Omerta: City of Gangsters im Test - Leichter Einstieg, doch fehlt es an Profi-Herausforderungen und echten Highlights - Jetzt im Handel

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Vom Straßendieb zum Mafiaboss in Omerta - City of Gangsters: In Kalypsos Mix aus Aufbaustrategie und Rundentaktik müsst ihr euch als waschechter Gangster der 1920er-Jahre beweisen. Das Spielprinzip erschließt sich einem schnell - zu schnell und auf Dauer gerät Omerta doch nur zur zweitklassig unterhaltenden Strategie-Routine - schade, das Spielkonzept hätte durchaus mehr hergegeben.

Omerta: City of Gangsters im Test: Flüsterkneipen, Bordelle, Kasinos und schwer bewaffnete Gangs – die amerikanische Geschichte erlebte in den 1920er-Jahren einen wahren Boom illegalen Treibens. Und das, obwohl die Politik mit der Prohibition (dem Verbot, Alkohol herzustellen, zu transportieren und zu verkaufen) doch nur gute Absichten hatte. Mit welchen Mitteln damalige Gangster Erfolg hatten, dürft ihr in Omerta: City of Gangsters nachspielen. Entwickler Haemimont Games mixt dabei Aufbaustrategie (der Marke Tropico) mit rundenbasierten Taktikgefechten, wie man sie aus Jagged Alliance 2 her kennt. Schauplatz des Ganzen ist die Stadt Atlantic City in New Jersey, etwa 200 Kilometer südlich von New York gelegen. Das Stadtbild ist geprägt von Glücksspiel- und Freizeiteinrichtungen aller Art, erlangte aber nie die Berühmtheit von Las Vegas. In Omerta reist eure Spielfigur aus Sizilien mit fünf Dollar in der Tasche nach Atlantic City, um sich dort den Traum vom Reichtum zu erfüllen.

Das hat uns gefallen

Charaktererstellung

Zuerst erstellt ihr euch einen Charakter, der euren Gangsterboss verkörpern soll. Aus sechs, passend zum Setting, designten Porträts sucht ihr euch die Visage eurer Wahl aus. Anschließend ermittelt ihr anhand von fünf Fragen und Antworten, mit welchen Attributwerten euer Held das Spiel bestreitet. Das riecht förmlich nach Jagged Alliance 2, ist aber längst nicht so komplex ausgearbeitet. Die Antworten beeinflussen die Attribute Muskeln, Gewandtheit, Zähigkeit, Cleverness, Tapferkeit, Gerissenheit/List aus. Was die einzelnen Attribute bewirken, erfährt man per Tooltipp, wenn man die Maus über den Begriff bewegt – schön. Kleiner Bug: Mit "Gerissenheit" ist "List" gemeint, hier lag in der Testversion noch ein Textfehler bei der Beschreibung vor.

Abwechslungsreiche Missionsaufgaben

Der Schauplatz Atlantic City ist in 20 Stadtviertel unterteilt – in denen ihr eurem illegalen Treiben nachgeht. In jedem Viertel müsst ihr ein oder mehrere Hauptziele erreichen: Gegnerische Gangsterbosse ausschalten, eine bestimmte Menge Geld "waschen", Polizeibeamte bestechen – die Aufgaben sind per Beschreibung abwechslungsreich und auch mit hübsch vertonten Dialogen versehen. Oft genug mussten wir im Test schmunzeln, wenn unsere Handlanger ihre Aufgaben mit einem "Ich glaub' ich könnt jetzt einen kippen" oder mit "Ich hab ihnen die Marmelade aus dem Krapfen gedrückt" kommentierten.

Schönes Gangster-Setting

Untermalt von schwungvollen Jazz- und Swing-Klängen präsentiert Omerta ein charmantes Mafia-Bild. Die gezeichneten Zwischensequenzfotos und die klischeehaften, aber gut gesprochenen Charakterdialoge schaffen eine passende Atmosphäre.

Einfacher Verwaltungsapparat mit kleinen Macken

Per Rechtsklick schaltet ihr zwischen der Gangster- und Gebäudeansicht hin und her. So habt ihr immer schnell alles Wichtige im Blick. Doof dagegen, dass die Infoleiste unten gar so fitzelig geraten ist. Schlimmer noch, sobald man dort mit der Maus ein Icon anwählt, um die passende Information abzurufen, scrollt die Karte nach unten. Dies soll jedoch noch gepatcht werden. Auch die übrige Steuerung ist im Prinzip eingängig geraten und schnell zu beherrschen, lässt aber Komfortfunktionen wie etwa Gegenstandsvergleich im Inventar vermissen.

Seichte Feierabendunterhaltung

Für ambitionierte Strategen und Hardcore-Zocker dürfte Omerta in etwa so interessant sein, wie der sprichwörtliche Sack Reis in China. Und auch wenn es etliche Punkte gibt, die uns nicht so gefallen haben - trotzdem hat es uns insgesamt doch recht ordentlichen Spaß gemacht, unsere schrägen Charaktere wie etwa den trunksüchtigen Emmet "Doc", den quirligen Vincento "Squigs", oder den psychopathischen Mack "Das Messer" durch die Kampagne zu steuern.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Omerta: City of Gangsters im Test - Das hat uns gefallen
  2. Seite 2 Omerta: City of Gangsters im Test - Das hat uns nicht gefallen + Wertung
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SNAKEBYTES13 Mitglied
        Ich habe die Demo nun angespielt der Funke will nicht überspringen. Es wirkt auf mich einfach zu friemelig. Viele Komfort-Funktionen im Management fehlen. Die Übersicht ist mit unter nicht zu gebrauchen und letzlich zeigt sich der Rundenstrategie-Modus als das was er ist: Unglaubwürdig. Einheit x betritt mit 3 übrigen Bewegungspunkten einen Raum, vor ihm taucht ein Gegner auf, dieser schießt dann als er an der Reihe ist, trifft nicht (obwohl er direkt davor steht!). Einheit x bewegt sich in den Rücken des Gegners und schießt. Sorry, das ist einfach lächerlich, wenn man es beobachtet. Diesem Spiel hätte Echtzeit sehr gut getan.
      • Von SNAKEBYTES13 Mitglied
        Ich habe die Demo nun angespielt der Funke will nicht überspringen. Es wirkt auf mich einfach zu friemelig. Viele Komfort-Funktionen im Management fehlen. Die Übersicht ist mit unter nicht zu gebrauchen und letzlich zeigt sich der Rundenstrategie-Modus als das was er ist: Unglaubwürdig. Einheit x betritt mit 3 übrigen Bewegungspunkten einen Raum, vor ihm taucht ein Gegner auf, dieser schießt dann als er an der Reihe ist, trifft nicht (obwohl er direkt davor steht!). Einheit x bewegt sich in den Rücken des Gegners und schießt. Sorry, das ist einfach lächerlich, wenn man es beobachtet. Diesem Spiel hätte Echtzeit sehr gut getan.
      • Von celticffm NPC
        Hab mir das Spiel vorbestellt in der Hoffnung das es eine Erweiterung des "alten" Gangsters ist.
        Wurde leider brutal enttäuscht.
        Das "alte" Gangsters bot 100fach mehr Spieltiefe und Abwechslung und es ist über 10 Jahre älter.
        Bin mächtig enttäuscht von Omerta, habe nähmlich geglaubt das sie an Gangsters anknüpfen und es in die Neuzeit katapultieren, aber leider Fehlanzeige!
        Schade eigentlich, da ist viel mehr rauszuholen.
      • Von krovvy Mitglied
        Im Sandbox-Spiel war ich nach ca. 1 Stunde schon fertig mit allem. Die Kampagne ist viel zu einfach, eintönig und langweilig. Das Spiel ist sein Geld überhaupt nicht wert!
      • Von StefanWeiss Autor
        Ich denke, man muss das bei Omerta aufdröseln: Der jeweilige Srategieteil einer Mission ist meiner Meinung nach durchgehend leicht. Sprich, man hat in der Regel fix den Bogen raus, mit welchen Gebäuden man schnell Profit erwirtschaftet.

        Bei den Kampfmissionen wechselt es hingegen oft von "kinderleicht" bis "bockschwer", was eben doch sehr vom Zufallsfaktor abhängt, wie die Figuren treffen und ob eine zuvor gewählte Unterstützung (zB dass Polizeikräfte erst später eintreffen) klappt oder nicht.

        viele Grüße,
        Stefan W.
      • Von RDSQUIRREL Anwärter/in
        Gibt´s schon erste User-Aussagen zum Verlauf des Spiels? Dass sich die Aufgaben ständig wiederholen, stört mich jetzt nicht sonderlich. Das war bei Command & Conquer so, das ist bei Sim City so. Letztlich ist jedes Spiel in irgend einer Weiße repetitiv. Was mich viel mehr interessiert:
        Wie sieht es mit dem Schwierigkeitsgrad aus? Im Test steht, dass es eher "leicht" sei. Gleichzeitig habe ich irgendwo anders gelesen, dass ein Redakteur die ein oder andere Mission unnötig schwer empfand...

        Was stimmt denn nun? ;-) Was ich nicht mag, sind Spiele, die von lvl 1-8 sehr leicht sind, dann kommt lvl 9 und das ist zum Haare ausreißen - dann folgen wieder 3 lvls die einfach sind und dann kommt wieder eines mit Schwierigkeitsgrad von einer anderen Welt... etc.
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