X 2: Die Bedrohung
Ohne Fleiß kein Preis
Die Explosionen in X2 füllen selbst bei kleineren Schiffen den ganzen Bildschirm.
Das größte Problem in X2 ist das liebe Geld: Man kriegt so gut wie gar nichts umsonst und man muss für alles die virtuelle Geldbörse zücken. Und da das Startkapital eher mickrig ausfällt, hat man gerade in den ersten Spielstunden kaum Kohle in der Tasche und spart sich neue Laser, Scanner und Raketen vom Mund ab. Glücklicherweise kriegt man nach der zweiten Mission einen kleinen Frachter geschenkt, mit dem man eine Karriere als Händler einschlagen kann, was aufgrund der akuten Geldnot dringend zu empfehlen ist.
Die ersten erwirtschafteten Moneten sollte man auch tunlichst nicht für neue Waffen oder Raketen ausgeben, sondern in eine eigene Fabrik stecken. Kauft man beispielsweise ein Sonnenkraftwerk, produziert dieses fortan beständig Energiezellen, die man äußerst gewinnbringend in dicht besiedelten Sektoren der Galaxie verkaufen kann. Die Sache hat nur mehrere Haken: Erstens sind Sonnenkraftwerke mit knapp 300.000 Credits zwar relativ günstig, allerdings muss man das Geld dennoch erst mal erwirtschaften. Zweitens benötigen Sonnenkraftwerke Kristalle als primäre Ressource, um Energiezellen herstellen zu können. Das bedeutet, dass Sie wiederum mindestens zwei Frachter für einen vollautomatisierten Betrieb der Fabrik brauchen: ein Schiff, das Kristalle kauft, und ein zweites, das die Energiezellen verscherbelt.
Hört sich alles ziemlich aufwendig und dröge an, doch sobald die ersten erwirtschafteten Credits im Geldbeutel klingeln, schnappt die Motivationsfalle zu. Wie kann ich den Gewinn maximieren? Baue ich als Nächstes eine Kristallfabrik und versorge das Sonnenkraftwerk selbst mit dieser Ressource? Größere Fabriken wie Panzerungs- oder Waffenfabriken benötigen darüber hinaus fast immer mehrere Ressourcen, um beispielsweise Energieschilde oder Laser herstellen zu können. So muss man ganz genau hinschauen, wo man eine neue Fertigungsanlage platziert - die für den Betrieb notwendigen Zulieferer sollten sich schon im gleichen oder einem angrenzenden Sektor befinden. Auch besser als in Freelancer: Die Preise hängen von Angebot und Nachfrage ab und ändern sich stetig. Es gibt also keine ultimative Handelsstrecke, die den Wirtschaftspart irgendwann ad absurdum führt.
Im Schlaf Geld verdienen
Gegner düsen oft haarscharf in Ihrem Jäger vorbei oft kommt es dabei zur Kollision, wodurch Ihr Schiff starken Schaden nimmt.
Wenn man irgendwann eine Fabrik und Frachter zusammen hat, muss man sich glücklicherweise nicht mehr ums Tagesgeschäft kümmern. Sie können Ihre Transportschiffe nämlich mit Navigations- und Handelssoftware ausrüsten und ihnen Befehle wie "Kaufe/verkaufe Energiezellen zum besten Preis" geben. Nachdem man angegeben hat, wie viel Geld man maximal für eine Ressource ausgeben möchte und zu welchem Preis man seine eigenen Waren anbietet, läuft der Rest vollautomatisch ab. Gewiefte Händler machen sich diesen Umstand zunutze, um Geld sprichwörtlich im Schlaf zu verdienen: Wer den Rechner über Nacht anlässt, die im Spiel eingebaute Zeitbeschleunigung aktiviert und die Frachter und Fabriken für ein paar Stunden sich selbst überlässt, hat mit etwas Glück am nächsten Tag ein hübsches Sümmchen beieinander. Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht ohne Risiko. Ihre Transporter werden unterwegs gerne mal von Piraten- oder Khaak-Fliegern angegriffen - wundern Sie sich also nicht, wenn statt der erhofften Millionen kein einziger Transporter mehr seine Bahnen zieht. Ungewöhnlich: X2 erkennt und "bestraft" diese laxe Spielweise und wertet den Militär- und Handelsrang des Spielers ab - einen Einfluss auf das Spiel haben diese mehr symbolischen Ränge allerdings nicht.


Das einzige was ich "bemängele" ist, dass man sich…
also, ich habe mir das spiel vor etwa 2 wochen gekauft. es läuft bei mir problemlos und es macht mir sehr viel spaß. ich habe auch schon den vorgänger gespielt.
das spiel ist in manchen bereichen unvollendet (z.B. zwischensequenzen) und scheint auch…