X Rebirth im Test: Massive Bugs und Designmängel

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
X Rebirth im Test: Große Freiheit, riesige Stationen - Egosofts Weltraumspiel hat so viel Potenzial, spielt es nur leider derzeit nicht aus.
Quelle: PC Games Hardware

Test zu X Rebirth: Seit dem Releasetag am 15. November können wir endlich die Verkaufsversion der Handels- und Weltraumsimulation von Egosoft testen. Doch auch nach mehr als 35 Stunden Spielzeit kommt kein richtiger Spielspaß auf. Das liegt hauptsächlich an vielen, vielen Bugs, die trotz der ersten Patches immer noch haufenweise auftreten und so jeglichen Spielspaß im Keim ersticken. Was ist da bloß passiert?

Ein kurzer Rückblick: Die X-Reihe war noch nie vom Fleck weg eine rund- und fehlerfrei laufende Sache. Trotzdem zog einen das zugrundeliegende Spielkonzept in den Bann: Den Weltraum auf eigene Faust zu erkunden und ein Handelsimperium aufzubauen - das motivierte langfristig. Entwickler Egosoft hat bisher auch stets mit Patches und zusätzlichen Inhalten die Serie aufgebohrt.

Ziel von X Rebirth war, das komplexe Spielprinzip eingängiger und benutzerfreundlicher zu machen; Kenner der Reihe sollten dennoch nicht auf die gewohnte Tiefe verzichten müssen. In unserer Berichterstattung zur Preview-Phase gab es auch allen Anlass, dass dies klappen könnte. Die Präsentationen zeigten flüssiges Gameplay und die vorgestellten Inhalte machten neugierig auf mehr.

Das bittere Erwachen - zu viele Baustellen trüben derzeit das Spielvergnügen

X Rebirth im Test: Ein NPC-Händler im Detail X Rebirth im Test: Ein NPC-Händler im Detail Seit dem Veröffentlichungstag sorgen technische Bugs dafür, dass viele Spieler X Rebirth überhaupt nicht starten können. Wenn es denn läuft, lassen unerklärliche Performance-Einbrüche das Spielerlebnis auf das Niveau einer Weltraumschnecke eindampfen.

Wir konnten dem Storyplot bislang immerhin bis zum zweiten System, DeVries, folgen. Doch der Weg dahin war und ist übersät mit Fehlern und Designschwächen, die für Kopfschütteln sorgen. Wir versuchen, exemplarisch ein paar der schlimmsten Stolpersteine aufzuzeigen.

Die Steuerung mittels Controller ist prinzipiell ein guter Ansatz und funktioniert beim Fliegen ganz ok. Doch fehlen für PC-Spieler bislang beispielsweise Hotkeys für die Tastatur, was bei den verschachtelten Menüs zur nervigen Navigationstortur ausartet. Joystick-Akrobaten kämpfen derzeit mit etlichen Konfigurationsproblemen. Gar haarsträubend wird es, wenn man feststellt, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, feindliche Ziele durchzuschalten, oder gar den am nächsten positionierten Gegner anzuvisieren. So fliegt man bei feindlichem Beschuss erst mal panisch im Kreis umher und versucht, das feuernde Schiff ausfindig zu machen. Solche Dinge gehören doch als allererstes durchdacht und getestet. Ist das niemandem aufgefallen?

Die Menüführung des Spiels ist alles andere als eingängig und versagt zum Beispiel beim Dialog mit den NPCs auf den Stationen kläglich. Nehmen wir an, ihr wollt eine Figur fragen, wo ein Drohnenhändler zu finden ist. Man spricht den NPC an und klickt auf "Wo finde ich?", daraufhin erscheint ein Untermenü, wir wählen "Weg zu: Händler", im nächsten Untermenü müssen wir "Mehr" auswählen, im folgenden Untermenü noch einmal "Mehr" und erst dann steht uns die Option "Weg zu: Drohnenverkäufer" zur Verfügung? Wer aus einem Untermenü wieder ganz ins Spiel zurückkehren möchte, muss auch mehrere Klicks einplanen. Hier wäre ein kontextabhängiges Scroll-Menü ein Segen gewesen, das würde auch mit einem Controller funktionieren.

Handels- und Missionsfehler erschweren den Spielfortschritt

X Rebirth im Test: Items zum Handeln findet man in Kisten und Spinden. Das Abklappern der Stationen danach wird aber schon nach kurzer Zeit langweilig. X Rebirth im Test: Items zum Handeln findet man in Kisten und Spinden. Das Abklappern der Stationen danach wird aber schon nach kurzer Zeit langweilig. Kernstück von X-Spielen war stets der Warenhandel, der auch in Rebirth eine große Rolle spielt. Doch gerade in diesem komplexen Punkt gibt es viel zu wenig Hilfestellungen. Im Rahmen des ersten Plot-Abschnittes geht es darum, 100 Energiezellen zu einer Station zu bringen. Was sich nach einem simplen Auftrag anhört, entpuppt sich zu einem bugverseuchten Alptraum. Zig Spieler beschweren sich darüber, dass dieser Auftrag nicht richtig funktioniert, der Frachter keine Befehle ausführt, die Mission sich nicht lösen lässt. In einem Testspiel hatte es bei uns auf Anhieb funktioniert, bei einem zweiten Spiel, das wir heute starteten, zickte der Frachter komplett herum. Schließlich führte es dazu, dass das Spiel bei geöffnetem Handelsfenster gar nicht mehr reagierte.

Ein derzeit sehr ärgerlicher Bug besteht darin, dass sich manchmal der Computerbildschirm nicht öffnet. Dies lässt sich durch einen Workaround beheben, ist aber dennoch schlicht und einfach nicht akzeptabel. Der als Tutorial gedachte Plot-Abschnitt ist ja schön und gut angedacht, doch leider in alles andere als konsquent umgesetzt. Schon beim Anflug auf eine der ersten Stationen unterliegen wir einem kapitalen Fehler. Das Missionsfenster sagt uns, dass wir an der Station andocken sollen. Gleichzeitig eröffnet uns ein Infofenster, dass man an Symbolen mit Totenköpfen und Koffern Missionen annehmen kann. Ein solches Icon prangt auch an der Zielstation. Neugierig klicken wir auf den Auftrag - ein mit Schwierigkeit "durchschnittlich" betitelter Kampfauftrag "Zerstöre Werbeschilder" - klick, angenommen. Wir lassen den Story-Plot kurz links liegen, erfüllen den Auftrag und freuen uns über die so gewonnenen Credits. Kurze Zeit später folgen wir dem Plot, der uns zur Station bringt, wo wir die Werbeschilder zerstört haben. Dummerweise der Nebenauftrag dazu geführt, dass uns diese Station absolut feindlich gesonnen ist. Dadurch können wir auf der vorgegebenen Plattform nicht mehr landen. Sackgasse!

Bildergalerie

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  2. Seite 2 X Rebirth im Test: Irgendwie spielbar und reizvoll, wenn auch mit heftigen Bauchschmerzen + Wertung
    • Kommentare (141)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von Gobbos
        ich hab mir rebirth gekauft, weil egosoft den besten support abliefert den man sich als kunde einer spieleserie wünschen kann.

        wenn mir jemand ein (weitestgehend) fehlerfreies produkt liefert, benötige ich keinen support.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von Gobbos
        ich hab mir rebirth gekauft, weil egosoft den besten support abliefert den man sich als kunde einer spieleserie wünschen kann.

        wenn mir jemand ein (weitestgehend) fehlerfreies produkt liefert, benötige ich keinen support.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von Gobbos
        ich hab mir rebirth gekauft, weil egosoft den besten support abliefert den man sich als kunde einer spieleserie wünschen kann.

        Wer so viel Wert auf seine Kundschaft legt, liefert nicht ein Produkt in derart unfertigem Zustand aus.
      • Von Gobbos Anfänger/in
        die kleine spieleschmiede die einen der besten supports weltweit hat wird von den magazinen gebasht, aber ein bf4 von ea oder rivals nicht obwohl der ultraschlechte support bekannt ist..

        ich hab mir rebirth gekauft, weil egosoft den besten support abliefert den man sich als kunde einer spieleserie wünschen kann. wie wäre es wenn ihr mal solche news in bezug auf battlefield 4 bringt das die neuesten patches ueberhaupt nichts gebracht haben das game sogar noch instabiler läuft .. aber man will ja nicht einen großen publisher verärgen ...so verkauft man seine seele..

        selbst wenn die negative wertung gerechtfertigt ist = release = kaputtes spiel = schlechte wertung so sollten dann alle games fairerweise bewertet werden.
      • Von LordCrash Mitglied
        Zitat von RoTTeN1234
        Da müsste man dann sehen, ob sich ein entsprechendes Modell durchsetzen würde. Was ich schwer bezweifele. Dazu ist die Konsumausrichtung von Filmen (und auch Büchern) eine andere, als die von Spielen.
        Entsprechende Gesetze würden eben für Klarheit sorgen (bereits gekaufte Spiele wären vermutlich sowieso von der Neuregelung ala Leasing ausgeschlossen, eben, weil da vorher "kaufen" stand), den Hersteller zwingen über so ein Modell nachzudenken und möglicherweise dazu führen, dass so etwas parallel eingesetzt wird. Die Sache mit dem "verleihen/leasen" halte ich sowieso für problematisch. Ich denke, dass man Spiele immernoch so kaufen können müsste, damit man sie überhaupt "verleihen" kann. Korrigier mich, aber um eine Art "Videothek" bzw "Spielothek" zu betreiben müssen die Lizenzen bei jemanden liegen, sprich er muss es besitzen. Und ich glaube der Hersteller gehört nicht zu den potentiuellen Verleihern, um ein Monopol zu vermeiden. Da kann ich mich allerdings wirklich täuschen.
        Bei Steam würde ja praktisch Valve die Lizenz besitzen und diese dann an den Spieler verleasen.

        Spieler drückt auf "On Demand" Button bei Steam und bezahlt bei Steam, Steam kauft das Spiel beim Hersteller für 30% weniger und stellt die Spieledateien auf der Plattform zum Download für einen bestimmten Account bereit. So ist der Hersteller auch nicht der Verleiher. ;)

        Ob ein Hersteller allerdings direkt seine eigenen Produkte verleasen kann, ohne sie käuflich in den Handel zu bringen, das weiß ich auch nicht. Soweit ich weiß gibt es aber prinzipiell kein Gesetz in Deutschland, das ein natürlich entstandenes Monopol verbietet (vielmehr wird das durch Patente usw sogar gefördert). Nur nachträgliche Monopolbildung (durch Fusionen/Aquise usw) ist kartellrechtlich unerwünscht. Für den Rest müsste man sich mal das Leasingrecht usw. im Detail ansehen... ;-)

        Ich bin allerdings eh eher dafür, dass endlich für digitale Produkte klare (eigene) gesetzliche Richtlinien verabschiedet werden. Ein digitales Produkt ist nun mal kein physisches Produkt und hat spezifische Eigenschaften, die es abgrenzen (z.B. Kopierbarkeit und damit kein Missbrauchsschutz, keine Alterung und damit kein natürlicher Wertverfall). Diesen muss imo gesetzlich Rechnung getragen werden. Es macht keinen Sinn, dafür Gesetze anwenden zu wollen, die klar auf ein völlig anderes Produktverständnis und andere Gegebenheiten ausgelegt sind. Die Politik und die Gesellschaft sind hier gefragt, wie sie eine möglichst faire Lösung für alle schaffen wollen. Imo ist es zu kurzsichtig, nur bei den Herstellern und Distributoren nach Verfehlungen zu suchen...

        Ergo: Legislative statt Judikative.... ;)
      • Von RoTTeN1234 Mitglied
        Zitat von LordCrash
        Daher auch das Beispiel "on demand" bei Filmen. De facto sind Spiele auf Steam und Co. auch on demand Produkte, nur eben ohne zeitliche Begrenzung. ;-)

        Da müsste man dann sehen, ob sich ein entsprechendes Modell durchsetzen würde. Was ich schwer bezweifele. Dazu ist die Konsumausrichtung von Filmen (und auch Büchern) eine andere, als die von Spielen.
        Entsprechende Gesetze würden eben für Klarheit sorgen (bereits gekaufte Spiele wären vermutlich sowieso von der Neuregelung ala Leasing ausgeschlossen, eben, weil da vorher "kaufen" stand), den Hersteller zwingen über so ein Modell nachzudenken und möglicherweise dazu führen, dass so etwas parallel eingesetzt wird. Die Sache mit dem "verleihen/leasen" halte ich sowieso für problematisch. Ich denke, dass man Spiele immernoch so kaufen können müsste, damit man sie überhaupt "verleihen" kann. Korrigier mich, aber um eine Art "Videothek" bzw "Spielothek" zu betreiben müssen die Lizenzen bei jemanden liegen, sprich er muss es besitzen. Und ich glaube der Hersteller gehört nicht zu den potentiuellen Verleihern, um ein Monopol zu vermeiden. Da kann ich mich allerdings wirklich täuschen.
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