Star Wars: Empire At War
Fällt der Generator, steht einem flächendeckenden Bombardement durch TIE-Bomber (Imperium) oder Y-Wings (Rebellen) nichts mehr im Wege.
Wie im echten Leben kriegt man für Credits alles: Raumschiffe, Technologie, Fabriken was man für einen galaktischen Feldzug eben so benötigt. Um den Betrag zu steigern, können Sie Schmuggler zu gegnerischen Sternen entsenden, die dort über einen bestimmten Zeitraum Geschäfte für Sie machen. Oder Sie errichten Minen auf Ihren Planeten, die automatisch Geld erwirtschaften.
Hier kommt eine nicht unwichtige strategische Entscheidung ins Spiel: Die Planeten besitzen lediglich eine begrenzte Zahl an Bauplätzen manche bis zu acht, andere nur zwei. Errichtet man eine Mine, fehlt einem der Bauplatz für produzierende Gebäude wie Kasernen oder Panzerfabriken. Oder im Falle von Welten entlang der Frontlinie für Verteidigungsanlagen wie Schutzschild, Turbolaser-Türme und schwere Boden-Weltraum-Geschütze, die bei Invasionen eine äußert wertvolle Hilfe in der Schlacht darstellen.
Auch gibt es in Empire at War keine Diplomatie. Gut, bei der aus den Filmen bekannten Rahmenhandlung sind Verhandlungen zwischen Rebellen und Imperium eh sinnlos.
Fehlt noch die Forschung, welche sich als Rebell anders gestaltet denn auf Seiten des Imperiums.
Während das Letztgenannte ein Forschungsgebäude errichten und einen bestimmten Betrag Credits für jede neue Technologiestufe berappen muss (insgesamt fünf an der Zahl), schicken die Rebellen R2-D2 und C-3PO auf Spionagemission und klauen Baupläne für neue Schiffe, Fahrzeuge und Gebäude vom Gegner. Das kostet zwar auch Credits, ist aber wesentlich cooler.
Auf in die Schlacht
Um gegnerische Welten zu erobern, ziehen Sie im Strategiemodus einfach eine Flotte aus Raumschiffen plus Bodentruppen auf ein feindliches System. Damit die Bodentruppen unbeschadet landen können, müssen Sie zunächst den Orbit des Planeten von Verteidigern befreien. Diese Raumschlachten gehören zu den absoluten Highlights von Empire at War.
Wenn große Schiffe wie Sternenzerstörer oder Mon-Calamari-Kreuzer aufeinandertreffen und eine Breitseite nach der anderen abfeuern, ist absolute Gänsehaut-Atmosphäre angesagt. X-Wings und TIE-Fighter schwirren über den Monitor, überall krachts und knallts und man kann sich einfach nicht an den Szenen satt sehen.
Anders als in Homeworld kämpft man in Empire at War im Weltall nicht dreidimensional. Raumschlachten ähneln im Grunde den Seeschlachten à la Age of Empires 3, sprich alle Schiffe bewegen sich in etwa auf gleicher Höhe. Das hat den Vorteil, das man sich wirklich auf das Gefecht konzentrieren kann und nicht noch mit einer widerspenstigen Kamera kämpfen muss. Hardcore-Strategen mögen diesen Punkt bemängeln, uns hat die Zweidimensionalität aber zu wirklich keinem Zeitpunkt gestört.
Spielerisch haben die Taktik-Schlachten im All einiges zu bieten. Beispielsweise können Sie nur eine begrenzte Menge an Schiffen gleichzeitig in die Schlacht führen. Verluste lassen sich zwar sofort ausgleichen, indem man über den Schalter "Verstärkungen anfordern" weitere Truppen nachzieht. Allerdings können Sie nur die Einheiten einsetzen, welche sich in Ihrer Flotte im Orbit befinden. Es ist also ratsam, immer genügend Schiffe in Reserve zu haben, um auch verlustreiche Kämpfe zu gewinnen.

