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  • PS4K NEO: Die beste Ausrede, einen PC zu kaufen - Kolumne zum Playstation-Upgrade
    Quelle: PC Games

    Die neue Playstation 4 Neo liefert Konsolenspielern die perfekte Ausrede, um einen PC zu kaufen - Kolumne zur PS4K

    Redakteur Peter Bathge hat eine eindeutige Meinung zur so gut wie bestätigten Playstation 4 Neo: Statt ein teures Hardware-Upgrade für die Konsole zu kaufen, sollen sich Gamer lieber gleich einen vernünftigen Spiele-PC anschaffen. Der lässt sich nämlich schon seit Ewigkeiten aufrüsten - mit deutlich weniger Schwierigkeiten.

    Jetzt ist es raus: Die PS4K kommt. Codename: Neo. Die Hardware-Spezifikationen von Sonys Konsolen-Upgrade wurden von mehreren unabhängigen Quellen bestätigt und es gibt umfangreiche Informationen zu den Plänen, wie sich Sony künftig die parallele Existenz der langsameren Standard-Playstation 4 und ihres neueren, schnelleren Cousins vorstellt.

    Dass einer der Big Player im Konsolengeschäft nun seine vielen Millionen Kunden mit einem Hardware-Upgrade nur drei Jahre nach dem Verkaufsstart der PS4 erneut zur Kasse bitten will, lässt mich schmunzeln. Denn mich würde es nicht wundern, wenn Sony mit dieser Strategie so manchen treuen Playstation-Jünger in die Arme der PC-Verkäufer treibt. Dank der PS4 Neo werden die Grenzen zwischen Desktop-Computern und Konsolen nämlich noch weiter aufgeweicht.

    Häufigere Konsolen-Upgrades für viel Geld

    Über Sonys Motive für den Neo-Vorstoß und die plötzliche Halbierung des bislang typischen Konsolen-Lebenszyklus lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Eine Theorie ist, dass die anhaltende Begeisterung für Smartphones und deren teils jährliche Upgrades Begehrlichkeiten bei den Firmenbossen geweckt haben. Wenn Millionen Menschen dazu bereit sind, in schöner Regelmäßigkeit 300, 400 und mehr Euro für ein neues Modell von Apple oder Samsung auszugeben, dann - so möglicherweise der Gedanke bei Sony - ist es doch nicht mehr wirtschaftlich, Konsolen nahezu unverändert (die ein oder andere Slim-Variante mal ausgenommen) für sieben, acht Jahre in den Regalen stehen zu lassen.

    00:59
    PS4K in 59 Sekunden - Video-Special

    Genau diese relativ große Zeitspanne, in der keine neuerlichen Investitionen zum Genuss der aktuellsten Spiele nötig waren, war bislang jedoch einer der größten Pluspunkte moderner Konsolen. Besonders im Vergleich zum PC. Als ich eine PS3 zuhause stehen hatte, konnte ich mir sicher sein, auf dieser Maschine das erste Uncharted im Jahr 2007 genauso problemlos und in der größtmöglichen Grafikpracht spielen zu können wie Uncharted 2 im Jahr 2009 und Uncharted 3 noch einmal zwei Jahre später (2011). Die zusätzliche Grafik-Power der Playstation 4 Neo wird diese Grundregel des Konsolenkaufs nun kippen. Denn nur wer sich die neue Hardware-Version kauft, darf auch künftig die hübscheste und flüssigste Optik genießen.

    Besitzer einer ursprünglichen PS4 können zwar künftige Titel immer noch spielen (darauf legt Sony den geleakten Entwickler-Dokumenten nach viel Wert), aber vermutlich mit mehr oder weniger großen Einschränkungen bei Detailtiefe, Auflösung und Framerate. Man will nämlich gerade keinen Keil in die Spielerschaft treiben, wovor meine Redaktions-Kollegen bereits vor Wochen warnten. So soll es etwa keine Neo-exklusiven Spiele oder Features geben. Eine bewundernswerte Einstellung. Doch unabhängig davon, ob sich die Entwickler langfristig an die Vorgaben des Plattform-Eigners halten oder nicht: Mit der Einführung der sogenannten PS4K schafft Sony in jedem Fall eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.

    Entweder werden künftige Playstation-Spiele immer mit der schwächeren Hardware der Basisfassung im Fokus entwickelt - dann kommen sich Neo-Besitzer unter Umständen aufgrund marginaler Unterschiede trotz des erneut abgestotterten Kaufpreises veräppelt vor. Oder aber die künftigen Titel laufen auf der Playstation 4 Neo weitaus besser und sehen immens hübscher aus als bei der runtergeschraubten Spar-Variante. In dem Fall dürfte sich so mancher Early-Adopter ärgern, der sich die PS4 bereits zum Launch 2013 angeschafft hat und sich nun dazu gedrängt fühlen, für die optimale Erfahrung ein zweites Mal das Portemonnaie zu öffnen, weil die Basis-PS4-Ports mit der Zeit ähnlich starke Einschnitte aufweisen wie die Last-Generation-Versionen von Mittlerde: Mordors Schatten im Vergleich zu den moderneren Ports.
    Mittelerde: Mordors Schatten: Die hässlichen Last-Gen-Versionen Bei den Last-Gen-Versionen von Mittelerde: Mordors Schatten mussten Spieler massive grafische Einschnitte hinnehmen. Droht das nun auch beim Vergleich PS4 vs. Playstation 4 Neo? Unmöglich ist das nicht. Quelle: Digital Foundry

    Zwei PS4s parallel - eine verliert, garantiert

    Sony und AMD Sony und Microsoft verbauen mit AMD-Chips Hardware, die am PC schon lange üblich ist. Konsolen wie die PS4 haben daher schon lange viel mehr mit Desktop-PCs zu tun, als den Herstellern lieb ist. Quelle: Sony / AMD Ein paar Jahre nach dem Kauf wieder aufrüsten und dazu mehrere hundert Euro in die Hand nehmen, um die neuesten Spiele weiterhin flüssig und in adäquater Optikqualität zu spielen - woher kenne ich das nur? PC-Spieler dürften sich angesichts der Aufregung um die PS4 Neo gerade ins Fäustchen lachen. Wurde uns nicht jahrelang gepredigt (meist von den selben "Experten", die seit Ewigkeiten immer wieder aufs Neue "Der PC ist tot!" propagieren), dass der einmalige Kauf einer Konsole viel günstiger sei als ständige Hardware-Upgdes am PC? Und dass sich eine solche Investition auf Jahre hinaus rechnet?

    Nun, diese These werden Sony und Microsoft (die Pläne für der PS4K ähnliche Xbox-One-Neuveröffentlichungen sind schon lange keine Geheimnis mehr) wohl bald entkräftigen. Zumal die Mär von ständig nötigen Investitionen in neue PC-Hardware ja eh schon lange nicht mehr der Wirklichkeit entspricht. Spätestens die starke Verbreitung der anspruchslosen Unreal Engine 3 hat bei PC-Spielern jahrelang dafür gesorgt, dass keine massiven Upgrades in Sachen CPU, Grafikkarte oder Arbeitsspeicher nötig waren. Sinkende Hardware-Preise tragen ihr Übriges dazu bei, dass nur Luxus-Gamer mit einem Faible für 4K oder SLI-Systeme beziehungsweise unerfahrene Komplett-PC-Käufer tatsächlich mehrere tausend Euro für das Spielen am PC ausgeben.

    PS4K Neo: Die Hardware-Spezifikationen
    • Jaguar-CPU mit acht Kernen @ 2,1 GHz
    • Grafikkarte mit 36 Recheneinheiten @ 911 MHz
    • 8 GB RAM (GDDR5) @ 218 GB pro Sekunde


    Zum Vergleich die Hardware der normalen Playstation 4:
     
    • Jaguar-CPU mit acht Kernen @ 1,6 GHz
    • Grafikkarte mit 18 Recheneinheiten @ 800 MHz
    • 8 GB RAM (GDDR5) @ 176 GB pro Sekunde
    Der limitierende Faktor am PC ist seit Jahren die Grafikkarte und obwohl AMD und Nvidia tatsächlich teils sehr hohe Preise für topaktuelle 3D-Beschleuniger aufrufen, reicht den meisten Gamern eine Karte der gehobenen Mittelklasse zum Preis von 200 bis 400 Euro, die erst nach drei oder vier Jahren eines dringenden Updates bedarf. Und damit befinden wir uns - wer hätte es gedacht - mit der PS4 Neo in einem Preissegment. So zumindest die Vermutung, denn derzeit gehe ich davon aus, dass Sony für sein Konsolen-Upgrade nicht noch einmal den vollen Ursprungspreis verlangt geschweige denn eine Preiserhöhung durchsetzt. Das wäre wenig clever und angesichts der verbauten Hardware ungerechtfertigt.

    Als angeblicher Vorteil von Konsolenspielen wurde uns PC-Spielern jahrelang vorgebetet, dass Entwickler durch feste, unveränderbare Hardware-Spezifikationen viel mehr Optimierungs-Möglichkeiten hätten. Und tatsächlich hat etwa Sonys Haus- und Hofstudio Naughty Dog ein ums andere Mal bewiesen, wie man versteckte Leistungsreserven von Playstation 3 und 4 freisetzen kann - wenn man weiß, wo man danach suchen muss. Doch was jetzt? Mit der PS4 Neo hätten Naughty Dog und andere Studios künftig zwei verschiedene Systeme, für die sie optimieren müssen. Fällt da wirklich keines von beiden hintenüber? Ich kann mir das nur schwer vorstellen. Bioware-Gründer Greg Zeschuk geht es ähnlich, genau wie viele andere Entwickler. Vielleicht ärgern sich daher in Zukunft auch Playstation-4-Spieler immer öfter über schlecht optimierte Spiele - und nicht mehr nur wir PCler. Schön wäre das zwar nicht, aber zumindest ein bisschen späte Genugtuung.

    PS4 Neo? Dann doch lieber gleich einen PC kaufen

    Konsolen wie die PS4 oder die Xbox One sind in den vergangenen Jahren immer stärker an die PC-Architektur herangerückt. Heute ist es ganz normal, dass die auf Blu-ray gekauften Spielen nach der Installation auch auf den Konsolen erst einmal einen Patch-Download benötigen. Mit Gamepad und In-House-Streaming können PC-Spieler genauso gemütlich am Fernseher spielen wie die Konsoleros. Die bei Microsoft und Sony verwendete Hardware entspricht nach dem Exoten Playstation 3 schon seit Jahren PC-Spezifikationen. Und je geringer der Abstand zwischen PC und Konsole wird, umso fadenscheiniger wirken die Argumente, mit denen Fanboys die Überlegenheit der Konsolen darzulegen versuchen - und umso attraktiver erscheint der Kauf eines Spiele-PCs.

    Rechnergehäuse mit PC-Komponenten Schon lange kein Hexenwerk mehr: Der einfache Austausch von Hardware-Komponenten garantiert die Langlebigkeit des PCs als Spiele-Plattform. Quelle: PC Games Hardware Daher mein Rat an alle Spieler, die aus Angst vor Maus, Tastatur und Desktop-Computern bislang verbissen an ihrer Konsolen-Exklusivität festgehalten haben: Jetzt ist die beste Zeit zum Wechseln! Statt dem teuren Hardware-Upgrade für die PS4 könnt ihr euch genauso gut einen vernünftigen Spiele-PC zulegen. Der kostet in etwa so viel wie die originale Playstation 4 und ihre Neo-Ablösung zusammen, gewährt euch dafür aber Zugriff auf eine gigantische Auswahl an neuen, exklusiven Spielen, auf Gratis-Mods und mehr Einstellungsmöglichkeiten, auf externe Tools zur Grafikverbesserung und viele weitere Vorteile.

    Und das Beste: Wenn nach ein paar Jahren doch mal wieder ein Hardware-Upgrade angebracht erscheint, um auch Battlefield 7 noch in Ultra-Grafikdetails zu spielen (etwas das die schon kurz nach Launch notorisch veraltete Konsolen-Hardware eh nicht schafft), dann braucht ihr nicht gleich einen neuen PC kaufen. Einfach Rechnergehäuse auf, Grafikkarte ausgetauscht - fertig! Versucht das mal mit der Playstation 4 Neo.

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Die neue Playstation 4 Neo liefert Konsolenspielern die perfekte Ausrede, um einen PC zu kaufen - Kolumne zur PS4K
Redakteur Peter Bathge hat eine eindeutige Meinung zur so gut wie bestätigten Playstation 4 Neo: Statt ein teures Hardware-Upgrade für die Konsole zu kaufen, sollen sich Gamer lieber gleich einen vernünftigen Spiele-PC anschaffen. Der lässt sich nämlich schon seit Ewigkeiten aufrüsten - mit deutlich weniger Schwierigkeiten.
http://www.pcgames.de/PlayStation-4-Konsolen-220102/Specials/PS4K-kaufen-lieber-einen-PC-Kolumne-zum-Hardware-Upgrade-und-Preis-1193213/
25.04.2016
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