Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • STRIKE SUIT ZERO

    Test: Überraschend uninspiriert

    Ein Indie-Entwicklerstudio verspricht einen geistigen Nachfolger glorreicher Weltraum-Shooter wie Freelancer und Wing Commander, zu Teilen finanziert über Kickstarter. Ist Strike Suit Zero der wahr gewordene feuchte Traum aller Hobby-Weltraumpiloten? Oder hat die Space Opera abseits wohliger Reminiszenzen an alte Genre-Perlen nicht viel zu bieten?

    Darum geht es: Ihr sitzt in einem Raumschiff und schießt auf andere Raumschiffe. Ja, so simpel lässt sich Strike Suit Zero zusammenfassen. Klar, es gibt eine Handlung, vier verschiedene Typen von Weltraumschaluppen, zwei unterschiedliche Bordgeschütze und ein halbes Dutzend Raketenarten. Dazu noch 13 Missionen, die ihr in linearer Art abklappert und dabei verschiedenste Aufgaben bewältigt. Aber das ist alles so nebensächlich wie die Hintergrundstrahlung in unserem Kosmos, am Ende geht es vorrangig ums Kaputtmachen großer Stahlkonstrukte.

    Wer trotzden mehr Details benötigt, um sich ein Bild vom Spiel zu machen, für den erweitern wir unsere Aussage noch um Folgendes: Strike Suit Zero ist wie Freelancer. Nur ohne Handel, ohne großes Universum, ohne spannenden Plot. Spaß macht's trotzdem. Irgendwie. Wenn auch nur offline, einen Mehrspielermodus gibt es nämlich nicht.

    So haben wir getestet
    Wir spielten eine zum Test freigegebene, aber noch nicht zu 100 Prozent fertige Steam-Version einmal komplett durch. Dafür benötigten wir rund sieben Stunden. Für die Verkaufsfassung versprachen die Entwickler, das nicht perfekte Balancing zu verfeinern und einen Fehler zu beheben, der die Aktivierung des Anti-Aliasing für sanftere Texturkanten verhinderte. In die Wertung flossen diese Versprechungen aber natürlich nicht ein.

    Info: Verfügbarkeit, Kopierschutz, Preis
    Strike Suit Zero ist ab dem 23. Januar um 19 Uhr auf Steam, Green Man Gaming und Gamersgate verfügbar und kostet 19 Euro. Zur Installation benötigt ihr ein kostenloses Steam-Konto und einmalig eine aktive Internetverbindung. Die Sprachausgabe ist Englisch, dazu gibt es deutsche Untertitel.

    Das hat uns gefallen

    Prächtige, schnelle Grafik/tolle Schlachtenatmosphäre
    Strike Suit Zero sieht wie ein grafisch aufgemotztes Freelancer aus: Die Effekte sind knallig und oft sehr schön, die kleinen Jäger könnten einfallsreicher designt sein, die gigantischen Raumstationen und sich majestätisch durch die Leere schiebenden Großkampfschiffe (inklusive meterdicker Freespace 2-Gedenk-Laserstrahlen) sehen spitze aus. Auch das All kann sich sehen lassen: Hübsche Planeten im Hintergrund und trübe Nebelschwaden lockern die samtene Schwärze optisch auf. Dabei läuft das Spiel stets flüssig und kommt auch bei einer Vielzahl riesiger Explosionen nichts in Stottern. Lediglich die allgegenwärtigen, oft übertriebenen Lens-Flare-Effekte und das wenig elegante, klobige Interface stören den Gesamteindruck.

    Eine besondere Erwähnung wert ist der Soundtrack. Der stammt vom selben Komponisten, der auch einst die Musikuntermalung zum Weltraum-Strategiespiel Homeworld gestaltete. Zwischen den beiden Klanguniversen lassen sich viele Parallelen ziehen. Die Wichtigste: Die Musik von Sound Strike Zero ist jederzeit hörenswert, oftmals packend, manchmal gespenstisch ruhig und immer ein gelungener Kontrapunkt zum beängstigenden, stillen Vakuum des Weltalls. An das hohe Homeworld-Niveau reicht sie allerdings nicht ganz heran.

    Abwechslungsreiche Missionsziele
    Die Kampagne umfasst 13 Missionen, in denen die Entwickler alles abspulen, was in einem Weltraum-Shooter in den 90er und 2000er Jahren zum guten Ton gehörte: Ihr eskortiert verletzliche Kreuzer, navigiert ein Minenfeld, beschützt Bomber bei einem Angriff auf eine kilometerlange Raumstation, feuert selbst Torpedos auf Schiffswerften ab, fangt im nächsten Moment wieder feindliche Projektile ab, vernichtet gegnerische Jagdgeschwader und so weiter und so fort. Das ist abwechslungsreich und fordernd, aber eben auch nichts Neues.

    Coole Mech-Action im "Strike Suit"-Modus
    Na gut, eine Besonderheit hat Strike Suit Zero dann doch vorzuweisen: Eines der vier Raumschiffe, das ihr gezwungenermaßen in den meisten Einsätzen steuert, verwandelt sich auf Knopfdruck in eine Art fliegenden Kampfläufer. Dieser kann nicht nur flott zur Seite und nach hinten ausweichen, sondern verfügt auch über besonders starke Bordkanonen sowie eine automatische Zielerfassung und nimmt mit seinen Raketen bis zu 40 (!) Ziele gleichzeitig aufs Korn. Das geht aber nur so lange der Anzug genug Saft hat; die Energieleiste füllt sich mit jedem erledigten Gegner wieder auf. Durch den regelmäßigen Wechsel des Betriebsmodus spielen sich die Gefechte im "Strike Suit"-Jäger flott und abwechslungsreich.

    Eingängige Maussteuerung
    Wie in Freelancer habt ihr mit der Kombination aus Maus, WASD und einer Handvoll Tastenkürzel euer Raumschiff perfekt im Griff. Dabei haben die Entwickler Zugänglichkeit und Spielspaß den Vorzug vor einer physikalisch korrekten Flugphysik gegeben. Alle Tasten sind zudem frei belegbar. Gute Nachrichten: Auch mit dem Joystick steuert ihr eure Nussschale sicher durch die große Leere. Strike Suit Zero unterstützt zudem Gamepads – auch mit dieser Steuerungsmethode hatten wir im Test keine Probleme.

    Medaillen und Onlineranglisten motivieren
    Das Spiel bewertet eure Leistung nach jeder Mission und vergibt dementsprechend Bronze-, Silber,- Gold- und Platinmedaillen. Zusammen mit Online-Ranglisten, auf denen ihr eure Punktzahlen mit denen anderer Spieler vergleicht, motiviert das ein wenig zum erneuten Durchspielen bereits abgeschlossener Aufträge. Gut: Bei einem zweiten Durchgang wählt ihr selbst, bei welchem der vier Schiffe ihr ins Cockpit steigt. Besser: Alle Zwischensequenzen lassen sich per Tastendruck überspringen.

  • Es gibt 4 Kommentare zum Artikel

    Von usopia
    ...hmm, das Game könnte was für mich sein, muß ich mir mal genauer anschauen. Ein Weltraum-Ballerspiel ohne großartigen Handel- und Aufbau-Kram suche ich schon länger.
    Von PeterBathge
    Du meinst bestimmt Galaxy on Fire 2 HD.
    Von Enisra
    war das nicht ein Ipad-Spiel? Oder erinner ich mich da an was vollkommen anderes? Und naja, 10h Spaß am Weltraumkampf für nen Zwanni, bzw. weniger beim Steamdeal wo sich wohl bestimmt die meisten davon wieder verkaufen werden, ist jetzt auch wieder nicht der schlechteste Deal, mal schaun

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Far Cry 4 Release:

    Far Cry 4

    Ubisoft , Ubisoft Montreal
    Cover Packshot von Never Alone Release:

    Never Alone

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2014 PC Games Hardware 01/2015 PC Games MMore 03/2014 play³ 12/2014 Games Aktuell 01/2015 buffed 04/2014 XBG Games 12/2014
    PC Games 12/2014 PCGH Magazin 01/2015 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run

    Unser Netzwerk

    4PLAYERS VIDEOGAMES ZONE GAMES AKTUELL PC GAMES HARDWARE BUFFED READMORE GAMEZONE
article
1045088
Strike Suit Zero
Test: Überraschend uninspiriert
Ein Indie-Entwicklerstudio verspricht einen geistigen Nachfolger glorreicher Weltraum-Shooter wie Freelancer und Wing Commander, zu Teilen finanziert über Kickstarter. Ist Strike Suit Zero der wahr gewordene feuchte Traum aller Hobby-Weltraumpiloten? Oder hat die Space Opera abseits wohliger Reminiszenzen an alte Genre-Perlen nicht viel zu bieten?
http://www.pcgames.de/Strike-Suit-Zero-PC-256202/Tests/Strike-Suit-Zero-im-Test-1045088/
22.01.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/thumb/2013/01/Strike_Suit_Zero_im_Test__1__b2teaser_169.jpg
tests