Die Zukunft der PC-Spiele: #3 Professionalisierung und Lizenzen
Die Globalisierung schlägt zu
Mindestens genauso entscheidend wie die mögliche Einstellung "23% Rendite sind besser als 8% Rendite" dürften die allgemein gestiegenen Entwicklungskosten sein, die die Marktkonzentration weiter beschleunigen. Nahezu jedes Spiel, dass jenseits der Komplexität von Werbetiteln für schottischen Hochland-Whiskey angesiedelt ist, benötigt ein gut siebenstelliges Budget. Klar, dass sich so etwas nicht mal eben temporär während des Studiums mit ein wenig Hilfe von außen losentwickeln kann.
Mit den gestiegenen Entwicklungskosten geht natürlich auch eine erhöhte Absatzerwartung einher - in möglichst vielen Ländern auf im Idealfall möglichst vielen Plattformen soll das Produkt möglichst viele Menschen glücklich machen. Oder zumindest dazu animieren, ihr Geld dafür auszugeben. Dass das Resultat "Massenware" ist, sollte kaum jemanden verwundern. Ich erlaube mir, ein paar Beispiele aufzuführen:
Trotz aller Kritik in den Verkaufsrängen ganz oben: FiFA 08.
The Dark Project - trotz euphorischer Wertungen und guter Coverage waren Teil 1 und 2 kommerziell nicht erfolgreich. Dass ein drittes Deus Ex entwickelt wird, grenzt an ein Wunder. Erinnert sich noch jemand an Leviathan: The Tone Rebellion? Wie hieß doch gleich dieses Dinosaurier-Spiel?
Laut Händerinformationen hat sich FIFA 08 auf dem PC bis jetzt über 50.000 Mal verkauft, warum sollte sich da jemand bei Electronic Arts darüber grämen, dass das Spiel aufgrund der schwachen Grafik und Physik in der Fachpresse nicht eben bejubelt wird?
Außerdem wage ich die These, dass innovativere Spiele proportional zu ihrem Abverkauf häufiger urheberrechtswidrig kopiert werden, weil das Risiko für den Konsumenten größer scheint.


Mache derzeit meinen Betriebswirt und stehe 2 Wochen vor den Prüfungen im Fach Strat. Marketing. Wie passend einen Artikel in diese Richtung zu lesen