Rainbow Six Vegas 2 (dt.) - Wie gut ist der Shooter wirklich?
Dass ein zweiter Teil kommen würde, war jedem klar, der Rainbow Six: Vegas durchgespielt hatte. Gut ein Jahr später ist es soweit, Ubisoft schickt Sie erneut nach Las Vegas, um unter bösen Buben aufzuräumen. Dieses Mal allerdings schlüpfen Sie in die Uniform von Teamleiter Bishop, anstatt wie zuvor Haudegen Logan Keller zu steuern. Denn die Ereignisse, die Sie in Vegas 2 erleben, spielen parallel zum ersten Teil. Wer jetzt erneut auf Glitzerstadt und Glückspiel-Flair hofft, wird enttäuscht. Die sieben Szenarien, die Sie im Team oder auch mal einzeln durchstreifen, könnten ebenso gut in jeder anderen amerikanischen Stadt angesiedelt sein. Nur selten sehen Sie Casinos von innen. Stattdessen geht es über Häuserdächer, Spielemessen, Turnhallen oder Fabriken. Die Level sehen allesamt nicht mehr frisch aus und hätten die ein oder andere Frischzellenkur vertragen: Die Texturen sind grob, oftmals stolpern Sie durch trist-graue Räume und langweilige Hallen.
Wer den Vorgänger kennt, kommt mit dem taktischen Kampfsystem von Vegas 2 sofort klar. Denn das wurde komplett übernommen und leicht erweitert. Noch immer schmiegen Sie sich auf Mausdruck an Wände und geben per Leertaste Befehle wie das Aufbrechen einer Tür. Das funktioniert tadellos und ringt ein kleines Grinsen ab, wenn etwa ein Zugriff über zwei Türen erfolgreich war. Die KI-Kollegen folgen meist zuverlässig Ihren Befehlen und sind obendrein zielsicher. Nur bei Granatenbewurf gucken sie teilnahmslos zu, wie ihnen die Dinger vor die Füße kullern.
Die größten Fehler macht Rainbow Six: Vegas 2 bei Ihren Gegnern. Nicht nur, dass die Kerle eine auffällige Abwesenheit von Intelligenz an den Tag legen, sondern sie fallen zeitweilig noch dazu in solchen Massen über Sie her, dass die Fassade eines taktischen Shooters ordentliche Risse bekommt. Meist geschieht das, wenn Sie einen bestimmten Bereich in einem Raum erreichen und damit eine Sequenz auslösen. Der sorgt dafür, dass urplötzlich dutzende Feinde aus vorher schon gesäuberten Bereichen erscheinen und Sie ins virtuelle Jenseits schicken.


Das war mMn die beste Idee, die je ein Spieleentwickler hatte. Es ist einfach total lächerlich und abwegig in einem Shooter (oder z.B. in Splinter Cell) auf dem Boden…