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  • Mainboard-Ratgeber: Lohnen sich teure Übertakter-Mainboards? Mit Marktübersicht
    Quelle: ASRock

    Mainboard-Ratgeber: Lohnen sich teure Übertakter-Mainboards? Tipps zur Auswahl und Marktübersicht für Intel und AMD

    Moderne Mainboards gibt es von 40 bis über 500 Euro - doch zu welcher Preisklasse sollte man als Gamer greifen? Für wen lohnen sich Übertakter-Modelle? Wir geben Tipps zum Kauf inklusive einer Auswahl an empfehlenswerten Mainboards für AMD und Intel.

    Passende Mainboards

          

    Das Mainboard bildet die Grundlage für jeden PC. Moderne Mainboards bieten etliche wichtige Funktionen, so dass nur noch wenige weitere Komponenten nötig sind, um loszulegen: Prozessor, Arbeitsspeicher, ein Speicherlaufwerk (Festplatte oder SSD) sowie Gehäuse und Netzteil. Auch Sound und Netzwerk werden seit vielen Jahren vom Mainboard übernommen.

    Für einen Spiele-PC ist freilich auch noch eine geeignete Grafikkarte nötig, außer man begnügt sich mit älteren Spielen oder auch Browsergames, so dass die CPU-interne Grafikeinheit bereits ausreicht. Doch was gilt es zu beachten, wenn man sich ein Mainboard anschafft? Für wen lohnen sich Übertakter-Mainboards, vor allem teurere Modelle? Dies klären wir und bieten auf der zweiten Seite dieses Mainboard-Specials auch eine Marktübersicht für die Intel Sockel 1151 und 1150 sowie AMD AM3+ mit 45 beim Preis-Leistungs-Verhältnis hervorstechenden Mainboards.

    Übertakter-Mainboards

          

    Wer seinen Prozessor übertakten will, muss je nach genutztem Sockel einige Dinge beachten. Bei den beiden beliebten und aktuell zahlreich im Handel vertretenen Intel-Sockeln 1150 und 1151 solltet ihr zu einem Mainboard mit einem Z-Chipsatz greifen.

    ASRock Z170 Extreme4, Sockel 1151ASRock Z170 Extreme4, Sockel 1151Quelle: ASRockAktuell sind dabei die Chipsätze Z97 (Sockel 1150) sowie Z170 (Sockel 1151) - die Chipsätze finden sich bei so gut wie allen Mainboards im Modellnamen wieder. Es gibt zwar auch vereinzelt Mainboardmodelle mit anderem Chipsatz, die ebenfalls Übertaktungsoptionen bieten, aber Intel sind solche Modelle ein Dorn im Auge. Intel selbst gibt nur die Z-Chipsätze für eine volle Unterstützung einer einwandfreien Übertaktung frei. Als Prozessor ist zudem eine CPU mit frei wählbarem Multiplikator nötig, was ihr an dem Zusatz K nach der Modellnummer erkennt wie zum Beispiel beim Core i7-4790K. Beim Sockel 1150 sind zudem die beiden Broadwell-Modelle Core i5-5675C und Core i7-5775C als Übertaktungsprozessoren geeignet. Anders sieht es bei den Enthusiasten-Sockeln 2011 und 2011-3 aus: hier gibt es ausschließlich die X-Chipsätze X79 und X99, die stets zum Übertakten geeignet sind, und die verfügbaren Core i7-CPUs sind ebenfalls allesamt für eine Übertaktung geschaffen. Doch was sollte man investieren, wenn man übertakten will? Dies klären wir im nächsten Abschnitt.

    Übertakten: Wie viel investieren?

          

    Wenn man übertakten möchte, stellt sich die Frage, ob es ein Mainboard für über 200 Euro sein muss. Wir beziehen uns zunächst auf die Intel Sockel 1150 und 1151: hier sollte man nicht weniger als 100 Euro für ein Mainboard ausgeben, wenn man problemlos übertakten will. Mehr als 160 Euro zu investieren lohnt sich wiederum nicht, da die Leistung eines Mainboards nicht vom Preis abhängt. Lediglich bei Detailfeatures kann ein teures Mainboard Vorteile haben: die Übertaktungsoptionen im UEFI sind eventuell noch ausgefeilter als bei günstigeren Modellen, oder es sind einzelne Bauteile wie Kondensatoren oder Spannungswandler hochwertiger oder auch besser gekühlt, was die Stabilität ein wenig erhöht. Letzteres ist aber nur interessant für die Nutzer, die beim Übertakten an die Grenzen gehen wollen und denen es wichtig ist, ob am Ende eventuell noch ein weiteres Prozent Leistung beim Übertakten herausspringt.

    MSI Z170A Gaming M3, Sockel 1151MSI Z170A Gaming M3, Sockel 1151Quelle: MSIAnsonsten lässt sich ein Prozessor mit einem Mainboard für 120 bis 160 Euro hervorragend übertakten - wichtig ist nur, dass das gewählte Modell alle für euch wichtigen Features erfüllt. Beispielsweise die Anzahl an USB-Ports, oder die Anzahl an Lüfteranschlüssen, oder eine SLI-Kompatibilität, sofern dies für euch eine Rolle spielt. Für die weitaus meisten Nutzer ist aber jedes Z97- beziehungsweise Z170-Mainboard zwischen etwa 120 und 160 Euro sehr gut geeignet, und zwar auch die kleineren µATX-Modelle, da heutzutage in PCs kaum mehr als eine Grafikkarte und vielleicht noch eine Soundkarte eingebaut wird. Der einzige nennenswerte Nachteil von µATX ist nämlich, dass durch die kürzeren Baumaße weniger Erweiterungsslots vorhanden sind als beim ATX-Format. Ein Spezialfall beim Preis ist der Intel-Sockel 2011-3: hier gibt es wie schon erwähnt ohnehin nur Mainboards, die auch zum Übertakten geeignet sind, aber schon das günstigste Modell (Gigabyte GA-X99-UD3) kostet 175 Euro. Wegen der hohen Mainboardpreise, aber auch da die passenden CPUs für Gaming kaum besser, teilweise sogar schwächer und dabei teurer als eine Sockel 1151-CPU sind, raten wir ohnehin vom Enthusiastensockel 2011-3 ab, außer es geht um spezielle Anwendungen, die einem User sehr wichtig sind und die nachweislich von den sechs bis zehn echten Kernen einer Sockel 2011-3-CPU profitieren. Beim Sockel AMD AM3+ raten wir zu einem Mainboard zwischen 80 und 160 Euro mit 990X- oder 990FX-Chipsatz, auch der Chipsatz 970 ist aber meist gut geeignet, wenn man etwas sparsamer zu Werke gehen will.

    Mainboardwahl ohne Übertaktung

          

    Für diejenigen, die nicht übertakten wollen, gelten prinzipiell die gleichen allgemeinen Hinweise wie für Übertakter: Wenn ein Mainboard alle gewünschten Features bietet, lohnt es sich nicht, große Summen auszugeben. Für die Sockel AMD AM3+, Intel 1150 und 1151 geht es ab etwa 70 Euro los - es gibt es zwar auf dem Markt noch günstigere Modelle, diese sollten aber nur bei sehr engem Budget gewählt werden. Mehr als 100 Euro auszugeben lohnt sich allerdings wiederum nicht. Ausnahme: wer zwar nicht übertakten, aber bestimmte Features unbedingt haben will, die unter 100 Euro nicht zu haben sind, muss freilich mehr Geld auf den Tisch legen. So gibt es das günstigste SLI-fähige Mainboard für den Sockel (MSI Z170A SLI) beispielsweise ab etwa 120 Euro. Auch wer unbedingt eine Sockel 2011-3-CPU sein Eigen nennen will, findet - wie oben schon erwähnt - kein passendes Mainboard unter 175 Euro, egal ob er übertakten will oder nicht.

    Gigabyte GA-990FXA-UD5, AMD AM3+Gigabyte GA-990FXA-UD5, AMD AM3+Quelle: Gigabyte Beim Sockel 1150 empfehlen wir für Nicht-Übertakter den Chipsatz H97, beim Sockel 1151 den Chipsatz H170. Auch Mainboards mit einem Chipsatz, die ein B im Namen tragen wie zum Beispiel B85, sind für viele Nutzer völlig ausreichend. Da aber manche Funktionen ein wenig beschnitten sein können, empfehlen wir die genannten H-Chipsätze. Bei AMDs Sockel AM3+ bietet sich der Chipsatz AMD 970 als günstiger Chipsatz an.

    Worauf achten beim Kauf?

          

    Da der Mainboardmarkt riesig ist, wollen wir einige konkrete Dinge nennen, auf die ihr achten solltet. Viele Preissuchmaschinen bieten euch dabei auch gute Filteroptionen an. Die Wichtigste ist natürlich: der Sockel des Mainboards muss zu dem der CPU passen. Ein Intel Core i5-4570 für den Sockel 1150 passt zum Beispiel nicht auf ein Mainboard mit dem Sockel 1151. Außerdem müsst ihr auch auf den Formfaktor, also die Baugröße achten. Die meisten unter euch haben sicher ein Gehäuse, in das Mainboards mit dem ATX-Formfaktor hineinpassen. Manch einer hat aber eventuell ein kleineres Gehäuse, welches nur für µATX (auch mATX oder Micro-ATX) oder gar Mini-ITX geeignet ist. Hier müsst ihr dann entsprechend ein µATX oder Mini-ITX-Mainboard aussuchen. Umgekehrt aber ist es kein Problem: Wenn ein µATX-Modell alles erfüllt, was ihr benötigt, könnt ihr es problemlos auch in ATX-Gehäuse einbauen. Worauf solltet ihr noch achten? Wir fassen die wichtigen Punkt stichwortartig zusammen:

    • mindestens ein PCIe-Slot mit dem aktuellen Standard 3.0 für Grafikkarten (x16-Größe) sollte vorhanden sein - zumindest bei Intel, denn AMDs Sockel AM3+ Prozessoren unterstützen diesen Standard nicht, so dass die passenden Mainboards nur den Standard 2.0 bieten. Grafikkarten mit dem 3.0-Standard laufen damit aber problemlos, und der Leistungsverlust ist minimal. Wenn man aber - wie bei den Intel-Sockeln - die Wahl hat, sollte man natürlich zum neueren Standard greifen.
    • genügend USB-Anschlüsse hinten am Mainboard. Einige Gamer-Tastaturen verlangen zwei USB-Ports, dazu die Maus, ein Gamepad, ein USB-Headset - und schon sind bereits fünf Anschlüsse belegt. Zwar bieten moderne Gehäuse zwei bis vier Ports an der Front, und die Mainboards genügend Onboard-Anschlüsse, um diese Ports zu versorgen - aber viele Nutzer möchten vorne am Gehäuse nur Dinge anschließen, die sie eher kurze Zeit benötigen.
    • die Anzahl an Lüfteranschlüssen. Zwar kann man Gehäuselüfter auch direkt an das Netzteil anschließen, per Adpater auch konstant langsamer drehen lassen, oder auch per Adapter zwei bis drei Lüfter an einem einzigen Mainboardanschluss betreiben. Aber optimal ist es, wenn man jeden vorhandenen Lüfter einzeln am Mainboard anschließen und somit auch per Software so ansteuern kann, dass die Lüfter je nach Bedarf langsamer und somit leiser drehen und nur bei Last etwas mehr Gas geben.
    • genügend Erweiterungsslots für eure Zwecke - ihr habt beispielsweise noch eine Soundkarte mit dem alten PCI-Standard? Dann wählt ein Mainbaord, welches noch mindestens einen solchen PCI-Slot hat und nicht nur PCIe-Slots bietet. Achtet auch darauf, dass dieser PCI-Slot nicht von der Grafikkarte verdeckt wird.
    • ein M.2-Slot für kleine SSDs im gleichnamigen Format ist bei modernen Mainboards immer häufiger anzutreffen - aber wirklich nötig ist ein solcher Slot nur für wenige Nutzer. Denn die passenden SSDs, die nennenswert höhere Datenübertragungsraten bieten als eine normale 2,5-Zoll-SSD, kosten deutlich mehr pro Gigabyte Speicherplatz, bieten aber für die allermeisten User keine merkbaren Vorteile. Denn nur selten fließen so große Datenmengen, die eine besonders schnelle M.2-SSD rechtfertigen
    • SLI und Crossfire, also die Möglichkeit, mehrere Grafikkarten zusammenarbeiten zu lassen: Sinn macht so ein Verbund in aller Regel nicht, außer für absolute Grafikenthusiasten, die am Ende sogar zwei Top-Karten im Verbund betreiben wollen. Vor allem SLI-Fähigkeit (Nvidia) ist erst bei teureren Mainbaords zu finden - Crossfire (AMD) bieten aber auch schon viele Modelle unter 100 Euro.
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http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/uebertakter-Mainboards-Tipps-Marktuebersicht-Intel-AMD-1201534/
17.07.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/08/ASRock_Z170_Extreme4-pcgh_b2teaser_169.jpg
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