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  • Spieletuning - per Grafikoptionen die Leistung optimieren
    Quelle: AntonioFunes

    Spieletuning - per Grafikoptionen Qualität und Leistung optimieren. Außerdem: Grafikkarte überwachen und tunen.

    Durch die Grafikoptionen, die bei vielen Spielen üppig ausfallen, könnt ihr die Grafikqualität, aber auch die Leistung verändern. Wir geben Tipps dazu, welche Grafiktoptionen für welche Veränderungen zuständig sind. Außerdem bieten wir einen kleinen Guide zum Überwachen und Tunen eurer Grafikkarte.

    Spieletuning per Grafikoptionen

          

    Einer der Vorteile eines PCs im Vergleich zu einer Spielekonsole ist, dass man bei fast allen Spielen durch ein Verändern der Grafikoptionen das Spiel auf die Leistungsfähigkeit seines PCs anpassen kann, so dass die Publisher ihre Games der Hardwareentwicklung anpassen können. Die neuesten Blockbuster-Titel werden nämlich in aller Regel grafisch derart aufwendig umgesetzt, dass bei maximalen Details ein Oberklasse-PC unter einer Full-HD-Auflösung etwa 60 bis 70 FPS (Bilder pro Sekunde) erreichen kann. Wer einen schwächeren PC besitzt, wählt bei den Grafikdetails niedrigere Einstellungen, damit der PC trotzdem flüssige FPS-Werte (ab etwa 30 FPS) schafft.


    Hierzu könntet ihr in die erweiterten Grafikoptionen des Spiels gehen und jeden einzelnen Punkt eine oder mehrere Stufen herunterstellen. Doch da es sehr häufig mehr als fünf bis sechs Untermenüpunkte gibt wie beispielsweise Schattenqualität, Texturqualität, Anti-Aliasing, Sichtweite und so weiter, kann dies eine nervige Fummelei sein. Zu diesem Zweck bieten die Spiele in aller Regel mindestens drei Voreinstellungen, in denen eine Art Grafikoptionsprofil gespeichert ist: niedrig, mittel und hoch. Niedrig ist für PCs gedacht, die die Mindestvorrausetzungen erfüllen, aber nicht viel mehr bieten. Hoch richtet sich an PCs, die die empfohlenen Hardwarevorrausetzungen des Spiels übertreffen. Mittel ist - wie man zu Recht vermuten kann - für PCs zwischen diesen beiden Leistungsklassen gedacht. Bei einigen Spielen gibt es auch noch weitere Einstufungen wie Beispielsweise sehr hoch oder maximal oder auch Ultra - hier ist dann meist die Einstellung hoch bereits für Mittelklasse-PCs gut zu stemmen, und erst Ultra ist für sehr starke PCs gedacht.

    Tomb Raider: mit hohen Details kommt eine realtisichere Unschärfe und bessere Lichberechnung hinzu, auch die Texturen (rechts von Lara sowie die Kleidung) sind hochwertiger. Das Gras wirkt detaillierter. Tomb Raider: mit hohen Details kommt eine realtisichere Unschärfe und bessere Lichberechnung hinzu, auch die Texturen (rechts von Lara sowie die Kleidung) sind hochwertiger. Das Gras wirkt detaillierter. Quelle: AntonioFunes Allerdings sind unsere Aussagen nicht für alle Spiele gleichermaßen gültig, denn der Leistungshunger der einzelnen Detailmodi hängt oft auch sehr vom jeweiligen Spieletitel ab. Man kann daher nicht generell sagen, dass beispielsweise Ultra ausschließlich für High-End-PCs gedacht ist: es gibt Spiele, die einen Ultra-Modus bieten, aber schon beim Modus hoch einen PC mit einer Nvidia GTX 1080 ins Schwitzen bringen - der Ultra-Modus ist dann eher für zukünftige Grafikkarten gedacht. Es gibt aber auch Spiele, bei denen selbst der Maximal-Modus so wenig Power braucht, dass er mit einer 200-Euro-Grafikkarte problemlos mit 90 FPS läuft. Daher gilt stets: sofern euer PC nicht mehr ganz auf der Höhe ist, müsst ihr euch unbedingt im Vorfeld Tests der Spiele ansehen, die ihr euch anschaffen wollt, um zu erfahren, ob ein Kauf für euren PC überhaupt Sinn macht. Wenn dies der Fall ist, dann experimentiert nach dem Kauf dann mit den Grafikoptionen, damit ihr die für euch beste Einstellung findet. Letzteres gilt auch für Spieler mit einem sehr guten PC - warum, das erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

    Schönere Grafik oder mehr Leistung?

          

    Vor allem Besitzer von starken PCs können meist alle Spiele auf maximalen Details spielen und haben dabei trotzdem hohe

    FPS-Werte. Doch die Geschmäcker sind verschieden, und mit etwas schwächeren PCs hat man oft auch keine Wahl, sondern muss sich entscheiden: will man eine hübschere Grafik, aber diese dann mit nur 30 bis 40 FPS spielen? Oder bevorzugt man möglichst hohe FPS-Werte, auch wenn die Grafik dafür nicht ganz so prachtvoll aussieht? Gerade wer online spielt und dabei actionreiche Games bevorzugt, wird tendenziell den Vorteil von höheren FPS-Werten als wichtiger einstufen - daher spielen nicht wenige Onlinegamer ihren Lieblingstitel zwar mit einer ordentlichen Auflösung, aber selbst mit High-End-Hardware bei nur geringen Detaileinstellungen, um ein Maximum an FPS zu erreichen. Natürlich sollte man es nicht übertreiben, denn einige Grafikoptionen sorgen auf niedrigen Einstellungen auch dafür, dass Gegner später zu sehen sind als bei hohen Einstellungen. Am Ende muss aber jeder für sich selber entscheiden, was ihm wichtig ist, und die Grafikoptionen entsprechen wählen.

    Die Grafikoptionen bei Tomb Raider kann man auch vor Spielstart in diesem Menü verändern Die Grafikoptionen bei Tomb Raider kann man auch vor Spielstart in diesem Menü verändern Quelle: AntonioFunes Um euch die Wahl zu erleichtern, haben wir einige Begriffe und typische Optionsmöglichkeiten genauer unter die Lupe genommen.

    Vielfalt an Grafikoptionen

          

    Damit ihr von den möglichen Grafikoptionen nicht erschlagen werdet, haben wir einige in den Optionen der allermeisten Games anpassbare Grafikfeatures herausgesucht und erklären euch näher, was sie bewirken, vor allem was die Optik angeht. Denn was die Leistung angeht, kann man nur bei wenigen Dingen allgemeingültige Aussagen treffen. Die Schattendetails beispielsweise von mittel auf hoch zu stellen kann bei dem einen Spieletitel 50 Prozent weniger FPS bedeuten, beim einen anderen Spiel wiederum ist der Leistungsnachteil kaum der Rede wert. Bei vielen Spielen werdet ihr allerdings trotzdem ein wenig fragend vor dem Optionsmenü sitzen, denn nicht alle Spiele bieten alle aufgeführten Einstellmöglichkeiten, oder aber sie verbergen sie hinter anderen Bezeichnungen. Vor allem ein Grafikfeature ist davon betroffen, und dieses nehmen wir uns nun direkt als erstes vor.

    Anti-Aliasing: MSSA, FXAA und mehr

          

    Prinzipiell sorgt Anti-Aliasing, was wir im weiteren Verlauf mit AA abkürzen werden, dafür, dass eine sichtbare Treppchenbildung bei Linien verhindert wird - man spricht dabei auch von Kantenglättung. Denn bei vielen Gegenständen wirkt eine Kante oder eine Linie (zum Beispiel die Kante von einer Mauer oder auch die Maschen eines Zaunes) unnatürlich, da die Pixel, die die Linie darstellen, sichtbare Stufen bilden. Schließlich sind Pixel ja auch nichts anderes als kleine Vierecke, so dass eine glatte und gerade Darstellung ohne Treppchenbildung nur bei exakt vertikal oder horizontal verlaufenden Linien möglich ist. Um diesen Effekt zu verringern gibt es diverse Möglichkeiten der Kantenglättung.

    Kantenglättung im Vergleich bei Battlefield 4 Kantenglättung im Vergleich bei Battlefield 4 Quelle: AntonioFunes Links haben wir auch einen Screenshotvergleich aus Battlefield 4 eingefügt, den ihr (wie auch die anderen Screenshotvergleiche im Artikel) am besten per Klick auf die rechte Maustaste in einem neuen Tab öffnet, um ihn genauer zu betrachten. Bei AA werden um die Linie herum Pixel neu berechnet, die besser mit dem Hintergrund verschmelzen, so dass die Linie glatter wirkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Grafikoptionen frisst vor allem das klassische bereits bei der Bildberechnung angewendete AA unweigerlich einiges an Leistung. Man spricht bei dieser Methode auch von Sampling, wobei es hierbei wiederum auch mehrere Varianten wie MSAA oder SSAA gibt. Je nach gewählter AA-Stufe sind die Sprünge bei den FPS enorm, obwohl sich grafisch oft kein großer Unterschied zeigt. So konnten wir beispielsweise bei einer Analyse für einen Tuningguide zum Open World-Shooter Far Cry 3 schon 2012 feststellen, dass man durch 4x MSAA anstelle von 8x MSAA über 45 Prozent an Leistung gewinnen kann, durch 2x MSAA sogar über 100 Prozent. Der optische Unterschied von 2x zu 8x ist dabei aber während des Spielens nur gering, zwischen 4x und 8x ist er nur noch bei einer Standbildanalyse wahrzunehmen. Weniger Leistung benötigt eine nachträglich durchgeführte Kantenglättung bei der das bereits fertig berechnete Bild analysiert und angepasst wird. Diese Methode schont die Ressourcen, kann unter Umständen aber ein unscharf wirkendes Gesamtbild ergeben. Ein gutes Beispiel

    für den Unterschied der beiden Grundmethoden (während oder erst nach der Bildberechnung) ist Battlefield 4, denn dort gibt es in den Grafikoptionen zwei Menüpunkte zum Anti-Aliasing: das Post-Anti-Aliasing (also schon bei der Bilderstellung angewandt) und das verzögerte Anti-Aliasing (nachträgliche Kantenglättung). Bei vielen anderen Spielen werden Abkürzungen für verschiedene Techniken genutzt wie zum Beispiel FXAA oder MSAA, oder im Menüpunkt steht ganz simpel nur AA beziehungsweise Anti-Aliasing oder Kantenglättung. Testet also am besten, welche Stufe und welche Art der Kantenglättung (sofern im Spiel wählbar) für euch ideal ist. Durch die teils verklausulierten Bezeichnungen ist es zudem optimal, wenn ihr euch zusätzlich im Internet genau über das betreffende Spiel informiert, welche Art von AA genutzt werden kann und was dies für die Leistung bedeutet. In manchen Fällen kommt es auch vor, dass eine bestimmte Kantenglättungsmethode weit überdurchschnittlich viel FPS kostet - wir können daher keine allgemeingültige Empfehlung geben, welche AA-Methode für euch die beste ist.

    Texturen

          

    Die Texturen machen ein Spiel schöner, und zwar vor allem dann, wenn ihr relativ nah an Objekte herangeht. Denn eine Textur ist wie eine Art Aufkleber, der beispielsweise eine Holzmaserung imitieren soll, oder der einen simplen rechteckigen Block wie eine Mauer aus einzelnen Natursteinen aussehen lässt, was natürlich viel weniger Rechenleistung beansprucht als wenn man die Mauer wirklich aus einzelnen virtuellen Steinen zusammensetzen würde. In Verbindung mit sogenannten Bump-Maps entsteht auf dem Objekt sogar ein plastischer Eindruck, denn diese berechnen Licht und Schatten mit ein, so dass die Texturen im Spiel nicht wie flache Aufkleber wirken - zumindest solange man nicht sehr nah an das Objekt herantritt.

    Texturendetails: gut sichtbar sind die Unterschiede bei Dishonored 2. Texturendetails: gut sichtbar sind die Unterschiede bei Dishonored 2. Quelle: AntonioFunes Aber auch für weiter entfernte Objekte sind Texturen sehr hilfreich: anstelle von komplexen Objekten, die jeweils einzeln Rechenpower fressen würden, kann man mit Hilfe von Texturen (ähnlich wie bei einer Theaterkulisse) Häuserfronten, Fahrzeuge oder Wald darstellen. Nur wenn man nah herangehen würde könnte man feststellen, dass all diese Dinge nichts anderes als virtuelle Pappaufsteller sind. Damit ein Objekt aber auch möglichst echt wirkt, muss die Textur eine gewisse Auflösung besitzen - vor allem bei Objekten, denen man sehr nahe kommt. Je hochauflösender die Textur ist, desto detaillierter und echter wirkt ein Objekt. Allerdings belasten hochauflösende Texturen auch die Hardware - je nachdem, wie viel Videospeicher eure Grafikkarte hat, kann es sogar passieren, dass durch den von den Texturen benötigten Speicherplatz der Rest des Spieles leidet. Daher macht es Sinn, zumindest testweise die Texturqualität herunterzusetzen, wenn ihr Leistungsprobleme habt - vor allem dann, wenn eure Grafikkarte nur zwei oder drei Gigabyte Videospeicher besitzt. Selbst Grafikkarten mit vier Gigabyte können bei der höchsten Texturqualität überfordert sein - aber es gilt, wie so oft: probieren geht über studieren. So verlangt Mittelerde: Schatten Mordors beispielsweise angeblich sechs Gigabyte Grafik-RAM für die Ultra-Texturen, lief aber auf unserem Test-PC mit einer AMD R9 290 (4GB) einwandfrei. Den Unterschied zwischen einer hohen und niedrigen Texturqualität sieht man bei einigen Spielen so gut wie gar nicht, bei anderen ist er enorm, wie zum Beispiel bei Dishonored 2, woraus auch unser Screenshotvergleich links stammt: bei einer niedrigen Textureinstellung sind die Details beim Boden, dem Holzbrett und den Kisten kaum mehr erkennbar, wirken völlig unscharf und matschig. Auch die plastische Wirkung leidet unter der schlechteren Texturqualität.

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Spieletuning - per Grafikoptionen Qualität und Leistung optimieren. Außerdem: Grafikkarte überwachen und tunen.
Durch die Grafikoptionen, die bei vielen Spielen üppig ausfallen, könnt ihr die Grafikqualität, aber auch die Leistung verändern. Wir geben Tipps dazu, welche Grafiktoptionen für welche Veränderungen zuständig sind. Außerdem bieten wir einen kleinen Guide zum Überwachen und Tunen eurer Grafikkarte.
http://www.pcgames.de/Hardware-Thema-130320/Specials/Spieletuning-Grafikqualitaet-und-Leistung-optimieren-per-Grafikoptionen-Grafikkarte-ueberwachen-1214119/
27.11.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/11/Kantenglaettung-pc-games_b2teaser_169.png
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