Aufrüst-Experten - Folge 1: PS4 und Xbox One "schuld" an rasant steigenden Hardware-Specs

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Unsere Experten von links nach rechts: Balazs Torok (CD Projekt), Jiří Rýdl (Warhorse), Alistair Brown (Foundry 42/RSI), Philipp Schellbach (Yager) und Nicolas Schulz (Crytek).

Dragon Age: Inquisition, Far Cry 4, Call of Duty: Advanced Warfare: Die Top-Spiele der kommenden Monate schockieren mit heftigen Hardware-Anforderungen. Woran liegt das eigentlich? Für die Titelstory der PC Games 11/14 haben wir Entwickler von The Witcher 3, Ryse: Son of Rome, Kingdom Come: Deliverance, Dead Island 2 und Star Citizen befragt.

Nach und nach lassen Activision, Ubisoft, Electronic Arts & Co. die Katze aus dem Sack: Die Hardware-Voraussetzungen von Spielen wie Call of Duty: Advanced Warfare, Far Cry 4, Assassin's Creed Unity oder Dragon Age: Inquisition liegen deutlich über den Spezifikationen ihrer direkten Vorgänger. Was für Black Flag oder Call of Duty: Ghosts vor einem Jahr noch als "empfohlene Konfiguration" durchging, ist jetzt gerade mal gut genug. Kein Wunder, dass manchem PC-Besitzer bereits vor den Anforderungen der 2015er-Highlights graut - bereits im Januar und Februar erscheinen Perlen wie Grand Theft Auto 5, Project Cars und The Witcher 3: Wild Hunt. Klar ist aber auch: Wer jetzt vor Weihnachten aufrüstet, will nicht in einem halben Jahr schon wieder tief in die Tasche greifen müssen, damit CPU und Grafikkarte mit der Grafikpracht eines The Division, Batman: Arkham Knight oder Star Citizen zurecht kommen. Für die elf Seiten starke Titelstory der PC Games 11/14 haben wir daher mit Experten und Entwicklern gesprochen und sie nach ihren Empfehlungen befragt. Begleitend zu diesem großen Special präsentieren wir euch in den kommenden Tagen die Einschätzungen und Tipps der Spiele-Studios.

'Jetzt aufrüsten!' - die Titelstory der druckfrischen PC Games 11/14, jetzt überall dort, wo's Zeitschriften gibt! "Jetzt aufrüsten!" - die Titelstory der druckfrischen PC Games 11/14, jetzt überall dort, wo's Zeitschriften gibt! Die Mindest-Anforderungen für die PC-Titel der kommenden Wochen und Monate sind massiv höher als bei den Spielen des vergangenen Jahres. Wir wollten: Was sind die Gründe dafür?

Alistair Brown, Director of Graphics Programming bei Foundry 42/Roberts Space Industries (Star Citizen):
"Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir Spiele-Entwickler darauf vertrauen können, dass die Spieler Grafikprozessoren auf DirectX11-Niveau haben. Das eröffnet uns eine ganze Welt zu einer Vielzahl neuer Effekte und Algorhythmen. Die Entwicklung dieser Effekte wäre bislang deutlich kostspieliger gewesen, da man immer eine abgespeckte DirectX9-Variante mitprogrammieren musste. Das gilt insbesondere für Entwickler von Multiplattform-Spielen."

Balazs Torok, Lead Engine Programmer bei CD Projekt (The Witcher 3: Wild Hunt):
"Die Gründe dafür sind ziemlich einfach: Die neuen Konsolen haben die Erwartungen der Spieler erhöht und deshalb wollen die Entwickler diesen Erwartungen bei den PC- und Multiplattform-Spielen gerecht werden. Die technischen Fortschritte im PC-Spielebereich waren am Ende der vorherigen Konsolengeneration deutlich geringer, was vor allem an den Multiplattform-Spielen lag. Daher lagen die empfohlenen System-Voraussetzungen nahe am Maximum der Rechenkraft der vorherigen Konsolengeneration. Das ist jetzt ein bisschen anders."

Jiří Rýdl von Warhorse (Kingdom Come Deliverance)
"Die Hardware-Anforderungen steigen durch die Flut an neuen Spielen für die aktuelle Konsolengeneration. Die Konsolen bieten stärkere Prozessoren, mehr Hauptspeicher, größere Festplatten und DirectX11-Unterstützung. Daher müssen PC-Spiele vergleichbaren Anforderungen genügen, um ähnlich beeindruckende Grafik bieten zu können."

Nicolas Schulz, Principal Rendering Engineer bei Crytek (Ryse: Son of Rome, Crysis 3, CryEngine 3):
"Der Hauptgrund dafür ist sicherlich der Generationssprung der Konsolen, der die Systemanforderungen für Multiplattform-Titel angehoben hat."

Philipp Schellbach, Director of Development beim Berliner Studio Yager (Spec Ops: The Line, Dreadnought, Dead Island 2):
"Wir sehen jetzt die erste Welle an Spielen, die mit dem Hintergrund der aktuellen Konsolengeneration entwickelt wurden. Viele der letztjährigen Games wurden noch in erster Linie für die alte Konsolengeneration entwickelt und nur graphisch für Xbox One, Playstation 4 und PC etwas aufgepeppt. Grundsätzlich nutzen Entwickler und Publisher die Konsolentransition aber auch, um die PC-Specs ein wenig zu pushen, da es die Multiplattform-Entwicklung vereinfacht, wenn man zum Beispiel auf dem PC auch 64 Bit und 8 GByte RAM voraussetzen kann."

Lest dazu auch:
Folge 2: Von welchen grafischen Verbesserungen die PC-Spieler bei den kommenden Neuheiten am meisten profitieren.
Folge 3: PC-Spieler profitieren von Playstation 4 und Xbox One
Folge 4: Tuning-Tipps von Top-Entwicklern / So wird das Spielegrafik-Jahr 2015

Noch viel mehr Infos zum Thema findet ihr in der neuesten PC Games 11/14, ab Mittwoch beim Zeitschriftenhändler!

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    • Kommentare (44)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von leckmuschel Mitglied
        wenn ich nicht mehr auf ultra spielen kann, kauf ich mir einfach nen neuen rechner. als leidenschaftlicher pc-liebhaber, ist mir das auch nicht zu teuer. allerdings warte ich auf ganz neue cpus von intel, sowie eine direct x 12- fähige grafikkarte (sofern man sie benötigt). 3.000 € ist mir das schon wert, dafür arbeite ich zu viel :D
      • Von leckmuschel Mitglied
        wenn ich nicht mehr auf ultra spielen kann, kauf ich mir einfach nen neuen rechner. als leidenschaftlicher pc-liebhaber, ist mir das auch nicht zu teuer. allerdings warte ich auf ganz neue cpus von intel, sowie eine direct x 12- fähige grafikkarte (sofern man sie benötigt). 3.000 € ist mir das schon wert, dafür arbeite ich zu viel :D
      • Von baiR Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Naja, bei 60 FPS ist Spulenfiepen auch sehr unwahrscheinlich, das kommt eher bei sehr hohen FPS-Werten zu Tage. Zudem ist es sehr gewagt von einem Test, bei einzelnen Modellen ein Spulenfiepen zu attestieren, denn die eine MSI GTX 970 im Test hat vlt Spelenfiepen, die nächste im Laden gekaufte MSI GTX 970 aber vielleicht nicht, und die Zotac GTX 970 hat im Test kein Fiepen, aber vlt haben am Ende doch 50% aller produzierten Zotac GTX 970 ein klares Spulenfiepen.

        Und so oder so ist mit Spulenfiepen ja auch nur ein EVENTUELL hörbares Fiepen gemeint. Eine Karte ganz ohne gibt es an sich nicht, und selbst die, die welches haben, sind je nach PC und User völlig unauffällig. Es gibt ja auch Leute, die extra hohe FPS "verursachen" durch eine alte Benchmark, dann bei offenem Gehäuse mit dem Ohr nah rangehen und rummeckern - dabei würden sie in Wahrheit rein gar nix hören, wenn sie ganz normal spielen bei geschlossenem PC ;)

        Das Dumme ist natürlich: je leiser die Kühlung der Karte, desto eher würde man ein Spulenfiepen hören, wenn eines da ist :D bzw. umgekehrt: bei einer nicht grad lüfterleisen Karte übertönen die Lüfter das Fiepen ganz einfach.
        Die Hoffnungen bezügliches des Spulenfiepens hatte ich auch, habe mir dann aber trotzdem sicherheitshalber die Zotac Omegaedition gekauft da die halt im Test gut abgeschnitten hat und im Internet bei den auffallenden Spulenfiepen eigentlich gar nicht die Omega genannt wurde. Getestet wurden aber reguläre Händlerversionen. Generell leidet die jetzige GPU-Generation sehr stark an Spulenfiepen. Die MSI fängt schon bei 60 FPS an zu fiepen. Das zwar nur gering aber ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass ich das nachher beim Zocken höre und bin auf Nr. sicher gegangen und habe mir deshalb die Zotac (Omega) gekauft, die in dieser Disziplin am besten abgeschnitten hat.
      • Von Gast1697404202 Mitglied
        reicht ein Amd quadcore noch ?

        Spiele nicht auf hoch / Ultra ;)

        und bis jetzt wurde eher die grafikarte gefordert und die ist ja einigermassen aktuell noch ;)
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von baiR
        Ich kann dazu nur den Test von Computerbase empfehlen. Die haben zwar auch die MSI empfohlen aber ich habe mir aufgrund des Spulenfiepens der anderen Karten die Omegaedition der Zotac GTX 970 gekauft. Bei der Zotac höre ich beim Zocken bei bis zu 60 FPS keinerlei Spulenfiepen.
        Naja, bei 60 FPS ist Spulenfiepen auch sehr unwahrscheinlich, das kommt eher bei sehr hohen FPS-Werten zu Tage. Zudem ist es sehr gewagt von einem Test, bei einzelnen Modellen ein Spulenfiepen zu attestieren, denn die eine MSI GTX 970 im Test hat vlt Spelenfiepen, die nächste im Laden gekaufte MSI GTX 970 aber vielleicht nicht, und die Zotac GTX 970 hat im Test kein Fiepen, aber vlt haben am Ende doch 50% aller produzierten Zotac GTX 970 ein klares Spulenfiepen.

        Und so oder so ist mit Spulenfiepen ja auch nur ein EVENTUELL hörbares Fiepen gemeint. Eine Karte ganz ohne gibt es an sich nicht, und selbst die, die welches haben, sind je nach PC und User völlig unauffällig. Es gibt ja auch Leute, die extra hohe FPS "verursachen" durch eine alte Benchmark, dann bei offenem Gehäuse mit dem Ohr nah rangehen und rummeckern - dabei würden sie in Wahrheit rein gar nix hören, wenn sie ganz normal spielen bei geschlossenem PC ;)

        Das Dumme ist natürlich: je leiser die Kühlung der Karte, desto eher würde man ein Spulenfiepen hören, wenn eines da ist :D bzw. umgekehrt: bei einer nicht grad lüfterleisen Karte übertönen die Lüfter das Fiepen ganz einfach.
      • Von Van83 Mitglied
        Ich habe das Gefühl, dass das ganze Thema hier Blödsinn ist. Spiele kommen immer noch nach wie vor mit besseren Grafiken und die Hardware-Hersteller schicken ihre neue Hardware auch nach wie vor, in einem gewissen Zeitrahmen zum Verkauf raus. Aber ich verstehe auch, dass ein Magazin Lesestoff liefern muss.
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