Rift (PC)

Release:
03.03.2011
Genre:
Online
Publisher:
Trion Worlds

Rift im Test: Gelungenes Online-Rollenspiel, mehr Evolution denn Revolution

15.03.2011 17:35 Uhr
|
Neu
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Rift im PC Games-Test: Seit kurzer Zeit hat die Fantasy-Welt Telara für Online-Rollenspieler geöffnet. Unser Test von Rift zeigt, wie sich Rift nach dem Launch schlägt und wo die Entwickler noch Patch-Arbeit vor sich haben.


Für den Test haben wir hauptsächlich mit einer Schurkin (Wächterfraktion) gespielt, während wir in der zuvor laufenden Beta-Phase einen Skeptiker-Krieger, sowie eine Wächter-Magierin ausprobierten. Für den Test haben wir hauptsächlich mit einer Schurkin (Wächterfraktion) gespielt, während wir in der zuvor laufenden Beta-Phase einen Skeptiker-Krieger, sowie eine Wächter-Magierin ausprobierten. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Gibt sich Rift im Test als "Best-of MMORPG" oder nur als lauer Aufguss von längst bekannten Spielinhalten? Seitdem Rift Anfang März an den Start ging, kursieren diese beiden Meinungen unter den Online-Rollenspielern. "Wir sind nicht mehr in Azeroth" lautet der recht provokante Slogan, mit dem Hersteller Trion Worlds für Rift wirbt. Das stimmt und irgendwie auch wieder nicht, was wir Ihnen in unserem Rift-Test gerne anhand etlicher Aspekte des Spiels veranschaulichen.

Hübsch gestaltete und abwechslungsreiche Spielwelt mit kleinen optischen Macken
Schön anzuschauen ist sie, die große Spielwelt Telara, in der Sie entweder aufseiten der Wächter oder der Skeptiker (Fraktionsmodell der Marke World of Warcraft) Ihre Rolle als Krieger, Schurke, Magier oder Kleriker einnehmen. Ihr Ziel ist, sich den bösen Mächten des Todesgottes Regulos und dessen Blutsturm zu stellen. Klingt nach gewohnter Weltenrettungs-Aufführung, aber das ist ja nichts Verkehrtes. Grafisch orientieren sich die Entwickler an bekannten Settings. So blickt man im Startgebiet der Skeptiker auf einen Vulkan, der förmlich die Aufschrift "Saurons Schicksalsberg" aus Der Herr der Ringe trägt. Manche Architektur erinnert an Hobbithöhlen oder an die weiße Stadt Minas Tirith, andernorts fühlt man sich an Hyboria, der Spielwelt von Age of Conan, erinnert. Doch die gewählten Landschaftselemente passen größtenteils gut zusammen und sorgen für eine tolle Umgebung. Farben und Beleuchtung erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre in Rift, alles wirkt ein wenig überirdisch und mystisch. Abstriche dagegen gibt es für Texturen, so sehen etwa die Pet-Begleiter bei genauem Hinsehen völlig vermatscht aus und auch etliche der Riss-Monster könnten ein paar mehr Details vertragen.

Durchschnittliche Quests, aber durchdachte Benutzerführung
Um möglichst viel von der Welt zu Gesicht zu bekommen, schnürt Trion Worlds regelrechte Questpakete an festen Orten (Questhubs). So erledigen Sie die beispielsweise Aufgaben für NPC A, was neue Quests bei NPC B und C freischaltet – bis schließlich alle Aufträge eines Questhubs erfüllt sind. Nach diesem Muster klappern Sie die Questgebiete häppchenweise ab. Das ist einerseits komfortabel und sorgt dafür, dass man sich nicht verzettelt. Andererseits ist dies nicht gerade die innovativste Art der Questgestaltung. Dazu kommen die meist simplen Inhalte, wie sie auch jedes andere MMORPG bietet: "Bringe mir 10 hiervon und erschlage 8 davon." Die Story-Quests sind dagegen besser, erzählen sie doch die Hintergründe zu den Ereignissen in Telara recht schön. Ein wenig mehr Sprachausgabe hätte hier jedoch für mehr Atmosphäre sorgen können.

Dafür ist die Navigation hervorragend gelöst. Questgebiete lassen sich auf der Karte farblich anzeigen (besser noch als etwa in Der Herr der Ringe Online) und zusätzlich darf man Markierungen auf die Karte setzen. Infoboxen zu den Gegnern zeigen sofort, ob sie für eine Quest relevant sind und auch die benötigte Anzahl wird darin angezeigt. Alles Dinge, die man einzeln auch von anderen Genre-Vertretern her kennt. In Rift findet man derlei Details jedoch gebündelt, so als wäre es das klare Bestreben der Entwickler, möglichst viele gut funktionierende Features zu vereinen. Hier und da entdeckt man auch Verbesserungen, zum Beispiel beim Thema Händler. Wie im Genre üblich, sammelt sich im Laufe der Zeit jede Menge so genannter "Trash-Loot" im Inventar, also Krempel, den man erbeutet, der aber nur dazu dient, ihn für ein paar Münzen zu verkaufen. Im Händlermenü von Rift finden Sie einen kleine Schaltfläche, mit der sich alle Trash-Loot-Gegenstände auf einmal verkaufen lassen – ungemein praktisch. Auch beim Einsammeln der Beute selbst bietet Rift zusätzlichen Komfort. Wenn mehrere besiegte und plünderbare Gegner beinander liegen, zeigt das Beutefenster den kompletten Inhalt all dieser Ziele an. Klasse gelöst.

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Redakteur
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15.03.2011 17:35 Uhr
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Dein Kommentar
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Bewertung: 0
08.04.2011 09:46 Uhr
Habe nach knapp einen Monat einen Lvl 50 Schurken, einen Lvl 30 Krieger und Lvl 15 Kleri und Mage. Jetzt habe ich das Spiel vorerst gekündigt, weil es ist einfach Wow Classic viel zu ähnlich. Es wurden zwar ca. 40% der wichtigsten Wow Addons integriert, aber es fehlt z.B. sowas wie Omen oder Recount (…
Benutzer
Bewertung: 0
06.04.2011 00:59 Uhr
Ihr solltet auch mal erwähnen, das das PvP total daneben ist....Balance für den.......Pyro steht in seinem Feld und Feuerball...Feuerball...Feuerball und tschüss.......Schurkenklasse bringt nix, kleris besser auf damage.......Mage hat gefühlt ne Rüssi wie nen Panzer, Pyro kann seine Feuerbälle in alle…
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
04.04.2011 12:05 Uhr
Es sollte eine Regel geben, dass Tests zu MMOs nicht vor Ablauf von 3 Monaten und wenn die Tester das tatsächliche Endspiel erlebt haben verfasst werden.

Rift ist kein schlechtes Spiel, aber beileibe auch kein 88% Titel.

PvE: Leveln zu einfach, Normal-Instanzen zum Einschlafen leicht, Experten-Instanzen…

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