Neuester Teil der bekannten Aufbau-Strategiereihe
Alt und Neu Das alte Bürogebäude wirkt im Schatten der Wolkenkratzer recht verloren.
Die Finanzierung Ihrer Stadt sollte daher so schnell wie möglich auf andere Beine gestellt werden. Ihre Chance: Nach einigen Jahren haben die ersten Bürger ihre Schulausbildung beendet und können nun in frisch errichteten Büros gut bezahlte Jobs annehmen. Das damit einhergehende höhere Steueraufkommen kann die Stadt aus der Schuldenfalle befreien, außerdem wird das Stadtbild durch die entstehenden Luxussiedlungen deutlich verschönert. Je reicher die Sims sind, desto mehr Wert legen sie allerdings auf die Erfüllung ihrer Bedürfnisse: Sie lassen sich nur in Stadtvierteln nieder, in denen Bildungs,- Sicherheits- und Gesundheitssysteme perfekt ausgebaut sind, in denen keine Umweltprobleme herrschen und in denen eine gute Anbindung an Schnellstraßen und öffentliche Verkehrsmittel kurze Fahrtzeiten verspricht.
Werden all diese Anforderungen erfüllt, beladen die Sims den Umzugswagen, verlassen ihre Mittelklasse-Eigenheime und erbauen sich hübsche Villenviertel. Ihr altes Haus lassen sie einfach zurück, weshalb man tatenlos zusehen muss, wie aus den ehemals belebten Quartieren in kürzester Zeit Slums entstehen.
Sim City ist ohnehin vor allem ein Spiel für den Beobachter. Der größte Teil der Stadt wird schließlich von den Bürgern erbaut, man selbst sorgt nur für die Baugebiete sowie für die Infrastruktur und deren Finanzierung. Hierzu stehen einige Hilfsmittel zur Verfügung: Insgesamt 16 Graphen zeigen die zeitliche Veränderung des Bildungsniveaus oder der Verkehrsdichte, weitere 16 farbige Overlays auf dem Stadtgebiet machen die aktuelle Situation sichtbar. Aber trotz dieser Werkzeuge wird es nie gelingen, die meist runden Einflussgebiete von Schulen oder Feuerwehren auf die drei Zonentypen und die in Quadrate eingeteilte Karte optimal zu verteilen. Und so ist man immer entweder auf der Suche nach Versorgungs- oder aber nach Haushaltslöchern. Leider kann Sim City 4 nicht alle offenen Fragen beantworten: Wovon ist die Bürgermeisterbewertung abhängig? Warum liegt die durchschnittliche Lebenserwartung trotz des perfekten Gesundheitssystems nur bei 40 Jahren? Woher kommt die plötzliche Wasserknappheit?
Wie bereits in den Vorgängerversionen steht es dem Spieler frei, Katastrophen auf seine Stadt loszulassen. Vulkanausbrüche lassen in der Innenstadt brodelnde Lavakegel wachsen, Gewitterblitze setzen Wohnhäuser in Brand und ein überdimensionaler Roboter trampelt die Industrie nieder. Aber wer will schon freiwillig dabei zusehen, wie seine in tage- oder wochenlanger Aufbauarbeit aufgeblühte Stadt in Flammen aufgeht? Die Feuer, die außerhalb der Feuerwehr-Einzugsgebiete ausbrechen und sich durch ganze Häuserzeilen fressen können, sind schon schlimm genug.
Viel lieber ist man seinen Sims doch ein guter Bürgermeister, dem sie ihre Liebe bezeugen und ihm als Zeichen der Anerkennung den Bau von insgesamt 28 Boni anbieten: Die Statue, die Bürgermeistervilla oder der Jahrmarkt streicheln nicht nur das eigene Ego, sondern dienen den Sims auch als Sehenswürdigkeiten, die ihr Wohlbefinden erhöhen. Eine saubere, glückliche und wohlhabende Stadt wird darüber hinaus gerne von Investoren gesehen, die schon mal kostenlos eine Privatschule oder ein Hotel erbauen lassen.


Yepp. Genau deswegen sind sie ja eigentlich auch…
Da kann man ja bald fast nur noch auf "unabhängigge" Usertests bauen, bevor man sich was kauft, wenn man sich nicht so sicher ist.
Nur im schlimmsten Fall ist…