Unser Test zu Mass Effect - Überzeugt Biowares Rollenspiel auf dem PC?
Der Begriff „Spielfigur“ wird den Charakteren in Mass Effect nicht gerecht. „Digitale Schauspieler“ ist wesentlich zutreffender.
Der tollen Story zum Trotz hat sich Mass Effect auch das Siegel "Actionspiel" verdient: Gekämpft wird wie in einem Third-Person-Shooter, stets mit zwei von insgesamt fünf wählbaren Teamkameraden. Vier Waffen zählt das Arsenal - nein, wir haben nicht versehentlich die Nachsilbe "zig" vergessen. Vier Waffen, etwa Schrotflinte oder Scharfschützengewehr, mehr gibt's nicht! Zwar ersetzt man die Kanonen regelmäßig durch hochwertigere Modelle, doch das drückt sich nur in Details wie Durchschlagskraft der Zielgenauigkeit aus. Etwas Würze erhalten die Kämpfe durch den Einsatz von Spezialfähigkeiten, ähnlich den Macht-Manövern aus KotOR. Da werden Gegner durch die Luft geschleudert, Waffen überladen und Schilde gesprengt. Die Begleiter führen solche Aktionen auch auf Kommando aus: Hält man die Leertaste gedrückt, pausiert das Spiel und ermöglicht es dem Spieler so, in Ruhe seine Order zu erteilen. Clou der PC-Fassung ist jedoch, dass man die eigenen Spezialattacken nun in eine brandneue Quickslot-Leiste ziehen darf, so wie man es aus vielen Rollenspielen kennt. Auf diese Weise aktiviert man die Fähigkeiten blitzschnell und ohne lästiges Pausieren - selbst mitten im wildesten Gefecht. Dadurch wirken die Kämpfe etwas flüssiger als die der Xbox-360-Version.
Clevere, toll geschriebene Dialoge nehmen einen großen Teil der Spielzeit ein: Selbst Nebencharaktere besitzen eine ausgefeilte Mimik und sind in ihrer Körpersprache
so glaubhaft, dass man einfach mitfiebern muss.
Unverändert jedoch die schwache Feind-KI, die kaum Herausforderungen bietet - Mass Effect ist ein leichtes Spiel. Während die Hauptquests begeistern, enttäuschen viele der Nebenaufträge. Meist klickt man sich erst durch eine bildschöne, aber spielerisch nutzlose Sternenkarte zu einem erkundbaren Planeten vor. Dort angekommen, düst man mit einem Buggy über eine grafisch überwältigende, aber gottverlassene Landschaft und versucht dabei, den Entwicklern die überempfindliche Steuerung des Gefährtes nicht allzu übel zu nehmen.
Auf der Minimap erkennt man sogleich, wo schürfbare Mineralien oder Artefakte warten, man sammelt sie irgendwann nur noch aus mechanischem Reflex. Hin und wieder wird man unerwartet von einem riesigen Wurm attackiert - wer Pech hat, verliert hier gleich beim ersten Treffer sein Leben und muss den letzten Spielstand starten. Ob nun im Kampf gegen solch ein Biest oder bei einer der vielen anderen Gelegenheiten: Die Geschütze des Buggys sind schlecht zu bedienen, da man grundsätzlich nicht nach oben oder unten schießen kann, ganz gleich, wohin man das Fadenkreuz bewegt - nur im Scharfschützenmodus ist genaues Zielen möglich. So ein Unsinn. An Ende dieser Nebenquests betritt man meist ein Indoor-Areal. Ob Raumstation, Bunker oder Forschungsanlage - sie alle sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Da ist es dann auch egal, ob man nun gegen Aliens, Roboter oder Zombies kämpft, der Ablauf bleibt stets so monoton und lieblos, als wären die Umgebungen mit dem Zufallsgenerator entworfen. Hier hatten wir von Bioware deutlich mehr erwartet.


wenn das spiel nicht gerade nachlädt stürzt es n der regel ab und nimmt dabei den ganzen rechner mit.
da mein rechner die empfohlenden systemvorausetzungen erfüllt, frage ich…
wenn das spiel nicht gerade nachlädt stürzt es n der regel ab und nimmt dabei den ganzen rechner mit.
da mein rechner die empfohlenden systemvorausetzungen erfüllt, frage ich mich wozu diese da sind?
ich fühle mich betrogen denn…