Torchlight (Download-Version) im Test: Über Diablo-Klau und die Klassen

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Test Christian Schlütter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Passend zur morgigen Veröffentlichung der Retail-Version von Torchlight, zeigt PC Games Ihnen, ob Diablo-Fans unüberlegt zugreifen dürfen. Bislang gab es das Hack'n'Slay lediglich als Download.

Der Bogen des Vanquishers ist im Nahkampf weniger effektiv. Hier helfen Zauber. Quelle: PC Games Der Bogen des Vanquishers ist im Nahkampf weniger effektiv. Hier helfen Zauber. Auf Travis Baldree und Max Schaefer von Runic Games lastet ein schwerer Druck. Wer für Projekte wie Diablo, Diablo 2, Hellgate: London und Mythos mitverantwortlich war und dann mit einem eigenen Studio ein Action-Rollenspiel ankündigt, von dem erwartet jedermann eine Offenbarung. Das Ergebnis ist keine Revolution aber das Spiel, das dem großen "D" seit Jahren am nächsten kommt. In Torchlight erreichen Sie als Glücksritter die gleichnamigen Minenstadt. In den Tunneln unter dem Dorf wird das wertvolle Erz Ember abgebaut. Doof dabei: Die Flöze scheinen durch eine böse Macht verunreinigt zu sein, die die Gegend und die Bewohner nach und nach korrumpiert. Also schließen Sie sich der hübschen Sly an, um das Geheimnis des Ember zu ergründen. Mit der Geschichte gewinnt Runic Games nicht mal einen Vorschüler-Erzählwettberwerb. Zumal Videos fehlen und gerade mal eine Hand voll Ingame-Sequenzen ausreichen müssen, um erahnen zu können, wohin der Story-Weg führt.

Erstaunlich ist, dass Ihnen womöglich überhaupt nicht auffallen wird, dass ein Grund für Ihr Dauergemetzel fehlt. Denn Torchlight macht so vieles richtig, dass der Spielspaß jede Bedenken überlagert. Zunächst einmal wählen SIe eine von drei toll gestalteten und animierten Klassen. Der bullige Destroyer häckselt sich im Nahkampf durch Gegnergruppen, der weibliche Vanquisher benutzt liebend gerne Pfeil und Bogen und der Alchemist zaubert sich seinen Weg durch die Minengänge. Jeden Charakter dürfen Sie im Laufe des Spiels noch einmal spezialisieren. Drei Talentbäume stehen jedem Helden zur Verfügung. So kann der Alchemist sich eher als Nekromant, Waffenspezialist oder Kampfmagier aufspielen.

Die Gegner-KI agiert nicht immer schlau. Meist rennen alle auf Sie los. Quelle: PC Games Die Gegner-KI agiert nicht immer schlau. Meist rennen alle auf Sie los. Die Menge an Zaubersprüche oder Spezialfähigkeiten ist bewusst klein gehalten. Fünf bis sechs aktive Skills müssen ausreichen. Daneben bietet Ihnen Torchlight aber noch passive Eigenschaften an, mit denen Sie Ihren Charakter weiter verfeinern.So dürfen SIe Ihre Expertise mit Fernkampfwaffen verbessern oder Ihre Chance auf einen Schatzfund erhöhen. Hinzu kommen noch seltene Spruchrollen, von denen Sie vier gleichzeitig ausrüsten und zu denen Heilung oder Feuerstoß gehören. Neben den eigentlichen Erfahrungspunkte gibt es außerdem noch Ruhmpunkte, die Sie bekommen, wenn Sie Bossgegner töten. Pro Ruhm-Anstieg bekommen Sie, ähnlich wie beim XP-Anstieg einen zusätzlichen Skillpunkt. Und natürlich bringt jeder Stufenanstieg fünf Bonuspunkte, die Sie auf die Eigenschaften Stärke, Geschicklichkeit, Magie und Verteidigung vertreilen dürfen.

Das Spiel läuft dann ab, als hätte man im Wörterbuch unter "Action-RPG-Gameplay" nachgeschlagen. Wer ein Diablo auch nur von Weitem mal gesehen hat, findet sich sofort zurecht. Per Mausklick schicken Sie Ihren Charakter auf die Reise oder greifen an. Spezialfähigkeiten, Tränke und Spruchrollen sind auf die Tasten 1 bis 10 verteilt. Die rechte Maustaste dürfen Sie zudem mit zwei verschiedenen Skills belegen, zwischen denen Sie per Tabulator-Taste hin und her schalten. Das sorgt für einen zügigen Spielfluss und schnelle Erfolge.

Begleitet werden Sie auf Ihren Wegen durch die Dungeons von Ihrem treuen Haustier. Sie dürfen zwischen einem Hund und einer luchsähnlichen Katze wählen. Runic hat aus dem Pet keine nette Dreingabe, sondern ein echtes Spielelement gemacht. Ihr pelziger Kollege greift auf eigene Faust sehr effektiv Gegner an, es sie denn Sie stellen Ihn auf "defensiv" oder "passiv". Steht es schlecht um den kleinen Kerl, verschwindet er für eine kurze Zeit, bis seine Lebensenergie wieder Normalstand erreicht hat. Besser noch: Ihr Pet darf Ringe und Amulette tragen, zwei modifizierbare Zaubersprüche benutzen und gewinnt auch noch an Erfahrung und dadurch an Kampfkraft hinzu. Bald schon werden Sie den Kampfgefährten nicht mehr missen wollen. Auch weil er ein eigenes Inventar hat. Dort hinein packen Sie alle Gegenstände, die Sie nicht brauchen. Einen Knopfdruck später wetzt Ihr Haustier in Richtung Händler, um den ganzen Krempel zu verkaufen und dann zurückzukommen, um Ihnen das Geld abzuliefern. So können Sie sich ganz auf das Monster-Schnetzeln konzentrieren und müssen nicht ständig ins Dorf zurück. Eine der besten Genre-Ideen der letzten Jahre!

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  1. Seite 1 Torchlight im Test: Die deutsche Retail-Version
  2. Seite 2 Torchlight (Download-Version) im Test: Über Diablo-Klau und die Klassen
  3. Seite 3 Torchlight (Download-Version) im Test: Über Spieldauer, Mehrspieler-Modus und Quests
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