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  • Unter Strom - Tipps zum Stromverbrauch des PCs sowie zur Technik und Auswahl von Netzteilen

    Den Strombedarf eines PCs beeinflussen die Bauteile wie CPU, Grafikkarte und Laufwerke. Aber auch Netzteile sind ein Faktor. Wir klären auf, was ihr zum Thema Strombedarf beachten müsst und bieten zudem eine Übersicht zu effizienten Netzteilen.

    Einigen Usern ist der Strombedarf ihres PCs oder auch anderer Technik im Haus egal. Aber viele legen durchaus Wert darauf, den Strombedarf des PCs möglichst gering zu halten - sei es aus Kostengründen oder auch aus einem Umweltschutzgedanken heraus. Wir erklären euch, welche Dinge für den Strombedarf eine Rolle spielen und wo ihr Strom sparen könnt, ohne auf Leistung zu verzichten. Mit dazu gehört auch das Thema Netzteile inklusive einer kleinen Marktübersicht, denn ein gutes Netzteil kann auch beim Stromsparen helfen.

    In einem Spiele-PC sind natürlich Prozessor und Grafikkarte die Bauteile, die besonders viel Strom verbrauchen - allerdings auch nur dann, wenn sie unter Last arbeiten. 300 bis 350 Watt, bei stromhungrigen Komponenten auch mal 450 Watt, sind hier je nach Konfiguration für einen Spiele-PC üblich. Beim Arbeiten am PC ohne große Last, zum Beispiel beim Internetsurfen oder beim Schauen von Filmen, sieht es in Sachen Stromverbrauch schon deutlich rosiger aus, oder besser gesagt grüner. Hier sind auch mit einem starken Spiele-PC selten mehr als 100 Watt zu erwarten. Trotzdem fragen sich viele Spieler, was sie beachten müssen, um mit effizienten Bauteilen keine unnötig hohen Stromkosten zu erzeugen, oder auch um einfach nur die Umwelt zu schonen. Dabei gibt es neben der Auswahl der passenden Hardwarekomponenten auch einige Kleinigkeiten zu beachten, die oft simpel sind, aber einiges bringen können.

    Simple Tipps zum Stromsparen

          

    Unser erster Tipp, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, ist der wohl wichtigste Punkt: nehmt euren PC und die Peripheriegeräte (Monitor, Laufsprecher, Drucker und so weiter) vom Stromnetz, wenn ihr sie für eine Weile nicht benutzen wollt. Durch die Netzteile der Geräte wird ansonsten ständig ein wenig Strom verbraucht. Pro Netzteil sind es nur wenige Watt, aber bis zum Jahresende werden daraus leicht 10, 15 oder auch 20 Euro. Eine abschaltbare Steckdosenleiste ist hier eine mögliche Sparmaßnahme.

    Eine SSD benötigt weniger Strom als eine Festplatte, ist aber auch teurer pro Gigabyte SpeicherplatzEine SSD benötigt weniger Strom als eine Festplatte, ist aber auch teurer pro Gigabyte SpeicherplatzQuelle: ZotacEin zweiter Tipp: manch einer kauft sich im Laufe der Jahre immer neue Speicherlaufwerke hinzu. Eine Festplatte benötigt dabei je nach Modell und Alter fünf bis 15 Watt, eine typische SSD zwei bis fünf Watt. Wenn ihr viele Laufwerke gleichzeitig nutzt, kann auch dies also ein Faktor sein. Anstatt zwei alte Festplatten mit je 240 Gigabyte, eine mit 500 Gigabyte und eine mit 2.000 Gigabyte Speicherplatz im PC zu haben, solltet ihr die kleineren drei Festplatten lieber durch eine neue große Festplatte ersetzen. Ein anderes Thema: Lüfter. Manche Nutzer haben viel mehr Lüfter im PC als nötig. Pro Lüfter sind je nach Drehzahl zwar nur 1 bis 5 Watt Stromverbrauch zu erwarten, aber oft reichen zwei, maximal drei Lüfter völlig aus, wo manch ein Nutzer vielleicht sämtliche sechs, sieben oder gar acht Lüfterplätze im Gehäuse belegt hat.

    Auch andere kleine Maßnahmen helfen beim Stromsparen: Seid ihr mal nicht am PC, solltet ihr die Energiesparmaßnahmen des PCs nutzen. Das gilt auch für kürzere aber häufige Pausen. Es wäre zwar übertrieben, den PC schon nach kurzer Nicht-Nutzung in den Energiesparmodus zu schicken, aber zumindest den Monitor kann man durchaus bereits nach fünf oder 10 Minuten in Standby gehen lassen. Und vor allem Festplatten, die man eher als Datengrab benutzt, kann man schon recht zeitig in den Ruhezustand schicken. Für Freunde schöner Optik noch ein letzter Mini-Tipp: Bei einer Beleuchtung im PC sollte man unbedingt die moderne LED-Technik nutzen, dabei aber im Zweifel nicht das allerbilligste Produkt nehmen, da hier teilweise ein Spannungswandler beziehungsweise ein kleines Netzteil dabei ist, welches unnötig viel Strom verschwendet, wenn es den Strom passend für die LEDs zur Verfügung stellt.

    TDP - ein Indiz für den Strombedarf?

          

    Bei Prozessoren, aber auch bei vielen Grafikkarten, wird die so genannte TDP in den technischen Daten erwähnt, die mit einem Watt-Wert angegeben wird. Viele denken daher, dass es sich um eine Angabe des Strombedarfs handelt. Doch dies ist nicht ganz korrekt. TDP steht für Thermal Design Power - damit wird vom Hersteller des jeweiligen Bauteils die Wärme angegeben, die das Bauteil maximal abgeben könnte.

    Asus Strix GTX 970: die TDP wird mit über 145 Watt angegeben, der effektive Verbrauch liegt eher bei 160 Watt.Asus Strix GTX 970: die TDP wird mit über 145 Watt angegeben, der effektive Verbrauch liegt eher bei 160 Watt.Quelle: PC Games HardwareEinfacher gesagt: Wenn eine CPU von Intel eine angegebene TDP von 95 Watt hat, dann informiert Intel mit diesem Wert darüber, dass bis zu 95 Watt als Wärme entstehen kann. Um diese Wärme ausreichend aufnehmen zu können, muss dann die Kühlung entsprechend gestaltet werden - in diesem Falle der CPU-Kühler. Die TDP dient also eher der Planung der Kühlung und gibt nicht den Stromverbrauch an. Bei der TDP handelt es sich aber zudem nicht um exakte Werte, sondern um vorsichtig gewählte Maximalwerte - aus diesem Grund hat ein Core i5-4430 die gleiche TDP wie ein Core i5-4670, obwohl letzterer einen höheren Takt hat, somit mehr Strom verbraucht und auch ein wenig wärmer wird. Um die Sache nicht zu kompliziert zu gestalten, geben AMD und Intel bei CPUs der gleichen Familie und mit der gleichen Kernanzahl meist eine einzige TDP an. Wenn ihr wirklich genau wissen wollt, wie viel Strom eine CPU oder Grafikkarte verbraucht, müsst ihr auf Tests von Magazinen oder Websites zurückgreifen. Hierbei wird meist der Verbrauch des gesamten PCs gemessen, so dass man am Ende zwar nicht den genauen Strombedarf einer Grafikkarte kennt, aber zumindest weiß, ob und wie viel mehr oder weniger Strom sie im Vergleich zu einer Konkurrenz-Grafikkarte verbraucht. Die TPD kann man insgesamt lediglich als ungefähres Indiz für den Strombedarf sehen, der aber in Wahrheit auch höher liegen kann.

    Hardware-Auswahl: CPU

          

    Für einen modernen Spiele-PC empfehlen wir seit längerer Zeit einen Intel Core i5 oder i7, aktuell für den Sockel 1150 (Haswell) oder den neueren Sockel 1151 (Skylake). AMD liegt mit seinen FX-Prozessoren für den Sockel AM3+ nämlich in Sachen Spieleleistung zurück, und selbst die teuren FX-9000er-CPUs sind schwächer als ein günstigerer Einstiegs-Core i5 wie der Core i5-4460 (Sockel 1150) oder Core i5-6500 (Sockel 1151). Zudem sind vor allem die FX-9000er Prozessoren von AMD auch beim Strombedarf enorm hungrig und genehmigen sich mit bis zu etwa 100 Watt knapp das Doppelte von dem, was eine stärkere aktuelle Intel-CPU benötigt. Allerdings muss man auch immer den Einzelfall betrachten, denn die AMD-FX-CPUs der 8000er und 9000er-Reihe haben acht Kerne, die nicht immer alle genutzt werden. In der Praxis kann der Mehrbedarf an Strom also je nach Anwendung oder Spiel doch etwas geringer ausfallen als bei Belastungstests. Trotzdem empfehlen wir derzeit eindeutig einen Intel Core i5 oder i7, und zwar nicht nur wegen des Stromverbrauchs.

    Ein Mini-Mainboard inklusive CPU braucht wenig Strom - hier ein ASRock Q1900B-ITXEin Mini-Mainboard inklusive CPU braucht wenig Strom - hier ein ASRock Q1900B-ITXQuelle: ASRockBei AMD ist derzeit nur der AMD FX-8320E einen Kauftipp wert - er ist zwar langsamer als ein Core i5, kostet dafür aber auch nur 130 Euro (50 Euro weniger als ein Core i5-4460). Der FX-8320E ist zudem die weniger stromhungrige Variante des FX-8320. Bei Last takten beide Modelle gleich hoch. Trotzdem stehen auch beim FX-8320E etwa 50 Watt mehr Strombedarf als bei einem schnelleren Core i5 zu Buche. Ein weiterer Tipp: Es gibt auch bei Intel spezielle stromsparende Core i5- und i7-CPUs, die ihr an einem T hinter der Modellnummer erkennt. Allerdings ist deren Takt auch deutlich geringer als bei den Namensvettern ohne den T-Zusatz, und solche Prozessoren sind in der Regel für Spiele-Systeme nicht zu empfehlen. Denn bezogen auf den gesamten PC ist die Stromersparnis am Ende eher gering, wird aber mit einem spürbaren Leistungsverlust erkauft. Wer als Zweit-PC wiederum einen reinen Office-Rechner benötigt, dem können wir ein Mainboard mit bereits eingebauter CPU empfehlen, die schon ab etwa 50 Euro zu haben sind - Systeme mit einer solchen CPU wie beispielsweise dem Intel J1900 reichen völlig aus, um im Internet zu surfen, Videos zu schauen, Musik zu hören und vieles mehr, verbrauchen aber inklusive einer SSD und vier Gigabyte Arbeitsspeicher nur etwa 20 bis 40 Watt.

    CPU-Takt und Undervolting

          

    Von einem so genannten Undervolting der CPU raten wir unerfahrenen Nutzern eher ab, denn dies bringt meist nur wenig an Stromersparnis, kann aber zu Problemen mit dem PC führen. Wer experimentieren möchte, kann dies aber durchaus ohne große Gefahr testen.

    Intel Core i5 VerpackungIntel Core i5 VerpackungQuelle: IntelDenn beim Undervolting wird die CPU-Spannung manuell über das BIOS abgesenkt - der PC kann dadurch instabil werden, da ihm der Strom nicht ausreicht, aber im Gegensatz zu einer Übertaktung mit einer Erhöhung der CPU-Spannung sind Hardwareschäden nicht zu erwarten, wenn etwas schiefgehen sollte. Mit Pech kann der PC aber genau dann versagen, wenn Daten auf ein Laufwerk geschrieben werden - und diese Daten könnten dann verloren sein. Moderne CPUs sind aber dank intelligenter Taktraten, die sich je nach Bedarf des PCs anpassen, vor allem außerhalb von Spielen ohnehin schon relativ sparsam geworden. Wichtig zu wissen ist aber, dass eine Übertaktung durchaus stromhungrig sein kann. Ein PC mit einem Intel Core i7-4770k arbeitet zum Beispiel bei Last (ohne separate Grafikkarte) mit einem Strombedarf von unter 100 Watt, bei einem Mehrtakt der CPU von gut 25 Prozent sind es aber schon 135 Watt - das sind etwa 40 Prozent mehr Strombedarf. Als Gamer sollte man allerdings die Ruhe bewahren: Der zusätzliche Strombedarf des PCs liegt, wenn auch eine starke Grafikkarte verbaut ist, am Ende dann doch eher bei nur 10 bis 15 Prozent, da ja der gesamte PC bei Last auch mit Standardtakt ohnehin viel mehr verbraucht, wenn eine gute Grafikkarte mit im Spiel ist.

    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Herbboy Community Officer
        Zitat von Pootch
        http://www.bequiet.com/de/psucalculator

        Ganz brauchbar.. kaufe auch schon seit Jahren Netzteile von be quiet.
        Diesen Watt- Hype konnte ich noch nie verstehen..
        Is doch an sich ganz einfach: die meisten schauen, wenn überhaupt, am ehesten beim Grafikkartenhersteller. Die…
      • Von Wut-Gamer Erfahrener Benutzer
        Zitat von Pootch

        Diesen Watt- Hype konnte ich noch nie verstehen..
        Haste Watt, biste Watt... 
      • Von Pootch Neuer Benutzer
        http://www.bequiet.com/de...

        Ganz brauchbar.. kaufe auch schon seit Jahren Netzteile von be quiet.
        Diesen Watt- Hype konnte ich noch nie verstehen..
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Hardware
Unter Strom - Tipps zum Stromverbrauch des PCs sowie zur Technik und Auswahl von Netzteilen
Den Strombedarf eines PCs beeinflussen die Bauteile wie CPU, Grafikkarte und Laufwerke. Aber auch Netzteile sind ein Faktor. Wir klären auf, was ihr zum Thema Strombedarf beachten müsst und bieten zudem eine Übersicht zu effizienten Netzteilen.
http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/Unter-Strom-Tipps-zum-Stromverbrauch-des-PCs-und-zur-Technik-und-Auswahl-von-Netzteilen-1181526/
27.12.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/09/PCGHX-Promo-Review-Seasonic-G-650_00007-pcgh_b2teaser_169.jpg
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