Post Mortem (PC)

Release:
05.06.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Vivendi
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3D-Adventure im Stil eines Film Noir

23.12.2002 09:00 Uhr
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Neu
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Dies ist der Schauplatz des brutalen Mordes. Post Mortem setzt auf ein leicht morbides Flair. Dies ist der Schauplatz des brutalen Mordes. Post Mortem setzt auf ein leicht morbides Flair. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Gus McPherson ist mittelloser Maler, Detektiv, Amerikaner und lebt in Paris. Dort muss er einen mysteriösen Mord an einem Ehepaar aufklären, das in einem Pariser Luxushotel enthauptet aufgefunden wurde. Da die Polizei im obligatorischen Dunkel tappt, ist es an Ihnen, das in dunkle Farben getauchte Paris des Jahres 1925 zu durchstreifen, indem Sie sich durch verschwommene 360°-Rundumsicht-Bildschirme klicken. Wichtige Gegenstände heben sich dabei von den schwammigen Umgebungen deutlich ab und sind entsprechend einfach zu finden. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein solches Objekt, verändert dieser seine Form - das Gleiche gilt für bestimmte Hot Spots (etwa Türknäufe oder Bücherregale), die zwar schwerer zu finden sind, sich aber förmlich aufzwingen. Kombinieren müssen Sie kaum, in der Regel lösen Sie Logikpuzzles wie das Öffnen eines Türschlosses mit Dietrichen. Eigentlich sollte sich Post Mortem durch sein Dialogsystem auszeichnen, das es Ihnen ermöglicht, Personen bei Gesprächen freundlich oder aggressiv zu begegnen. Ein in der Praxis überaus sinnfreies Feature, denn selbst wenn Sie jemanden völlig verärgert haben, wird er Ihnen immer noch die für den wenig dynamischen Spielverlauf vitalen Informationen geben. Post Mortem gerät dementsprechend zu einem weiteren mittelprächtigen 3D-Adventure.

   
Bildergalerie: Post Mortem
Bild 1-3
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Post Mortem (PC)
Spielspaß-Wertung

59 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
   
David Bergmann
Was mich an Post Mortem wirklich stört, ist das unausgegorene Spieldesign.
Post Mortem lebt vom dichten Flair eines Film Noir und der interessanten Geschichte. Die viel zu einfachen Rätsel sind da nur den Spieler unterforderndes Beiwerk und lösen sich im Lauf der unzähligen Gespräche mit staksig animierten Charakteren von selbst - beim Rest gilt es, bestimmte Kombinationen auszuknobeln. Was mich an Post Mortem jedoch wirklich stört, ist das unausgegorene Spieldesign. Wenn Sie Orte nicht in genau der Reihenfolge besuchen, die sich die Designer ausgedacht haben, und Gespräche nicht so führen, wie sie konzipiert wurden, geht die Story plötzlich voran, ohne dass Sie es mitbekommen hätten, und Gus spricht über Dinge, von denen Sie noch gar nichts wissen. Das nagt gehörig an der Atmosphäre, die eigentlich das einzig tragende Element des Spiels ist.
   
Online-Redakteur
Moderation
23.12.2002 09:00 Uhr
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