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  • Drückend überlegen mit der richtigen Maus: Tipps zu Gamingmäusen und große Marktübersicht mit knapp 100 Mäusen

    Als Gamingmäuse beworben geht es schon ab 10 Euro los, besonders gefragt ist die Preisklasse von 40 bis 70 Euro, aber man kann auch über 100 Euro ausgeben. Wir geben euch Tipps zur Auswahl einer optimalen Maus und bieten zudem eine große Marktübersicht.

    Natürlich ist unsere Überschrift mit der drückenden Überlegenheit nur im übertragenen Sinne gemeint, da eine Maus nun mal neben der Handbewegung vor allem durch Drücken der Tasten bedient wird.


    Ihr werdet aber nicht auf Grund einer Top-Maus plötzlich zum Gaming-Gott mutieren. Was wir mit unserem kleinen Wortspiel meinen, ist folgendes: zwischen einer zu euch eher unpassenden, vielleicht sogar technisch schwachen Maus und einer zu euch gut passenden Maus mit solider Technik können durchaus beim Gaming so große Unterschiede liegen, dass ihr mit der besseren Maus auch deutliche Vorteile in Spielen bemerkt.

    MadCatz R.A.T TEMadCatz R.A.T TEQuelle: Mad CatzWichtig ist dies natürlich vor allem in Online-Matches gegen menschliche Gegner, denn gegen Computergegner könntet ihr bei einer sehr schlechten Maus natürlich einfach den Schwierigkeitsgrad anpassen. Mehr Spaß macht eine gute Maus aber auch in Singleplayer-Games und im PC-Alltag. Bei der Entscheidung für eine passende Maus ist aber nicht einfach nur der Preis entscheidend. Damit ihr die für euch optimale Maus findet, erklären wir euch die wichtigsten Merkmale von Computermäusen, wie zum Beispiel Bauform und Ergonomie, dpi-Werte, Zusatzgewichte und Sondertasten. Darüber hinaus bieten wir euch eine Marktübersicht mit beinahe 100 Mäusen.

    Ergonomie

          

    Egal wie gut die pure Technik der Maus ist: das erste, was ihr beachten solltet, ist die Ergonomie, also die Gehäuseform und somit die Passform der Maus. Denn jede Hand ist anders: groß, klein, schmal, breit, mit langen oder kurzen Fingern und so weiter. Auch die bevorzugte Handhaltung beim Spielen variiert von Nutzer zu Nutzer.

    Sharkoon DrakoniaSharkoon DrakoniaQuelle: ArchivDer eine hat seine Hand eher oben auf der Maus, der nächste bevorzugt eine Position, bei der der Handrücken komplett das Mauspad berührt, der eine hat seine Finger gerne angewinkelt, der andere eher gestreckt. Manch einer legt großen Wert auf eine genau zu ihm passende Daumenablage an der Seite, anderen ist es völlig egal, manche stört eine derartige Daumenablage sogar. Aber je nach dem, wie die Maus beschaffen ist, zwingt sie einen Nutzer eventuell zu einer Handposition, die er als ungemütlich empfindet. Im schlimmsten Falle können sogar Schmerzen und Entzündungen durch Fehlstellungen die Folge sein. Eine kurze und flache Maus ist beispielsweise für Nutzer mit Großen Händen, die zudem ihre Hand gerne komplett auf der Maus platzieren, völlig ungeeignet. Eine lange und buckelige Maus wiederum passt überhaupt nicht zu einem Nutzer, der kleinere Hände hat und seinen Handrücken gerne auf das Mauspad stützt. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass ihr euch mit der ausgewählten Maus wohl fühlt, bevor ihr die weiteren technischen Features der Maus zur Kaufentscheidung heranzieht.

    Beispiel für eine Beidhänder-Maus: EVGA TorQ X3Beispiel für eine Beidhänder-Maus: EVGA TorQ X3Quelle: EVGANatürlich ist aber gerade das Thema Ergonomie so gut wie gar nicht aus der Ferne zu bewerten. Im Optimalfall solltet ihr in einem Ladenlokal einige Mäuse anfasseb und euch die im wahrsten Sinne des Wortes passenden Mäuse notieren und anhand der Maße (Höhe, Länge und Breite) dann in Ruhe nach weiteren Kandidaten recherchieren - oder direkt im Laden zugreifen, wenn eine Maus besonders gut passt. Schwierig wird es natürlich vor allem für Linkshänder, die sich nicht auf das übliche Prinzip (Maus rechts, Tastatur links) einlassen wollen und die Maus mit der linken Hand bedienen möchten. Spezielle Linkshänder-Modelle gibt es kaum - bei Mäusen, die sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet sind sieht es schon deutlich besser aus. Wir werden die Mäuse in unserer Marktübersicht natürlich auch hin Hinblick auf die Linkshänder-Eignung kennzeichnen.

    dpi-Wert

          

    Sehr häufig achten Käufer bei einer Maus auf einen hohen dpi-Wert - im Glauben, eine Maus mit einem hohen Wert sei präziser. Doch das ist ein Trugschluss. Der dpi-Wert (dots per inch) gibt an, wie weit sich der Mauszeiger bewegt, wenn ihr die Maus um einen Inch bewegt - er gibt sozusagen die Empfindlichkeit der Maus an. Bei einem hohen Wert flitzt der Mauszeiger also über den Bildschirm, und selbst ein minimales, vielleicht sogar unbewusstes Bewegen der Hand lässt den Mauszeiger die Position ändern.

    Ozone NeonOzone NeonQuelle: Ozone Bei einem sehr niedrigen Wert muss man wiederum die Maus sehr weit bewegen, damit der Mauszeiger eine relativ kleine Strecke zurücklegt. Wer beispielsweise mit Zeichenprogrammen arbeitet und die Maus pixelgenau bewegen muss, nutzt sogar bewusst eher kleine dpi-Werte, damit der Mauszeiger nicht durch eine minimale Bewegung gleich um 10 Pixel davonspringt. Was wichtig zu wissen ist: die dpi-Angaben betreffen immer nur das Maximum - ihr könnt aber in aller Regel zwischen mindestens drei Einstellungen hin und herschalten, sehr häufig auch die Werte selber über die Maussoftware bestimmen. Manche Mäuse bieten auch eine Art Snipertaste: hier wird der dpi-Wert auf Tastendruck stark herabgesetzt, damit man, wenn man in einem Shooter als Sniper mit einem Zielfernrohr arbeitet, durch Mausbewegungen nicht gleich weit vom Ziel abkommt, weil ein hoher dpi-Wert wie beschrieben wie eine sehr hohe Empfindlichkeit der Maus wirkt.

    Corsair M65 mit roter SnipertasteCorsair M65 mit roter SnipertasteQuelle: CorsairWechselt man wieder zum normalen dpi-Wert, kann man sich - wie gewohnt - sehr schnell umschauen und sein Gewehr mit einer kleinen Mausbewegung auf den Gegner richten, der eben noch rechts am Bildrand nur zu erahnen war. Wenn man nun über diese Dinge ein wenig nachdenkt, wird man schnell erkennen: es gibt keinen allgemeinen guten dpi-Wert, sondern es hängt vom Nutzer und dabei dann wiederum teilweise auch von der Situation ab, welchen genauen dpi-Wert man bevorzugt. In aller Regel reicht eine Maus mit einem Wert ab etwa 3000 dpi für Gaming mehr als aus. Es schadet natürlich nicht, eine Maus mit einem hohen dpi-Wert zu wählen, die man später völlig frei selber konfigurieren kann. Man sollte aber eben nicht denken, dass bei zwei ähnlichen Mäusen in der gleichen Preisklasse die Maus mit mehr dpi eindeutig die bessere sei.

    Zusatztasten und Makros

          

    Standard bei einer Computermaus sind zwei Tasten auf der Oberseite sowie ein Rädchen zwischen den Tasten zum Scrollen, welches man in aller Regel auch herunterdrücken kann, um sie als dritte Taste zu nutzen. Für Gamingmäuse gehören meistens noch ein bis zwei Daumentasten an der Seite zur üblichen Ausstattung. Doch es gibt auch Mäuse, die deutlich mehr Zusatztasten besitzen. Und zwar nicht nur beispielsweise je zwei Daumentasten auf beiden Seiten der Maus, sondern gleich etwa ein Dutzend kleiner Tasten an einer Mausseite - quasi ein wie ein Nummernpad an der Maus.

    Für MMOs konzipert und mit 12 Seitentasten: die Razer Naga 2104Für MMOs konzipert und mit 12 Seitentasten: die Razer Naga 2104Quelle: RazerSolche Mäuse richten sich vor allem an die Fans von Online-Rollenspielen. Denn insbesondere bei solchen Rollenspielen gibt es meist deutlich mehr mögliche Aktionen und Befehle als bei einem Shooter, zum Beispiel hat man die Wahl zwischen vielen Zaubersprüchen oder temporär zuschaltbaren Skills, die man normalerweise zum Beispiel mit den Zahlentasten der Tastatur aufrufen müsste. Über die Tastaturoptionen oder auch eine Maussoftware lassen sich aber die Befehle auf die Sondertasten an der Maus umbelegen. Man entlastet damit seine Tastatur-Hand, muss aber natürlich die neuen Funktionen und die Bedienung mit der Maushand erst erlernen. Daher ist auch klar: eine solche Maus ist nur für die geeignet, die ein bestimmtes Game häufig und intensiv genug spielen, um die Position und Funktion der Zusatztasten auch wirklich zu verinnerlichen. Da Onlinerollenspiele der Hauptgrund für die Existenz solcher Mäuse sind, werden sie auch oft als MMO-Maus (MMO = Massively Multiplayer Online) beworben. Natürlich kann eine solche Maus aber auch für andere Genres hilfreich sein, in denen man viele Tasten nutzt - beispielsweise könnte auch in einem Shooter eine solche Maus Sinn machen, wenn man eine Reihe von kurzen Chat-Befehlen normalerweise über Tasten an der Tastatur aufruft.

    SteelSeries RivalSteelSeries RivalQuelle: SteelseriesBei vielen Mäusen lassen sich auch Makros einprogrammieren, also ganze Befehlsfolgen. Dazu muss die Maus bei weitem keine MMO-Maus sein, sondern es lassen sich häufig auch bei Mäusen mit wenig Sondertasten auf diesen Tasten Makros einprogrammieren. Es wäre für ein Onlinegame dabei beispielsweise denkbar, dass man über eine Maustaste eine Befehlskette aktiviert, die das Chatfenster öffnet und dort einen bestimmten Satz hineinschreibt und absendet. Dem Thema Makros haben wir auch in der letzten Woche in unserem Artikel zum Thema Tastaturen ein eigenes Kapitel zu Beginn der zweiten Seite mit weiteren Beispielen gewidmet - für Mäuse gelten die dortigen Aussagen ebenfalls.

    Zusatzgewichte

          

    Bei einigen Gamermäusen gibt es eine Abdeckung, unter der sich kleine, herausnehmbare Metallgewichte verbergen. Auf diese Weise lässt sich eine Maus leichter machen, beziehungsweise bei Verwendung der Gewichte schwerer als bei einer ansonsten identischen Maus, die eine solche Gewichtskammer nicht besitzt.

    Kammer mit herausnehmbaren Gewichten bei der Tt eSPORTS Black ElementKammer mit herausnehmbaren Gewichten bei der Tt eSPORTS Black ElementQuelle: TtDer Grund dafür: das Gefühl für eine Maus hängt auch vom Gewicht ab. Eine extrem leichte Maus bietet je nach Geschmack schlichtweg zu wenig Widerstand, es besteht die Gefahr, dass man mit winzigen Bewegungen die Maus schon zu weit bewegt hat. Das Gewicht einer Maus wiederum bietet für die Hand einen gewissen Widerstand - wichtig ist dabei dann die Balance aus Widerstand und Leichtläufigkeit, denn es macht natürlich auch keinen Sinn, eine Maus zwei Kilogramm schwer zu machen, nur um einen starken Widerstand zu produzieren. Allerdings sind die typischen Gamingmäuse durchgängig in einer Gewichtsklasse, die für alle Nutzer sehr gut geeignet sind. Die Mäuse, die entnehmbare Gewichte besitzen, richten sich dabei an Gamer mit sehr viel Feingefühl, die durch ein Gewicht das Feeling für ihre Maus bis ins Letzte optimieren wollen. Für die weitaus meisten Spieler ist eine Gewichtsanpassung eher sinnlos und hat eher eine psychologische Wirkung. Lediglich auf sehr hohem spielerischen Niveau kann die Gewichtsanpassung den entscheidenden minimalen Vorteil ausmachen, wenn auch bei allen anderen Kleinigkeiten wie Mauspad, Mausfüßen, Ausrichtung der Tastatur und so weiter peinlich genau optimiert wird. Ansonsten ist der Faktor Passform der Maus sicherlich höher zu bewerten als die Möglichkeit, Gewichte zu wechseln. Wenn ihr mehrere Mäuse im Visier habt, dann spricht nichts dagegen, zum Modell mit entnehmbaren Gewichten zu greifen. Ihr solltet aber nicht schon im Vorfeld dieses Feature als ein Muss festlegen und andere Mäuse ausklammern.

  • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
    Von Cele-pcgames
    Welches zeichentablet genau hast denn? Ein Intuos Pro? Würd mich auch interessieren.
    Von McDrake
    Als ich früher noch verschiedenste Mäuse ausgestellt habe, fand ich jene von Sharkoon einfach sehr griffig.Im…
    Von Shadow_Man
    Ich hab die Sharkoon Drakonia Black.
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Drückend überlegen mit der richtigen Maus: Tipps zu Gamingmäusen und große Marktübersicht mit knapp 100 Mäusen
Als Gamingmäuse beworben geht es schon ab 10 Euro los, besonders gefragt ist die Preisklasse von 40 bis 70 Euro, aber man kann auch über 100 Euro ausgeben. Wir geben euch Tipps zur Auswahl einer optimalen Maus und bieten zudem eine große Marktübersicht.
http://www.pcgames.de/Maeuse-Hardware-255539/Specials/Drueckend-ueberlegen-mit-der-richtigen-Maus-Tipps-zu-Maeusen-und-grosse-Marktuebersicht-100-Maeuse-1175238/
25.10.2015
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