Wolfenstein Test: Kann der Nazi-Shooter überzeugen?
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Zerstören Sie ein Energie-Fass, erheben sich die Umstehenden in die Lüfte.
Wenn die Pixelschergen jetzt auch noch intelligent wären und nicht nur "Schießen", "Drei Meter nach links laufen" und "Vorpreschen" beherrschen würden ... Das leichte KI-Defizit liegt mitunter wohl an der alten Technik - während die Studiokollegen von id mit Rage bereits auf id Tech 5 setzen, werkelt unter der Haube von Wolfenstein die Grafik- Engine id Tech 4, die noch aus den Zeiten von Doom 3 stammt. Das merkt man dem Spiel optisch zwar stellenweise an, jedoch verstehen sich die Macher vorzüglich darauf, die ab und an detailarme Grafik mit einem sauber inszenierten Actionspektakel zu übertünchen. Spannung, Atmosphäre und Abwechslung sind über jede Kritik nahezu erhaben.
Gleiches gilt für die orchestrale Musikuntermalung, die sich schön ins Spielgeschehen einfügt und die Action auf dem Schirm passend umrahmt. Außerdem macht die deutsche Synchronisierung richtig Spaß: ambitionierte Sprecher, passende Texte - ein Spiel, bei dem man durchaus auf den aufwendigen Import einer englischsprachigen Fassung verzichten kann. Und das ist auch weiter kein Problem, Wolfenstein funktioniert nämlich einwandfrei - auch ohne ausschweifende Gewaltexzesse, hektoliterweise Pixelblut und geschmacklos brutale Sterbe-Animationen. Trotzdem prangt das USK-18-Siegel völlig zu Recht auf der Packung; Übermäßig zärtlich springt Herr Blazkowicz mit seinen Gegnern dann auch wieder nicht um.
Die rund 55 Euro für Wolfenstein sind in jedem Fall gut investiert. Wer ein wenig umherschlendert und die eine oder andere Nebenaufgabe mitnimmt, ist gut und gerne zehn Stunden in Isenstadt beschäftigt. Hinzu kommt ein dickes Mehrspielerpaket, das wir aber mit unserer Vorabversion noch nicht testen konnten.
Wolfenstein-Test: Motivationskurve
Wolfenstein-Test: Das Ergebnis!
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Leider…
