Tom Clancy's Ghost Recon - Breakpoint in der Vorschau: Mit dem Punisher zum Erfolg?

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Tom Clancy's Ghost Recon - Breakpoint in der Vorschau: Mit dem Punisher zum Erfolg?
Quelle: Ubisoft

Die Ghost Recon-Reihe gehört zu Ubisofts ältesten Triple-A-Marken. Vor allem mit dem ersten Open-World-Ableger der Reihe hat der französische Publisher große Erfolge gefeiert. Nun wollen die Entwickler mit Breakpoint nachsetzen und einige der Kritikpunkte des Vorgängers ausbügeln. Wir waren bei den Entwicklern in Paris zu Besuch und verraten euch, welche Neuerungen für ein frisches Spielgefühl sorgen sollten.

Wenn man an Ubisoft denkt, kommen uns Vielspielern sogleich die großen Triple-A-Marken wie Assassin's Creed, Far Cry, The Division und vielleicht noch Rainbow Six sowie Watch Dogs in den Sinn. Dass der französische Publisher aber mit der Ghost Recon-Reihe seit nun mehr über 18 Jahren eine hochwertige Spieleserie sein Eigen nennt, ist noch vor gar nicht allzu langer Zeit - genauer gesagt vor dem äußerst erfolgreichen Launch von Wildlands - ein wenig in Vergessenheit geraten. Doch mit dem ersten Open-World-Ableger machte Ubisoft eine Punktlandung und bekam weltweit nicht nur sehr gute Wertungen (bei uns etwa eine 8/10), sondern gehörte zu den verkaufsstärksten Titeln von 2017. Vor allem die riesige und zugleich abwechslungsreiche Spielwelt kam gut an und ebenso war das Koop-Feature sehr angesagt. Einige Kritikpunkte gab es allerdings, etwa die recht dünne und eher schlecht als recht inszenierte Handlung und der Fakt, dass Wildlands im Vergleich mit den anderen Ubisoft-Spielen nicht allzu viele richtige Alleinstellungsmerkmale hatte.

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Diese beiden Punkte sind offensichtlich dem verantwortlichen Entwickler, Ubisoft Paris, ebenfalls aufgefallen. Für das nun angekündigte Ghost Recon: Breakpoint (jetzt kaufen 16,99 € ) hat man den Hollywood-Schauspieler Jon Bernthal (bekannt aus The Walking Dead und The Punisher) angeheuert, um mit einem charismatischen Bösewicht der Story ein wenig mehr Schauwert und Tiefgang zu verleihen. Zudem soll die Expertise des Ex-US-Army-Green-Berets Emil Daubon dafür sorgen, dass die Spielmechanik die harte Realität von echten Soldaten etwas mehr als der Vorgänger wiederspiegelt und sich spielmechanisch auch mehr von Titeln wie Far Cry oder The Division unterscheidet. Wir konnten uns noch vor dem Ghost Recon: Breakpoint-Enthüllungs-Event von den Neuerungen überzeugen lassen und sogar - aber leider nur kurz - Hand anlegen. Was wir uns nach der Präsentation und dem Probespielen von dem am 4. Oktober erscheinenden neuen Teil erwarten, verraten wir euch in unserer Vorschau. Im Interview auf der nächsten Seite erfahrt ihr hingegen, wie wichtig den Entwicklern die Zusammenarbeit mit Emil Daubon ist und welche Lektion die wichtigste war, die das Studio aus der Entwicklung des Vorgängers gelernt hat.

Ghost Recon - Breakpoint in der Vorschau: Kriegsgeschichte mit Hollywood-Faktor

Während wir in Ghost Recon: Wildlands noch gegen einen fiesen Drogenbaron in Bolivien vorgingen, versetzt uns Breakpoint in eine recht düstere (nahe) Zukunft, in der wir auf einer fast schon paradiesischen Pazifik-Insel Aurora gegen einen ehemaligen Kameraden namens Cole D. Walker und seine "Wolves" genannten Schergen kämpfen. Der von Jon Bernthal gemimte Fiesling hat die Kontrolle über den Hightech-Konzern Skell Tech übernommen und will nun die Welt mit KI-gesteuerten Drohnen malträtieren. Wer den neuen Bösewicht schon vor dem Release von Ghost Recon: Breakpoint kennenlernen möchte, hat übrigens jetzt schon die Gelegenheit dazu. Für Wildlands erschien am 2. Mai eine kostenlose Operation, in der wir noch an der Seite von Cole D. Walker kämpfen, um einen Skell-Tech-Ingenieur in Bolivien zu befreien. Wozu die erfolgreiche Geiselrettungsmission in "Operation Oracle" geführt hat, erleben wir dann in Breakpoint.
Jon Bernthal mimt in Ghost Recon: Breakpoint den Bösewicht Cole D. Walker. Quelle: Ubisoft Jon Bernthal mimt in Ghost Recon: Breakpoint den Bösewicht Cole D. Walker.

Ghost Recon - Breakpoint in der Vorschau: Überlebenskampf

Zu Beginn von Ghost Reacon: Breakpoint gehören wir wieder einer Gruppe Ghost-Soldaten an, deren Helikopter bei der Ankunft auf der von den "Wolves" übernommenen Insel sogleich durch einen Nano-Drohnenangriff abgeschossen wird. Von nun an heißt es für uns, erst einmal alleine gegen einen übermächtigen Feind zu kämpfen, der nicht nur dank der Drohnenwaffen besser ausgestattet ist, sondern sich obendrein deutlich besser mit der Umgebung auskennt. In Breakpoint wird es folglich zumindest in den ersten Stunden um einen beinharten Überlebenskampf gehen, der sich durch viele passende Gameplay-Mechaniken bemerkbar macht.

Am Lagerfeuer können wir unsere Waffen warten und sie so noch zielgenauer machen. Quelle: Ubisoft Am Lagerfeuer können wir unsere Waffen warten und sie so noch zielgenauer machen. Eines der wichtigsten Neuerungen von Breakpoint in dieser Hinsicht ist das Lagerfeuer. Hier können wir uns um viele Dinge mit unseren Teamkameraden kümmern, die uns bei den nächsten Einsätzen behilflich sein werden. Wir können zum Beispiel unsere Waffen warten und so Boni für die Genauigkeit der Schießeisen bekommen. Zudem versorgen wir uns mit Essen an den Lagerfeuern. Ebenso ist es möglich, Bandagen und andere Hilfsmittel zu craften, wenn man denn genügend Materialien eingesammelt hat. Am wichtigsten könnte es aber sein, Wunden an den Übernachtungsplätzen zu kurieren. In Ghost Recon: Wildlands verlieren wir in den Gefechten nicht nur Trefferpunkte, sondern können an unterschiedlichen Stellen verletzt werden. Die Wunden können sich etwa auf unsere Beweglichkeit, aber ebenso auf das Waffen-Handling auswirken. Wenn die Verletzung sich sehr stark bemerkbar macht, sollten wir folglich vor einem Einsatz auf das Craften oder die Waffenwartung verzichten. Eine weitere essenzielle Option am Lagerfeuer ist die Möglichkeit, die Klasse zu wechseln. In Breakpoint stehen uns nämlich Charaktertypen wie ein Scharfschütze oder ein Sturmsoldat zur Verfügung, die - ähnlich wie in Rainbow Six: Siege - unterschiedliche Gadgets in die Gefechte mitnehmen. Vor allem im Koop-Modus sollte man sich also vor einer Mission absprechen, welche Klassen sich am besten für den jeweiligen Einsatz eignen. Die Lagerfeuer selbst können wir übrigens nicht an einer beliebigen Stelle aufschlagen, dafür soll es festgelegte Positionen auf der weitläufigen Karte von Aurora geben.

Ghost Recon - Breakpoint in der Vorschau: Alle Modi gleich zum Start

Neben der neuen, riesigen und wieder einmal unglaublich abwechslungsreichen Spielwelt und dem Survival-Aspekt wollen die Entwickler damit punkten, dass wir Breakpoint von Anfang an in allen Spielmodi spielen können. Das heißt, dass wir entweder alleine oder mit bis zu drei weiteren Kämpfern den "Wolves" stellen können oder auch sofort gegen andere Spieler im PvP-Modus vorgehen können. Das soll dafür sorgen, dass man schon zu Beginn freier als noch im Vorgänger entscheiden kann, wie viel Zeit man auf Aurora verbringen möchte. Falls man einige Stunden über hat, empfiehlt sich der Koop- oder der Einzelspielermodus, für kurze Sessions hingegen die PvP-Kämpfe. Egal in welchem Modus wir Breakpoint spielen, verdienen wir Erfahrungspunkte sowie Loot für unseren Charakter und profitieren so immer von der gespielten Zeit.
Die offene und riesige Spielwelt wird wieder eines der großen Stärken werden. Quelle: Ubisoft Die offene und riesige Spielwelt wird wieder eines der großen Stärken werden.

Ghost Recon - Breakpoint in der Vorschau: Trumpf und Joker

Ob die vielen neuen Spielmechaniken sich gut in das Gameplay einfügen werden, können wir aber noch nicht sagen. Auf dem Event konnten wir lediglich einen kurzen Abschnitt einer einzigen Mission ausprobieren. Hier kamen die Survival-Mechaniken kaum zum Tragen - viel mehr hatten wir das Gefühl, Ghost Recon: Wildlands mit einigen, kleineren Veränderungen zu spielen. So waren das Waffen-Handling, die recht gute Gegner-KI und auch die Grafik zum Verwechseln ähnlich. Unterschiede gab es eher nur in den Details. So konnten wir für die Erstürmung einer feindlichen Drohnenfabrik und der Rettung einer Geisel die überarbeitete Breaching-Mechanik anwenden. In Breakpoint kann man nämlich an beliebigen Stellen Stacheldrahtzäune mit einem Gadget aufreißen und so den Punkt selbst bestimmen, von wo aus man ins feindliche Lager eindringen möchte. Neu war auch, als nach einigen Schusswechseln mit einer mittelgroßen Drohne sowie Standard-Wachen die Geisel befreit war, wir in einem Dialog entscheiden konnten, ob wir auf Nummer sicher gehen und den Einsatz an der Stelle beenden oder ob wir lieber noch die Fabrik sabotieren. Aber auch das macht den Kohl unserer Meinung nach nicht fett und so sind wir eher gespannt, wie sich die frischen Survival-Elemente im Spiel abseits der Missionen auswirken. So oder so freuen wir uns aber über die Ankündigung von Ghost Recon: Breakpoint. Das Spiel hat wieder mit seiner riesigen und interessanten Open-World einen Trumpf in der Hand und mit Jon Bernthal dazu einen Joker, der die Story alleine durch sein charismatisches Auftreten interessant machen könnte.

Meinung

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Ghost Recon - Breakpoint: Vorschau zu Ubisoft neuen Taktik-Shooter
  2. Seite 2 Ghost Recon - Breakpoint: Interview mit Nauredine Abboud und Emil Daubon
    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cyberthom Mitglied
        Dank Ubisoft, habe ich mir wieder Geld für einen guten Titel gespart der kein Onlinezwang hat :-))

        Onlinezwang werde ich meiden..
      • Von Cyberthom Mitglied
        Dank Ubisoft, habe ich mir wieder Geld für einen guten Titel gespart der kein Onlinezwang hat :-))

        Onlinezwang werde ich meiden..
      • Von Celerex Mitglied
        Zitat von Kavalier27K
        Deine Worte sind mir ein "Rätzel"....hast Du Wildlands mal in den letzten Monaten gespielt? Was da Alles geboten wird ist kaum mehr zu vergleichen mit dem Spiel als es raus kam.
        Mein Resümee gilt der Releasefassung und den 2-3 Monaten danach, bis ich/wir es durchgespielt habe/n. Die von mir angeprangerten Tests beziehen sich im Übrigen auch auf die Releasefassung und nicht auf ein 2 Jahre lang gepatchtes Spiel.

        Ich habe das Spiel mit zwei Leuten gespielt, mein Bruder hat es seinerzeit überwiegend solo durchgespielt und wir alle kamen über kurz oder lang zum gleichen Ergbenis. Die Entwickler hatten eine fantastische Idee, welche zu der Zeit einfach nur mangelhaft umgesetzt wurde. Einer von uns ist nach einiger Zeit sogar komplett ausgestiegen und hat es nie fertig gespielt. Das Stealth Gameplay, die Grafik, Synchronisation und die Spielwelt waren sehr gut. Das Spiel hatte aber viele elementare Schwächen (siehe ersten Beitrag), die man absolut nicht ignorieren und schon gar nicht verzeihen konnte. Teilweise spawnten in Verteidigungmissionen (wir spielten auf dem zu der Zeit schwierigsten Schwierigkeitsgrad) Gegner direkt im selben Raum. Oft passierte es, dass der komplette Stützpunkt meinen/unseren Aufenthaltsort kannte, nur weil ein Gegner erst beim zweiten Schuss (stets mit Schalldämpfer) erledigt wurde. Und die Abwechslungsarmut war für mich eine der größten Schwächen des ganzen Spiels. Man hat vom ersten bis zum letzten Gebiet immer und immer wieder die gleichen Aufgaben erledigt. Ausnahmen waren eine absolute Rarität. Mag sein, dass sowas manchen Spielern mit einem Drang zu Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefällt, aber uns hat das auf Dauer absolut gelangweilt.

        Es ist gut möglich, dass sich das Spiel über die Jahre gut entwickelt hat, aber als das Ding released wurde, war es meiner Meinung nach weit entfernt von einer 8/10.
      • Von LOX-TT Mitglied
        fand Wildlands eigentlich ganz cool, hatte auch ne schöne Welt und die scheint es in Breakpoint ja auch wieder zu geben :)
      • Von Kavalier27K Mitglied
        Zitat von Celerex
        Wildlands hatte soviel Potential und hat leider alles verschenkt. Die ersten 20-30% waren ja ganz witzig, ab da hat sich aber leider bis zum Ende einfach nur alles wiederholt. Man hat im Prinzip immer das Gleiche gemacht, nur die Umgebung war anders. Überhaupt keine Abwechslung bei den Missionsaufgaben. Gehe in’s feindliche Lager und sprenge dies oder berge jenes. Die dumme KI, die langweilige Story, furchtbare Fahrzeug- und Helekoptersteuerung und das dämliche Gegner-Spawning haben dann ihr Übriges dazu getan. Also wenn Ubisoft „etwas aus dem Vorgänger gelernt“ haben sollte, dann, dass sie viele Kernelemente eines open World Shooters komplett vergeigt haben. Wie das Spiel mancherorts so gut wegkommen und Wertungen über 80 oder 8/10 bekommen konnte, ist mir ein Rätsel. Denn die genannten Probleme hatten nun nichts mit Geschmack zu tun. Klich kann nur hoffen, dass der Nachfolger eine 180 Grad Wendung macht.
        Deine Worte sind mir ein "Rätzel"....hast Du Wildlands mal in den letzten Monaten gespielt? Was da Alles geboten wird ist kaum mehr zu vergleichen mit dem Spiel als es raus kam.
        Oder einfach nur ein Troll?
      • Von Kavalier27K Mitglied
        Zitat von TheFanaticTesters
        Persönlich bin ich absolut Begeistert und kann es kaum erwarten bereits Wildlands war eines meiner lieblings Spiele und ich spiele es noch heute( Kamen ja auch erst neue Missionen hinzu) Optisch war bereits Wildlands eines der schönsten Spiele die ich je geshen habe und ich ertappte mich immer wieder wie ich einfach nur die Gegend bestaunte und die ganzen Details.Hoffe sie weichen nicht zu viel ab und das es auch nicht zu viele roboter (drohnen ) fights geben wird oder man eben wie bei The Devision stunden lang auf einen Gegner feuern muss bis der dann auch endlich hin ist...das wäre einfach nur daneben und ist bei The Devision einer der gründe weshalb das Spiel bei mir nur herumliegt!
        Könnten meine Worte sein :D
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