Tropico 5 im Test: Der bisher beste Teil der Serie

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Tropico 5 im Test: Der bisher beste Teil der Serie

El Presidente will sich zum fünften Mal zum besten Diktator küren - geht es ohne Wahlbetrug? Wir haben uns in die Karibik begeben und das neue Tropico 5 einem ausführlichem Test unterzogen. Neue Features wie die Epochen, Verfassung und Handelsrouten sorgen für Abwechslung. Unsere vollständige Einschätzung lest ihr im Test.

Tropico 5 im Test: Würde ich noch einmal geboren, ich würde alles genauso machen. Nur etwas besser." Ähnlich wie der kubanische Ex-Diktat…, äh Revolutionsführer Fidel Castro an seinem Lebensabend über sein politisches Wirken philosophiert, sieht Entwickler Haemimont Games anscheinend die Zukunft seiner beliebten Diktatorensimulationsreihe Tropico. Seitdem die fleißigen Bulgaren im Jahr 2009 das Zepter übernommen haben, ist nun mit Tropico 5 bereits der dritte Teil aus Sofia erschienen.

Natürlich hat sich an der Erfolgsformel der Reihe kaum etwas verändert – auf den ersten Blick sieht Teil 5 seinem Vorgänger sogar trotz neuer Grafikengine zum Verwechseln ähnlich. Doch mit einem runderneuerten Wirtschaftssystem, unterschiedlichen Zeitepochen und einem Mehrspielermodus finden sich tatsächlich wichtige Updates für die Serie im neuen Ableger wieder. Wie stark sich diese Erneuerungen auswirken und ob man als Fan der Reihe unbedingt zu Tropico 5 greifen sollte, verraten wir in unserem Test.

Freudiges Wiedersehen

Die Missionsbeschreibungen in der Kampagne sind sehr humorvoll - klasse! Quelle: PC Games Die Missionsbeschreibungen in der Kampagne sind sehr humorvoll - klasse! Wer bereits mit den Vorgängern das Vergnügen hatte, dürfte sich in Tropico 5 fast sofort heimisch fühlen: Aus der frei dreh- und zoombaren Vogelperspektive baut ihr nach und nach eure kleine, hübsch aussehende und lebendig wirkende Bananenrepublik auf. Ihr könnt entweder eine 15 Missionen lange, kurzweilige und humorvolle Kampagne bestreiten oder gleich im beliebten Sandkastenmodus – sprich einem Endlosmodus – loslegen. Die Einzelspielerkampagne taugt übrigens nicht nur hervorragend als ein langes und unterhaltsames Tutorial für Genreneueinsteiger, sondern ist auch erstmals in der Seriengeschichte dank Zwischensequenzen aufwendig inszeniert.

In beiden Modi müsst ihr wie gewohnt für den Abbau wichtiger Rohstoffe wie Eisenerz oder Kohle auf eurer Insel sorgen, anschließend aus den Materialien Verkaufsgüter produzieren und euch mit den Erlösen aus deren Verkauf um die Sorgen und Nöte der Tropeninsulaner kümmern. Wie schon in den Teilen zuvor werden euch diese Aufgaben nicht vor allzu große Herausforderungen stellen. Zum einen sind die Produktionsketten für Genreverhältnisse kurz (das komplizierteste Beispiel für eine Produktionskette sind Autos: Aus Eisen und Kohle stellt man Stahl her, aus Stahl und dem Rohstoff Bauxit lassen sich dann Fahrzeuge fertigen) und zum anderen ist das überarbeitete Wirtschaftssystem auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad eher mit einem Tante-Emma-Laden als der Frankfurter Börse zu vergleichen.

So macht sich zum Beispiel eine starke Überproduktion eines bestimmten Guts im Spiel kaum bemerkbar und außerdem lassen sich in Teil 5 lukrative Handelsverträge mit anderen Nationen abschließen, die euch für eine bestimmte Zeit regelmäßige, relativ hohe Einnahmen bescheren. Voraussetzung für solche Verträge ist lediglich, dass ihr genügend Schiffe euer Eigen nennt und gute Beziehungen zum Exportland pflegt.

Vorsprung durch Technik

Bevor man die Technologie 'Kompass' entwickelt, muss man unbekannte Bereiche der Insel mit Soldaten erkunden. Quelle: PC Games Bevor man die Technologie "Kompass" entwickelt, muss man unbekannte Bereiche der Insel mit Soldaten erkunden. Neu dazugekommen ist auch die Forschung, mit der ihr etwa neue Gebäudetypen freischaltet oder Verfassungsreformen durchsetzen könnt. Um forschen zu können, müsst ihr Entwicklungssgebäude wie die Bibliothek oder die Sternwarte bauen. Da aber in den Bauten Bürger mit einem Hochschulabschluss arbeiten, müsst ihr die Arbeitskräfte entweder auf euren Universitäten langwierig ausbilden oder für viel Geld aus dem Ausland rekrutieren.

Vor allem im Sandkastenmodus macht sich der technologische Fortschritt positiv bemerkbar, da er für die nötige Abwechslung in einer mehrere Stunden langen Partie sorgt. Manche der Erfindungen waren jedoch in unserer Augen ein wenig zu stark. Im ersten Spieldrittel könnt ihr zum Beispiel den Kompass erforschen und deckt damit permanent die gesamte Karte auf. Somit müsst ihr euch nicht mehr um ein kleines, aber feines Feature von Teil 5 – den "Kriegsnebel" – kümmern, da ihr dank der Technologie keine Soldaten zum Erkunden wichtiger Bereiche benötigt.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Tropico 5 im Test: Kampagne, Industrie, Forschung
  2. Seite 2 Tropico 5 im Test: Epochen, Verfassung, Multiplayer
    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        MAAAANN! Jetzt kommt das Spiel erstmal in ne Ecke :( So eine blöde MIssion mit "Atomkrieg verhindern", wo man eine Atomanlage bauen muss und man/ich erst nach gefühlt ca. 3 Stunden Spielzeit merkt, dass es mit der Erforschung der nötigen Technologie eng wird... naja, macht nix: da kommt doch eh immer ne Mini-Mission mit nem Aufschub. Aber nö, von wegen! Mission gescheitert. Dann 10 Mal (!) den letzt verfügbaren Spielstand geladen, wo noch 28 Monate Zeit sind, und ALLES versucht: entweder es war die Technologie nicht schnell genug erforscht, oder aber es war zu wenig Geld da, um die Atom-Anlage zu bauen. Und dann schien es endlich zu klappen: Budget für Uni und Bibliothek erhöht, 2 Observatorien bauen, davon eines "Upgraden" - dann war die Technologie 8 Monate vor Ende der Frist da sowie auch noch genug Geld - ich starte den Bau, setze auch extra die Priorität hoch: nach 2 Monaten zu 46% fertig, dann 4 Monate NICHTS, dann 2 Monate vor Ende bei 87%, dann NICHTS und wieder Mission gescheitert!!! Was soll das?! ARrrgh!! ;(
      • Von Herbboy Mitglied
        MAAAANN! Jetzt kommt das Spiel erstmal in ne Ecke :( So eine blöde MIssion mit "Atomkrieg verhindern", wo man eine Atomanlage bauen muss und man/ich erst nach gefühlt ca. 3 Stunden Spielzeit merkt, dass es mit der Erforschung der nötigen Technologie eng wird... naja, macht nix: da kommt doch eh immer ne Mini-Mission mit nem Aufschub. Aber nö, von wegen! Mission gescheitert. Dann 10 Mal (!) den letzt verfügbaren Spielstand geladen, wo noch 28 Monate Zeit sind, und ALLES versucht: entweder es war die Technologie nicht schnell genug erforscht, oder aber es war zu wenig Geld da, um die Atom-Anlage zu bauen. Und dann schien es endlich zu klappen: Budget für Uni und Bibliothek erhöht, 2 Observatorien bauen, davon eines "Upgraden" - dann war die Technologie 8 Monate vor Ende der Frist da sowie auch noch genug Geld - ich starte den Bau, setze auch extra die Priorität hoch: nach 2 Monaten zu 46% fertig, dann 4 Monate NICHTS, dann 2 Monate vor Ende bei 87%, dann NICHTS und wieder Mission gescheitert!!! Was soll das?! ARrrgh!! ;(
      • Von MichaelG Mitglied
        Kleine Korrektur: Trotz Tropico 5 gibts El Presidente erst zum 4. Mal. In Tropico 2 ging es um Piraten. ;)
      • Von Peter Bathge Mitglied
        Zitat von Kaylee
        Ein paar Stunden habe ich jetzt schon gespielt und bisher gefällt mir was ich gesehen habe. Einzig die Questmarker sagen mir noch nicht so zu, man übersieht neue Ausrufezeichen leicht, besonders wenn gerade abendliche Stimmung herrscht. Die hätten ruhig wieder ein bisschen auffälliger sein können.
        Hm? Die haben sich im Vergleich zu Teil 4 doch nicht verändert. Rote Ausrufezeichen für missionskritische Aufträge, blaue auf gelbem Grund für Nebenaufträge. Finde sie so eigentlich auffällig genug.
      • Von Batze Mitglied
        Na toll. Wird echt langsam zeit meine Ur Graka gtx260 aus zu tauschen.
        Das Spiel setzt voll voll dx11.
        Ist ja auch total der Grafik Hammer das Spiel. :-B

        Nix da mit Presidente Batze :-S :-(
      • Von Kaylee Spiele-Novize/Novizin
        15 Missionen hat die Kampagne nur? Ich hoffe die späteren Missionen dauern länger, sonst bin ich ja schon bald durch. In Tropico 4 konnte man Wochen damit verbringen, da waren es auch 20 Missionen.

        Ein paar Stunden habe ich jetzt schon gespielt und bisher gefällt mir was ich gesehen habe. Einzig die Questmarker sagen mir noch nicht so zu, man übersieht neue Ausrufezeichen leicht, besonders wenn gerade abendliche Stimmung herrscht. Die hätten ruhig wieder ein bisschen auffälliger sein können.
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