Die ganze Welt dreht sich um mich: Spieler im Mittelpunkt der Hintergrundgeschichte
Wissen Sie, was es mit der Prophezeiung über den Nerevarine in Morrowind auf sich hat? Bestimmt kennen Sie Kane, das charismatische Sektenoberhaupt der Bruderschaft von Nod im Command & Conquer-Universum. Computerspiele erzählen Geschichten, die uns meist gut in Erinnerung bleiben.
Zum Schreien komisch: Die LucasArts-Adventures zeichneten sich von jeher durch aberwitzige Stories und durchgeknallte Charaktere aus.
Spätestens seit die Videospiele in den 1980ern den Brutkästen der Arcade-Automaten entstiegen sind, erzählen sie Geschichten. Nicht umsonst waren Adventures die ersten Blockbuster auf den frühen Heimcomputern: Der Spieler konnte ein groß angelegtes, zusammenhängendes Abenteuer erleben, da er die Möglichkeit hatte, das Spiel zwischendurch abzuspeichern und später von dieser Stelle aus weiterzuspielen. Jetzt ging es nicht mehr darum, mit einer Münze möglichst viele Punkte zu erreichen, ehe man mit "Insert Coin" dazu aufgefordert wurde, von vorn zu beginnen.
Umfrage-Ergebnisse von pcgames.de.
Auf eine stark vereinfachte Art haben schon wenige Arcade-Games rudimentäre Geschichten erzählt. Der Klassiker Space Invaders von 1978 zum Beispiel, wo die Programmierer die Standardsituation der Alien-Invasion aus dem Science-Fiction-Film übernahmen, um Spielmechanik und Gameplay in einen sinnvollen Kontext zu stellen. Da wundert man sich schon , dass ausgerechnet die Game Studies in diesem Punkt anfangs vehement zerstritten waren. Game Studies? Ungefähr seit Ende des vergangenen Jahrtausends haben sich an verschiedenen Universitäten kluge Köpfe der Aufgabe verschrieben, Computerspiele genau zu untersuchen. Zunächst in den USA und Skandinavien, schließlich auch im deutschsprachigen Raum. Schnell hatten sich unter den Forschern zwei Fronten gebildet, die sich treffl ich darüber stritten, welchen Einfluss die Erzählung auf das Spiel hat. "Überhaupt keinen!", wetterten die einen. "Einen ganz entscheidenden!", hielten die anderen dagegen. Mittlerweile haben sich die Wogen im Disput zwischen Ludologen und Narrativisten weitgehend geglättet; die Wissenschaftler sind sich heute nahezu einig darüber, dass erstens nicht jedes Spiel eine Geschichte erzählt, zweitens Spiele ihre Geschichten anders erzählen als herkömmliche Medien (wie Film oder Literatur) und drittens jedes narrative Spiel eigene Mechanismen nutzt, um Story-Elemente zu transportieren.


1. Kreatives Storytelling -> 66%
2. Neuartiges Gameplay -> 17%
Da klafft schon eine sehr grosse Lücke, die ich für nicht repräsentativ halte. Wenn die Befragung auf dem Thema Gameplay basiert hätte, dann hätte das Ergebnis mit Sicherheit anders ausgesehen.
Wenn du willst, kannst du damit deine Lücke stopfen ^^:
3. Technische Innovationen -> 10%
4. Mehr vom Altbekannten -> 7%
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sind laut Adam Riese 100%
Ich halte das schon für repräsentativ
Ich glaub du missverstehst mich. Es geht nicht darum, die 100% vollzumachen. Es geht um die Differenz zwischen diesen beiden von mir genannten Punkten. Von 100 Befragten haben 66 angegeben, dass ihnen kreatives Storytelling am wichtigsten ist, aber nur 17 geht es primär um neuartiges Gameplay. Nur jeder Vierte findet Gameplay wichtiger als Story? Never! Wie gesagt, wenn das Kernelement dieser Befragung Gameplay gewesen wäre, dann würden die Ergebnisse ganz bestimmt anders aussehen. Um wirklich aussagekräftig und repräsentativ zu sein, müsste eine solche Umfrage völlig neutral gehalten werden. Alles andere ist suggestiv.
SSA
Genau genommen ist es mal wieder ein Ausschnitt aus dem "neuen" Magazinteil der Print-PCG(05/08 ?!)
Irgendwann muss ja mal ein Ergebnis div. Umfragen kommen..
Wie gesagt, toller Artikel. Natürlich kann man nicht jeden Tag fünf von der Sorte veröffentlichen - dafür steckt zu viel Aufwand dahinter. Aber lieber dreimal die Woche so einen Artikel, als jeden Tag 35 belanglose Hype-News.
Genau genommen ist es mal wieder ein Ausschnitt aus dem "neuen" Magazinteil der Print-PCG(05/08 ?!)
Da hab ihn auch schon gelesen und war begeistert
Und zu dem Artikel: Artikel ist ok, aber alles schon mal irgendwie gehört oder gelesen.