Grafikspeicher und Texturen - wie viel Gigabyte Video-RAM sind nötig?
Zwei Gigabyte Grafik-RAM waren bislang völlig ausreichend auch für anspruchsvolle Spiele. Doch nun werden für manche Spiele bereits vier Gigabyte Video-RAM empfohlen - beim Texturenpack zum Spiel Mittelerde: Mordors Schatten sogar sechs Gigabyte. Wie wollen einiges zum Thema Grafik-RAM und Texturen erklären und uns diese Entwicklung näher ansehen.
Spiele werden grafisch von Jahr zu Jahr aufwendiger, vor allem was die höheren Detailmodi angeht, die man in PC-Spielen typischerweise wählen kann. Die Grafikkarte ist dabei das entscheidende Bauteil, um die Anforderungen zu stemmen. Mit den immer aufwendigeren Grafikdetails steigen nicht nur die Anforderungen an die reine Grafikkarten-Leistung, sondern auch an den Arbeitsspeicher, den die Grafikkarte für sich selber zur Verfügung hat.
In diesem Artikel
Vor etwa sechs bis sieben Jahren waren noch 512 Megabyte Video-RAM großzügig bemessen, vor drei Jahren ein Gigabyte - heutzutage sind zwei Gigabyte aktueller Standard, und die neueren Grafikkarten der oberen Mittelklasse kommen bereits mit nicht unter drei Gigabyte in die Läden. Wir wollen uns daher dem Thema Grafik-RAM widmen, und zwar auf eine nicht zu technische Art und Weise, sondern leicht verständlich auch für durchschnittliche Spieler und PC-Fans. Am Ende findet ihr zudem ausführliches Fazit und einige aktuelle Grafikkarten mit zwei bis vier Gigabyte Grafik-RAM als Kauftipps.
Was ist Grafik-RAM?
RAM ist zunächst einmal ein schnell zugänglicher Speicher, sozusagen das Kurzzeitgedächtnis eines PCs, in den Daten von der Festplatte geladen und abgelegt werden, da sie dort bei Bedarf sehr schnell abgerufen werden können. Der Grafik-RAM ist dabei der Speicher, der für Daten gedacht ist, die für die Grafik-Berechnung nötig sind. Moderne CPUs bieten in aller Regel eine eingebaute Grafikeinheit, die eine Grafikkarte ersetzt und je nach Prozessor-Modell sogar für ältere oder weniger aufwendige 3D-Spiele ausreichen.
Quelle: Avexir
Teil eines Riegels DDR3-Arbeitsspeicher
Die CPU-Grafikeinheit nutzt dabei denn normalen Arbeitsspeicher des PCs mit - der dafür reservierte Speicher ist dann der Grafik-Speicher für diese CPU-Grafikeinheit. Doch wer aktuelle Spieletitel nicht nur auf niedrigen Detailstufen spielen will, wird in seinen Spiele-PC in jedem Falle eine separate Grafikkarte für aktuell mindestens 90 bis 100 Euro einbauen, die in den PCIe-Slot des Mainboards eingesteckt wird. Solche Grafikkarten verfügen über eigenen Grafik-RAM. Dieser wird auch VRAM genannt (Video-RAM) und ist schneller als der normale Arbeitsspeicher des PCs, zudem ist er nur der Grafikkarte vorbehalten und natürlich unmittelbar mit ihr verbunden. Bei aktuellen Gaming-Grafikkarten kommt GDDR5-RAM zum Einsatz. Das G steht dabei für graphics - beim normalen Arbeitsspeicher sind DDR3 derzeit Standard. Der Vorteil: die Grafikkarte kann ohne Umwege auf die nötigen Daten zugreifen, die durch das schnelle RAM deutlich fixer zur Verfügung stehen, als wenn die Daten aus dem normalen Arbeitsspeicher oder gar von Festplatte geholt werden müssten. Das Hauptaugenmerk bei Spielen für die Nutzung des Grafik-RAMs liegt dabei auf Texturen, zu denen wir auf der nächsten Seite kommen.

Eben wegen dem Vorteil, dass man aufrüsten kann.
Speziell Grafikkarten, welche heute eine recht grosse Relevanz haben, ist der Aus- und Einbau eine schnelle Sache.
Wenn man keine Mobilität wünscht sind "Gaming-Laptops" komplett sinnlos.
Leute die sich einen Laptop kaufen und damit wirklich NUR an einem Platz "spielen" verstehe ich überhaupt nicht.
Hat nur Nachteile von A bis Z.
Das ist mir VÖLLIG neu, denn spielefähige Notebooks sind sehr teuer, im Schnitt ca doppelt so teuer wie ein PC, zudem nicht erweiterbar UND selbst das beste Notebook ist eher nur auf dem Niveau eines PCs "obere Mittelklasse". Vlt hast Du rel. viele Freunde, bei denen das so ist, aber die weitaus meisten, die Gaming betreiben, setzen allein aus Geldgründen viel eher auf einen PC. Selbst wer beruflich oder für Schule/UNI ein Notebook braucht, ist idR besser damit bedient, wenn er ein Officenotebook + einen Spiele-PC kauft anstatt ein "Gamingnotebook"
Ich vermute mal, du hast das hier? Schenker W504-8EN Preisvergleich | Geizhals Deutschland oder das MSI GT70-2PC8H11B (001763-SKU84) Preisvergleich | Geizhals Deutschland ? Für den Preis würdest Du ein Notebook bekommen, mit dem Du auf niedrigen Details so gut wie alles noch spielen kannst, falls Du unbedingt auch unterwegs spielen können willst, PLUS noch einen PC, der stärker als das Notebook mit der 870m ist ;)
Durch den größeren Grafiksspeicher erhoffe ich mir eher, die Texturen auch noch in 1-2 Jahren auf ein erträgliches Niveau stellen zu können, sodass das Spielen mit der Zeit nicht in Augenkrebs mutiert.
Mir ist natürlich bereits das ein oder andere Spiel untergekommen, bei dem das Notebook mit vollen Details kräftig ins schwitzen kam, aber dass war mir von vorn herein an klar ;-)
Mir ging es schlussendlich lediglich darum, dass auch Notebooks erwähnt werden sollen. Klar spielt der Großteil der Gamer auf Desktops, aber allein wenn man mal schaut, wie viele verschiedene Notebooks es gibt die allein für das Spielen ausgelegt sind, ist der Markt und somit das Interesse doch nicht zu verachten.
Erstens stimmt das ja gar nicht, dass die Anforderungen explodieren - vlt hast Du den Artikel ja gar nicht gelesen? An sich wird da nämlich eher gesagt, dass es zwar ansteigt, aber eher moderat und dass die EINZELFÄLLE von sehr hohem RAM-Bedarf eher was für Hardwarefreaks sind. Das hat nix mit den "Mindestanforderungen" zu tun, das sind nur spezielle Modi, die als absolute Ultra-Modi noch dazukommen.
und ansonsten:; Klar gibt es da andere Erklärungen als schlampige Konvertierung. Grad für die PC-Version gibt es ja oft auch Detailstufen, die viel besser als für die Konsolen sind. Und es sind ja nicht nur die Texturen schuld, sondern die Games werden immer aufwendiger, es gibt da oft auch einfach nur viel MEHR Objekte und daher auch mehr Texturen, die die Grafikkarte vorhalten muss. NOCH reichen ja 1-2 GB aus, aber die Spiele werden ja - selbst bei niedrigen Detailstufen - von Jahr zu Jahr trotzdem aufwendiger. Auch das Thema Open World spielt eine Rolle: bei Open World brauchst Du mehr Texturen als bei einem "Schlauchlevel"-Spiel UND man akzeptiert im Gegensatz zu einem nicht-OpenWorld-Titel auch keine Ladezeiten. Bei einem nicht-OpenWorld-Spiel kann man einfach das Level laden, für das vlt 2GB locker reichen, und dann kommt halt kurz ein Ladescreen, wenn es ins nächste Level geht.
Früher waren 512Mb viel, dann 1Gb, dann 2GB - und jetzt sind halt 4GB "viel" . Ein Game von vor 5-6 Jahren sieht halt schon schwächer aus als ein moderner Titel, dafür reichten damals 1GB dicke, heute müssen es eher 2GB sein für ein flüssiges Gaming. Ein Game von vor 4-5 Jahren lief mit ner Grafikkarte für damals 200€ wie zb AMD 6870 ordentlich - heute ist die 6870 nur noch auf Niveau einer Karte für 90€ (R9 260X), und wenn du nicht nur niedrige Details haben willst, brauchst Du mindestens eine R9 270X für 150€, die schon 60% mehr Leistung als die 6870 hat. Dann hast Du eine schönere Grafik, die halt sicher auch mehr/bessere Texturen als der niedrige Detailmodus hat.
Schau Dir doch mal den Screenshot im Artikel an von BlackOPs2 http://www.pcgames.de/Har... : die Textur bei geringeren Details ist viel viel schlechter als die bei maximalen Details und somit auch von der Dateigröße viel kleiner. Und die Texturen bei BlackOPs2 auf max sind wiederum im Vergleich zu aktuelleren Titeln wiederum auch eher schwach und klein.
ganze Weile dauern. Ansonsten hast Du mit 3-4GB Grafik-RAM halt Vorteile, und bei weniger RAM KANN es sein, dass Du halt wegen des Nachladens von Texturen&co halt maximal 40 FPS schaffst statt 50-60 FPS, die bei der gleichen Karte, wenn sie 3-4Gb hätte, drin wären.