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  • Homefront: The Revolution im Test - Gut auf dem PC, Kaufwarnung für Konsolen

    Homefront: The Revolution - Szene aus der Testversion Quelle: PC Games

    Homefront: The Revolution greift zwar das Thema des Ego-Shooters Homefront aus dem Jahre 2011 auf, spielt sich aber inhaltlich ganz anders. Anstatt linear von einem Skriptereignis zum nächsten zu hetzen, lässt euch Entwickler Dambuster Studios eher in Open-World-Manier Zone um Zone das von Nordkoreanern besetzte Philadelphia befreien.

    Update: Koop-Modus und Technik

          

    Der neueste PC-Patch zum Release hat - auf unseren Testsystemen - tatsächlich Besserung gebracht, es kommt nicht mehr zu massiven Framerate-Einbrüchen wie noch in der Version, die uns für den Vorab-Test zur Verfügung stand. Ganz stabil läuft der Shooter jedoch immer noch nicht. Bei viel Action auf dem Bildschirm fielen uns weiterhin kleinere Ruckler auf, die zwar unschön sind, sich aber nicht nennenswert auf das Gameplay auswirken. Wenn das Spiel automatisch Checkpoints anlegt, kann es zudem zu einem kurzen Freeze kommen.

    Wir weisen allerdings darauf hin, dass sich unter anderem auf Steam bereits Spieler zu Wort melden, die auf ihren Systemen über teilweise herbe Performance-Probleme klagen. Reproduzieren können wir dies auf unseren Test-Rechnern (GeForce GTX 980, i7-4790 CPU @ 3.60 GHz, 16 GB RAM) allerdings nicht. Bei uns lief Homefront: The Revolution in der Release-Fassung - mit den oben genannten Einschränkungen - spielbar. Unsere Kollegen der PC Games Hardware konnten Homefront bisher ebenfalls noch nicht in ausreichender Ausführlichkeit testen.

    Der Koop-Modus wiederum sorgt auch bei uns nicht gerade für Begeisterungsstürme, da er sich doch sehr belanglos präsentiert. Konvois angreifen, Basen verteidigen ... - das hat man alles schon viel zu oft gesehen. Dafür ist der Modus wenigstens schön knackig und soll zu einem eher taktischen Vorgehen verleiten. In einer eingespielten Gruppe relativ unproblematisch, mit zufälligen Mitspielern leider eine Qual. Der Koop-Modus ist außerdem darauf ausgelegt, die Missionen mehrmals zu spielen und auch aus Niederlagen Geld mitzunehmen, mit dem man sich dann bessere Waffen oder Ausrüstungen kaufen kann. Blöd ist allerdings, dass man nicht direkt bestimmte Waffen freischalten darf mit der Kohle. Stattdessen wählt man aus verschiedenen Paketen.

    Richtig unschön: In den Mehrspieler-Gefechten gegen die KI fielen uns einige Bugs und Glitches auf. Mal wurden direkte Gewehrtreffer am Gegner nicht erkannt, mal rutschten die Nordkoreaner wild durch die Gegend, mal hauchten wir unser virtuelles Leben aus, ohne getroffen worden zu sein. Insgesamt ist der Koop-Modus ein zwar netter Bonus, den aber eigentlich niemand braucht und dessen Konzept auch nicht sonderlich durchdacht wirkt.

    Kaufwarnung für die Konsolen-Versionen!

          

    Anders als bei der PC-Fassung müssen wir euch vom Kauf der Konsolenfassungen zu diesem Zeitpunkt dringend abraten. Sowohl auf PS4 als auch auf Xbox One ist die Framerate unfassbar instabil und schwankt fast im Sekundentakt zwischen 15 und 25 Frames. Gutes Gunplay ist bei dieser Performance nicht denkbar. Meist weiß man selbst nicht, ob man gerade einen Gegner getroffen hat. Zudem kommt es auch hier beim Anlegen von Checkpoints zu Freezes. Dauern sie auf dem PC meist nur gerade mal ein Sekündchen, starrt ihr auf den Konsolen ganze fünf bis zehn Sekunden auf einen eingefrorenen Bildschirm. Trotz des Patches 1.2, der die Performance auf den Konsolen verbessern sollte, ist Homefront: The Revolution hier quasi unspielbar.

    Deshalb ergeben sich für Playstation 4 und Xbox One auch entsprechend niedrige Wertungen. Auf dem PC werten wir wegen nach wie vor vorhandenen kleineren technischen Unstimmigkeiten und wegen des Koop-Modus etwas unter der zunächst angegebenen Tendenz. Wer sich ausschließlich für den Story-Modus interessiert und damit leben kann, dass Homefront: The Revolution alles andere als revolutionär ist, der wird unserer Meinung nach aber gut unterhalten. Im Anschluss folgt unser Bericht zur Kampagne.

    03:52
    Homefront - The Revolution im Vorab-Testvideo

    Worum geht's in Homefront: The Revolution?

          

    Eine Invasion im eigenen Land gehört wohl zu den schlimmsten Albträumen der Supermacht USA. Insbesondere Hollywood zelebrierte dieses Szenario schon oft genug, mit Aliens in Science-Fiction-Streifen wie Krieg der Welten, Independence Day und Co. Aber auch als "reales" Setting mit bösen Kommunisten-Armeen inszeniert, beschwor man den Untergang der USA herauf, etwa 1984 in Die Rote Flut von Regisseur und Autor John Milius. Auf dem PC thematisierten Action-Spiele wie Freedom Fighters von IO Interactive (2003) und Homefront von Kaos Studios (2011) den fiktiven amerikanischen Widerstandskampf. Mit Homefront: The Revolution schlägt Entwickler Dambuster Studios in die gleiche Kerbe und lässt euch gegen die brutale Knechtschaft durch nordkoreanische Besatzungs­trup­pen in Amerika antreten. Im Vortest konnten wir den Story-Modus komplett durchspielen, was uns rund 22 Stunden beschäftigte.
    Im fiktiven Kampf gegen nordkoreanische Unterdrücker in Philadelphia nähern wir uns nach über 22 Spielstunden dem Story-Ende von Homefront: The Revolution. Homefront: The Revolution - Im fiktiven Kampf gegen nordkoreanische Unterdrücker in Philadelphia nähern wir uns nach über 22 Spielstunden dem Story-Ende von Homefront: The Revolution. Quelle: PC Games

    Beinhartes Schwarz-Weiß-Szenario

          

    Um das kontroverse Kriegsthema möglichst glaubhaft rüberzubringen, skizzieren die Entwickler das folgende Szenario: Nordamerika begibt sich seit den 1970er-Jahren kontinuierlich in die technologische Abhängigkeit einer einzigen, nordkoreanischen Firma namens Apex. Diese entwickelt unentwegt Hightech-Geräte und schwenkt in die Waffenproduktion um, welcher die Vereinigten Staaten nicht widerstehen können. Bedingt durch Kriege und wirtschaftliche Probleme verschuldet sich die USA hoffnungslos an Nordkorea. 2025 knipst Apex dank seiner Softwarekontrolle per Knopfdruck den gesamten USA-Verteidigungsapparat aus. Jetzt, vier Jahre später, beherrscht die nordkoreanische Armee (KVA) das amerikanische Terrain und regiert mit brutaler Gewalt. Klar, das Setting in Homefront: The Revolution ist pure Fiktion, wird aber im Render-Intro ganz ordentlich präsentiert.

    Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle von Hauptfigur Ethan Brady, der gerade mal drei Tage der Widerstandsbewegung in Philadelphia angehört. Gleich zu Beginn im Story-Modus überstürzen sich die Ereignisse: Brady wird im Zuge einer KVA-Razzia mit seinen Kumpanen hochgenommen und kurz danach gelingt es den Bösewichtern, den für die Widerstandsbewegung so wichtigen Anführer Benjamin Walker dingfest zu machen. Das Ganze geizt nicht mit expliziter Gewaltdarstellung sowie mit Folter-Szenen und macht damit plakativ und unmissverständlich klar, wer hier die Guten und wer die Bösen sind.

    Ungeahnte Story-Entwicklung

          

    Benjamin Walker ist der gefangene Anführer der Revolutionsbewegung. Eine unserer Aufgaben besteht darin, ihn zu befreien. Was sich linear und simpel gestrickt anhört, hält im Verlauf der Kampagne einige Überraschungen und Wendungen bereit! Homefront: The Revolution - Benjamin Walker ist der gefangene Anführer der Revolutionsbewegung. Eine unserer Aufgaben besteht darin, ihn zu befreien. Was sich linear und simpel gestrickt anhört, hält im Verlauf der Kampagne einige Überraschungen und Wendungen bereit! Quelle: PC Games Der stimmig inszenierte Tutorial-Level lässt euch die Geschichte von Beginn an hautnah miterleben und macht euch dabei mit der unkomplizierten Shooter-Steuerung vertraut. Danach folgt eine über 20 Stunden dauernde Hauptstory, die zwar immer wieder mit klischeehaften Attitüden gespickt ist, spielerisch aber auch mit etlichen Überraschungen und Wendungen punktet. So versuchen wir, einen Plan für Walkers Rettung umzusetzen, was jedoch ganz anders verläuft als gedacht. Trotz der konsequent patriotisch angehauchten Erzählstruktur erleiden wir immer wieder herbe Rückschläge, müssen mit üblem Verrat und derben Verlusten klarkommen, was unterm Strich für recht spannende Shooter-Stunden sorgt. Das Gefühl, es mit einem übermächtigen Gegner zu tun zu haben, ist stets präsent.

    Abwechslungsreiche Spielwelt

          

    Der Schauplatz Philadelphia ist in zehn spielbare Zonen unterteilt, die ihr nach und nach freischaltet. Dabei weist jede Zone eigene Facetten auf. Der Stadtbezirk Lombard ist beispielsweise ein reines Kriegsgebiet und wurde von der KVA vergast, daher ist eine Atemschutzmaske Pflicht. Die Stimmung dort erinnert uns an Levels aus S.T.A.L.K.E.R. oder auch an den Konsolenhit The Last of Us. Der Bezirk Ashgate dagegen ist ein Wohnbezirk für Kollaborateure aber in Teilen auch ein Ghetto für die Ärmeren der Stadt. Das Sperrgebiet repräsentiert einen düsteren Gefängnisabschnitt, in den wir uns einschleusen lassen müssen, und in der toll designten Marinewerft erleben wir ein cooles Story-Highlight, in dem es darum geht, einen der mächtigen Goliath-Panzer der KVA zu entwenden. Die permanent patrouillierenden Einheiten und Wachdrohnen, das brutale Auftreten der KVA sowie die allgegenwärtigen Überwachungskameras und Propaganda-Ansagen per Lautsprecher sorgen für ein schauriges Beklemmungsgefühl, das Erinnerungen an City 17 aus Half-Life 2 hochkommen lässt. Im Verlauf des Spiels habt ihr Zugriff auf eine Schnellreisefunktion, mit der ihr U-Bahnschächte und Unterschlupfe komfortabler erreicht.
    Mithilfe der Spielkarte verschafft ihr euch einen Überblick über die jeweilige Situation in den Zonen und seht noch offene Aufgaben. Auch eine Schnellreise ist dank der Karte möglich. Homefront: The Revolution - Mithilfe der Spielkarte verschafft ihr euch einen Überblick über die jeweilige Situation in den Zonen und seht noch offene Aufgaben. Auch eine Schnellreise ist dank der Karte möglich. Quelle: PC Games

    Open-World-Routine

          

    Neben den insgesamt gelungenen Story-Missionen bietet jede Zone haufenweise Nebenaufträge, die in typischer Open-World-Manier absolvierbar sind. Ähnlich wie bei der Far Cry-Serie gilt es dabei beispielsweise gegnerische Stützpunkte einzunehmen und Außenposten einzurichten. Die Vorgehensweise für die jeweiligen Locations wiederholt sich dabei recht schnell. Erreicht ein Drehventil hier, aktiviert einen Radiosender dort oder hackt euch in ein Elektronik-System; spielerisch ist das eher simpel gehalten. Sobald ihr einen solchen Punkt auf der Karte eingenommen habt, verwandelt sich die jeweilige KVA-Einrichtung in ein Widerstandslager. Fortan könnt ihr solche Locations als Checkpoint nutzen (manuelles Speichern gibt's nicht) und euch am stets vorhandenen Waffenspind ausrüsten. Mehr zum Thema Waffen findet ihr im Kasten auf dieser Seite. Das nötige Kapital erhaltet ihr durch erfolgreich abgeschlossene Aufträge. Alternativ lassen sich auch viele Objekte nach Wertgegenständen untersuchen, die ihr verkaufen könnt. Außerdem lassen sich auch besiegte Gegner stets plündern.

    Anschlagtafeln warten zudem mit zufälligen Missionen auf, die in der Regel eine bestimmte Herausforderung darstellen. Fotografiert bestimmte Einheiten oder Objekte, nehmt einen Stützpunkt ein, ohne dabei einen Schuss abzufeuern, steckt x Gegner in Brand - typische Open-World-Kost eben, die auf Dauer eher monotonen Routine-Zeitvertreib bedeutet.

    Patrouillierende Drohnen schlagen sofort Alarm und lotsen zahlreiche Gegner herbei. Dann heißt es flüchten, verstecken und abwarten, bis die Gegner die Suche aufgeben. Homefront: The Revolution - Patrouillierende Drohnen schlagen sofort Alarm und lotsen zahlreiche Gegner herbei. Dann heißt es flüchten, verstecken und abwarten, bis die Gegner die Suche aufgeben. Quelle: PC Games Quasi als Zufallselement fungieren die sogenannten Unruheherde. Dabei erreicht euch alle Nase lang per Funkspruch ein Hilfegesuch. Etwa dass ein Widerstandslager angegriffen oder ein bestimmter Ort durch Scharfschützen bedroht wird. Ihr habt nur einen kurzen Moment Zeit, solche Aufträge zu erfüllen. Das klingt erst mal spannend, ist aber spielerisch leider zu unbedeutend umgesetzt. Denn es spielt absolut keine Rolle, ob ihr eine solche Aufgabe erfüllt oder nicht. Schade, hier hätten die Entwickler eine gehörige Prise Dynamik ins Geschehen bringen können, beispielsweise indem ihr durch fehlgeschlagene Missionen dieser Art zuvor eingenommene Locations auch wieder an die KVA verliert. Was ihr einmal unter eure Kontrolle gebracht habt, bleibt für das gesamte Spiel in eurem Besitz.

  • Homefront: The Revolution
    Homefront: The Revolution
    Publisher
    Koch Media
    Developer
    Deep Silver (DE)
    Release
    20.05.2016
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 69 Kommentare zum Artikel
    Von Scholdarr
    Komisch, ich kenne zig Multiplattformspiele, die auf den Konsolen UND auf dem PC prima laufen....
    Von Enisra
    So ein Quatsch wieder weil sich Leute einbilden ne Eigene Definition finden zu müssen 
    Von SphinxBased
    Das sieht man wieder das es keine MULTIPLATTFORM geben kann weil die Sys.-Voraussetzung einfach zu unterschiedlich…

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    • Es gibt 69 Kommentare zum Artikel

      • Von Scholdarr Erfahrener Benutzer
        Zitat von SphinxBased
        Das sieht man wieder das es keine MULTIPLATTFORM geben kann weil die Sys.-Voraussetzung einfach zu unterschiedlich sind.Das eine muss zu gunsten oder ungunsten des anderen herhalten, ist halt so.Diesmal haben halt die Konsolen das nachsehen was halt sonst für den PC zutrifft.
        Komisch, ich kenne zig Multiplattformspiele, die auf den Konsolen UND auf dem PC prima laufen....
      • Von Enisra Erfahrener Benutzer
        Zitat von SphinxBased
        Das sieht man wieder das es keine MULTIPLATTFORM geben kann weil die Sys.-Voraussetzung einfach zu unterschiedlich sind.Das eine muss zu gunsten oder ungunsten des anderen herhalten, ist halt so.Diesmal haben halt die Konsolen das nachsehen was halt sonst für den PC zutrifft.
        So ein Quatsch wieder weil sich Leute einbilden ne Eigene Definition finden zu müssen 
      • Von SphinxBased Erfahrener Benutzer
        Das sieht man wieder das es keine MULTIPLATTFORM geben kann weil die Sys.-Voraussetzung einfach zu unterschiedlich sind.Das eine muss zu gunsten oder ungunsten des anderen herhalten, ist halt so.Diesmal haben halt die Konsolen das nachsehen was halt sonst für den PC zutrifft.
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Homefront: The Revolution
Homefront: The Revolution im Test - Gut auf dem PC, Kaufwarnung für Konsolen
Homefront: The Revolution greift zwar das Thema des Ego-Shooters Homefront aus dem Jahre 2011 auf, spielt sich aber inhaltlich ganz anders. Anstatt linear von einem Skriptereignis zum nächsten zu hetzen, lässt euch Entwickler Dambuster Studios eher in Open-World-Manier Zone um Zone das von Nordkoreanern besetzte Philadelphia befreien.
http://www.pcgames.de/Homefront-The-Revolution-Spiel-54406/Tests/Review-1195319/
20.05.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/05/Homefront-The-Re-7--pc-games_b2teaser_169.jpg
homefront the revolution,shooter,deep silver
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