ein B2-Bomber seine tödliche Fracht entlädt oder eine Atomrakete einschlägt, ringt das einem durchaus Staunen ab. Allerdings wirkt das Bild in der Beta-Version noch arg starr, da einzelne Objekte wie Bäume nur statische Schatten werfen und sich nicht mit dem Wind bewegen. Beim Soundtrack gibt's wenig zu meckern. Einige Synth-Rock-Nummern wecken Erinnerungen an die guten, alten C&C-Klassiker. Ein größeres Kompliment kann man Act of Aggression nicht machen, oder?

Leider sehe ich es anders und bin der Meinung es fühlt sich eben nicht so an.
Daher habe ich es auch zurückgegeben bzw. Refund gemacht. Schade. Hatte große Erwartungen daran.
Ich finds eigentlich ziemlich gut, es ist auch etwas komplexer als Generals, man hat mehr Ressourcenmanagment und andere neue Mechaniken aber im grunde immer noch ein klassisches RTS auch wenn sichs langsam spielt zu beginn.
Was ich aber beim ersten spielen gemerkt hab ist das es schon eigen ist und man nicht sofort weiß wies läuft und auch war die KI vor einiger Zeit noch echt happig, mittlerweile gibts ja auch very easy.
Leider sehe ich es anders und bin der Meinung es fühlt sich eben nicht so an.
Daher habe ich es auch zurückgegeben bzw. Refund gemacht. Schade. Hatte große Erwartungen daran.