Torchlight 2 im Test: Das hat uns nicht gefallen
Torchlight 2 im Test von PC Games: Nicht mal 20 Euro will Runic Games für sein neues Werk haben. Dafür bekommt ihr ein knallbuntes Action-RPG mit allem, was dazugehört: Coole Klassen, starke Monster, tonnenweise Loot, Mod-Support und einen Mehrspielermodus. Muss Diablo 3 sich etwa Sorgen machen? Nein. Aber Torchlight 2 zeigt, dass es auch anders geht - ganz ohne Auktionshaus und Online-Zwang.
Schwache Story, öde Quests
Torchlight 2 hat deutlich mehr Handlung als sein Vorgänger. Damit wäre auch schon das Wichtigste über die Story gesagt, denn der Plot an sich ist austauschbar und belanglos. Die Quests führen den Spieler zwar schön von einem Ziel zum nächsten, doch warum man da gerade wen verdrischt, das geht in der Handlung völlig unter. Runic selbst hat uns gegenüber bestätigt, dass ihnen die Geschichte nicht wirklich am Herzen liegt - das Kämpfen und Looten geht für die Entwickler eindeutig vor. Immerhin: Einige Quests und Ereignisse bieten ein paar hübsche Gags – wer sich also die Mühe macht, die Textfenster zu lesen, wird hin und wieder mal mit einem kleinen Lacher belohnt.
Balancing nicht perfekt
In Torchlight 2 wählt ihr zwischen einer von vier Schwierigkeitsstufen. Die erste ist zu vernachlässigen, denn bereits die die zweite Stufe "Normal" fällt insgesamt etwas zu leicht aus. Fordernd wird's erst auf "Veteran", der dritten der vier Stufen - allerdings kann es hier leicht passieren, dass man im späteren Spielverlauf Probleme bekommt, wenn man sich bei der Talentauswahl verskillt hat (ähnlich wie schon in Torchlight 1, das im späteren Spielverlauf sprunghaft schwerer wurde). Falls es dann wirklich zu knifflig wird, bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als sich entweder tapfer durchzubeißen oder das Spiel eben auf einer leichteren Stufe weiterzuspielen, was zum Glück jederzeit möglich ist. Grundsätzlich lassen sich Balancing-Schwächen also auf diese Weise umgehen, doch ideal gelöst ist das nicht. Hier sollte Runic noch ein bisschen nachbessern – eine goldene Mitte zwischen "Normal" und "Veteran" wäre wünschenswert.
Schickes Design, aber technisch nur Mittelmaß
Natürlich kein echter Kritikpunkt, aber man muss es zumindest ansprechen: Ja, Torchlight 2 ist technisch veraltet. Die Grafik ist polygonarm, die Texturen sind matschig, manche Effekte sind nicht mehr ganz zeitgemäß. Trotzdem sieht das Spiel mit seinem bewusst detailarmen Comicstil sehr hübsch aus, der farbenfrohe Look, die abwechslungsreichen Levels und die wuchtigen Kämpfe gleichen die altbackene Technik weitestgehend aus. Vor allem der dritte Akt überrascht mit vielen optischen Details. Und bei dem günstigen Preis sollte man eben auch kein Technikwunder erwarten: Runic hat seine begrenzten Kapazitäten ins Gameplay und ins Design, nicht aber in die Grafikengine gesteckt - und das ist letzten Endes die bessere Wahl.
Kaum neue Ideen
Mit Torchlight 2 geht Runic auf Nummer sicher: Das Spiel bügelt die ärgsten Kritikpunkte des Vorgängers (Multiplayer, Oberwelten) aus, liefert mehr Umfang, Abwechslung und coole Klassen, belässt es dabei aber auch. Kämpfe, Items, selbst das Begleiter-Pet, das ist alles wie im Vorgänger, da hat sich nichts weiterbewegt. Kleine Ergänzungen wie Gegner, die Phasen-Portale öffnen oder Waffen, die bei Benutzung stärker werden, fallen da kaum ins Gewicht. Ein paar neue Ideen hätten der Spielerfahrung sicher gut getan.

Die neutrale Formulierung "Motivierender Spielfluß" als gleichwertig zu "Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf", "Enorm motivierende Beutejagd" und "Kraftvoll inszenierte, wuchtige Kämpfe" ist schon, ja ehrlich gesagt, verlogen. Ist Ihnen die lächerlich überzogen positive Sprache bei den Pluspunkten im Diablo 3 Test wirklich nicht aufgefallen? Und im Gegensatz dazu die schon fast deprimierende gelangweilte Wortwahl bei Torchlight 2?
Wenn ich einem Spieler die beiden Formulierungen "Motivierender Spielfluß" und "Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf" vorlegen würde und ihn dann bitten würde mir zu sagen, um wieviele Prozentpunkte die Spielspasswertung sich unterscheidet, glauben Sie er würde 5% sagen?
Man muß ja auch beachten, daß die Firmen diese Sätze auf die Packungen der Spiele zum Zwecke der Werbung schreiben. Wenn man das beachtet, dann kann man "Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf" ja schon fast als Werbung auslegen und nicht mehr als Wertung.
Wenn man sich die beiden Tests durchliest erhält man den Eindruck, daß "Torchlight 2" kritisch getestet wurde und das bei "Diablo 3" ihr Eure womöglich vorhandenen kritischen Gehirnfertigkeiten aus dem Fenster geworfen habt und es bewertet wurde wie kreischende 14jährige Bieberfans ein Bieberkonzert bewerten würden.
"Saubere Arbeit, Runic! Torchlight 2 bietet den gleichen guten Spielfluss, den ich schon vom ersten Teil gewohnt bin, packt ansonsten aber an jeder Ecke eine Schippe drauf."
Und bitte nicht vergessen: Wir haben Torchlight 2 eine wunderbare 86-Punkte-Wertung gegeben. Damit kann der Publisher genauso werben wie Blizzard mit "Süchtigermachender, flüssiger Spielablauf", wenn er das denn will. Ich fände es falsch, einzelne Formulierungen anzuprangern, weil man darin einen vermeintlichen Wertungsunterschied erkennt. Im Zweifelsfall sind das einfach Variationen im Schreibstil des jeweiligen Redakteurs.
Die neutrale Formulierung "Motivierender Spielfluß" als gleichwertig zu "Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf", "Enorm motivierende Beutejagd" und "Kraftvoll inszenierte, wuchtige Kämpfe" ist schon, ja ehrlich gesagt, verlogen. Ist Ihnen die lächerlich überzogen positive Sprache bei den Pluspunkten im Diablo 3 Test wirklich nicht aufgefallen? Und im Gegensatz dazu die schon fast deprimierende gelangweilte Wortwahl bei Torchlight 2?
Wenn ich einem Spieler die beiden Formulierungen "Motivierender Spielfluß" und "Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf" vorlegen würde und ihn dann bitten würde mir zu sagen, um wieviele Prozentpunkte die Spielspasswertung sich unterscheidet, glauben Sie er würde 5% sagen?
Man muß ja auch beachten, daß die Firmen diese Sätze auf die Packungen der Spiele zum Zwecke der Werbung schreiben. Wenn man das beachtet, dann kann man "Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf" ja schon fast als Werbung auslegen und nicht mehr als Wertung.
Wenn man sich die beiden Tests durchliest erhält man den Eindruck, daß "Torchlight 2" kritisch getestet wurde und das bei "Diablo 3" ihr Eure womöglich vorhandenen kritischen Gehirnfertigkeiten aus dem Fenster geworfen habt und es bewertet wurde wie kreischende 14jährige Bieberfans ein Bieberkonzert bewerten würden.
Auch das explizit die "teils zufallsgenerierte Levels" als Pluspunkt erwähnt werden, während die KOMPLETT Zufallsgenerierten Level von TL2 überhaupt nicht erwähnt werden macht deutlich wie voreingenommen hier an das Spiel herangegangen wurde.
"Motivierender Spielfluß", "Effektgeladene Kämpfe" und "Schön designte Klassen" sind zwar positive Formulierungen aber im Vergleich zu Diablo 3 auffallend neutral und ruhig.
Zwei der Drei Minuspunkte von TL2 ("mäßiges Balancing", "Schwache Story und maue Quests") gelten auch für Diablo 3, nur wurden Sie dort entweder als Pluspunkt angegeben oder gar nicht erwähnt. Und bei Diablo 3 von "mäßigem" Balancing zu reden ist eine Untertreibung. "Grottenschlecht" trifft es schon eher. Selbst 5 Monate nach Release gilt für Diablo 3: Act I Inferno keine Probleme = Act 2 Inferno keine Chance!
Bei Diablo 3 hieß es:
Süchtigmachender, flüssiger Spielablauf
Enorm motivierende Beutejagd
Kraftvoll inszenierte, wuchtige Kämpfe
Im Genrevergleich sehr gute Story...
Die Grafik ist klasse: wunderschöne Umgebungen, abwechslungsreiche Monster, tolle Spezialeffekte, feine Animationen.
Fünf reizvolle, coole Klassen mit vielseitigen Talenten und Spielweisen
Hoher Wiederspielwert durch vier Schwierigkeitsgrade und teils zufallsgenerierte Levels
Flexibles Talentesystem
Simple, motivierende Handwerksysteme
Einfache, präzise Steuerung
Angemessener Umfang (10 bis 15 Stunden)
Helden, Begleiter und NPCs sprechen häufig miteinander, das fördert die Atmosphäre
Gute Sprachausgabe, auf Deutsch wie auf Englisch. Das Spiel ist multilingual.
Exzellent gerenderte Zwischensequenzen
Viele Komfortfunktionen, kurze Laufwege
Bei Torchlight 2 hingegen:
Motivierender Spielfluß
Effektgeladene Kämpfe
Schön designte Klassen
Abwechslungsreiche Level
Offline Singleplayer, Lan und Online
Editor für Mods
Fairer Umfang, sehr günstiger Preis
Komisch, daß die Beutejagd welche zu den deprimierendsten und langweiligsten Teilen von Diablo 3 gehört dort positiv erwähnt wird, man dies bei TL2 wohl vergessen hat.Der Schaden von Gegenständen für Level 60 Charactere in Diablo 3 rangiert irgendwo zwischen 250 und 1400, wobei man alles unter 700 in Inferno wegschmeißen kann, nur mal als Beispiel was bei den Items falsch läuft.
Auch das explizit die "teils zufallsgenerierte Levels" als Pluspunkt erwähnt werden, während die KOMPLETT Zufallsgenerierten Level von TL2 überhaupt nicht erwähnt werden macht deutlich wie voreingenommen hier an das Spiel herangegangen wurde.
"Motivierender Spielfluß", "Effektgeladene Kämpfe" und "Schön designte Klassen" sind zwar positive Formulierungen aber im Vergleich zu Diablo 3 auffallend neutral und ruhig.
Zwei der Drei Minuspunkte von TL2 ("mäßiges Balancing", "Schwache Story und maue Quests") gelten auch für Diablo 3, nur wurden Sie dort entweder als Pluspunkt angegeben oder gar nicht erwähnt. Und bei Diablo 3 von "mäßigem" Balancing zu reden ist eine Untertreibung. "Grottenschlecht" trifft es schon eher. Selbst 5 Monate nach Release gilt für Diablo 3: Act I Inferno keine Probleme = Act 2 Inferno keine Chance!
60 Euro Spiel 10-15 Stunden Umfang: Angemessen
20 Euro Spiel 20 Stunden Umfang: Fair
Was????
Ganz klar hat die PcGames sich mit diesem Test blamiert.
Die Unschärfe kann man etwas entschärfen (:-B), in dem man Antialiasing im Menü des Spiels ausschaltet, ist aber trotzdem immer noch vorhanden.
Bei dem Spiel wurde wohl sehr viel Augenmerk auf den MP Teil gelegt, leider interessiert der mich nicht. Technisch hat das Spiel wie beim Vorgänger kaum schwächen, der oder die Programmier(er) die für die Steuerung verantwortlich sind, machen das extrem gut.
Und dadurch ist auch das Gameplay an sich sehr geschmeidig, jetzt fehlt noch ein zumindest kleiner Ansporn, weshalb man die ganzen Gegner überhaupt bekämpft.
Na ja, vielleicht wird bei Torchlight 3 wieder mehr Augenmerk auf den Singleplayer Teil gelegt.